Das Verbot von Sodomie freut Tierschützer – sie fordern aber noch mehr. Zoophilen rät der Präsident des Tierschutzbundes eine Therapie.von Christian Rath

Ist jetzt besser geschützt: „Mo“. Bild: dapd
FREIBURG taz | „Endlich wird der sexuelle Missbrauch von Tieren verboten“, sagt Thomas Schröder, der Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. Das Verbot sei aber nur ein „Feigenblatt“, um die Untätigkeit in vielen anderen Bereichen des Tierschutzes zu kaschieren.
Ist Ihnen dieser Artikel etwas wert?
Wie die taz am Montag berichtet hatte, soll Sex mit Tieren (auch Sodomie oder Zoophilie genannt) künftig mit bis zu 25.000 Euro Bußgeld geahndet werden. „Es ist gut, dass künftig keine Verletzung oder Verhaltensstörung des Tieres mehr nachgewiesen werden muss“, sagt Schröder. „Es genügt, dass das Tier gefährdet wird.“
Schröder hat keine Zweifel, dass für Tiere sexuelle Handlungen mit Menschen „artwidrig“ und damit schädlich sind. „Der Hund will einen Hund und keinen Menschen.“ Er widerspricht damit Michael Kiok vom Zoophilen-Verein Zeta, der in der taz erklärt hatte: „Jeder Rüde testet die Wesen um sich herum, ob man mit ihnen Sexspiele machen kann.“ Schröder hierzu: „Jeder, der solches Verhalten von Tieren als Rechtfertigung nimmt, um an ihnen seine eigene sexuelle Lust zu befriedigen, benötigt dringend einen Therapeuten.“
Dem Tierschutzbund geht die geplante Gesetzesverschärfung nicht weit genug. „Wir halten es für inkonsequent, solches Verhalten nur als Ordnungswidrigkeit zu werten und mit einer Geldbuße zu ahnden“, sagt Schröder.
Der Tierschutzbund tritt seit Jahren dafür ein, Sodomie wieder als Straftat zu werten. Dies war bis 1969 der Fall. Dann könnten auch Freiheitsstrafen angedroht werden. „Es ist doch völlig unlogisch, dass die Verbreitung von Tierpornografie – also die Darstellung des sexuellen Missbrauchs von Tieren – strafbar ist, der Missbrauch selbst jedoch nicht.“
Schröder warnte die Koalition, „sich jetzt für das Zoophilie-Verbot feiern zu lassen“. Viele dringende Probleme seien von der Bundesregierung nicht angepackt worden, zum Beispiel die landwirtschaftliche Nutztierhaltung, die Qualzucht von Tieren und auch der Einsatz von Tieren in Zirkussen. Teilweise sei Schwarz-Gelb sogar noch hinter den Regierungsentwurf zurückgefallen, so beim Verbot von Brandzeichen zur Kennzeichnung von Pferden.
In dieser Diskussion wird zunehmend auffällig, dass viele Menschen mit offenkundigen Defiziten in der Rechtschreibung oftma ...
Warum kommt man hier mit einem anderen Thema, dem Menschenschutz ? Hier geht es jetzt konkret um dieses Thema, und somit um ...
so ein blödsin das verbot ich bin 15w und lasse mich regelmässig von mein hund besteigen ...
Einer jungen Frau wurde im Januar auf einer Polizeiwache in München das Gesicht zerschlagen. Jetzt erhebt die Staatsanwaltschaft Anklage gegen den Beamten. von Marlene Halser

David Beckham beendet seine Fußballer-Karriere. Wird er jetzt etwa Vollzeitpapa, Model oder Frührentner? Ach, uns fallen da noch ein paar andere Sachen ein...

Ein echt fieser Augapfel, ein Harley-Davidson-Skelett, Buddha hat Geburtstag und jede Menge Quallen. Unsere Bilder der Woche.

14 Jahre war Thomas Schaaf Trainer bei Werder Bremen – genug Zeit, seinen trockenen Humor in vielen Interviewantworten unter Beweis zu stellen.

Am Samstag ist es wieder so weit: Im schwedischen Malmö kämpfen 39 Länder um den ersten Platz beim ESC. Wir wissen, auf welche Teilnehmer Sie besonders achten können.


Für alle, die mitreden wollen
Der lange Abschied vom Wachstum, Kriminalität ohne Grenzen, der Kampf um die richtige Landwirtschaft, Sozialpolitik gegen den sozialen Fortschritt, die überfällige Reform der UN: Der neue Atlas der Globalisierung von Le Monde diplomatique veranschaulicht auf 176 Seiten und in über 150 neuen Karten und Infografiken in welchem Tempo die Globalisierung voranschreitet und die Welt verändert.