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US-Angriff auf VenezuelaKrieg im Hinterhof

Schon immer haben sich die USA gewaltsam in die Angelegenheiten lateinamerikanischer Staaten eingemischt. Aus politischen und Wirtschaftsinteressen.

Öl- oder Regimewechsel? Venezuelas Präsident Maduro sieht sich als Epigon von Freiheitskämpfer Simón Bolívar. Caracas, 3.1.26 Foto: Maxwell Briceno/reuters

Aus Berlin

Stefan Schaaf

Das US-Militär hat am Samstagmorgen Ziele in der venezolanischen Hauptstadt Caracas bombardiert. Erste Bilder zeigen Explosionen und Brände in der Stadt. Der Angriff erfolgte auf Befehl von US-Präsident Donald Trump. Trump schrieb am Morgen auf seiner Plattform Truth Social, der venezolanische Präsident Niccolás Maduro und dessen Frau seien von US-Spezialeinheiten der Delta Force festgesetzt und mit dem Flugzeug außer Landes gebracht worden.

Außenminister Marco Rubio kündigte an, Maduro werde vor Gericht gestellt, und er sei nicht der legitime Präsident seines Landes. Maduro ist seit 2020 in New York wegen Korruption und Drogenhandel angeklagt.

Trump hat seit September den Druck auf Venezuela stetig erhöht. Er beschuldigte Maduro, seine „Gefängnisse und Irrenanstalten zu leeren“ und die Insassen zur Migration in die USA zu zwingen. Weil Maduro in großem Stil Drogen in die USA schmuggeln lasse, setzte Trump eine Belohnung von 50 Millionen US-Dollar auf ihn aus.

Seit September ordnete er mehr als 30-mal Angriffe auf venezolanische Boote in internationalen Gewässern an. Dabei wurden bisher mindestens 110 Menschen getötet. Außerdem wurden mehrere Öltanker aufgebracht und beschlagnahmt. Im US-Kongress wurde Kritik laut, dass diese Angriffe gegen internationales Recht und US-amerikanische Gesetze verstoßen.

Neuauflage der Monroe-Doktrin

Die militärische Eskalation der USA gegen Venezuela steht in Widerspruch zu Trumps Selbstdarstellung als Friedensstifter. Immer wieder behauptet er – ohne faktische Grundlage -, seit Beginn seiner zweiten Amtszeit vor einem Jahr schon acht Kriege beendet zu haben, verbunden mit dem Wunsch, den Friedensnobelpreis verliehen zu bekommen.

Nun lässt er den 200 Jahre alten Anspruch der USA, über die Geschicke Lateinamerikas bestimmen zu können, wieder aufleben. Damals formulierte US-Präsident James Monroe die nach ihm benannte Doktrin, wonach sich die europäischen Staaten aus den Angelegenheiten der Neuen Welt herauszuhalten hätten. Präsident Harry Truman ergänzte dies 1947 um den Grundsatz, allen Völkern, deren Freiheit „von militanten Minderheiten oder durch äußeren Druck“ bedroht werde, Bestand gewähren zu wollen.

Dies zielte vor allem gegen die damalige Sowjetunion und von ihr unterstützte sozialistische Bewegungen in Lateinamerika. Die Truman-Doktrin führte zu umfangreichen Einmischungen der USA in die Politik ihrer südlichen Nachbarn. So wurde 1961 eine Rebellion von Exilkubanern gegen Fidel Castro gefördert und die gescheiterte Invasion in der kubanischen Schweinebucht aktiv unterstützt.

Ab 1964 unterstützten die USA die Militärdiktatur in Brasilien, und 1973 drängte US-Außenminister Henry Kissinger das Militär in Chile zum Putsch gegen den sozialistischen Präsidenten Salvador Allende.

Blockade, Putsch und Invasion

Unter Ronald Reagan unterstützten die USA antikommunistische Aufständische in Nicaragua, die sogenannten Contras, und das Militär in El Salvador, das mit brutalen Mitteln gegen den Volksaufstand dort vorging. Reagan ordnete 1983 auch die Intervention im karibischen Inselstaat Grenada an. Sein Nachfolger George Bush beendete 1989 die achtjährige korrupte Diktatur Manuel Noriegas durch den Einmarsch von 20.000 US-Soldaten.

In den Jahrzehnten danach waren es vor allem Kuba und Venezuela, auf die sich die Aufmerksamkeit der USA richteten. Kubas Diktator und Revolutionsheld Fidel Castro erwies sich trotz des Handelsembargos der USA als hartnäckiger Widersacher. Die Zuckerinsel wurde lange von der Sowjetunion unterstützt und nennt sich heute noch sozialistisch. Millionen Ku­ba­ne­r:in­nen sind in die USA geflüchtet und sind ein wichtiger politischer Faktor in Florida.

In Venezuela, dem Land mit den größten Ölvorkommen der Erde, wurde 1999 der linke Populist Hugo Chávez Präsident und baute mit der „bolivarischen Revolution“ das Staatswesen um. Er lenkte die Erlöse aus dem Ölverkauf in umfangreiche Sozialprogramme, versäumte aber, die Produktionsanlagen der staatlichen Ölgesellschaft instand zu halten. Dadurch geriet das Land in immer größere wirtschaftliche Schwierigkeiten.

2013 starb Chávez, Nachfolger wurde sein Stellvertreter Nicolás Maduro, der seitdem die bürgerliche Opposition unterdrückt und nur durch gefälschte Wahlen im Amt bleiben konnte.

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Warum Trump den Kurs gegen Venezuela plötzlich verschärft hat, obwohl Maduro wiederholt Entgegenkommen signalisiert hatte, bleibt unklar. Der US-Präsident schürt seit Jahren Hass auf Menschen aus Lateinamerika, die in den USA auf ein besseres Auskommen hoffen und deshalb dorthin auszuwandern versuchen.

Er unterstellt ihnen immer wieder, Kriminelle und eine Gefahr für die Bevölkerung der USA zu sein. Dagegen verblasst der Umstand, dass Venezuelas Öl Kubas Überleben sichert, denn es wird von dort an China, in den Iran und nach Russland verkauft und verschafft dem Inselstaat Devisen.

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122 Kommentare

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  • Ein Segen für das Land.

    Bis Anfang 2025 waren aufgrund der wirtschaftlichen und politischen Situation über acht Millionen Menschen geflüchtet.

    Die Kinder- und Müttersterblichkeit stieg nach 2014 um 30, bzw. 65 Prozent. Die Caritas gab im Jahr 2018 bekannt, 12 Prozent der Kinder seien stark unterernährt und bei 300.000 bestünde deswegen Lebensgefahr. Hunger nennen die Venezolaner "Maduro-Diät". Die Armutsquote stieg bis Ende 2018 auf 90 Prozent.

    Im Januar 2020 berichtete das Deutsche Ärzteblatt über den Zusammenbruch der medizinischen Versorgung in Venezuela.

    Venezuela besitzt 25 Prozent mehr Erdöl als Saudi-Arabien. Siebenmal so viel wie Norwegen. Dessen Staatsfonds beträgt 1,8 Billionen Euro. 300.000 Euro für jeden.

    Die Euphorie der Venezolaner ist nur zu gut verständlich.

    Vielleicht ist es so, dass Venezuelas Öl das Überleben der Venezolaner sichert.

    Wieso kauft eigentlich Russland, welches selber Öl und Gas exportiert, Öl aus Venezuela? So auch Iran.

    Und China kriegt jede Menge Öl, weil Maduro es verpfändet hat.

    Was gehört überhaupt noch dem venezolanischen Volk? Was wurde ihm nicht genommen?

  • "Warum Trump den Kurs gegen Venezuela plötzlich verschärft hat, obwohl Maduro wiederholt Entgegenkommen signalisiert hatte, bleibt unklar"



    Weil er Maduro beseitigen wollte und weil er mehr Druck haben will. Venezuela soll als Anti-US-Staat verschwinden, die Öl-Industrie soll wieder amerikanischen Firmen geöffnet werden.



    Trump attakiert alle Staaten, die eine neue Ordnung anstreben und wenn sie schwach genug sind, dann greifft er auch militärisch ein und durch. Am Ende stehen dann mehr US-amerikanische Regierungen bereit. Das geht hier aber nur um US-Interessen, für die EU und die NATO hat Trump nicht viel übrig, denen verkauft er Rüstungstechnologie und versucht seine Position rücksichtslos durchzusetzen, bestes Beispiel Grönland / Dänermark: Trump will dass die Regierung sich aus Grönland zurückzieht. Obwohl Dänemark NATO_Partner und traditionell US_Freund war ...



    Es werden insofern heiße Zeiten kommen. Die Ansagen Chinas deuten darauf hin, dass Trump bald auf innigen Widerstand stoßen könnte.

  • so völkerrechtswidrig und verurteilenswert der angriff war - mit Blick auf verwendet zu ihnen als Bevölkerung war das wohl eher eine der harmloseren völkerrechtsverletzungen.



    das soll natürlich nicht entschuldigen!

  • Es geht leider immer noch schlimmer... Die Absichten von Donald, dem Dealmaker sind erkennbar: Es geht um wirtschaftliche Vorteile für die USA. Völkerrecht interessiert ihn nicht.



    Und was macht der CDU- Bundeskanzler ? Er findet die amerikanische Militäraktion > ! Na, toll ! Vielen Dank, Herr Bundeskanzler für Ihre schlichte Denkweise. Ich denke jetzt auch ganz schlicht : Amis raus aus Venezuela ! Sofort! Und : Finger weg von Grönland !

  • Bin auf den Ölpreis morgen gespannt bei Börseneröffnung.



    Fallende Ölpreise übrigens isnd Gift für Putin. Natürlich auch für die US Frackingjungs. Spannend!

  • Trump kämpft für Öl und gute Geschäfte. Ihm ist es egal, was die Venezulaner denken, fühlen, wählen, was sie wollen. Die US-amerikanische Industrie muss alte Gebiete zurück erhalten, die US-öl-Konzerne sollen zurück kommen. Und die Venuzalener wollen das nicht, wenn sie Widerstand leisten, muss Trump militärisch das Land besiegen und besetzen. Ob er das wirklich macht? Oder ob er dann Maduro behält, ihn verurteilt und sich als Anti-Drogenbekämpfer aufspielt?

  • >Umso jämmerlicher wirkt Kanzler Friedrich Merz, der die Frage, ob US-Militär Maduro entführen darf, „rechtlich komplex“ findet.<

    Wirken wir doch wohl alle. Das Ergebnis ist gut - der Weg ist ein Verbrechen.

  • Sicher geht es ums Öl, so wie es 1989 in Panama um den Kanal ging. Nichts Neues unter der Sonne. Wie diese Aktion mit einigem zeitlichem Abstand bewertet werden wird, wird wohl davon abhängen, ob die innere Stabilität in Venezuela erhalten werden kann. Wenn das gelingt, dann wird bald wieder Business as Usual sein, und noch nicht einmal Trumps Nobelpreisgelüste werden ernstlich geschmälert sein. Falls aber Venezuela in inneren Machtkämpfen versinkt und die ganze Region in Mitleidenschaft gezogen wird, dann wird das Trumps gesamter Amtszeit anhängen und seinem internationalen Standing erheblich schaden.

  • Das ist wie in der Sandkiste auf dem Spielplatz. Der stärkste Junge verhaut die anderen Jungs, zerstört ihre Sandburgen und klaut ihnen dann auch noch ihre Schaufeln und Eimer.

    Da muss man sich jetzt auch nicht über Donald Trump aufregen, denn die USA war schon immer so (siehe LINK). Jetzt hat nur der "Möchtegern-USA-König" in einer Nacht und Nebelaktion einen Diktator entmachtet, der auf sehr viel Öl saß. Sehr viel Erdöl was der 'prominenteste Geschäftsmann der Welt' gerne selbst besitzen möchte.

    Die Bürger aus Venezuela werden von dieser Entmachtung jedenfalls nicht viel haben, außer dass man den Venezolanern jetzt ihr Öl durch die Hintertür klaut. Venezuela besitzt mit über 300 Milliarden Barrel (ca. 17 % der weltweiten Vorkommen) die größten nachgewiesenen Erdölreserven der Welt, und darum geht es Donald Trump und seinen reichen Freunden letztendlich nur.

    ***Liste von Militäroperationen der Vereinigten Staaten*** de.wikipedia.org/w...ereinigten_Staaten

  • Sollen wir diesen wirren Blondschopf echt noch 3 Jahre aushalten? Ich fürchte es wird unter ihm noch zur Katastrophe kommen. Wer jetzt noch meint "diese" USA unter "diesem" Führer sei unser Freund und Partner, blendet die Wirklichkeit aus. Europa muss ganz, ganz schnell lernen auf eigenen Füßen zu stehen, dieser Wirrkopf wird uns nicht beschützen.

  • Liebe TAZ, könnt Ihr Hintergründe liefern zur operationellen Durchführung dieser Kidnapping-Operation des US-Militärs, und wieso das venezolanische Militär offenbar vollkommen überrascht oder zumindest vollkommen unfähig war, auf diesen Angriff trotz der bekannten Bedrohung zu reagieren?

    • @Bussard:

      Was bekannt ist



      Ca 12 Helikopter reingeflogen während massive Raketenangriffe hunderte verletzt haben, Spitäler sind überfüllt.



      Chinooks haben auch gern mal 8 -12 Platz drin.



      USA gibt zu dass sie Verstärkung am Boden hatten, also zusätzlich eine unbekannte Anzahl Soldaten oder Söldner vor Ort



      Es gab verletzte Soldaten auf Seiten der USA, also es wurde verteidigt



      Ein Militärstützpunkt ist nicht Verteidigungsfahig gegen ne zweistellige Anzahl Helikopter wenn man mit Raketen alle Truppen Unterkünfte bombardiert hat.

      Der Angriff war erfolgreich durch die Luftüberlegenheit und Lokal mehrheit an Soldaten, bessere Ausrüstung,mehr Training.



      Niemand rechnet nachts mit einem 100 köpfigen Überfallkommando

    • @Bussard:

      Das liegt, denke ich, auf der Hand. So unrechtmäßig, wie dieser Coup war, so unrechtmäßig ist Maduro im Amt. Das Land ist durch und durch korrupt, Vieles liegt massiv im Argen. Für einen wie Maduro gehen die Leute nicht durchs Feuer. Da isses relativ einfach, Leute für sich zu gewinnen.

  • Ich nehme mal an, dass Trumpe eine Quelle hatte die sehr nahe an Maduro dran war, anders kann ich mir so eine Aktion nicht so einfach vorstellen. Er muss ebenfalls einen Plan haben wie es weitergeht. Es muss auch den klarer Sehenden in der venzolanischen Regierung bewusst sein dass es so nicht weitergehen kann, das Beispiel Kuba zeigt ja wohin das führt. Trump will Venezuela nicht erobern oder sonstwas, er will einen Regime-change der gleichzeitig die wirtschaftliche Lage verbessert, das Flüchtlingsproblem dadurch stark verringert und den amerikanischen politischen und wirtschaftlichen Interessen dient. Hier sollte man noch erwähnen dass Venezuela ja die amerikanischen Firmen enteignet hatte ohne Entschädigung zu zahlen. Die USA haben daher durchaus das Recht am venzolanischen Öl zu verdienen.



    Trump könnte an das Beispiel Chile gedacht haben, wo die wirtschaftliuche lage unter Allende ja auch katastrophal war und durch das Eingreifen der USA ins Gegenteil gewendet wurde. Auch wenn die Machtübernahme durch Pinochet unbeabsichtigt aber mehr oder weniger direkt zur Bildung der kolumbianischen Kokain - Kartelle geführt hat (siehe erste Folge von "Narcos").

    • @Gerald Müller:

      Allende wurde von außen destabilisiert und hatte keine parlamentarische Mehrheit, da also anders einschätzen. Pinochet war dann einer der fiesesten Diktatoren sogar dieses Kontinents zu dieser Zeit.

      Venezuelas Reichtum von außen ausbeuten zu dürfen wie in alten Zeiten, ist kein Recht von niemandem.

      Beim ersten Satz bin ich hingegen bei Ihnen. Vielleicht hat ihn sogar Putin oder Xi zinken lassen.

    • @Gerald Müller:

      Schöne neue Welt lässt grüßen.



      "Trump könnte an das Beispiel Chile gedacht haben, wo die wirtschaftliuche lage unter Allende ja auch katastrophal war und durch das Eingreifen der USA ins Gegenteil gewendet wurde."



      Bei spiegel.de



      "Derselbe Präsident, der versuchte, Amerika aus dem Vietnam-Konflikt zu lösen, der Friedensverhandlungen mit Hanoi einleitete, ließ sich von seinen Beratern zu einer neuen schmutzigen Aktion gegen eine vermeintliche rote Gefahr verleiten - diesmal in Lateinamerika, dem traditionellen Interessen- und Einflußgebiet der USA.

      Kissinger hatte schon im Juni, als sich der Allende-Sieg abzeichnete, gesagt: »Ich sehe nicht ein, daß wir tatenlos zusehen sollen, wie ein Land durch die Verantwortungslosigkeit seines eigenen Volkes kommunistisch wird.«

      Eine halbe Million Dollar Wahlkampfhilfe hatten die USA deshalb Allendes politischen Gegnern spendiert, ohne Erfolg. Auch der Versuch, mit 250000 Dollar Stimmen von Kongreßabgeordneten gegen Allende zu kaufen, schlug fehl. US-Botschafter Ed Korry probierte es daraufhin mit Drohungen. Dem noch amtierenden christdemokratischen Präsidenten Eduardo Frei sagte er: »Wenn Allende an die Macht kommt, werden wir dafür sorgen..."

  • Putin und Trump haben zum Teil ähnliche Interessen und verschaffen sich per militärischer Macht, was sie wollen. Abschaffung der regelbasierten Weltordnung und des Völkerrechts, sie gelten als Hemmschuh ihrer Ziele: Aufteilung der Welt in Großmachtssphären mit von ihnen abhängigen Vasallenstaaten. Sicherung von Rohstoffen und Gefügigkeit, der als Absatzmärkte wichtigen Länder. Beide stört die EU als vereinte politische und Wirtschaftsmacht, (die ja vereinzelt auch die US Giganten Google, Meta, X " gängelte und als eigene Wirtschaftsmacht Konkurrenz ist. Viel einfacher, wenn die EU auseinanderbricht und man sich einzelne Unterstützerstaaten in Europa verschaffen kann. Teilweise schon gelungen. Weshalb seit Jahren per Desinformationskampagnen und viel Geld destruktive rechtsextreme Gruppen und Parteien gefördert werden. ( Die es aber unbestreitbar gibt auch ohne diesen Einfluss). Die EU- Staaten sollten statt nur in Aufrüstung in erster Linie in Demokratie, neue soziale Gerechtigkeit und wirtschftliche und politische EU- Zusammenarbeit investieren. In der neuen Weltordnung kann man sich nur vereint schützen. Der Angriff aufs Innere der EU ist gefährlicher.

    • @Nina Janovich:

      Das ist absolut richtig. Die EU (oder zumindest die Europäer, die an einem gemeinsamen Europa interessiert sind) müssen jetzt endlich aufwachen. Und wenn es sein muss, knallhart für die eigenen Interessen einstehen. Die momentane Regierung der USA sind keine Freunde, bestenfalls in bestimmten Bereichen Partner mit gemeinsamen Interessen und in anderen Bereichen nicht. Im Prinzip wie China.



      Eine Regelbasierte Weltordnung war eingentlich nie existent, bestenfalls in den Vorstellungen einiger westeuropäischer und ostasiatischer Länder. Zu lange hat man sich diesem Märchen hingegeben, inkl unserer letzten Aussenministerin. Die glaubte aus unerfindlichen Gründen noch in einer Position zu sein, das in der Welt lautstark einfordern zu können, anstatt Diplomatie zu betreiben.

    • @Nina Janovich:

      "Weshalb seit Jahren per Desinformationskampagnen und viel Geld destruktive rechtsextreme Gruppen und Parteien gefördert werden. "

      Jetzt sieht man doch viel deutlicher, wer mit seinen den digitalen Markt beherrschenden Oligarchen die Demokratie in Europa abschaffen will. Und hier wurde immer fleißig vor den Amarteuren Russlands gewarnt.

  • Jetzt darf man gespannt darauf sein, wie die korrupte Elite Venezuelas und das Militär reagieren. Ich vermute, dass die angesichts des Flugzeugträgers und der anderen Kriegsschiffe (incl. 15.000 Soldaten) da draußen vor der Küste klein beigeben werden.



    Aber wie geht es dann weiter? Trump hält die Führerin der Opposition wohl für zu schwach, um eine neue Regierung zu bilden.

    • @Il_Leopardo:

      „ Aber wie geht es dann weiter?“



      Das sagt die Verfassung:



      Die aktuell von Frau Rodriguez ausgeübte Stellvertretung beruht auf Art. 234. Der Präsident ist „zeitweise amtsunfähig“, die Vizepräsidentin kann ihn maximal 90 Tage vertreten, danach kann (nicht muss!) das Parlament den Zustand nochmal maximal 90 Tage verlängern, es kann aber ab Tag 91 auch jederzeit entscheiden, dass der Präsident „dauerhaft amtsunfähig“ ist.



      Dann (bzw. nach 180 Tagen automatisch) greift Artikel 233: Da der Präsident dauerhaft amtsunfähig ist, ist binnen 30 Tagen eine Neuwahl abzuhalten.



      IMO kann Rodriguez es sich nicht leisten, sich gegen die (chavistische) Verfassung zu stellen. Die Chancen stehen gut, dass es innerhalb der nächsten sieben Monate Präsidentschaftswahlen unter Beteiligung der Opposition gibt. IMO ist das realistischer als eine „Amtsübergabe“ an Gonzales/Machado als „eigentliche Gewinner der Wahl 2024“.



      Wenn Rodriguez genug informelle Macht hat, könnte sie wieder versuchen, eine Wahlfarce zu ihren Gunsten zu veranstalten, quasi Maduro 2.0, aber vermutlich hat sie diese Macht nicht, bzw. sowas kann schief gehen, und vielleicht will sie das ja auch gar nicht.

  • Trump überschätzt die Rolle einer Person maßlos. Wie der farblose Maduro Chávez ersetzen konnte, wird jemand anders das jetzt tun können. Wahlbetrug leider inklusive, das sei fair mitnotiert.

    Die teure Militär-Show, um von Epstein und politischen Sauereien abzulenken, auf Kosten der Völker, ist so oder so ärger als Grenada oder Nicaragua unseligen Angedenkens.

    Die atlantische Partnerschaft für später unbedingt am Leben halten, aber auf französische Verbrüderung endlich auch mal eingehen, wäre wohl ein sinnvolles Vorgehen.

  • Die USA sind aufgrund rücksichtsloser Gewaltanwendung überhaupt erst entstanden. Zwar haben sie sich zunächst von den Briten als Kolonialmacht losgesagt, doch die angestammten, indigenen Einwohner wurden niedergemetzelt. Kriege gegen Spanien, später Mexico haben das eigene Territorium immer weiter vergrößert, die Monroe-Doktrin hat das alles untermauert. In Chile wurde so gehandelt, in Panama genauso, in Kuba ähnlich. Und diese Gewalt-Junta droht schon damit, auch Kanada und Grönland gewaltsam zu erobern. Und Europa sitzt unter der Friseurhaube und/oder labert unverbindliches Zeug. Schöne Aussichten...

    • @Perkele:

      "In Chile wurde so gehandelt"



      Ein Wirtschaftskrieg aus d. Arsenal des Henry Kissinger:



      taz-archiv 2023 " Der Kriegsnobelpreisträger"



      "Ging (...) über Leichen"

      "Nach Allendes Amtsübernahme im November verlegte sich die CIA auf wirtschaftliche Druckmittel. Bis zum September 1973 gab der Geheimdienst acht Millionen Dollar aus, um Allendes Herrschaft zum Einsturz zu bringen.



      Vor allem Henry Kissinger hatte »einen richtigen Chile-Tick«, erinnerte sich später ein Mitglied des Gremiums zur Kontrolle der US-Geheimdienste. So habe Kissinger durchgesetzt, daß weder die amerikanische Export-Import-Bank noch die Weltbank Chile Kredite gaben.



      Manager des Multikonzerns ITT, dessen chilenische Tochtergesellschaft Allende im Herbst 1971 verstaatlicht hatte, arbeiteten ein 18-Punkte-Programm zum wirtschaftlichen Ruin Chiles aus und schickten es an Nixon-Berater Peter G. Peterson. Binnen eines Jahres sanken die kurzfristigen Kredite für das Land von 220 auf 40 Millionen Dollar; die Devisenreserven schrumpften von 377 auf 25 Millionen Dollar."



      b. spiegel.de



      Auch prominente Opfer: Kunst & Kultur



      lyrics-on.net/de/1...r-jara-lyrics.html



      Hannes Wader "Victor Jara" Songtext



      Ein Déjà-vu?

  • Ich bin mir die ganze Zeit am Überlegen, ob Trump Venezuela vielleicht zum 51. Bundesstaat machen will. Dagegen spräche nur, dass die Venezolaner*innen US-Staatsbürger*innen würden. Ob Trump weitere Hispanics in seinem Land möchte, weiß ich nicht.

    • @Sabine Hofmann-Stadtländer:

      Will er nicht. Dafür ist er zu rassistisch.

      Aber es wird vielleicht so laufen: Eine kleine, weiße Minderheit siedelt sich irgendwo in Venezuela an, macht ein oder zwei Dörfer platt und gründet eine Privatstadt ähnlich Próspera in Honduras, bevorzugt nahe der großen Ölfelder. Diese kleine, weiße Minderheit übt rassistische Unterdrückung in ganz Venezuela aus. Südafrika 2.0 wird zum Leben erweckt, ein weißer Präsident herrscht als Marionette in einem scheinbar unabhängigen Land und es gibt Scheinwahlen.

      Unrealistisch? Pah, wartet es erstmal ab. Vielleicht kommt es sogar schlimmer.

  • Vorsicht bei Den Haag: Sobald Trump den Namen "Madurodam" mal im Fernsehen sieht, wird der Ignorant die Modellhuisjes auf ähnlich kriminelle Weise entführen lassen!

    Trump muss ablenken, und Fossil/Öl ist obendrein einer seiner Geldgeber-plus-Obsession. Venezuela wieder unter die Yankee-Knute zu bekommen soll Stärke vortäuschen.



    Ob China und Russland dafür in ihren Vorhöfen mehr Freiheiten erhalten werden?

    Europa sollte sich weltweit mit Fairness Freunde halten. Nicht nur wegen des Freizeitparks.

    • @Janix:

      "Ob China und Russland dafür in ihren Vorhöfen mehr Freiheiten erhalten werden?"

      Davon gehe ich stark aus. Es sieht für mich so aus, als ob Trump mindestens mit Putin einen Deal hat ("Ich bekomme Venezuela, dafür überlasse ich Dir die Ukraine"), eventuell aber auch China freie Bahn bezüglich Taiwan lässt ("Holt es Euch, wenn Ihr es kriegen könnt, dafür werfe ich Euch aber aus Südamerika raus.")

      Wir erleben gerade, wie sich drei von skrupelosen Gangstern geführte Großmächte die Welt untereinander aufteilen und ausplündern.

  • HAAAALLO EUROPA UND DER REST DER WELT,



    wann wollt Ihr, wann wollen wir zur Besinnung kommen u dem Clown aus Washington zeigen, dass wir DIE "Spiele" so nicht mehr mitmachen!!



    Wie will DER denn jetzt noch Friedensverhandlungen für die Ukraine führen?



    Wann ist denn zu erwarten, dass DER unseren Fritze auch über Nacht abholt?



    Wieviele unbequeme Staatschefs will DER denn noch entführen, um in DEN Ländern die Macht zu übernehmen?



    Und bitte, lasst den Laschet in solchen Momenten wie dem heutigen nicht für den Auswärtigen Ausschuss u für Deutschland stammeln!



    Wer DIE Völkerrechtsverletzung heute als eine komplexe Angelegenheit sieht, hat doch wirklich Glück, dass er nicht unser Bundeskanzler geworden ist!



    Mit DEM Personal gegen soviel Wirrniss auf der Welt, brrr.

    • @berbaron:

      Hallo Berbaron, ich nehme an, dass niemand in Europa ein Interesse hat, sich für einen Diktator wie Maduro einzusetzen.



      Wie sollte das auch aussehen?

      • @Katharina Reichenhall:

        @Katharina Reichenhall



        Es geht hier explizit um den Erhalt der internationalen Völkerrechte, die von den USA durch diese militärische Aktion, einschließlich mit Entführung eines Staatschefs , zum X'ten mal missachtet wurden.

    • @berbaron:

      "Wieviele unbequeme Staatschefs will DER denn noch entführen, um in DEN Ländern die Macht zu übernehmen?"

      Die AfD hat ihm doch längst die Listen derer geliefert, die er demnächst 'abholen' soll. Merz wird nicht draufstehen, das ist doch eher einer ihren.

      • @Tiene Wiecherts:

        Witzig dass hier in der Taz davon ausgegangen wird dass die AfD irgendwelche Sympathien für Merz hätte: Dem ist mitnichten so, hierfür genügt es die Kommentare bei Welt.de oder den einschlägigen rechtspopulistischen Blogs durchzulesen.

    • @berbaron:

      Als Außenpolitiker darf Hr. Laschet auch noch die Verbindung halten wollen - wir werden nach der jetzigen Katastrophenregierung dort die Brücke über den Atlantik reparieren müssen, so wichtig unser Europa seit 1958 hier auch ist.

      Ich bin aus diversen Gründen froh, dass Hr. Scholz es wurde und nicht Laschet, aber mehr Format, Wertegerüst, Erfahrung und Hintergrund als etwa Merz darf mensch dem Zweitgenannten zubilligen.

  • Rechtlich ohne Grundlage. Für die Venezolaner das Beste, was ihnen geschehen konnte. Die fast 8 Millionen Flüchtlinge aus Venezuela jubeln. Wie soll man das bewerten?

    • @Nachtsonne:

      Rechtlich ohne Grundlage. Sie schreiben es doch selbst im ersten Satz.

      • @Janix:

        Wenn es keine gesetzliche Verpflichtung zur Hilfeleistung in Notfällen gäbe, würden Sie dann einem Ertrinkenden zuschauen?

        • @Nachtsonne:

          DLRG-Griffe etc. zu können ist schon etwas Tolles. Ich springe hinein.







          Hinkt aber als Analogie-Fehlschluss arg, sorry.

          Es gibt bekanntlich den UN-Sicherheitsrat, der gegen Völkermord o.ä. legitimieren würde.



          So wahlbetrügend Maduro wohl recht sicher war, ist es kein Völkermord o.ä. Er darf ja auch nicht in den USA Trump entführen für X, Y und Z.

          Und verharmlosen Sie nicht die in Teilen offen US-hörige Opposition. Da gäbe es schon noch noch bessere, dritte vorstellbare Dinge für Venezuela, den eigenen Reichtum zu nutzen. Wetten?

      • @Janix:

        Und wie genau 'rechtmäßig ' war Maduro so lange an der Macht? Oder jetzt diese Vize- Tante. Die sind doch längst unter internationalen Standards gar nicht mehr rechtmäßig da wo sie sind.



        Und jetzt?



        Ich bin jetzt mal wohlwollend: Revolution von außen qua Trump. Wäre schön wenn jetzt die Revolution auch im Lande stattfindet. Und dann war das garn nicht mal schlecht, diese Aktion.

        • @Tom Farmer:

          Maduro auch nicht.



          Aber die Monroe-Doktrin ist im Gegensatz zum Nichtinterventionsgebot außer für Extremfälle kein Völkerrecht, sondern das Gegenteil.



          Ich erwarte schon immer noch einen deutlichen Abstand einer selbsternannten westlichen Führungsmacht von Methoden à la Putin, Netanyahu & Co.

          Und vor Chavez floss das Geld in die Taschen im Ausland und einiger weniger Bonzen. Das war schlechter fürs Land als das heutige (die schlechte Lage Venezuelas hat mit gezielten Technologie-Embargos zu tun).



          Dass ich am liebsten Maduro _friedlich da weg hätte und einen ebenso selbstbewussten, aber demokratisch legitimierten Nachfolger, ist klar.

  • Was genau ist jetzt nochmal der Unterschied zwischen Russland, USA ?



    Und China ? Taiwan, wann wenn nicht jetzt?

    • @B. Trübt:

      Die Ukrainer opfern ihr Leben um sich von der russischen Besetzung zu befreien. Das wird in Venezuela niemand machen - was meinen Sie warum wohl? Kennen Sie den Film "Die Maus, die brüllte"?

    • @B. Trübt:

      Rußland kämpft seit jahren ohne erfolg, die Spezialoperation der USA hat ein paar Stunden gedauert. Klar dürfte Putin jetzt auch Selensky entführen, er kann es aber nicht.

      • @Jesus:

        Es ist ja nicht so, als habe Putin das nicht schon mehrfach versucht. Offensichtlich ohne Erfolg.

    • @B. Trübt:

      Derlei Vergleiche sind unsachlich.



      In Taiwan besteht eine Demokratie. Die Bevölkerung will nicht zu China gehören.



      In Venezuela war eine illegitime, illiberale und letztlich illegale Regierung an der Macht, die abgewählt war! Wahlfälschung sei dank.... Hier wurde also zumindest nicht gegen die Mehrheit der Bevölkerung entschieden. In Taiwan oder Ukraine aber schon!



      Zur Klarstellung: Trump handelt illegal. Das ist aber kein Okkupationskrieg wie in der Ukraine!! Scheint mir schon ein signifikantes Detail!

    • @B. Trübt:

      China muß nur zuschauen; Taiwan wird eher freiwillig kommen.

  • Mal wieder eine kleine Lektion in



    " Demokratie " ...



    Fritze Merz kann froh sein, keine Oelfelder im Sauerländle zuhaben...

    • @Alex_der_Wunderer:

      Naja, das ganze Harz in den Weihnachtsfichten. Und die Elsper Karl-May-Spiele mit dem "Ölprinz". Obacht.

  • Und jetzt entlarvt sich die ganze Doppelmoral der EU bzw unserer deutschen Politiker der Mitte. Die USA haben einen voelkerrechtswidrigen Angriffskrieg begonnen. Damit koennen wir doch kein US-Fracking-LNG mehr beziehen und die Sanktionen gegen die USA stehen kurz vor dem Einsatz, richtig?



    Nein, natuerlich nicht. Denn das Voelkerrecht interessiert uns nur wenn andere es ebenso brechen wie wir.

    • @elektrozwerg:

      Ich glaube, mit den obligatorischen Doppelmoral-Vorwürfen gewinnen Sie heute keinen Blumentopf mehr.

      • @Katharina Reichenhall:

        @Katharina Reichenhall



        Sie meinen, wo keine Moral vorhanden ist, gibt es auch keine doppelte, so wie bei den Katholiken & der AfD ?

    • @elektrozwerg:

      Bigotterie at it's best ...

  • Weil Trump von Epstein-Fotos, Machtgeilheitssauereien im Innern und Selbstbereicherung ablenken will: Menschen töten und Länder bevormunden.



    Bei wenig Sympathie für Maduro und dessen Methoden. Aber Trump toppt gerade Reagans Grenada- und Nicaragua-Manöver. Und öffnet den Schlund für Ukraine und Taiwan.

    • @Janix:

      "Und öffnet den Schlund für Ukraine und Taiwan."



      Das wurde sicherlich im Vorfeld auch mit bedacht, aber geopolitisch als etwaiger Kollateralschaden einkalkuliert.



      Eine neue Aufteilung d. Welt hatten schon bei der 1. Wahl Trumps Experten erwartet.



      "Die Welt als Basar"



      Bei tagesschau.de



      "US-Präsident Trump betreibt Außenpolitik als Geschäft. Westliche Werte und internationale Bündnisse sind für ihn bedeutungslos. Doch ist fraglich, ob es Trump und den USA zum Vorteil gereicht, wenn die Welt zum Basar verkommt."



      Mit Bezug auf die Ära Reagan u. das Jahr 1987



      "Ich setze mir sehr hohe Ziele und dann dränge und presse und schiebe ich einfach, bis ich erreiche, was ich will." Als einfach und direkt beschrieb Donald Trump seinen Verhandlungsstil in seinem 1987 erschienen Buch "The Art of the Deal"..."



      Reagan war auch speziell als POTUS-Vorgänger:



      "Die Augen auf die Sterne gerichtet«



      Astrologen bestimmen den Terminkalender des mächtigsten Mannes der westlichen Welt, politische Entscheidungen werden nach Horoskop getroffen - Donald T. Regan, bis 1987 Stabschef im Weißen Haus, beschreibt Ronald Reagan als einen geistig trägen, verwirrten Präsidenten, den Frau Nancy manipuliert."



      b. spiegel.de

  • Ein übler Diktator wurde gestürzt. Manchmal tun die Falschen das richtige.

    Vielleicht eröffnet das die Chance auf eine demokratische Erneuerung in Venezuela.

    Dann hätte ich nichts gegen diese Aktion.

    • @Jim Hawkins:

      Ihr Beitrag beweist nicht zum ersten Mal Ihr sehr instrumentelles Verhältnis zum Völkerrecht.

      „Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.“ I.Kant

      • @Klabauta:

        Michael Wolffsohn sagte: "Das Völkerrecht ist sehr effizient bei der internationalen Bekämpfung der Blattlaus."

        Das Völkerrecht wird gern dann in Anschlag gebracht, wenn es gilt Diktatoren zu schützen.

        Ein Papiertiger, der nur ideologischen Zwecken dient.

        Ist es schlecht, dass Maduro weg ist?

    • @Jim Hawkins:

      Und wenn Trump das als Freibrief sieht, seine anderen Pläne zu verwirklichen?

      Grönland, Kannada, AfD Regierung in Deutschland... Wäre das auch OK?

    • @Jim Hawkins:

      Ich habe die Hoffnung auf eine demokratische Ordnung ja schon häufiger gelesen. Gibt es da ein paar positivbeispiele wo das geklappt hat. Mir fallen nur Beispiele ein, wo das nicht so ganz gut ging.

      • @Hitchhiker:

        Deutschland, Italien, Österreich, Japan kommen mir spontan

      • @Hitchhiker:

        Nehmen wir Deutschland. Die Nazis wurden von außen besiegt, eine reeducation würde durchgeführt und das Ergebnis war und ist eine Recht stabile Demokratie.

        Nehmen wir die Roten Khmer, die von Vietnam besiegt wurden.

  • Die Verleihung des FIFA - Friedenspreises vor einem Monat durch den infantilen Infantino ist reine Satire gewesen. Schon die illegalen Angriffe auf den Iran waren eine klare Warnung an alle, die dachten, Trump hätte Friedensabsichten. Sich die Ölreserven Venezuelas unter den Nagel zu reißen ist die wahre Absicht.



    Aber Trump wird damit durchkommen. Der international härteste Gegenwind kommt aus Teheran, Moskau und Havanna. Nicht nur für Trump sind das die Zentren von Schurkenstaaten. Wer in Venezuela auf Maduro folgt ist derzeit unklar. Alles andere als eine Marionette der USA hat keine Chance.



    Danach heißt es: Grönland ist unser! Widerstand?

  • Was für eine grauenhafte Nachricht!



    Wohlgemerkt, ich habe keinerlei Sympathien für Maduro und seine Clique - aber dass die USA jetzt die alte Monroe-Doktrin wieder ausgraben, ist ein ganz schlechtes Zeichen. Wenn es dem POTUS (lateinisch für besoffen) demnächst einfällt, Grönland zu besetzen, betrifft das Ganze - über Dänemark - auch NATO und EU...

    • @Volker Scheunert:

      Die Denkweise u. seine Handlungen geben allmählich ein ganz besonderes Profil.



      2019 stand in einem Musikmagazin:



      "„Joker“ im Weißen Haus: Größter Fan Trump veranstaltet private Kinovorführung



      Präsident Trump veranstaltete eine private Vorführung von Todd Phillips „Joker“ – und outete sich als Fan."



      Weiter:



      "Donald Trump hat Berichten zufolge ein privates Screening-Event des „Joker“ im Weißen Haus veranstaltet. Der Journalist Shimon Prokupecz zitierte einen hochrangigen Beamten des Weißen Hauses, der sagte, dass „Familie, Freunde und einige Mitarbeiter“ anwesend waren – und dass Trump anscheinend ein Fan des Films sei."



      Bei rollingstone.de



      /



      2019 b. deutschlandfunkkultur.de



      "Der preisgekrönte Film „Joker“ von Todd Phillips läuft in Deutschland an. Die Debatten darum haben längst begonnen: Ein zumutbarer Film, der gesellschaftliche Missstände abbildet – oder eine Erzählung, die schlicht brutale Gewalt legitimiert?"



      Weiter:



      "Michael Moore hat das auf Facebook und Instagram geschrieben, nachdem er den Film gesehen hat: Das ist nicht das Amerika, was Trump erschaffen hat, sondern das ist das Amerika, was Trump überhaupt möglich gemacht hat."



      (...)



      "Empathielosigkeit, dieser blanke Hass"

  • Wie reagiert die Bundesregierung? Bis jetzt kam ja eigentlich gar keine substantielle Reaktion.



    Wird das Vorgehen als völkerrechtswidriger Angriff verurteilt?



    Wird man Sanktionen gegen die USA und Vertreter ihrer Regierung verhängen?

    • @T-Rom:

      Gute Frage! Ja, das wird spannend ...

      • @sutrebe:

        Spannend? Schon das Warten ist lächerlich und sorgt dafür das die Aussagen nicht ernst genommen werden. Und es wird auch nichts kommen.

      • @sutrebe:

        @T-Rom



        ... " Die Willigen " am liebsten 🙈🙉🙊 und dann ins 🛌 unter die Decke.

  • Was bedeutet der Krieg der USA gegen Venezuela für Europa?



    1. Der Krieg in der Ukraine wird in diesem Jahr mit einem "Sieg" Russlands beendet. Putin wird jede militärische Zurückhaltung aufgeben und mit großflächigen Bombardements die Kapitulation der Ukraine erzwingen. Die westeuropäischen Staaten werden sich nicht trauen, dem militärisch etwas entgegenzusetzen.



    2. Selenskyjs Leben ist nichts mehr wert, denn Putin wird nun keine Skrupel mehr haben und mit ihm das gleiche tun wie Trump mit Maduro.



    3. Die zerstrittenen Staaten Westeuropas werden dem amerikanischen Imperialismus nichts entgegensetzen können. Sie werden zu Vasallen der USA und die osteuropäischen Staaten sehen sich dem gleichen Schicksal gegenüber Russland ausgesetzt.



    4. China hat Erfahrung im Guerillakampf und wird nicht auf offener Bühne einen Krieg mit den USA riskieren. Es wird weiterhin seine wirtschaftliche Strategie der Anbindung / Ausbeutung / Kooperation verfolgen und über viel mehr Länder Einfluss gewinnen, als Russland und die USA zusammen.



    5. Die AfD wird den Vasallenstaat Deutschland regieren und die deutsche Wirtschaft richtet sich auf ein neues Wirtschaftswunder im Schatten der USA ein.

    • @Tiene Wiecherts:

      Sie unterstellen Putin, er habe noch Skrupel?



      Die hat er schon längst abgeräumt, ohne dass Trump das irgendwie beeinflusst hatte. Die These, Putin würde jetzt erst richtig eskalieren, ist abwegig.

    • @Tiene Wiecherts:

      Zu 1.

      Russland hat schon von Tag 1 keinerlei Zurückhaltung gezeigt, sondern war - abgesehen von dem Einsatz von Atomwaffen - "all-in" in der Ukraine. Dass sich die Russen angeblich zwecks Deeskalationsbemühungen zurückhielten, ist eine Lüge, der Einige aufsitzen.

    • @Tiene Wiecherts:

      1. Russland kann die Ukraine nicht im klassischen Sinne großflächig bombardieren. Dafür fehlen die Flugzeuge und die trauen sich nicht in ukrainischen Luftraum. Es wird eher ein weiter so mit Drohnen geben



      2. hat Russland das vor 4 Jahren versucht und ist gescheitert. Heute fehlen die Ressourcen dafür



      3. das wird die Zeit erstmal zeigen. Ich würde Europa als geopolitischen Akteur noch nicht abschreiben



      4. hat China nicht. Die chinesische Armee hat den letzten Krieg vor 50 Jahren gekämpft.



      5. auch das ist aktuell noch ein Blick in die Glaskugel

  • Mal sehen, wie es mit Trumps Vietnam-Krieg so weiter geht. Es st ein Rückfall in die 1960er Jahre und auch diesmal werden sich US-Militärs letztlich als Verlierer wiederfinden. Mit Bomben hat sich noch kein Agressor in fremden Ländern behaupten können. Zumal in den USA selbst viele Einwohner lateinamerikanischer Herkunft wohl eher nicht 'überzeugen' lassen. Trumps Spinnereien, so brutal und großmäulig sie sich darstellen, passen nicht in das 21.Jahrhundert, alles nur eine Frage der Zeit....

  • So offen hat es aber noch kein Präsident gesagt, dass es ums Öl geht. Unglaublich dreist, und unsere Vertreter, ob national oder EU finden keine angemessenen Worte.

    Wenn es in der Welt einen terroristischen Staat gibt, hat er sich m.E. gerade geouted: Trump's USA. Sanktionen wären angebracht.

    • @Deutschfranzose:

      Krieg gegen den Irak und Sturz von Saddam Hussein 2003?



      Da ging es um Öl.



      Befreiung von Kuweit 1991 - öl.



      Angriff auf Libyen 2011



      Die USA haben zig Kriege, Angriffe gemacht, um die Ressource Öl zu eigenen Gunsten zu sichern.

  • Wer wird als nächstes in den USA vor Gericht gestellt werden? Putin? Netanjahu? Trump?

    • @Josef 123:

      Man könnte ja mal probieren, ähnlich wie bei Maduro solch eine Drogengeschichte zu fingieren und dann einen der Genannten bei einem lokalen Gericht in New York anzuzeigen. Scheint ja als Grundlage auszureichen.

  • Drei Lumpen teilen gerade die Welt unter sich auf und die EU und Deutschland hoffen, daß auch ein paar Krümel für sie dabei sind. Mal sehen wann die EU und Deutschland die USA mit Sanktionen überziehen.

  • Terrorismus geht als Vorwand ja immer, haben wir gelernt.



    Wann ist Kuba dran? Ist zwar kein Öl zu holen, aber so what. Danach Grönland.



    China wird sich das alles interessiert ansehen und sich fragen: Taiwan! Wann wenn nicht jetzt?



    Und Putin? Falls er je Gewissensbissen hatte, hat er jetzt nur mehr Appetit.

    Und warum sollten die USA bei uns weiter beim wählen zusehen? Wenn das nächste Mal die AfD keine Mehrheit hat, wird nachgeholfen. Wer sollte sich schon dagegen stellen?

    • @Nansen:

      Wir als Bevölkerung können zumindest zeigen was wir davon halten, wenn Regierungsverbrecher internationales Völkerrechtlich brechen. Wenn Regierungsverbrecher mit Regierungsverbrechern ihre Diskrepanzen auf den Köpfen von Bevölkerungen austragen wollen und wir damit nicht Einverstanden sind, müssen wir öffentlich mit unserem Protest werden.



      Übersicht der aktuellen, geplanten Demonstrationen in Deutschland von Amerika21



      " Hände weg von Venezuela ! "



      amerika21.de/ticke...26/demonstrationen

      • @Alex_der_Wunderer:

        Venezuela beansprucht 2 Drittel vom Nachbarn Guayana, u.a. wegen der Ölfelder dort. Wo ist hier die Demo?

        • @Peter Schütt:

          Was rechtfertigt in ihren Augen die Missachtung der internationalen Völkerrechte von den USA ?

    • @Nansen:

      "China wird sich das alles interessiert ansehen und sich fragen: Taiwan! Wann wenn nicht jetzt?"



      Taiwan ist hochtechnologisiert. Taiwan rechnet seit Jahren mit einer Invasion und bereitet sich akribisch darauf vor.



      Und die USA schützen Taiwan. China hat nach dieser Machtdemonstration der USA erstmal keinen Bock mehr.



      ---



      "Und Putin? Falls er je Gewissensbissen hatte, hat er jetzt nur mehr Appetit."



      Putin steht als Depp da. Er hat Papiere schreiben lassen für die Eroberung Kievs - inclusive Konzertplan am Abend...



      4 Jahre später und hunderttausende tote Russen später steht seine Armee immer noch irgendwo im Morast der Ostukraine.



      Trump hat Putin gezeigt wie ein Staatsstreich in einer Nacht geht. Ohne Konzertplan, dafür erfolgreich ausgeführt.



      Gerade ein Machtmensch wie Putin beißt sich heute Nacht dreimal in den Hintern - Putin hat Macht, aber ohne Hammer. Trump hat wovon Putin träumt, ein Militär das Machtansprüche auch durchsetzen kann.

      • @Saskia Brehn:

        Nurmal zu Putin: seit drei Jahren lese und höre ich, dass Putin schon so gut wie am Ende ist.



        Wenn's nicht so traurig wäre, ich würde Sie auslachen.

      • @Saskia Brehn:

        China hatte bisher keine Machtdemonstration nötig. Es genügte ein paar Folterwerkzeuge zu zeigen. Wenn China seine Macht demonstriert kann der ganze Westen einschließlich USA einpacken.

        • @Alberta Cuon:

          China rüstet massiv auf, China baut Flugzeugträger, China baut Stealth Bomber - alles richtig.



          Aber: die USA haben das größte Militär - mit Abstand, die USA haben das modernste Militär - mit Abstand, die USA haben Flugzeugträger, haben Stealth Bomber, weltweit Basen und sind seit Jahrzehnten kriegserprobt.



          China reicht den USA noch lange nicht das Wasser, nicht mal ansatzweise.



          Ambition und Wirklichkeit fallen in China (noch) weit voneinander

      • @Saskia Brehn:

        "China hat nach dieser Machtdemonstration der USA erstmal keinen Bock mehr."

        Interne Infos aus der chinesischen Führung oder wie kommt man drauf?

        "Trump hat Putin gezeigt wie ein Staatsstreich in einer Nacht geht. Ohne Konzertplan, dafür erfolgreich ausgeführt."

        Noch sind die Leute um Maduro in Venezuela an der Macht. Ob sie es bleiben, werden die nächsten Tage zeigen. Durchaus möglich, dass es bei dem Akt staatlichen Kidnappings bleibt...

    • @Nansen:

      Ob der Kanadier schon ein gutes Versteck hat?

      • @warum_denkt_keiner_nach?:

        Guter Punkt. 👍😁

    • @Nansen:

      ""China wird sich das alles interessiert ansehen und sich fragen: Taiwan! Wann wenn nicht jetzt?""



      ===



      China hat schon - nennt sich Tibet - und seit Tibet kein Thema mehr ist und über die anderen Konflikte Chinas mit Nachbarn nicht mehr berichtet wird bedroht XI in immer stärkeren Mass Taiwan. XI war ein großer Verehrer Maduros -- um geopolitisch in Amerika Einfluss zu nehmen



      aber auch um Nordamerika von den größten Ölreserven der Welt abzuschneiden.

      Zum Verein der schärsten Kritikern am Imperialisten Trump gehört der Iran -- dessen Hisbollah und Irans Unterstüzung der Hamas Gaza, den Libanon und Syrien verwüstet haben.

      Zu denen die Syrien bis auf die Grundmauern niedergebomt haben und das gleiche jetzt in der Ukraine wiederholen gehört Putin - nun plötzlich und unerwartet ein scharfer Kritiker des US Überfalls auf Maduro.

      Warum eigentlich?



      Alle 3 sind in höchstem Masse vom Öl in Venezuela abhängig -- und Chinas Pläne --- wie mit seltenen Erden nun mit Öl Abhängigkeiten zu schaffen --- sind durchkreutzt.

      Der Konflikt die Erde in 3 Einflusszonen einzuteilen ist nun voll entbrannt.

    • @Nansen:

      Es wird weiter an der neuen Weltordnung gearbeitet.



      Die Ressourcen sind endlich und jeder der das nötige Geld, Stärke und Macht hat versucht sie zu kontrollieren.



      Meine Hoffnung für die Zukunft sind nicht optimistisch.

      • @Captain Hornblower:

        Ich bin mir über die Endlichkeit der Ressourcen nicht sicher, wenn ich Pläne und Vorgehensweise der Fachleute in Politik und Wirtschaft betrachte. Die wissen wahrscheinlich mehr, was uns nur verunsichern würde, wenn wir es auch wüssten.

    • @Nansen:

      was soll Trump mit Kuba? China wird sich Taiwan ohnehin einverleiben, braucht keine Legitimation der Amerikaner. Putin wird nicht mal mit der Ukraine fertig, wenn der noch einen Krieg anzettelt, ist er pleite. Trump interessiert ist es egal wer bei uns die Regierung stellt, der nimmt uns gar nicht für voll. und die Blaunen werden spätestens das übernächste mal die Mehrheit innehaben.

      • @Marc Uhlig:

        "....China wird sich Taiwan ohnehin einverleiben,,,,,,""



        ==



        Wenn das so einfach wäre -- wäre es längst passiert.

        Deutschland, Frankreich und die EU hat China vor einer Eskalation gewarnt. Die EU warf China vor, mit seiner Militärübung die internationale Stabilität zu gefährden und forderte, alle Handlungen zu vermeiden, die zu einer weiteren Eskalation der Spannungen führen könnten. "Der Frieden und die Stabilität in der Straße von Taiwan sind von strategischer Bedeutung für die regionale und globale Sicherheit und den Wohlstand", sagte eine Sprecherin des Auswärtigen Dienstes der EU.

        Übersetzung:



        Greift China Taiwn an kann es die Exporte nach Europa vergessen -- und bindet für diesen Fall automatisch die EU und Deutschland sehr viel stärker an die USA.

        Chinas und Russlands Politik demgegenüber wird bestimmt durch deren Versuche EU & Deutschland von der Funktion der Schutzmacht USA zu trennen.

      • @Marc Uhlig:

        ..." Die Blauen " gehören erstmal zurück auf die Schulbank und zum Psychologen, bezüglich eines Vollcheck.

        • @Alex_der_Wunderer:

          mag sein, ändert es aber nicht. die Blaunen werden immer stärker, weil immer mehr unzufrieden sind. es sind die Versäumnisse der anderen, die das zu verantworten hat.

  • "US-Angriff auf Venezuela"

    Ist das jetzt eigentlich ein "US-amerikanischer Angriffskrieg"; oder wird man noch etwas auf die Sprachregelung der EU warten müssen? Schließlich wären die bekannten Sanktionen dann auch gegenüber den USA anzuwenden, oder?

    • @sutrebe:

      Also Deutschland und " Die Willigen " sollten sich unbedingt von den kriminellen Elementen dieser Welt fernhalten. Wenn Regierungsverbrecher sich gegenseitig bekämpfen und gegen geltendes internationales Völkerrecht verstoßen und die Bevölkerungen zu Unrecht involviert werden, müssen harte Konsequenzen folgen.

    • @sutrebe:

      Maduro war ein Diktator. Mit einem Kopfgeld von 50 Millionen für seine Ergreifung.



      Selenski war kein Diktator, legitim gewählt und ohne Kopfgeld für seine Ergreifung.



      Die USA haben der Welt einen großen Gefallen getan mit der Ergreifung dieses Irren.



      Das sie Venezuela nun selbst verwalten wollen ist eine andere Nummer. Aber die Entfernung Maduros war eine Pflicht - endlich zeigt der Westen mal wieder, dass er seinen Worten auch noch Taten folgen lässt.



      Seit dem Ukrainekrieg nahm die NATO keiner mehr ernst. Nur noch Blabla, null Konsequenzen. Die USA haben dem Westen gestern Nacht wieder den Leumund zurückgeholt, dass Handlungen gegen den Westen geahndet werden.



      Heute Nacht gaben nun Frankreich und England gemeinsam Stellungen in Syrien bombardiert. Dies muss der Beginn einer Demonstration der Stärke des Westens sein. Die Welt bedarf dringend wieder der Ordnung

      • @Saskia Brehn:

        Völkerrecht gilt ja nur, wenn es uns passt, gell?

      • @Saskia Brehn:

        "Die USA haben dem Westen gestern Nacht wieder den Leumund zurückgeholt, dass Handlungen gegen den Westen geahndet werden."

        Leider nein. Die USA haben demonstriert, dass sie bereit sind, jeden aus dem Weg zu räumen, der gegen ihre Interessen (!) agiert, egal wie die Rechtslage dazu ist. Die USA haben gerade demonstriert, dass sie kein Deut besser sind als Russland oder China. Was diese Amerikaner von uns als Teil dieses Westens halten, haben sie schon mehrfach sehr abfällig deutlich gemacht.

        " Die Welt bedarf dringend wieder der Ordnung"

        Die USA haben gerade deutlich gemacht, dass nur das Recht des Stärkeren zählt. Wenn ich Ihre bisherigen Kommentare so interpretiere, kann ich nicht glauben, dass DAS die Ordnung ist, die Sie wollen.

        • @Bussard:

          Leider wurde die Welt ausschließlich bisher von Stärke und Dominanz regiert.



          Die Pax Americana der letzten 50 Jahre hat beispiellosen Frieden und Wohlstand der Mehrheit der Welt gebracht.



          Trump ist definitiv der falsche Mann am Ruder dort - im Gegensatz zu Russland und China, die beide absolut diktatorisch geführt werden, ist die USA aber noch eine funktionierende Demokratie, allen Unkenrufen zum Trotz.



          Obama ließ Bin Laden hinrichten, auch ganz ohne Völkerrecht, da gab's aber keine Buhrufe. Maduro war kein Stück besser. Aber weil es Trump beteiligt ist solls nun falsch sein?



          Nein.



          Obama mußte weder seinen Friedensnobelpreis abgeben noch vor Gericht für die TÖTUNG Bin Ladens - Trump hat MADURO lediglich festnehmen lassen und stellt ihn nun vor Gericht.



          Mord versus Gerichtsprozess.



          Für mich ist klar wer hier rationaler gehandelt hat.

      • @Saskia Brehn:

        Das nennt man übrigens Billigung eines Angriffskrieges und das ist in Deutschland verboten. Da würde ich an Ihrer Stelle also etwas aufpassen.



        Gilt halt nicht nur für die Ukraine, auch wenn sich das Moralkarussel wieder dreht.



        Und den Punkt, dass Trump ein Kopfgeld auf Maduro ausgesetzt hatte, wirklich als Argument zu bringen, zeigt einfach nur noch wie defekt Ihr Wertekompass ist.

        • @Cypher:

          Das war kein Angriffskrieg, das war eine militärische Spezialoperation.



          *Ironie aus*



          ...oder Strafexpedition in bester kolonialer Manier.

      • @Saskia Brehn:

        "Die Welt bedarf dringend wieder der Ordnung"

        Der Einmarsch in Venezuela, die Ermordung und Entführung von Venezulanern ist das genaue Gegenteil und nicht zu rechtfertigen. Es sei denn, man erkennt ausschließlich das Recht des Stärkeren an.



        Wenn du das so siehst, musst du halt auf ausschließlich schwächere Nachbarn hoffen, sonst könnte es dir auch übel ergehen.

      • @Saskia Brehn:

        "Maduro war ein Diktator. Mit einem Kopfgeld von 50 Millionen für seine Ergreifung."

        Ihnen ist aber schon klar, dass es illegal ist, Kopfgelder auf Staatschefs anderer Länder auszusetzen? Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um einen Diktator handelt.

        "Die USA haben dem Westen gestern Nacht wieder den Leumund zurückgeholt, dass Handlungen gegen den Westen geahndet werden."

        Ich vermute, dass das kein Witz sein soll. Was die USA gestern gezeigt haben, war die totale Missachtung internationalen Rechts. Trump hat die USA damit endgültig auf eine Stufe mit Russland gestellt.

        Wenn er damit durchkommen sollte, ist das auch ein schwarzer Tag für uns. Nicht nur, dass er dann die Zerstörung der Demokratie in den USA problemlos weiter fortsetzen kann. Er hätte dann auch gelernt, dass er ohne Konsequenzen Regierungen, die ihm nicht passen, absetzen kann. Zur Erinnerung. In D hätte er auch gern eine andere Regierung.

      • @Saskia Brehn:

        Ein Kopfgeld, dass die USA selbst ausgeschrieben haben… Sie erkennen die Blaupause? Der Überfall auf Venezuela war ein eklatanter Bruch des Völkerrechts, und keine Pflicht. Vermutlich merken Sie das selbst, wenn Sie ihn als Machtdemonstration des Westens beschreiben. Und abgesehen davon, dass ein erheblicher Teil der Welt kein Bedürfnis nach westlichen Ordnungskriegen haben dürfte, darf man bezweifeln, dass das amerikanische Agieren zu mehr Ordnung beiträgt. Wie glauben Sie denn werden andere Staaten reagieren, wenn ihre Sicherheit nicht mehr durch verbindliche Regeln garantiert wird, an sich sogar Großmächte meist halten (ja, nicht immer, aber bisher hat man sich darum bemüht, den Anschein der Legalität nicht mit dem Hintern einzureißen), sondern an den Launen eines fanatischen Präsidenten und seiner rechtsradikalen Pausenclowns?

      • @Saskia Brehn:

        Jaja, in Deutschland lässt sich noch jede Grausamkeit und jeder Bruch des Völkerrechts rechtfertigen, wenn's von den Richtigen begangen wird. Da sind die Franzosen weiter, die klare und richtige Worte dafür finden: illegaler Angriffskrieg und massiver Bruch des Völkerrechts

      • @Saskia Brehn:

        Geltendes internationales Völkerrecht ignorieren Sie ?



        Tasche schon gepackt, wenn Trump Sie holen möchte ?

  • Kapitalismus in seiner extremsten Form

    • @Andreas J:

      ... nennt man auch Imperialismus und ist Wesenskern der us-amerikanischen "Demokrakötie".

    • @Andreas J:

      @Andreas J



      Jupp- ein Alp- leider kein Traum...

  • na was ein Glück, dass unsere amerikanischen Freunde und Verbündeten in ein, sie nicht bedrohendes, Land eingefallen sind und deren Politiker entführt haben und nicht etwa der Satan Putin! Sonst müssten wir ja jetzt sofort die Importe amerikanischen LNG stoppen und Venezuela mit Waffen beliefern! Aber natürlich wird jetzt, wie in Chile, Afghanistan, dem Irak (um nur ein paar Beispiele zu nennen), für die aus den USA durch ICE abgeschobenen Venezolaner eine goldene Zukunft mit ganz viel Freiheit und Demokratie anbrechen!

    Disclaimer: ich bin weder Putinfreund noch der Meinung, die Ukraine solle nicht unterstützt werden.

  • Gemischte Gefühle



    Ich weine Maduro keine Träne nach. Unter ihm wurde das Volk arm und es mangelt an allen. Freie Meinung und Opposition waren ihm immer ein Fremdwort. Er war ein Autokrat und kommt nun endlich vor Gericht, wenngleich mir die Art und Weise Sorgen bereitet.



    Die Art und Weise wie die USA gerade gegen andere Länder vorgeht erinnert mich allerdings sehr an die imperialistischen Zeiten der USA.

  • Keine Solidarität für Maduro! Keine Solidarität für Trump! Solidarität nur dem Sozialismus!

    • @Troll Eulenspiegel:

      Welchem Sozialismus?

  • Super, ab sofort ist die USA und EU frei von Drogen! Also, muss ja!

    • @Tom Farmer:

      Drogen ? Da wäre Mexiko oder Kuba eher dran gewesen. Trump will ans Oel von Venezuela.

      • @Alex_der_Wunderer:

        Haben Sie belastbare Informationen über Drogenexport aus Kuba?