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Der Fall Fernandes/UlmenSeid leise, Männer!

Gereon Asmuth

Kommentar von

Gereon Asmuth

Die Debatte über die Vorwürfe virtueller Vergewaltigung kreist auch darum, ob und wie sich Männer verhalten sollen: Klappe halten oder solidarisieren?

Soll Mann dahin gehen? Demonstration gegen sexuelle Gewalt und in Solidarität mit der Schauspielerin Collien Fernandes am Sonntag Foto: Christian Mang/reuters

U ff. Zum Glück waren am Sonntag Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz. Da konnte man sich als nachrichtenorientierter Journalist mit – ja, wie so oft – Männern in der Politik beschäftigen und vor der Beantwortung der anderen Frage drücken: Geht man, gehe ich, oder, präziser gesagt, geht Mann zur Demo ans Brandenburger Tor? Da wo dann Tausende protestierten. Gegen sexualisierte Gewalt im Netz.

Denn ehrlich gesagt, die Beantwortung der Frage ist nicht einfach. Geht man da hin als Mann, bestünde die Gefahr, dass ein Teil der dort Demonstrierenden das als zwar solidarische Unterstützung sehen würde, vielleicht sogar vorher eingefordert hatte. Ein anderer Teil aber würde einen solchen Akt des solidarischen Beistehens als Übergriff sehen.

Wobei ich als Erstes mal das Wort „Gefahr“ wieder streichen sollte. Es ist in diesem Zusammenhang völlig unangemessen. Die Eventualität, von einer Frau die Meinung gegeigt zu bekommen, als Gefahr zu bezeichnen, kann tatsächlich nur von einem Mann kommen.

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Die taz ist eine unabhängige, linke und meinungsstarke Tageszeitung. In unseren Kommentaren, Essays und Debattentexten streiten wir seit der Gründung der taz im Jahr 1979. Oft können und wollen wir uns nicht auf eine Meinung einigen. Deshalb finden sich hier teils komplett gegenläufige Positionen – allesamt Teil des sehr breiten, linken Meinungsspektrums.

Noch wichtiger aber ist, damit hier erst gar kein falscher Eindruck entsteht: Es ist absolut kein Fehler „der Frauen“, dass die sich mal wieder uneinig sind. Im Gegenteil. Denn es ist völlig nachvollziehbar, dass jede einzelne ihre eigenen Konsequenzen aus diesen männlichen Übergriffen zieht. Und dass Männer, also wir, also ich, eine eigene Antwort suchen. Müssen. Müssen?

Die Scham ist auf unserer Seite. Auch wenn wir, wenn ich, weit davon entfernt bin, meine Partnerin – ob nun real oder virtuell – vor allem aber gegen ihren Willen für die sexuellen Triebe anderer Menschen zur Verfügung zu stellen.

Männer versuchen sich an einer Haltung

Aber wir sind, ich bin, Teil einer männlich dominierten Gesellschaft, die Pornoindustrie zum lukrativen Geschäft macht. Die Frauen immer wieder zum Objekt sexueller Begierden degradiert, sodass sie Angst haben müssen, wenn sie in einsamen Ecken einem Mann begegnen. Oder auch nur: Die den Gesprächston ändert, wenn keine Frauen im Raum sind. Zuletzt etwa auch in der taz-Redaktion beim Frauenstreik. Nicht der verunsicherte Mann ist das Problem, sondern der verunsichernde.

Und was heißt das jetzt?

Seit der Spiegel seine Recherchen über Christian Ulmen und seine Ex-Frau Collien Fernandes veröffentlicht hat, haben zahlreiche Männer sich an einer Haltung dazu versucht.

Exemplarisch genannt sei hier Benjamin von Stuckrad-Barre. Der hat sich am Wochenende in einem Statement lang und breit von seinem Freund Christian Ulmen distanziert. Richtig so? Auch, wenn sich der Text des Meisters der Popliteratur liest, als sei er mit KI zusammengestöpselt? Geschenkt.

Was auffällt, ist, wie oft er das Wort „müssen“ verwendet. Wir müssen anerkennen, wir müssen als bekannt voraussetzen, wir müssen uns abgewöhnen. Aber wenn ein Mann nur tun muss, was ein Mann tun muss, dann kommt selten Gutes dabei raus. Selbst wenn es noch so gut gemeint ist.

Wir Männer müssen gar nichts. Wir könnten aber einiges, wenn es denn wirklich einer Einsicht entspringt. Vielleicht sollte Mann als Erstes lernen, gelegentlich mal ganz dezent die Klappe zu halten.

Für die feministaz, die zum Frauenkampftag am 8. März erschienen ist, wurden Männer aus der taz-Redaktion zum Gespräch gebeten. Auch zur Frage, wann ein Mann ein guter Feminist ist. Daneben lieferte ein Text von Jacinta Nandi die Antwort: Seid Feministen, aber bitte leise!

Ich finde, sie hat Recht und Mann sollte sich das zu eigen machen – und in einem taz-talk in gewohnt breitbeiniger Manier in die Welt hinausposaunen? Leise sein, fällt Männern schwer. Uff.

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Gereon Asmuth
Ressortleiter taz-Regie
Leiter des Regie-Ressorts, das die zentrale Planung der taz-Themen für Online und Print koordiniert. Seit 1995 bei der taz. 2000 bis 2005 stellvertretender Leiter der Berlin-Redaktion. 2005 bis 2011 Leiter der Berlin-Redaktion. 2012 bis 2019 Leiter der taz.eins-Redaktion, die die ersten fünf Seiten der gedruckten taz produziert. Hat in Bochum, Berlin und Barcelona Wirtschaft, Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation und ein wenig Kunst studiert. Mehr unter gereonasmuth.de. Bluesky:@gereonas.bsky.social Mastodon: @gereonas@social.anoxinon.de Foto: Anke Phoebe Peters
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28 Kommentare

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  • Ziemlich beunruhigender Trend, fürwahr & da stimme ich (Surprise 😀) vielen Männern hier zu: Warum sollen sich solidarisierende Männer leise sein??? Schon der feministaz-Artikel (auf den sich der Autor bezieht) ist mir übel aufgestoßen



    taz.de/Maenner-und-Feminismus/!6154330/



    Konnte ich nur leider nicht kommentieren weil ⭐greater surprise ⭐die taz keinen Diskurs wünscht & Kommentare geschlossen bleiben. So langsam fragt frau sich doch welche Nachtigall hier trapst & welche Agenda da verfolgt wird … 🤔🧐🤨



    Also mal Klartext, ich bin nicht für Sippenhaft aber Maul-Feministen die sich lediglich die Fingernägel beschmaddern & damit meinen, ausreichend für Gleichstellung getan zu haben, kann wirklich keine*r gebrauchen. Ich verstehe nicht warum – die leider noch viel zu wenigen – Männer verunsichert werden (müssen ?), die sich aktiv für Feminismus & Queers einsetzen. Ich bin für jeden Mitstreiter & mE gehört da auch jeder auf die Demos der sich klar distanziert von Tätern. Was verdammt ist nur los in D, sind wir von asozialen Medien so verroht das die simpelsten Mechanismen einer vernünftigen Debatte nicht mehr gelten oder ausgehalten werden, & Duckmäusertum das neue Chic ist?

    • @Lou Andreas-Salomé:

      Danke für den Beitrag. Die große Konfliktlinie ist klar. Da muss nicht noch zusätzlich pauschal eine zwischen Frauen und Männern aufgemacht werden.

  • "Die Scham ist auf unserer Seite."

    Die Scham sollte, wie bereits unten treffend bemerkt, bei den Tätern sein. Sippenhaft hat noch nie geholfen, und in Deutschland Gott sei Dank abgeschafft.

  • Vielleicht sollte die Einteilung sich nicht an Frau/Mann orientieren, sondern am konkreten Verhalten des einzelnen Menschen.

    Moralisch Verkommenheit ist nicht für Männer reserviert.

    Also lasst uns doch mit allen Anständigen gegen die Unanständigen arbeiten.

  • Ich habe keine Veranlassung leise zu sein und da bin ich nicht der Einzige. Beste Grüße....

  • Es ist schon ein wenig absurd, wenn ein Mann in einer Kolumne andere Männer laut und wiederholt auffordert, sich nicht zu dem Thema zu äußern, auf dass sich die Kolumne bezieht. Ist das jetzt "quod licet jovi, non licet bovi", oder haben dem Autoren die Meinungen seiner weiblichen Kolleginnen nicht gereicht und er musste noch unbedingt die eigene kundtun?

  • Also sollen "die Männer" Haltung zeigen, sich gegen solche Menschen wie Ulmen etc. in ihren Reihen erheben, den Mund aufmachen wenn Unrecht geschieht und für eine sichere Welt für Frauen einstehen . . . aber dabei gefälligst "die Klappe" halten . . . ja was denn nun?

    Vielleicht liegt es ja auch nur daran, dass es für manche Kulturkämpfende schwieriger wird plump von "den Männern" zu reden, umso mehr diesem Haltung zeigen am Ende nachkommen.

    Letzten Endes jedoch kann eine funktionierende und für alle Menschen sichere Gesellschaft nur gemeinsam von Frauen, Männern und allen dazwischen zusammen aufgebaut werden.

  • Spannend wäre auch für Männer, sich mal zu fragen, wann sexistische Männerkumpanei durch Gewalt anderer Männer erzwungen wird. Da wird es wohl erst richtig leise.

  • Ich halte die Gedenkengänge für bedenklich. Sind solche Überlegungen Reste einer Linken mit zu viel Achtsamkeit? Es kann doch nicht sein, dass das richtige Verhalten demokratische Grundrechte dominiert.

    Warum soll ich als Mann nicht auf eine Demo gegen Deepfake und gegen digitale Vergewaltigung gehen? Ich schäme mich nicht einmal fremd. Ich habe mit diesen Tätern, die anscheinend Männer sind, nichts gemein. Eher schwillt mir in der Hosentasche die Faust mit dem Tagtraum denen eine reinzuballern; auch nur wenn einer versucht zu relativieren.

    Im Berlin der Wendejahre, als die Polizei besonders untätig bei Gewalt gegen Frauen war, ging man im Weddinger Kiez gemeinsam - Männlein und Weiblein - gegen Peiniger vor. Niemand wäre auf Idee gekommen, Männern die Klappe zu verbieten, nur weil sie Männer sind.

    Diese Vorverurteilung und Sippenhaft ist ein Phänomen des gesinnungsethischen Überschusses der 10er Jahre. Gut, Gewalt gegen Frauen ist durch die Digisphäre mehr geworden, weil sie schneller hergestellt ist, anonym ist ist und schneller verbreitet ist. Aber es ist doch auffällig wie der identitätspolitische Anspruch von Deutungshoheit jetzt umschlägt in Selbstzensurund Verunsicherung.

    • @rakader:

      "Eher schwillt mir in der Hosentasche die Faust mit dem Tagtraum denen eine reinzuballern; auch nur wenn einer versucht zu relativieren."



      .



      Das sind eben die Reaktionen, die Männer auch Frauen entgegenbringen, wenn ihnen der aggressive Kamm schwillt.

  • Mann erklärt Männern, ob sie was müssen oder nicht müssen. Mein Verständnis von Demokratie, freiem Diskurs & Aufklärung sieht anders aus. M.E. sollte jeder Mann für sich selbst anfangen oder weitermachen mit Nachdenken und Handeln. Und jeder kann und soll und darf zu eigenen Schlüssen kommen. Den Bedarf nach betreuten Feministen halte ich für überschaubar. Das Haupt"problem" ist doch einfach fehlende Eigeninitiative und eine in vielen Fällen eine Form der Unmündigkeit, der Sprechunfähigkeit usw. Und dann greift man jetzt also ausgerechnet zur KI-Phrasenmaschine, um sich helfen zu lassen. Sapere aude! - es gilt auch hier.

    • @N Gogol:

      „Mann erklärt Männern, ob sie was müssen oder nicht müssen. Mein Verständnis von Demokratie, freiem Diskurs & Aufklärung sieht anders aus.“

      Willkommen in meiner Welt und der von Millionen Frauen die sich tagtäglich von Männern die Welt erklären lassen müssen 😉

      • @Lou Andreas-Salomé:

        Das hört sich doch nach Kommunikation an. Finde ich gut!



        .



        Viele Männer kommunizieren eher wenig. Bekommen also auch kein Feedback. Und ich bin überzeugt, dass in ihrer Welt der Feedback auch von Frauen kommt und deren Welterklärungen dann eine Rolle spielen.

  • Wenn in der aktuellen Diskussion immer von "Männern" gesprochen wird, besonders, wenn, wie hier "Männer" Kommentare zu diesem Thema schreiben, möchte ich darauf hinweisen, dass die Täter heterosexuelle Männer sind.

    Schwulen Männern wird von eben diesen "Männern" seit Äonen spöttisch (im besten Fall) ihr nicht gewalttätiges, nicht besitzergreifendes, nicht anmaßendes Verhalten Frauen gegenüber vorgeworfen und zur Haupteigenschaft des "Schwulseins" erklärt.

    Als schwuler Mann verzichte ich daher dankend, nun "solidarisch" zu dem Kreis dieser "Männer" hinzugezählt zu werden.

    Danke.

  • Ich habe es heute Vormittag bereits unter den Kommentar von Carolina Schwarz geschrieben. Ich als Mann (wir als Männer) können so viel unmittelbar beitragen damit Frauen (und Kinder und queere Menschen) sicherer, diskriminierungsfrei und unbeschwerter leben und entsprechend frei in der Gesellschaft bewegen können. All dies kann ohne große Lautstärke geschehen und hat mit reflektierten und wertebasiertem Handeln zu tun (und dem Weg dahin). Jedenfalls trägt jeder Mann selbst die Verantwortung für sein tun - und die Männer (in Form des Patriarchats) insgesamt für die strukturelle Benachteiligung und auch Gewalt. Eine Professorin hat das mal auf den Punkt gemacht: wenn all das was Frauen angetan wurde und wird an Benachteiligung und Gewalt Männern angetan würde hätte man die schärfsten Gesetze. Ich würde noch hinzufügen - weißen Männern - aber das ist ein anderes Thema. Also "Mann": reflektiere dein Verhalten, werde kein Täter (und such Dir Hilfe wenn nötig), reflektiere Deinen pornographischen Konsum und unterstütze (auch und v.a. finanziell) Schutzräume für Frauen/Queers. UND: erwarte bitte keine Dankbarkeit für Selbstverständlichkeiten im zivilisierten Miteinander.

  • Irgendwie erscheint es mir als Fehlschluss, alle Männer pauschal zu Tätern zu erklären, weil alle Frauen unter dem Patriarchat leiden, in dem wir leben. Es gibt auch die Männer, die mit diesen Regeln nicht einverstanden sind und daran etwas zu ändern versuchen.

    • @doda:

      @Doda: Ich kann ihnen nur zustimmen. Als Vater von zwei Töchtern finde ich es grundsätzlich begrüssenswert, wenn , aber selbst ich werde inzwischen renitent wenn ich in regelmässigen Abständen "die Männer" lese.



      Bei der aktuell (wiedermal) emotional aufgeladen Debatte, werde ich warten, bis ein Gerichtsurteil gesprochen wurde.

    • @doda:

      Der Vorwurf den sie aus dem Kommentar lesen, wird so gar nicht aufgestellt.



      Wenn sie kein Täter sind heißt das ja nicht, dass sie aus der Perspektive der Opfer(Gruppe) nichts lernen können. Aus meiner Sicht als Frau ginge es eher um zuhören, nachgedenken und vorsichtige Rückfragen ... Die Grenzen des eigenen Blick begreifen, bevor sie sich Urteile zu einer Situation zutrauen unter der sie so nicht leiden.

      • @LuckyLulu :

        Ich finde Verallgemeinerungen nicht hilfreich, auch nicht die zwischen "den" Männern und "den" Frauen. Die lässt sich aus dem Kommentar herauslesen, und darauf wollte ich hinweisen. Auch dass alle Männer generell nicht so unter dem Patriarchat leiden, ist so eine Verallgemeinerung. Aber vielleicht meinen der Autor und Sie ja nur "richtige" Männer.

  • Das mutmaßliche Verhalten von Herrn Ulmen ist vollkommen daneben, wenn und soweit sich die Vorwürfe als richtig herausstellen sollten.

    Daneben ist jedoch auch der Artikel des Autoren. Durch die Handlungen einzelner Männer werden nicht alle Gleichgeschlechtlichen in Mithaftung genommen. Die Scham ist also nicht pauschal "bei den Männern", sondern bei den Tätern.

    Insoweit bleibt es auch jeder Person (m/w/d) selbst überlassen, die eigene Meinung kund zu tun.

  • Klappe halten. Die Solidaritätsbekundung kann noch so empatisch und empowerned sein, die bloße Existenz eines cis-Mannes kann bereits traumatisierend auf die Opfer wirken.

    • @Troll Eulenspiegel:

      Ein Mensch sollte sich nicht mit einem "Opfer" solidarisieren um es nicht zu verletzen? Diese Logik fällt schwer nachzuvollziehen.

  • Was soll daran falsch sein, Solidarität mit Opfern zu bekunden? Oder kriminelle Tatbestände klar beim Namen zu nennen?

    Gerade beim Thema Patriarchat und all seinen negativen Folgen für uns alle, möchte ich als Mann klar sagen: "not in my name!"

    And by the way: Wenn unser taz-Autor schon denkt, dass Männer zu dem Thema schweigen sollten, warum überlässt er das Thema nicht einer taz-Autorin?

  • Angesichts der Tatsache, dass hier ein Mann einen Artikel zum Thema verfasst, sehe ich auch kein Problem darin, mich dazu zu äußern.



    Zuerst einmal: ich finde es positiv, dass die Gesetzgeber*Innen aktiv sind und die Rechtslage für die (Persönlichkeits-) Rechte der Frauen verbessert wird.



    Es ist ebenfalls positiv zu werten, dass darin offenbar Einigkeit über die Parteigrenzen hinweg besteht.



    Die Nachricht uber den Fall Fernandez/ Ulmen ist ein Schock.



    In seiner "Rolle" als Schauspieler wirkte Ulmen immer sehr sympathisch.



    Klar, es gilt die Unschuldsvermutung, es ist allerdings auch zu vermuten, dass die Wahrheit nicht weit entfernt vom Verdacht liegt.



    Dass nun in der Folge Frauen nichts mehr mit Männern zu tun haben wollen, ist ihr gutes Recht.



    Es ist allerdings auch tröstlich, zu hören, dass es zu diesem Standpunkt unterschiedliche Ansichten gibt.



    Gut ist, dass das Thema Feminismus aktualisiert wird.



    Rückblickend, auch auf die Feministaz , ist es natürlich auch ein Thema, das Diskussionen unter Männern ermöglicht.



    In gewisser Weise wähnte mann das Thema ja bereits als abgehakt, da es von den Älteren bereits in den 70ern und 80ern verhandelt wurde.



    Freies Leben für Alle!

  • Sehr seltsame Einstellung. Ich muss mich weder solidarisieren noch verstecken. Wenn ein paar Perverse Frauen digital missbrauchen, sagt das wenig über uns Männer aus. Anständige Männer machen so etwas einfach nicht. Sie schlagen auch keine Frauen oder nötigen sie. Ich hoffe inständig, dass die die Mehrheit der Menschen das auch so sieht.

  • Wie wahr, männer sollten endlich still und gewaltfrei sein, auch wenn es einigen schwerfallen könnte.

  • Das sind alles Einzelfälle, bitte keine Verallgemeinerungen oder Vorverurteilungen. Gehen Sie weiter, es gibt hier nichts zu sehen.

    • @Pia Mansfeld:

      Das ist hoffentlich Ironie?