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Demos für die Energiewende„Sie sind gekauft, treten Sie zurück!“

Tausende Menschen demonstrieren in Berlin gegen die Abwicklung der Energiewende. Im Fokus: die Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU).

Am Invalidenpark warnte Luisa Neubauer vor einer „Unterwanderung der Energiewende“ Foto: Michael Ukas/dpa

Aus Berlin

Mila Kassem

Luisa Neubauers Stimme hallt über den sonnigen Platz. Die bunte Menge an Leuten, die hier am Samstagmittag im Invalidenpark unter dem Motto „Erneuerbare Energien verteidigen!“ demonstrieren, hören gebannt zu, wie sie vor einer „Unterwanderung der Energiewende“ warnt. Während sie spricht, herrscht nahezu Stille, macht sie eine Pause, erfüllt Jubel die Luft. Auf Schildern steht etwa „Es Reiche(t)!“. Einer der Demonstrierenden hat sich als Windrad verkleidet.

Von Eltern, die ihre Kinder auf den Schultern tragen, über jugendliche Freundesgruppen bis zu älteren Menschen – auf der Demo sind alle Altersgruppen vertreten. Viele der üblichen Verdächtigen sind hier, wie die Omas Gegen Rechts oder Ak­ti­vis­t:in­nen von Greenpeace und Fridays for Future. Immer wieder aber sind auch Menschen zu sehen, die äußerlich nicht das typische Klimademo-Publikum darstellen. Erklärtes Ziel der Proteste war es, auch etwa Be­sit­ze­r:in­nen von Solardächern oder In­stal­la­teu­r:in­nen und In­ves­to­r:in­nen im Bereich der erneuerbaren Energien anzusprechen – also alle, die ein Interesse daran haben, dass die Energiewende nicht einfach so den Bach heruntergeht.

Dieses Ziel zu verfolgen, wird in Reden vielfach der Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) vorgeworfen. Deren Ressort hatte zuletzt mit einem umstritten „Netzpaket“, der Neufassung des Erneuerbaren-Energie-Gesetzes und des Heizungsgesetzes immer wieder Klimaziele erheblich aufgeweicht. Für den Samstag hatten Umweltorganisationen deshalb bundesweit auf die Straße gerufen. Allein in Berlin sprachen die Ver­an­stal­te­r:in­nen von 24.000 und die Polizei von 9.000 Demonstrierenden. Bundesweit sollen laut Or­ga­ni­sa­to­r:in­nen 80.000 Menschen auf die Straße gegangen sein.

Wer so etwas in die Wege leitet, kann nicht länger in Verantwortung bleiben

SPD-Umweltpolitikerin Nina Scheer über die Lobbynähe von Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU)

Gegen das fossile Rollback forderte Greenpeace mehr soziale Förderungen für Mieter:innen, einen beschleunigten Ausbau der erneuerbaren Energien und insgesamt mehr „Energiewende für alle anstatt der Lobbypolitik von Katherina Reiche.“ Im Aufruf zur Demonstration hieß es zudem, Öl und Gas machten Deutschland erpressbar gegenüber Au­to­kra­t:in­nen wie Trump oder Putin. Die Energiepreise würden so in die Höhe getrieben. Auch von Extremwetterereignissen aufgrund der Klimakrise seien besonders die ökonomisch schwächeren Teile der Gesellschaft betroffen.

Po­li­ti­ke­r:in­nen fordern Rücktritt

Einer der Demonstrierenden stellt sich der taz als Christian vor. Der 49-Jährige gehe sonst nicht auf Klimademos, sagt er. Aber momentan entwickle sich die Politik der Bundesregierung „in eine ganz falsche Richtung“. Er habe eine kleine Tochter, auch für ihre Zukunft sei er heute hier. Der 19-jährige Nika – nach eigenen Angaben ebenfalls kein regulärer Klimademo-Gänger – sagt der taz, immerhin sei dies ja vielleicht etwas Positives der gegenwärtigen Entwicklung: „Dass mal mehr Leute checken, wie scheiße das alles ist und was wirklich abgeht“.

Anders als bei vielen Klimademonstrationen kommen auch Po­li­ti­ke­r:in­nen zu Wort. So etwa Luigi Pantisano von den Linken, der aktuell für den Vorsitz seiner Partei kandidiert und sich auf der Demo dann auch nicht zurückhält. „Frau Reiche, Sie sind gekauft, treten Sie zurück“, forderte er. Zuletzt hatten Medienberichte nahegelegt, dass die Wirtschaftsministerin und ehemalige Managerin einer Eon-Tochter beim Energiekonzern EnBW um Argumentationshilfen für den Bau neuer Gaskraftwerke nachgefragt haben soll.

Auch der Grünen-Vorsitzende Felix Banaszak ließ die Menge auf der Demo „Reiche, weiche!“ skandieren. Etwas vorsichtiger äußerte sich dagegen die SPDlerin Nina Scheer, deren Partei in einer Regierung mit der CDU sitzt. Dennoch, sagte Scheer, sollten sich Vorwürfe wie die angefragte Formulierungshilfe bewahrheiten, sei das eine „Obstruktion vonseiten des Ministeriums und gegen das Gemeinwohl“. Wer so etwas in die Wege leite, könne „nicht länger in Verantwortung bleiben.“

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107 Kommentare

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  • Warum ist es in einem Staat nicht möglich frei von Ideologie einfach nach Logik das System zu nehmen was sich aufgrund einen Kosten-Nutzen Analyse, einer Stabilitätsanalyse und auch gerne unter Beteiligung der Bevölkerung dann eben als Favorit" heraussstellt. Auch da wird es Kompromisse geben. Merrit Order Prinzip? na ja! Dazu Solarmodule und Anlagen, die aus der halben Welt zu uns kommen. Das alles gemischt mit Ideologien. Frau Bär und Ihre Flugtaxis. Was macht sie heute eigentlich? Was Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt? Humor haben die von der CDU aber, oder ist das schon Verzweiflung. Für mich zeigt das ganz klar das Versagen unserer Staats-und Gesellschaftsform. Strom, Wasser und Wärme müssen versorgungssicher sein und die Kosten adequat über Bevölkerung und Industrie verteilt sein.

    • @Benjamin100:

      Frau Bär macht das, was Markus Söder ,öffentlich angekündigt, von ihr erwartet: Nix!! Er sagt zwar: Nicht viel, aber das war das übliche parteipolitische Drumrumreden.

  • Falls Greenpeace wahrhaftig danach strebt, Mieter finanziell zu stützen, muss zwingend das Strommengenangebot erhöht werden, das lediglich mit konventionellen Energieträgern einhergeht, da die sogenannten "Erneuerbaren Energien" sich dadurch auszeichnen, volatil zu sein, das wiederum Einfluss auf die verfügbare Strommenge - und somit auf die Kosten für die Mieter - nimmt!

  • Hat die Politik den Paradigmenwechsel verstanden? Batterien sind der ganz erhebliche Game- Changer. Sie sind nicht nur wesentliche Teilmenge einer ökologischen Stromversorgung. Sie werden das Wirtschaftssystem so grundlegend ändern wie der Sprung vom Pferd zum Auto oder vom Bach zur Dampfmaschine. Einen neuen Kondratieff- Zyklus auslösen. Natürlich führen Batterien zu höherer Versorgungssicherheit, mehr Fähigkeiten hin zu dezentralen Versorgungssystemen.

  • „Frau Reiche, Sie sind gekauft, treten Sie zurück“:

    Ich bin kein Jurist, aber mir stellt sich hier die Frage: Ist diese Aussage nicht strafrechtlich relevant?

    1) Wenn der Redner weiß und beweisen kann, daß Frau Reiche gekauft ist, müsste er sie doch anzeigen, ansonsten deckt er eine Straftat.

    2) Wenn der Redner das nicht weiß bzw. es nicht beweisen kann dürfte es sich um Verleumdung oder üble Nachrede handeln, auch das wäre strafrechtlich relevant.

    Oder sehen Juristen das anders?

    • @Josef 123:

      Gerichte schauen dabei sehr genau auf den Kontext:



      Demo-Parole oder hitzige Rede → eher großzügiger Maßstab



      Satire → darf übertreiben, verfremden, provozieren



      konkrete, ernst gemeinte Anschuldigung → strenger Maßstab



      Es gibt auch eine Grenze, die selbst im politischen Streit nicht geschützt ist: die sogenannte Schmähkritik. Wenn es nur noch um Herabsetzung der Person geht und kein sachlicher Bezug mehr erkennbar ist, kann auch eine „Meinung“ unzulässig sein.



      Fazit:



      Ja, eine Ministerin muss sich deutlich mehr gefallen lassen – auch harte und polemische Kritik. Aber der konkrete Vorwurf, „gekauft“ zu sein, bleibt rechtlich riskant, wenn er als echte Korruptionsbehauptung verstanden wird und nicht klar als überspitzte Meinung oder Satire erkennbar ist.

    • @Josef 123:

      Zu 1.:



      Ja, das sehen Juristen anders.



      Als Durchschnittsbürger sind Sie zu einer Anzeige nicht verpflichtet.

    • @Josef 123:

      Meinungsfreiheit.

  • Auf der Demo in Berlin waren u.a. folgende Schilder zu lesen:



    Industrie-Lobbyisten bestachen früher heimlich die Regierenden. Heute sind sie selbst die Regierung.



    Oder: Weniger Reiche, mehr Zukunft für alle.



    Oder: investieren statt verbrennen



    Oder: Konzerne diktieren Gesetze, Reiche ist das letzte.



    Oder: ach Robert, du fehlst!



    Oder: "Wenn ein Bundeskanzler mit so niedriger Zustimmung keinerlei Anzeichen gibt, an seiner Kommunikation, seiner Politik, seinem Führungsstil etwas zu ändern, dann läßt er die Bevölkerung allein. Das ist einfach respektlos." (Merz 2024)



    Oder: Es ist keine Dummheit, es ist Absicht!



    Oder: Reiche macht Arme!



    Oder: Die Fossillobbyistin Katharina Reiche macht uns arm und zerstört unsere Lebensgrundlagen, Demokratie, Innovationsfähigkeit und Wirtschaft.



    Oder: Wer reGIERt Deutschland? SuperREICHE!



    Oder: Klimaziel statt Lobbydeal.



    Oder schlicht: streiche Reiche.



    Diese kleine Auswahl zeigt mir, daß das Volk mitunter klüger und gewitzter ist als seine starrsinnige, selbstgefällige Regierung.



    Es waren übrigens erstaunlich viele graue Haare zu sehen (von wegen Boomer denken nicht an die Zukunft ihrer Enkel).

    • @Selbstauslöser:

      @ Selbstauslöser



      Sehr gut beobachtet & analysiert 👍👍

  • 80000 Demonstranten Deutschland weit, also nicht mal 1 Promille der Bevölkerung. D.h. das 99,999 % der Deutschen andere Sorgen hat als die Opposition im Bundestag. Wie stark der Rückhalt für Neubauer & Co ist zeigen die Wahlergebnisse der von FFF gegründeten Klimaliste. Hier wird aus einer Mücke eine ganze Elefantenherde gemacht !

    • @Günter Witte:

      DasMenschen an einer Demo nicht teilnehmen kann viele Gründe haben:



      - keine Zeit



      - keine Demo in der Nähe und keine Möglichleit anzusreisen



      - gesundheitliche Gründe



      -keine Kenntnis darüber, dass eine solche Demo stattfindet



      -Beruf



      - etc. pp.

      Aber gut, dass sie wissen, dass ALLE die nicht da waren definitiv kein Interesse an dem Thema haben, da kann man der ganzen Demo natürlich direkt seine Daseinsberechtigung absprechen.....

    • @Günter Witte:

      Gibt es eine Untergrenze, ab der nicht über Demos berichtet werden darf?



      Demos sind dazu da, die Aufmerksamkeit auf Themen zu lenken.

    • @Günter Witte:

      Ihr "aber dann haben ja 99.9% der Menschen andere Sorgen" ist echt sowas von abgenudelt.







      Vlt sind ja auch 82.999.999 Menschen also ungefähr 99.99999% anderer Meinung als Sie.







      Die Interessen Anderer auf diese Weise kleinzurechnen und zu verniedlichen ist jedenfalls kein guter Stil. Argumente helfen da schon eher.







      ..habe die Ehre..

  • Reiche geht den richtigen Weg, auch wenn es hier keiner hören will. Weil wenn man eine Frau nicht mag, genügt das manchen. Tatsächlich fördern wir momentan Strom, der sich bereits wirtschaftlich rentiert und verursachen zu Spitzenzeiten immer mehr Probleme (und massive Kosten, da man andere bezahlen muss, damit sie den geförderten Strom abnehmen) mit geringen Nutzen zu anderen Zeiten. Und Gaskraftwerke brauchen wir nun mal die nächsten Jahre noch. Denn wenn der Wind nicht weht und die Sonne nicht scheint, wird es schnell kalt. Und wer jetzt "Speicher" ruft, der hat es erkannt. Aber die müssen gefördert werden und nicht PV-Dachanlagen. Und auch diese nicht im Unverstand, sondern zunächst maximal zur Überbrückung von wenigen Stunden, es sei denn wir haben irgendwann mal richtig billige Salzspeicher, bei denen die KWH nur wenige Euro kostet. Aber die sind nicht in Sicht.

    • @Strolch:

      Mr. Strolch, dat Jeld is im Denkmodell eischendlisch nie dat Problem. Et jeht nur um Jüter. .. Womöglich, es wird sich erweisen, brauchen wir Gas wirklich noch eine Weile. Nur, falls es an dem nicht ist, oder doch alles zu spät kommt und es bei Otto Normalverbraucher klimabedingt quietscht beim Atmen, wird Frau Reiche dann ihr Sauerstofffläschchen mit uns teilen?

  • Man kann es sich nicht ausdenken.



    Da wird mit Subventionen Strom produziert und mit Abnahmegarantien und Einspeisevergütungen bezahlt. Und dann muss man noch ein paar Euro drauflegen, damit man den Strom, für den es keine Verwendung gibt, wieder los wird. Geht's noch?



    Jahrelang hatten es die Erneuerbaren bequem, sie konnten einspeisen, was Wind und Sonne hergeben - Pufferung und Netzstabilisierung erledigten ja die Fossilen für sie. Wie mit steigendem Erneuerbarenanteil nicht anders zu erwarten, ist die Regelkapazität der Fossilen irgendwann ausgereizt. Und da müssen sich die Erneuerbaren eben überlegen, wie sie Pufferung und Netzstabilisierung selbst hinkriegen.



    Und vor allem sollten sie sich überlegen, wie sie die Residuallast abdecken wollen in Zeiten von unzureichendem Erneuerbarenangebot, wenn Sonne und Wind nicht so recht wollen (Extremfall Dunkelflaute) und die "Groß"- und Kleinspeicherleinchen leergesoffen sind.



    Wenn Ihr diese Fragen auch nur einigermaßen plausibel beantworten könnt, dann könnt Ihr auf Frau Reiche schimpfen. Vorher nicht.

    • @sollndas:

      In der Vergangenheit haben vor allem CDU-geführte Regierungen beim Ausbau der Erneuerbaren, beim Schutz der einst marktführenden deutschen Unternehmen in der Branche und bei Netzausbau versagt. Und die Lösung der aktuellen CDU-geführten Bundesregierung? Noch mehr vom selben Versagen.

    • @sollndas:

      "Und da müssen sich die Erneuerbaren eben überlegen..."

      Energien müssen überlegen?

      Nein. Die Verantwortlich für die Netze müssen überlegen. Das war schon immer so, weil noch nie alle Kraftwerke einfach "losballern" konnten. Jahrzehnte lang wurden die notwendigen Maßnahmen getroffen. Seit es in großem Maßstab um erneuerbare Energien geht, wurden notwendige Maßnahmen verschlafen und teils sogar aktiv sabotiert. Frau Reiche steht in dieser Tradition. Netze könnten längst ausgebaut und Speicher in Betrieb sein. Die Technik gibt es seit hundert Jahren. Aber statt ihren Job zu machen, erzählen die Verantwortlichen nur, was angeblich nicht geht.

    • @sollndas:

      Das ist kein Wettkampf zwischen Erneuerbar und Fossil, sondern eine gemeinsame Anstrengung gegen die Erderwärmung.

    • @sollndas:

      ...diese Geld, wäre es, statt es zu buchstäblich zu verbrennen, in den letzten 10 Jahren für die Förderung erneuerbarer Energieen (Solarzellen auf jedes Haus etc.) verwendet worden wäre, hätten wir heute mind. 80 % ....und müssten nicht bei Trump und Putin betteln....

    • @sollndas:

      ...recherchier doch bitte mal, mit wieviel Milliarden die Fossil-Energieen gepampert werden....Zitat :



      Wichtige Punkte zu Subventionen für fossile Energie 2025:

      Fossile Subventionen steigen statt zu sinken: Trotz des Ziels der Bundesregierung, den Abbau voranzutreiben, bleiben fossile Subventionen hoch und es sind teilweise sogar neue Förderungen im Gespräch.



      Hohe finanzielle Unterstützung: Laut belaufen sich die Subventionen für fossile Energieträger auf über 46 Mrd. Euro pro Jahr, wobei der größte Anteil auf Verbrauchersubventionen für Unternehmen und Haushalte entfällt.



      Staatliche Maßnahmen im Fokus: Zu den zentralen klimaschädlichen Subventionen zählen die Dienstwagenregelung, das Dieselprivileg und die Pendlerpauschale.



      Internationale Verpflichtungen verfehlt: Die G7-Staaten hatten sich verpflichtet, ineffiziente fossile Subventionen bis Ende 2025 zu beenden. Aktuelle Berichte zeigen jedoch, dass eher das Gegenteil eintritt.



      Fokus auf Gaskraftwerke: Für die Zukunft (ab 2026/2027) ist die Subventionierung neuer Gaskraftwerkskapazitäten geplant.

      Deutschland gilt als einer der größten Subventionsgeber für fossile Brennstoffe in der EU. "



      Zitat Ende.

      • @Willem Borone:

        "...ist die Subventionierung neuer Gaskraftwerkskapazitäten geplant."



        Das ist eine notwendige Folge von Sonne und Wind.



        Natürlich müssen die Flautenkraftwerke subventioniert werden, da sie Fixkosten haben, aber umgerechnet auf wenig Vollaststunden kommen. Sie sind notwendig, um die Lücken zu schließen, die Sonne und Wind naturgemäß lassen.

    • @sollndas:

      Danke für diesen sehr zutreffenden Kommentar.

  • Die Demos sind richtig und, richtig, nur so bekommt man Reiches Politik nicht zu Fall. Die wirtschaftliche Sinnlosigkeit des Reichschen Wütens muss mehr herausgearbeitet werden, wirkliche politische Relevanz hat etwas, wenn es im Geldbeutel schmerzt. Die Natur kann zum Teufel gehen, das juckt am Ende niemanden.

    • @FtznFrtz:

      Na dann, legen Sie los und arbeiten die wirtschaftliche Sinnlosigkeit heraus. Leider ist es momentan recht einfach, die wirtschaftliche Sinnlosigkeit der Förderung weiteren PV-Stroms herauszuarbeiten. 1. Die PV-Anlage rechnet sich ohne garantierten Einspeisepreis, also weshalb noch fördern? 2. Am meisten Strom produzieren diese Anlagen, wenn eh schon zu viel da ist, der Preis für die Abnahme steigt. Sprich die garantierte Einspeisvergütung kommt auf den negativen Strompreis oben drauf. 3. Die Netzschwankungen nehmen massiv zu, weshalb die anderen Länder immer stinkiger mit uns werden, deren Kraftwerke unsere Schwankungen abfangen dürfen.

      • @Strolch:

        Zu (2): Bei negativen Strompreis gibt es für seit Februar 2025 in Betrieb genommene Anlagen bei negativen Strompreisen bereits keine Einspeisevergütung mehr (Solarspitzengesetz). Zu (3): Grenzübergreifende Stromnetze sind ein gutes Mittel, um regionale Schwankungen besser auszugleichen (Beispiel: wenn bei uns der Wind weht, weht er vielleicht gerade nicht in der Tschechischen Republik). Zu (1): Die Einspeisevergütung ist im Schnitt oft nicht mehr sehr viel höher als Strompreise, hat aber den Vorteil, dass sie bei der Planung (z.B. bei Darstellung gegenüber Finanzierern) als sichere Kalkulationsgrundlage verwendet werden kann.

  • So sehr ich unterstütze, dass wir aus den fossilen Energien aussteigen, so sehr möchte ich dringend auf den Aspekt der Versorgungssicherheit hinweisen. Leitungsgebundene Energie ist anfällig, wie man neulich in Berlin gesehen hat (und täglich in der Ukraine beobachten kann.



    Das macht es nicht billiger. Notwendig ist es trotzdem.

    • @Carsten S.:

      ...genau deshalb sollte Frau Reiche ihren Fokus mehr auf "leitungsunabhängie Energie" setzen.....= z.B. : Verkaufsmöglichkeit von Solarstrom an die Nachbarn : automatisch Netzentlastung !



      Energie - Monopole abschaffen....aber dann würden ja ihre Nebenverdienste wegfallen......

    • @Carsten S.:

      Hmmm..was ist ihr Schluss? Kohle? Das dürfte der einzige Energieträger sein, der nicht leitungsgebunden ist.

      • @FtznFrtz:

        Zumindest Braunkohle kann man praktisch nur vor Ort verstromen.

    • @Carsten S.:

      und mit Kompetenz meine ich von finanziellen Interessen so weit wie möglich ungetrübte Kompetenz. Tut mir leid, keine Zeit.

    • @Carsten S.:

      Das ist unbestritten, und um so wichtiger ist es, die richtigen Prioritäten zu setzen und dabei wissenschaftliche und ingenieurtechnische Kompetenz zu nutzen.

      Und in eigener Sache: Ich möchte mich mal für die gelegentlich zu vielen Schreibfehler in meinen Beiträgen entschuldigen. Ich habe immer wenig Zeit, weil noch mehr unbezahlbare Sachen zu tun (also solche, für die man nicht bezahlt wird, die aber trotzdem getan werden müssen), deshalb gerät mir vor allem manchmal bei Umformulierungen die Grammatik aus dem Blick. Tut mir leid.

  • Fossile Energien werden aller Voraussicht nach nicht mehr günstiger werden. Wer trotzdem vorrangig dort investiert und die notwendigen Investitionen für die effektive Nutzung von Erneuerbaren dafür schleifen lässt, handelt gegen eine langfristige Stabilisierung der Energieerzeugung. Und wenn es Schwierigkeiten bei den Erneuerbaren gibt, liegt das an fehlendem Engagement für Dezentralisierung, fehlender Investitionen und künstliche Hindernisse für technische Weiterentwicklung und Netzausbamaßnahmen, die die Erneuerbaren endlich schneller voranbringen. Dann braucht man dem schlichteren Bürger nur noch zu erzählen: "Siehste, war ja doch alles Quatsch. Wissenschaftler und Techniker haben doch keine Ahnung. Also lasst uns weiter den billigen Strom wegwerfen und auch Wassserstofferzeugung auf immer und ewig für zu teuer erklären." Das ist verlogen und manipulativ. Technologische Erfolge sind einfach ohne Investitionen und Enwicklung nicht zu haben. Auch die politischen Bedingungen müssen deutschland- und EU-weit angepasst werden, und es ist naiv zu glauben, dass dass die fossile Lobby für uns tun wird.

    • @Christine_Winterabend:

      Sie plädieren gerade für Frau Reiche, merken Sie das? Die ganzen Probleme lösen wir nicht mit immer mehr PV-Dachanlagen.

  • Robert Habeck hatte auch seine "Formulierungshilfen", nur waren die eben bei NGOs und nicht bei Wirtschaftsunternehmen. Das man natürlich seine Verbindungen nutzt, halte ich für nachvollziehbar. Ich mache auch weder Hebeck oder Reiche deswegen einen Vorwurf. Einen Vorwurf bzw. eine unbewiesende Unterstellung macht hingegen der Linke Pantisano Frau Reiche, sie sei "gekauft". Herr Pantisano, kritisieren Sie Frau Reiche gerne wegen ihrer Politik, aber verzichten Sie auf die Verbreitung von Fake news. Das ist einfach nur schlechter Politikstil.

    • @Black & White:

      Wäre doch ganz einfach : Da Reiche und Merz unsere Angestellten sind, sollen sie doch endlich mal all ihre Einkommens - und Vermögensverhältnisse öffentlich darlegen !



      .....schliesslich muss ich als Mini - Rentner und Grundsicherungsempfänger genauso !

    • @Black & White:

      Ja, was man schon hat, muss man nicht mehr kaufen.

  • Ich will nur nochmal eines klarstellen: Dass Strom aus erneuerbaren Energiequellen so teuer ist, liegt an den Vereibarungen in der EU.



    Dort wird der EEG-Strom künstlich verteuert, damit überhaupt jemand Atom-, Gas- und Kohle-Strom abnimmt. Dieses System müsste schleunigst beendet werden. Aber das geht ja voll gegen die Strom-Lobby. Andererseits: Wenn Deutschland die Preise für EEG-Strom in Alleingang senkt, bekommen wir Ärger mit Brüssel wegen Wettbewerbsverzerrung.

    • @Johannes Rohr:

      Strom aus erneuerbaren Energien ist so teuer, weil das EEG die Preise garantiert. Hier geht demnächst ein Windpark ans Netz. Es sind mehr als 10 Cent pro kWh garantiert. und damit ist noch kein Stromnetz zu den Verbrauchern bezahlt. Damit ist noch nicht das Gas-Kraftwerk bezahlt, dass für die Flaute in Stand-by bereit gehalten werden muss und darin sind nicht die Kosten enthalten, die das "Entsorgen" des bei Starkwindphasen zu viel erzeugten Stroms kostet.

      Das was Frau Reiche da in Ansätzen macht, ist absolut richtig und nötig, es ist sogar noch viel zu wenig.

      Freiflächen-PV gehört absolut verboten. Die Anlagen können auf Dächern, Parkplätzen etc gebaut werden.

      Windstrom ja, aber mit Hirn. Erstmal Netze und Speicher anpassen. Auf jeden Hügel gehört ein Pumpspeicherkraftwerk. Aber ob das Greenpeace dann auch noch gefällt?

    • @Johannes Rohr:

      Ein Hauptgrund für die hohen Strompreise in Deutschland dürfte das Merit-Order-Prinzip an der Energiebörse EEX Leipzig sein, bei welchem die teuerste Energieerzeugungsvariante (Erdgas) den Preis für alle anderen mitbestimmt. Der andere Grund sind die in Deutschland besonders hohen Steuern und Netzentgelte zzgl. sonstige Abgaben und Umlagen, die ich gar nicht alle kenne.

  • Die Energiewende, die es eigentlich auch nie gegeben hat, ist eine Luftnummer und lebt in den Köpfen von Träumern. Jeder Fortschritt im Verbrauch, auch fossiler Energie ist ein Fortschritt. Und ohne den Ausbau von Netzen, regional und überregional, in Häusern und Wohnungen, der noch Jahrzehnte dauern wird, wird fossile Energie gebraucht. Und auch weiterhin muss sich erneuerbare Energie mit fossiler Energie messen lassen. Und gemessen und bezahlt wird mit Geld, bei uns, in Europa, in den USA, in China, weltweit. Und wenn fossile Energie günstiger ist, wird diese auch genutzt und verbraucht werden.

    • @Pico :

      EE sind billiger als die fossilen.



      Kurz und mittelfristig bedeutet der Netzausbau und Speicher Investitionen, langfristig sind das enorme Kostenersparnise.



      .



      Googeln Sie mal Feldheim in Brandenburg und was die Menschen da für Strom zahlen pro kWh und warum der so BILLIG ist. Mit 100% Erneuerbaren kann sich die Stromrechnung einfach mal mehr als halbieren, selbst mit kosten für Batterie und Reservekraftwerk!



      .



      Auch China investiert in eigene EE ja nicht aus ideologischen Gründen.

      • @sociajizzm:

        so isses....



        mein "mickriges Balkonkraftwerk" bringt mir 300 Euro pro Jahr an Ersparnis.......(Investition 1100).

    • @Pico :

      Und wenn fossile Energie viel teurer wird, so wie jetzt durch die Blockade der Straße von Hormus, was dann? Und wenn D durch seine Abhängigkeit von Gasimporten erpressbar wird, was dann? Dann lohnt sich ja vielleicht doch langfristig, in Speichertechnologie und bessere Leitungen zu investieren...

      • @Nudel:

        Das ist ja auch nor so teuerl weil der Staat die Steuern so hoch gesetzt hat! 60 bis 80 % des Preises sind Steuern

  • Danke!



    Es ist der richtige Zeitpunkt,



    wieder für uns und das Klima zu demonstrieren.



    Ich begrüße den Ansatz, mit Allen, die FÜR Klimaschutz arbeiten wollen, zusammen zu stehen.



    Der Staat subventioniert Vieles und das zu Recht.



    Dass es sinnvoll ist, in Unabhängigkeit zu investieren, sollte eigentlich Allen, die den Begriff Staat mit Gemeinwohl assoziieren, klar sein.



    Für Reiche allerdings nicht.



    Es ist kein Fehler, betriebswirtschaftlich zu denken, auch für eine Volkswirtschaft.



    Das bedeutet allerdings nicht, den bisherigen Weg zu zerstören, sondern weiter zu gehen, damit sich sämtliche bisherigen Investitionen amortisieren können.



    Bundesminister*Innen sollen das Wohl des Volkes im Blick haben, das ist offenbar nicht die Maxime für das Handeln der Bundeswirtschaftsministerin.



    Menschen, die scheinbar eher Lobbyismus im Sinn haben, sollten wir nicht weiter subventionieren. Ein weiteres schlechtes Beispiel gibt Jens Spahn ab, der verkündet, es sei sinnvoll, die alten AKWs zu reaktivieren.



    Ein Endlager ist weiter nicht in Sicht.



    Betreiber wollen nicht, Experten sprechen von 20 Jahren Bau und explodierenden Kosten. Wenn Söder Atom will, soll er mit dem Müll anfangen.

    • @Philippo1000:

      UND –



      Die afd lässt beinahe keine Woche aus im Bundestag Anfragen, Fragestunden, Gesetzesvorlagen usw. zur Kerntechnik einzubringen. Auch hier die ewig gleichen Aussagen.



      Zwei Fragen, die niemals gestellt/beantwortet wurden: Die Versicherung und die Materialtechnik.



      Schon zum Zeitpunkt der Abschaltung waren die drei letzten Meiler Isar 2, Neckarwestheim 2 und Emsland – „aus Gewohnheit“ – UNTERVERSICHERT. Keine Versicherung, keine Rückversicherung hatte Interesse einen Supergau abzupuffern. So blieb ein Betreiberpool mit ca. 2,5 Mrd. €/AKW - auf Gegenseitigkeit. Was sagt NRW zu Tihange?

      Die Frage der Materiatechnik - Werkstoffe von 2026 sollen Ersatzteile nachbilden, die teils in den 60er und 70er Jahren entwickelt und 1988/89 in Betrieb genommen wurden.



      Man bemüht sich mit KI und 3D-Druck, - hat nicht mehr die Fachleute "der Zeit" (und die Fachleute jener Zeit könnten „was?“ - und die aktuellen Spezialisten können nur näherungsweise versuchen "nachzustellen", - welche Teile im Schadensfall (= wenn´s kaputt geht...) eingesetzt werden könnten. Alterungsmanagement, Prüfverfahren, Regulatorik, Zertifizierung der Nachbauteile durch die Atomaufsichtsbehörden.

    • @Philippo1000:

      Wie lange wollen Sie Solar auf Privatdächern noch subventionieren? Bei den derzeitigen Preisen für Strom rechnet sich das bereits ohne Subventionen. Die künftig zu erwartenden Erhöhungen tun ihr Übriges. Dazu kommt, dass die Energieversorger durch die weitgehend gleichzeitige Einspeisung zunehmen Probleme bei der Netzstabilisierung bekommen. Zumindest die Streichung der EInspeisevergütung für Neuanlagen ist überfällig und richtig.

    • @Philippo1000:

      Der Atomausstieg 2023 war eine Dummheit. Ein jetziger Einstieg wäre eine noch grössere.



      Wir hätten in den letzten 4 Jahren billigen Strom (aus sicheren, abgeschriebenen Anlagen) gut gebrauchen können. Temporär, nicht auf lange Sicht.



      Das Klima hätte sich wahrscheinlich gefreut, wenn wir zuerst dekarbonisiert hätten.

      • @Carsten S.:

        Auch wenn Sie damit Merz Meinung wiedergeben, ist Ihre Position nicht haltbar.



        Wir hatten in den letzten Jahren keine Probleme mit zu wenig Strom, eher mit zu viel, der aber nicht gespeichert werden konnte.



        Abgesehen davon haben wir einen Europäischen Strommarkt und bei Engpässen können wir in den Nachbarländern einkaufen.



        Da AKWs Grundlast produzieren und nicht, wie ein Gaskraftwerk kurzfristig zugeschaltet werden können, wäre im Sommer noch mehr überschüssiger Strom produziert worden.



        Ihre Behauptetung von „sicherem Strom“ ist ebenfalls falsch. Die letzten Meiler entsprachen nicht mehr den Sicherheitsvorschriften, es gab Verlängerungen der Betriebserlaubnis nur, weil das endgültige Abschalten absehbar war.



        Abgesehen davon haben wir jetzt Millionen lang Spaß mit dem Atommüll, für den es noch immer kein Endlager gibt.



        Was ist daran sicher?

        • @Philippo1000:

          20% mehr Atommüll wären bloss etwas mehr Masse gewesen, auf die man hätte aufpassen müssen.



          Keinesfalls häte er 20% länger gestrahlt.

        • @Philippo1000:

          Man kann das Stromaufkommen aus erneuerbaren gut antizipieren für ein bis zwei Tage. Da helfen AKW selbstverständlich. Und die europäischen Nachbarn "freuen" sich über die Schwierigkeiten, die wir ihnen mit unserem wechselnden Strom machen.

      • @Carsten S.:

        Die Unmengen an strahlendem Atommüll in unsicheren Zwischenlagern in Deutschland werden bei dieser Betrachtung einmal mehr komplett ausgeblendet. Es gibt und gab nie billigen Atomstrom, auch nicht, wenn die Folgekosten dem Steuerzahler aufgebürdet werden.

        Und wenn Herr Söder erzählt, er baue Mini-Atomkraftwerke, die aus dem Atommüll gespeist werden, schlage ich vor, alle derzeitigen Zwischenlager aufzulösen und nach Bayern zu verfrachten und wünsche gutes Gelingen beim Erzeugen billiger Energie.

        • @Grenzgänger:

          Wenn man den Atommüll genauso in die Atmosphäre blasen könnte wie das CO2, hätten wir diese Debatte vermutlich gar nicht. Nicht, dass ich mir das wünschen würde: Aus den Augen, aus dem Sinn klappt beim CO2. Na ja, nicht ganz, aber darunter leiden dann andere mehr. Beim Atommül ist es nicht so einfach.

        • @Grenzgänger:

          Er hat aber einen guten Punkt. Der mit Abstand größte Umweltschaden entsteht durch Kohle, Gas und Öl. Das kostet jährlich mehr als 4 Mio Menschen das Leben. Kohle hätte mit Blick auf Umweltgefahren und Klimawandel die erste Option sein müssen, aus der man aussteigt. Das Problem beim Atommüll ist natürlich sehr relevant und deshalb muss man auch da aussteigen. Rational war es aber ganz sicher nicht, zuerst bei Atom auszusteigen und dafür (zumindest vorerst) zur Überbrückung wieder Kohlekraftwerke zu reaktivieren, weil das Gas knapp wurde. Das Problem mit der Endlagerung hat sich durch diese Entscheidung keineswegs verändert.

          • @Deep South:

            Wissen Sie was die Gutachter früher zu der Asse gesagt haben? Anlage ist sicher, kein Probleme, kein Wasser. Also einlagern ohne zu Wissen was da in den Fässern ist. Heute: Anlage teils einsturzgefährdet, Wassereintritt , das Zeug muss raus. Warum sage ich Ihnen das? Um zu zeigen, was alles sein kann und warum es so schwierig ist für Laien sich wirklich neutrale und vollwertige Meinungen zu bilden. Glauben Sie das es ggf. in hundert Jahren Technolgien hat, welche den heutigen Atommüll als Brennstoff verwenden? Innerhalb 100 Jahren sind wir Menschen vom stoffbespannten Propellerflugzeug ins Jet Zeitalter gesprungen, danch ins Digitale. Heute hat jedes Smartphone mehr RAM als ein alter 286er. Ach ja und weil das Klima nicht an der Grenze endet ist ein deutscher Alleingang sinnfrei.

  • Wenn die Deutsche Energiewende bis zur Merz Regierung ein solches Erfolgsmodell war, WARUM geht dann keine einzige andere Wirtschaftsnation diesen Weg ?? Sind wie Deutschen zu klug für den Rest der Welt, oder halten wir uns nur dafür ??

    • @Günter Witte:

      "Sind wie Deutschen zu klug für den Rest der Welt, oder halten wir uns nur dafür ??"

      Oder wie hier ersichtlich ist, einfach schlecht informiert. Die Engery Charts vom 19 April 2026.

      Anteil erneuerbarer Energien an der elektronischen Last.

      Lettland und Norwegen um 100%, Österreich und Schweden bei 80%, Litauen, Bosnien Herzegowina, Spanien über 70%, zwischen 60 und 70% bewegen sich dann die Länder Dänemark, Schweiz, Kroatien und Griechenland.

      Deutschland ist in Europa auf Rang 21 mit 41%.

      • @Sam Spade:

        Ihr Beitrag ist meiner Meinung nach genauso einseitig, wie der den sie kritisieren. Zeigen Sie auf, wie z.B. Österreich, Norwegen oder Schweden auf die bemerkenswerten Anteile erneuerbarer Ennergie kommen. Sie werden auf Wasserkraft im großen Stil und auf Atomkraftwerke stoßen.

        • @Piratenjäger:

          Atomkraft zählt nicht zu "erneuerbar".



          Sie ist sowohl "fossil" als auch aus einer endlichen Ressource versorgt.

        • @Piratenjäger:

          Da würde ich ihnen anraten sich mit den Details einmal auseinandersetzen.

          Norwegen und Österreich haben keine Atomkraftwerke. Erneuerbare Energien werden in der Regel durch Wind, Wasser, Sonne erzeugt. Atomkraft gehört nicht dazu. Und wie sie meinem Kommentar entnehmen können, bezieht sich die Auflistung von Energy Charts auf den Anteil "erneuerbarer Energien".

      • @Sam Spade:

        Sind Sie sicher? Ich finde da etwas bessere Zahlen:



        Jährlicher Anteil Erneuerbarer Energien an der öffentlichen Nettostromerzeugung und Last in Deutschland 2025: 55,5%

        energy-charts.info...s=10&interval=year

        Natürlich ist auch da noch viel Luft nach oben.

        • @Klabauta:

          Ihre Angaben sind ebenfalls richtig, aber bitte den Unterschied beachten zwischen Nettostromerzeugung und elektronischer Last. Das ist nicht dasselbe.

          • @Sam Spade:

            Sie meinen "elektrisch", nicht "elektronisch", oder?

    • @Günter Witte:

      2024 waren 91% aller weltweit neu gebauten Kraftwerke Erneuerbare.



      China hat in einem halben Jahr mehr Sonne und Wind gebaut als wir in 30 Jahren.



      Selbst in den Erdölländern wie Saudi-Arabien wird Solar gebaut wie verrückt. Und sogar in Amerika wächst Solar schneller als alles andere, obwohl der Präsident dagegen ist!

      Fast alle Länder gehen diesen Weg. Nur bei uns gibt's einfach zu viele Ewig-Gestrige, die was anderes behaupten.

      • @Proletheus:

        Und das wird in den USA so bezuschusst wie bei uns? Zudem vergleichen Sie Länder mit Platz und Wüsten mit einem Land, das keinen Platz und keine Wüste hat.

      • @Proletheus:

        Saudi-Arabien, 85 Prozent der Bevölkerung lebt in wenigen urbanen Zentren, das Land besteht zum allergrößten Teil aus Wüste. Deren Energiekonzept mit Deutschland zu vergleichen ist absurd!

    • @Günter Witte:

      Wie kommst Du darauf, dass keine einzige andere Wirtschaftsnation diesen Weg geht??



      Das ist totaler Blödsinn. China beispielsweise hat 2024 17 Mal so viel PV-Anlagenleistung dazugebaut wie Deutschland, Windkraft-Leistung sogar 20 mal so viel. Dänemark ist weit vor Deutschland, Spanien, England bei Windkraftanlagen etc. etc.

      • @EchteDemokratieWäreSoSchön:

        Zur Wahrheit des Zubaus erneuerbarer Energie in Bezug auf China gehört allerdings auch, das China zu den bereits bestehenden 59 nuklearen Blöcken 30 bis 38 neue Blöcke hinzubaut. Chinas Strategie besteht also gerade nicht darin, erneuerbare als einzige Energiequelle zu errichten.



        Wollen Sie ernsthaft das chinesische Modell anpreisen?

      • @EchteDemokratieWäreSoSchön:

        China ist 27 mal größer als Deutschland also steht Deutschland relativ gut da. Außerdem ist in china vieles leichter durchzusetzen weil Menschen ja nichts zählen

        • @Klaus Schwarzmüller:

          China hat 17.31x mehr PV ausgebaut und hat 16.8 x ,mehr Einwohner als Deutschland.



          .



          Pro Kopf ist Deutschland jedoch auch rund 4.3x reicher, könnte sich also absolut einen schnelleren Ausbau leisten.



          .



          Aber es stimmt bei Solar macht Deutschland keine alzu schlechte Figur, Schauen wir uns die anderen Kategorien an.



          .



          Neue Wind Energie 2024. D: 2.55 GW Ch: 46 GW. Also 18 x mehr



          .



          Neue Batteriespeicher:



          D: 4.18 GW 5.8 GWh Ch: 42.37 GW / 101.13 GWh.



          Also 7.3 x mehr max Leistung und 17.43 x mehr Kapazität. Und dann kommen da noch 7.75 GW neue Pumpkraftwerke hinzu.

          Und in Deutschland sieht die Zahl nur so gut aus wegen den ganzen PV Batterien in privaten Haushalten. Deutschland hat 2024 faktisch keine neuen großen Speicher gebaut (0,5 GW/ 0,76 GWh) In China ist es anders herum.



          .



          China hat also über 100x mehr neue große Stromspeicher geschaffen im selben Jahr.



          ,



          Die gesammte Speicherkapazität wurde in China in nur 1 Jahr mehr als verdoppelt und seit 2021 um den Faktor 21 erhöht. Das ist ein schwer vorstellbares Tempo.



          .



          Und in Deutschland gibt es statt groér Speicher nun Pläne den Boom der privaten PVs abzuwürgen...

          • @sociajizzm:

            Zahlen sind ja immer relativ, der PV hat auch mit Geld zu tun, aber nicht maßgeblich. Fängt bei uns mit Abstand zum Reihennebenhausfach an und hört bei der Infrastruktur auf, etc. Das Tempo in China hängt halt auch wie geschrieben viel damit zusammen, dass Menschen, Natur und alles was gegen den 5Jahresplan ist komplett ignoriert wird.

  • Wir sollten in dieser Situation auch mal würdigen was Robert Habeck geleistet hat. Die von ihm voran gebrachte Energiewende ist ein echtes Erfolgsmodell und hilft gerade sehr die Krisenbedingten Probleme zu verringern.



    Diesen Weg weiter voran zu bringen, ist geradezu Pflicht für jede(n) Wirtschaftsminister(in). Die Argumente dafür sind vielfältig und mittelfristig alternativlos.



    Was Fr. Reiche so treibt, ist dagegen nicht im Interesse des Landes, sonder in erster Linie im Sinne ihrer alten Arbeitgeber.



    Ob sie nun fachlich überfordert, ideologisiert oder einfach nur korrupt ist..egal..diese Frau schadet dem Land und hat ihre Berechtigung ein Ministeramt zu bekleiden in jedem Fall verloren.!!

    • @Wunderwelt:

      "...Wir sollten in dieser Situation auch mal würdigen was Robert Habeck geleistet hat. Die von ihm voran gebrachte Energiewende ist ein echtes Erfolgsmodell und hilft gerade sehr die Krisenbedingten Probleme zu verringern..."







      Danke!

    • @Wunderwelt:

      Die Energiewende ist richtig, aber technologieoffen sollte sie sein. Die 3 letzten Atomkraftwerke in so einer Lage abzuschalten war ein großer Fehler. Trotz Anteil von erneuerbaren Strom ü. 50 % ist Deutschland ein Nettoimporteur, was Strom betrifft und die Strompreise sind europaweit mit die höchsten, auch durch die Subventionen und garantierte Vergütung von Solar und Windkraft. Die 65% Prozent Regel beim Heizungstausch läuft, Stand jetzt, auf eine Wärmepumpe hinaus, die zwar sehr effizient und ökologisch sinnvoll ist, aber nicht bei jedem Gebäude umsetzbar ist. Daher ist das Aufweichen hier richtig.

      • @Simon Engelhardt:

        "Technologieoffen" ist ein Synonym für "rückwärtsgewandt".



        Klartext: Fossile Energieträger, inklusive Atomkraft, weiter nutzen. Weil es so schön bequem ist.

      • @Simon Engelhardt:

        Dazu kommt, dass erneuerbare Energien zur Zeit tatsäch nur 10-12 % des deutschen Gesamtenergiebedarfs abdecken.

      • @Simon Engelhardt:

        Die sogenannte Technologieoffenheit ist eine Nebelkerze.

        Die Subventionen für fossile Energien sind mehr als doppelt so hoch wie für die erneuerbaren Energien im Rekordjahr 2020.

        energiewende.eu/su...h_der_Subventionen

        „In den Jahren 2007 bis 2019 betrugen die gesamtgesellschaftlichen Kosten der Stromerzeugung aus Atomenergie durchschnittlich zwischen 25 Ct/kWh und 39 Ct/kWh. Davon sind 21 bis 34 Ct/kWh bisher noch nicht im Strompreis enthalten und daher ‚versteckte Kosten‘ der



        Atomenergie. Insgesamt summieren sich die gesamtgesellschaftlichen Kosten allein in diesem relativ kurzen Zeitraum auf 348 bis 533 Mrd. EUR (real). Davon entfallen rund 25 Mrd. EUR auf staatliche Förderungen, die direkt den Staatshaushalt belasten.“

        „In Deutschland werden die diskontierten Kosten für eine Endlagerung für die 27.000 m³ von überwiegend abgebrannten Kernbrennstoffen auf ungefähr € 8,3 Milliarden geschätzt; die nicht-diskontierten Kosten belaufen sich auf € 51 Milliarden.“

        www.bundestag.de/r...90-21-pdf-data.pdf

      • @Simon Engelhardt:

        Die 3 letzten Atomkraftwerke nicht abzuschalten, hätte was die Stromproduktion angeht, unglaublich wenig gebracht im Vergleich zu dem, was das gekostet hätte. Denn die Genehmigungen für die Kraftwerke war ja längst abgelaufen. Es hätten also umfangreiche Sicherheitsupgrades installiert werden müssen. Kein Versicherer war bereit, die zu versichern, so wie sie waren.



        Außer sie sagen, dass Versicherung sowieso nicht sein muss und Sicherheitsupgrades auch nicht. Wenn ein Unfall passiert, haben eben die Menschen in 100km Umkreis Pech gehabt. Mit dem Geld, was das gekostet hätte, konnte man viel günstiger PV-Anlagen und Windkraftanlagen bauen und hätte man auch Batteriespeicher bauen können, die den Strom aufnimmt, der im Augenblick abgeregelt wird, wenn zu viel Windstrom da ist. Das hätte viel mehr gebracht.



        Was die Wärmepumpen angeht, hätte man das Risiko, dass es bei einem Gebäude nicht die Effizienz-gewinne bringt, die man sich verspricht, nicht auf den Einzelnen abwälzen dürfen, sondern dafür hätte der Staat dann in die Bresche springen müssen. So wie in demokratieingefahr...rechtsextremismus/ vorgeschlagen.

      • @Simon Engelhardt:

        Warum wird sich bei Stromimporten im Promillebereich ständig aufgeregt, aber nicht über die > 80 Mrd € p.a., die wir für Fossilimporte ausgeben? Dieses Jahr wohl weit über 100 Mrd €.

        Und die Erneuerbaren machen den Strom billiger, nicht teurer, das was die Sprechpuppe der Fossillobby da ständig absondert ist längst widerlegt...

        Und komischerweise funktionieren Wärmepumpen in Norwegen so ziemlich an jedem Haus. Und die Koalition hat ja nicht Ausnahmen für die Häuser in denen es angeblich nicht funktioniert eingeführt, sondern die "Freiheit im Heizungskeller", die v.a. Mieter noch sehr teuer zu stehen kommen werden.

        Mal abgesehen davon, dass während der zweiten Fossilpreiskrise innerhalb von 4 Jahren die fossile Abhängigkeit auszubauen und auf Jahrzehnte zu zementieren, was Reiche vorhat, schwerlich sinnvoll sein kann...

        www.golem.de/news/...2604-207335-2.html

        • @Holger Kaempf:

          Seit die AKWs komplett abgeschaltet sind, ist Deutschland ein Nettoimporteur, v a. Atomkraft aus Frankreich. Vorher hat Deutschland Strom exportiert. Wärmepumpen erzeugen eine geringe Vorlauftemperatur, was bisher nur günstig mit Fußbodenheizung oder Wandheizung aber nicht mit Heizungskörper funktioniert. Zudem eine perfekte Dämmung vorausgesetzt. Bei einem alten Haus, Sandsteinhaus wie unseres, schwer umsetzbar nicht sinnvoll, Schimmelgefahr.... . Bei der Energiewende muss für Eigentümer und Mieter gleichermaßen gedacht werden

          • @Simon Engelhardt:

            Hmm. Da sie mit dem eigenen praktischen Beispiel argumentieren, hier meines:



            Ich lebe in einem alten, nicht perfekt gedämmten Haus.



            Alle Fenster sind neu, Dach und Kellerdecke gedämmt. Die Fassade ist nicht gedämmt.



            Die Fassade ist nicht gedämmt.



            Schimmelprobleme gibt es keine.



            Keine Fußbodenheizung sondern normale Heizkörper.



            Und jetzt:



            Noch ist eine Gasbrennwerttherme verbaut. Jetzt haben wir zum Test zwei Winter lang die Vorlauftemperatur bei 45°C eingestellt. Und es funktioniert: das Haus wird warm.



            Also werden wir zu einer Wärmepumpe wechseln. Die Pumpen sind zudem inzwischen effizient, leistungsstark genug und liefern mehr als 45°C Vorlauf.

            Sie sind - fürchte ich - technisch nicht mehr auf dem neuesten Stand. Seien Sie doch Mal ein wenig technologieoffen!

            • @Nansen:

              Dann sagen Sie uns doch bitte, was Ihre Dämmmaßnahmen gekostet haben. Und dann dazu addiert Ihren Anteil an der Wärmepumpe nach Förderung. Der Preis einer neuen Brennwerttherme liegt nach meiner Erfahrung bei etwa 10000,- incl. Einbau (gefördert bis 2022). Eine neue Brennwerttherme verringert lt. dem Heizungsbauer meines Vertrauens den Gasverbrauch um 15-30%.

              • @Piratenjäger:

                Dach und Kellerdecke habe ich vor ca 14 Jahren selbst gedämmt. Die Materialkosten waren wirklich nicht hoch.



                Die Fenster mussten ersetzt werden, weil die Stand DDR frühe 60er waren.



                Aber das hätte ich ja eh alles machen müssen - egal ob Gas oder Wärmepumpe. Die alte Therme hatte schon ne teure Reparatur, bald wäre wieder eine.



                Ich wäre bescheuert, wenn ich nur die alte Gas-Therme durch ne neue ersetze.



                Selbst wenn sich das erstmal nicht "rechnet".



                Gas wird immer teurer werden.

                • @Nansen:

                  Sie haben Recht. So wird ein Schuh draus. Hatte die Dämmmaßnahmen in direkten Zusammenhang mit der Wärmepumpe gebracht. Ein Satz Fenster mit Dreifachverglasung für ein Einfamilienhaus treibt die Kosten für eine Wärmepummpe nämlich um einen fünfstelligen Betrag nach oben.

          • @Simon Engelhardt:

            ..und noch eins:

            "Die nach Deutschland importierte Strommenge sank im 3. Quartal 2025 im Vergleich zum 3. Quartal 2024 um 11,9 % auf 20,7 Milliarden Kilowattstunden. Dahingegen war ein Zuwachs bei den Stromexporten zu verzeichnen. Diese stiegen um 5,9 % von 11,8 auf 12,5 Milliarden Kilowattstunden. Der Importüberschuss reduzierte sich damit um 30,3 % von 11,7 Milliarden Kilowattstunden im 3. Quartal 2024 auf 8,2 Milliarden Kilowattstunden im 3. Quartal 2025."

            www.destatis.de/DE...D25_436_43312.html

          • @Simon Engelhardt:

            Das stimmt zwar, müsste aber nicht sein.

            "Vier Prozent des deutschen Stromverbrauchs waren 2024 ausländischer Atomstrom. Als in Deutschland noch Atomkraftwerke betrieben wurden, lag der Kernenergie-Anteil mitunter bei fast einem Drittel."

            www.tagesschau.de/...omenergie-100.html

            "Deutschland hätte genug Kraftwerke um jede Dunkelflaute, auch ohne Extrempreise, aus eigener Kraft zu überstehen. Sie werden aus politischen Gründen und auch Trägheit einiger Marktteilnehmer nicht genutzt."

            www.tagesschau.de/...utschland-102.html

          • @Simon Engelhardt:

            Ihr Import/Export Vergleich sagt lediglich aus das der europäische Stromaustausch zu funktionieren scheint.

            Deutschland importiert Atomstrom aus Frankreich und grünen Strom aus Norwegen, weil er günstiger als der einheimisch produzierte Strom aus fossilen Rohstoffen ist. Es sind also rein ökonomische Gründe.

            Auch ihre Schilderungen hinsichtlich der Effizienz von Wärmepumpen sind technisch überholt.

            Moderne Wärmepumpen liefern bis zu 80 Grad Vorlauftemperatur, das genügt auch für Heizkörper älteren Datums und funktioniert auch im Altbau, auch ganz ohne Dämmung.

            Ich kenne hier bei mir in Norwegen genügend Menschen die auf diese Art heizen.

            Auch die in Deutschland weit verbreitete Vorstellung das Wärmepumpen nicht für alle Haustypen geeignet sind ist ein Mythos. Bei einigen Typen mag der Aufwand und damit die Installationskosten höher sein, hat nur nichts mit der Eignung zu tun.

            In unserer Region in der - 20 Grad im Winter keine Seltenheit sind nutzen wir für die Häuser meist Erdwärmepumpen kombiniert mit Fußbodenheizung. Mit der passenden Dämmung erhält man nicht nur ein exzellentes Raumklima, sondern spart auch eine Menge Geld. Selbst dann, wenn die Strompreise anziehen.

            • @Sam Spade:

              "..Moderne Wärmepumpen liefern bis zu 80 Grad Vorlauftemperatur,..."



              Olala, das ist richtig. Aber haben Sie mal geschaut, welchen Energieverbrauch die Wärmepumpe hat? Da kann man gleich einen Ölradiator aus den 80er Jahren anschließen.



              Allerdings lohnt es sich bei Altbauten, mal eine Hybridheizung anzuschauen (65% aus Wärmepumpe, Rest aus Gas). Hier übernimmt die Wärmepumpe den Großteil der kalten Jahreszeit, die Gastherme springt nur bei sehr kalten Temperaturen an.

              • @Bommel:

                Bei Kosten von 37000,- zumindest bekam ich für eine derartige Hybridheizung ein Angebot in der Höhe. Also nach Abzug 50% Förderung 18500,- netto. Ganz schön viel.

              • @Bommel:

                Es ist doch kein Geheimnis, das der Strommix und damit die Strompreise mit ein entscheidender Faktor für die Akzeptanz von Wärmepumpen/E Autos sind.

                Wenn kein politischer Wille zum Ausstieg besteht und die Förderung nicht durchdacht ist, entstehen Zweifel in der Bevölkerung und die führen dann zu Diskussionen wie dieser hier.

                In Norwegen hat man kluge Förderung betrieben. Da der Strom hier aus Wasserkraftwerk gewonnen wird, die Preisbildung aber auch hier nach dem Merit Order Prinzip erfolgt, gibt es bei uns eine Strompreisunterstützung für Haushalte. Bei über 70 Øre pro kwh trägt der Staat 90% der Mehrkosten. Bei Unternehmen 25%. Geregelt wird das hier über die Steuer. Nur eine der etlichen Fördermaßnahmen.

                In Norwegen gibt es zudem regional unterschiedliche Steuererhebungen. Strukturschwache Regionen wie die Finmark haben daher eine Reihe von Steuererleichterungen die es z. B. in der Region Oslo nicht gibt. Wirkt sich auch auf das Heizen aus. In kalten Regionen entfällt meist die elavgift, eine Steuer für Strom/Abgaben.

                Alles Maßnahmen welche vor langer Zeit im norwegischen Stromunterstützungsprogramm festgelegt wurden, um den Ausstieg von fossiler Energie zu beschleunigen.

  • Demo richtig, Reiche weg! Und Donald vielen Dank, denn durch ihn wird weniger Öl verbrannt und mehr nachgedacht.

    • @A.S.:

      Im Moment wird sehr viel mehr Kohle verbrannt. Und es wird auch sicher mehr Öl gefördert werden. In Zukunft wird jeder seine Zulieferer diversifizieren => längere Transportwege

      Nur den boost für mehr EE zu sehen ist naiv.

      • @Tim Hartmann:

        EE boomen selbst in Amerika, allen Wiederständen zum Trotz. Haben sich diese erst einmal etabliert, lohnen sich Fossile immer weniger.



        .



        Neue fossile Quellen zu erschließen lohnt sich eventuell bei den aktuell hohen Preisen, das kostet aber viel Zeit. Das Gleiche gilt für neue Transportwege.



        .



        Es gibt durchaus Anlass zur Hoffnung, dass es langristige positive Effekte für die Energiewende gibt.

  • Es ist wohl unumstritten, dass EEG-Einspeisevergütungen für nicht benutzte Energie und gewisse Photovoltaik Subventionen Fehlinvestitionen zu Ungunsten der Steuerzahler sind. Wenn die Erneuerbaren so gut sind, dann müssen sie sich nach der vernünftigen Anschubfinanzierung selbst tragen mit den damit einhergehenden Risiken. Dauersubvention ist nirgendwo gut und macht süchtig.

    • @Eckhard Hanseat52:

      Sobald der Strompreis ins negative fällt, bekommen ich als Normalo-Photovoltaikbesitzer (Module auf dem Dach) genau Null cent.

      Subventioniert wurde bei mir lediglich ein kleiner Anteil des Hausspeichers; die Photovoltaikanlage genau mit Null cent.

      Die Einspeisevergütung selbst ist keine Subvention! Ich bekomme 7,9 cent für eine KWh Strom. Die Stromerzeugung aus Gas kostet in Deutschland übrigens zwischen 15 und 35 cent.

      Haben Sie sich schon mal gefragt, wie hoch der Strompreis ohne die Erneuerbaren inzwischen wäre? Wie es überhaupt sein kann, dass die Stromerzeugung an sich inzwischen so unfassbar billig sein kann und trotzdem an der Börse so teuer gehandelt wird? Dann informieren Sie sich mal über die Merit-Order, die festlegt, dass immer die teuerste (!) Stromerzeugung den Börsenpreis bestimmt. Während ich 7,9 cent bekomme und die Windkraft mit 5 beisteuert, wird der Börsenreis durch die noch notwendige Gasstromerzeugung bei meinetwegen 20 cent festgelegt. Einen Durchschnittspreis festzulegen (z.B. 10 c) würde nämlich bedeuten, dass die Gaskraftwerke pleite gehen würden.

      Eigentlich werden die Gaskraftwerke durch die Erneuerbaren subventioniert. Und Subvention macht süchtig.

      • @Sisone:

        Die Einspeisvergütung ist eine Subvention. Für diesen Preis könnten Sie nur wenige kWh verkaufen. Im Sommer, wenn Ihre Anlage 50% des Stroms bringt, muss dieser verschenkt werden. Im Winter verschenken Sie bei ca 5% des Stroms etwas Geld, da keine erneuerbaren produziert werden. Klar ist das Subvention.

        • @Strolch:

          Sie verstehen es einfach nicht!







          1.) Der Kauf und Aufbau der Anlage wurde NICHT subventioniert. Alles selbst bezahlt.



          2.) Selbst wenn mein "überflüssiger" Strom im Sommer verschenkt wird: ich bekomme dann auch KEIN Geld dafür.



          3.) Nur wenn ich Strom produziere, der auch gebraucht wird, bekomme ich Geld dafür. Das nennt man dann aber Verkaufen und ist KEINE Subvention. Wenn ich Strom verkaufe für die Einspeisevergütung von 7,9 cent pro KWh, ist das nur übrigens halb so teuer wie Gasstrom. Bitte schön!







          Jetzt stellen Sie sich doch mal die Frage, warum der Strompreis hoch bleibt, obwohl er im Sommer zeitweise im Überfluss da ist.







          Die Situation ist meist so, dass neben Sonnenstrom überall in Norddeutschland massig Windstrom produziert wird, den man in Süddeutschland auch gut gebrauchen könnte (Industrie), dort aber nicht ankommt, weil seit Jahrzehnten der Leitungsbau verschleppt und verhindert wird (von wem wohl?). In der Folge "müssen" dort die Gas- und Kohlekraftwerke weiterlaufen, um den Bedarf im Süden zu decken und für Netzstabilität sorgen.

          Die Kraftwerke laufen also weiter, obwohl mehr als genug Strom vorhanden wäre!

          DAS ist die eigentliche Subvention!

        • @Strolch:

          Ich bekomme Geld, wenn ich Strom liefere. Das nennt man Bezahlung, nicht Subvention.

          Und wenn ich sehr viel Strom liefere, bekomme ich oft gar kein Geld, weil der Staat zu blöd ist, ihn zu nutzen / zu speichern / in Wasserstoff umzuwandeln oder sonstwas.

          Zu dem Zeitpunkt, wenn die Erneuerbaren sauber Strom ohne Ende liefern, laufen Kohle- und Gaskraftwerke einfach weiter und prozieren Strom, weil man diese Kraftwerke eben nicht einfach mal abschalten kann. Der fossile Strom wird bezahlt, auch wenn gerade zu viel produziert wird, der Kraftwerkstrom wird nicht verschenkt im Gegensatz zu Solarstrom. Gas- und Kohlestrom wird immer bezahlt, auch wenn wir gerade zu viel davon haben. DAS ist Subvention.

    • @Eckhard Hanseat52:

      Nun, genau diese Dauersubvention gibt es seit 60 Jahren bei Kohle, Gas und Atom.



      Die EEG-Vergütung ist auf 20 Jahre begrenzt, also wo liegt das Problem?

      Ich weiß auch nicht, wie man meine kleine Einspeisevergütung als Subvention betrachten kann - da reicht ein Blick auf Google Maps, um zu sehen, das in ~200 m Umkreis um mein Haus etwas 60 weitere Häuser stehen, von denen genau drei eine Solaranlage auf dem Dach haben. Meine Überproduktion kann keine 100 m weiter mit Gewinn verkauft werden, wo werde ich also subventioniert?

    • @Eckhard Hanseat52:

      Die Einspeisevergütung ist mittlerweile ein Witz und ich weiß nicht weshalb man sich daran so aufhängt. Ich bekomme im Monat 19€ von meinem Netzbetreiber für die eingespeiste Energie, bei größeren Anlagen mag sich das auf 60€ summieren. Das sind sicher keine Summen die einen von einer Investition abhalten oder dazu animieren. Ich kann mir jetzt ne Flasche Wein mehr im Monat gönnen, könnte ich das nicht wäre das sicher kein Weltuntergang.

    • @Eckhard Hanseat52:

      Es ist umstritten.



      Dir is schon klar, dass negative Preise dem Verbraucher im selbem Maß zugute kommen? Der einzige dem das so richtig schadet ist die Fossilindustrie, weil die wieder willen und ohne Vergütung wegen der Trägkeit ihres Schrotts weiter einspeisen muss.



      Jeder Tag mit negativen Preisen ist ein Millionenverlust für Eon, RWE etc.



      Deswegen wollen sie mit dem Solarspitzengesetz und dessen Verschärfung ja erreichen dass weniger PV eingespeist wird, es daher weniher negative Preise gibt, es daher weniger Netzspeicher gibt die diesen kostenlosen Strom auffuttern, und es daher dann schön weiter die Abendlichen Peaks von Gaskraft gedeckt werden können.



      Negative Preise sind überproportional schlecht für die Fossilindustrie. Deswegen sollten wir uns drüber freuen. Unabhängig davon ob dann Unternehmer und Hausbesitzer mal bischen Geld verdienen dass ihnen nach Marktlogik nicht zusteht. Investieren die sicher in noch mehr EE, was uns ja allem gefallen sollte.