Anschlag auf den CSD: Dobrindt stuft Tat als „islamistischen Terroranschlag“ ein
Ein Mann fährt in während des CSD am Samstagabend in die Menschenmenge. Laut Innenminister Dobrindt soll er als Waffe nicht nur das Auto, sondern auch eine Machete verwendet haben.
Foto: Sebastian Gollnow/dpa
dpa/afp/rtr/kna/epd/taz | Hundertausende feierten am Samstagabend beim Berliner Christopher Street Day – dann wird die Veranstaltung kurz nach 22 Uhr abgebrochen. Nach Angaben der Polizei hat ein Autofahrer in einem weißen Transporter mehrere Menschen angefahren. Eine Frau wurde getötet, 16 weitere teils schwer verletzt. Der Fahrer verließ laut Polizei das Auto und floh.
Am Sonntagnachmittag trat Bundesinnenminister Alexander Dobrindt vor die Presse und stufte die Tat als „islamistischen Terroranschlag“ ein. Auch die Ermittler gehen von einem islamistischen Terroranschlag aus.
Laut CSU-Chef Markus Söder zielte der Angriff auf die freiheitlich-demokratische Grundordnung in Deutschland. „Er ist auch ein bewusster Anschlag auf die Freiheitsidee unseres Landes. Und deswegen muss auch mit aller Härte dagegen vorgegangen werden“, sagte der bayerische Ministerpräsident im ZDF-Sommerinterview.
Besonders schlimm sei, dass der Angriff auf den CSD und damit auf den „Ausdruck von Lebensfreude, von Freiheit und von Toleranz“ gezielt habe, betonte Söder. „Und deswegen ist der Anschlag eben mehr als, sagen wir mal, nur der Versuch, irgendwas zu stören.“
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sagte: „Diese Tat ist ein Angriff auf unsere offene Gesellschaft, auf unsere Art, zu leben und zusammenzuleben.“ Er sei „erschüttert und entsetzt über den mutmaßlichen Anschlag auf den Christopher Street Day in Berlin, bei dem Hunderttausende Menschen aus aller Welt friedlich und fröhlich feiern wollten, ein Zeichen setzen wollten für Toleranz und Vielfalt, für ein selbstbestimmtes und gleichberechtigtes Leben“.
Was sich ereignete
Am Abend trat unter anderem Sarah Connor bei der Abschlusskundgebung am Brandenburger Tor auf. Mit einer Regenbogenflagge um die Schultern spielte sie rund eine halbe Stunde lang ihre Songs.
Nach ihrem Auftritt wurde das Bühnenprogramm zunächst fortgesetzt. Wenig später forderte ein Moderator die Menschen jedoch auf, das Veranstaltungsgelände umgehend, aber ruhig und geordnet zu verlassen. Auf den Videoleinwänden am Brandenburger Tor erschien auf gelbem Hintergrund das Wort „Evakuierung“. Die Besucher wurden aufgefordert, nicht in Richtung Siegessäule zu gehen, sondern die U-Bahn-Eingänge am Brandenburger Tor zu nutzen. Auch in den sozialen Medien forderte der Veranstalter die Besucher auf: „Bitte geht nach Hause. Der CSD ist abgebrochen.“
Mindestens 29 Menschen verletzt
Nach Angaben eines dpa-Reporters vor Ort wurden die Besucher auf der Ostseite des Brandenburger Tors zunächst nicht über die Lage informiert. Viele verfolgten das Geschehen und die Nachrichten allerdings auf dem Handy. Der Bereich direkt am Brandenburger Tor war abgesperrt.
Kurz zuvor war im angrenzenden Tiergarten nahe dem Potsdamer Platz ein Autofahrer mit seinem Wagen in eine dort feiernde Menschenmenge gefahren. Wie ein Polizeisprecher berichtet, hat der Fahrer mehrere Menschen an- oder umgefahren, bevor er mit einem Baum kollidiert ist. Zunächst hieß es, dass 17 Menschen wurden schwer, teils lebensgefährlich verletzt wurden – eine Frau so schwer, dass sie gestorben ist. Drei Personen seien lebensbedrohlich verletzt und acht schwerverletzt. Am Sonntagnachmittag sprach Innenminister Dobrindt (CSU) bei einem Besuch am Tatort von insgesamt 29 Geschädigten.
Der mutmaßliche Täter war nach den Worten des Bundesinnenministers in der Vergangenheit durch ein hohes Maß an Straftaten, durch Radikalisierung und die Zugehörigkeit zur islamistischen Szene aufgefallen. Er sei deutscher Staatsbürger mit libanesischem Hintergrund. Der mutmaßliche Täter sei 2005 in Deutschland geboren worden. Aktuell stehe die Suche nach ihm im Vordergrund, sagte Dobrindt.
Er soll zudem für den Terroranschlag am Rande des Christopher Street Day (CSD) nicht nur sein Fahrzeug als Waffe benutzt haben. Er sei mutmaßlich auch mit einer Machete auf Passanten losgegangen, sagte Dobrindt.
Ein Augenzeuge sagte der Nachrichtenagentur AFP, ein Fahrzeug sei mit hoher Geschwindigkeit von der Lennéstraße in den Tiergarten abgebogen. Dabei habe er mehrere Menschen angefahren.
Der Tiergarten ist Berlins grüne Lunge, ein großer Park, der seit jeher auch ein Treffpunkt für die queere Community ist. Die Demonstration zum CSD führte durch die Stadt zur bekannten Siegessäule. Bei der Abschlusskundgebung am Brandenburger Tor singt an dem Abend auch Popstar Sarah Connor, kurz darauf wird das Gelände wegen der Lage geräumt.
Täter bisher flüchtig
Der Fahrer hat laut Polizei das Auto verlassen und ist geflohen. „Wir fahnden mit Hochdruck nach tatverdächtigen Personen“, so ein Sprecher. Die Polizei ist mit zahlreichen Einsatz- und Rettungskräften im Einsatz.
Offen ist, ob es sich um einen Einzeltäter handelt oder ob es Komplizen gibt und wie groß die Gefahr aktuell noch ist. In den sozialen Medien kursierten Fotos einer vermeintlichen Festnahme, jedoch wies die Polizei Berichte über eine mögliche Festnahme zurück.
Seit dem Sonntagmorgen sucht die Polizei öffentlich mit einem Foto nach einem mutmaßlichen Tatverdächtigen. Es handelt sich um den 21 Jahre alten Abdul B., wie Generalstaatsanwaltschaft und Landeskriminalamt Berlin mitteilten. Die Behörden ermitteln „aufgrund des Verdachts eines Anschlags“.
Die Behörden warnten: „Sollten Sie den Tatverdächtigen antreffen, wählen Sie unverzüglich die 110! Sprechen Sie ihn nicht an, er ist möglicherweise bewaffnet und gefährlich!“ Der Verdächtige wird als schlank und etwa 1,90 Meter groß beschrieben.
Er hat nach dpa-Informationen Familie in Berlin und wurde erst im Mai 2026 aus dem Jugendarrest entlassen.
Mutmaßlicher Täter als Gefährder bekannt
Der flüchtige Hauptverdächtige des mutmaßlichen Terroranschlags auf den Christopher Street Day in Berlin war den deutschen Sicherheitsbehörden einem Bericht zufolge seit Jahren als islamistischer Gefährder bekannt. Der inzwischen 21 Jahre alte Abdul B. sei bereits als Jugendlicher in der islamistischen Szene Berlins aufgefallen und ab dem 16. Lebensjahr von Sicherheitsbehörden erfasst worden, berichteten Süddeutsche Zeitung, NDR und WDR am Sonntag.
Wegen der Vorbereitung einer terroristischen Straftat sei er im Mai 2026 zu einer Jugendstrafe von einem Jahr und 10 Monaten verurteilt, aber auf „Vorbewährung“ entlassen, hieß es weiter in dem Bericht. B. habe die Auflage erhalten, an einem Deradikalisierungsprogramm teilzunehmen. Das Urteil sei noch nicht rechtskräftig.
B. sei teilweise observiert worden, außerdem sei sein Telefon überwacht worden, berichteten Süddeutsche Zeitung, NDR und WDR. Die Sicherheitsbehörden schätzten ihn demnach als radikalisiert und gewaltbereit ein. Er solle versucht haben, nach Syrien auszureisen, um sich der Terrorgruppe „Islamischer Staat“ anzuschließen. Nach einem Hinweis deutscher Behörden sei B. im vergangenen Jahr im Libanon festgenommen und zu einer dreimonatigen Haftstrafe verurteilt worden.
Die auf Extremismusprävention und Deradikalisierung spezialisierte Organisation „Violence Prevention Network“ bestätigte gegenüber der ARD, zwei Treffen mit B. abgehalten zu haben. Der Mann sei „nicht fassbar“ und „undurchschaubar“ gewesen, sagte Thomas Mücke, der Leiter der Organisation, dem ARD-Magazin „Report Mainz“.
„Der Tatverdächtigte ist als Beratungsfall geprüft worden, weil er eine gerichtliche Weisung erhalten hatte, an diesen Beratungsgesprächen teilzunehmen“, sagte Mücke. In dieser sogenannten Clearing-Phase sei geprüft worden, ob der Mann als Beratungsfall in Betracht komme. „Die Person wirkte in den bisherigen Gesprächen eher als angepasst und daher war nicht erkennbar gewesen, ob es wirklich zu einer Beratungssituation kommen wird“, sagte Mücke weiter. Das wäre abschließend erst in einem dritten Gespräch entschieden worden.
Zeugen berichten von Stichverletzungen
Nach Zeugenangaben sollen Menschen bei dem Vorfall am Rande des Christopher Street Days in Berlin auch durch Stiche verletzt worden sein. „Das ist das, was uns Zeugen geschildert haben. Dass dort Leute mit Stichverletzungen liegen sollen“, sagte Polizeisprecher Florian Nath. Die Menschen seien so schnell wie möglich in Krankenhäuser transportiert worden. Bestandteil der Ermittlungen sei auch, ob es eine zweite Tatphase nach der Fahrphase gegeben habe, so Nath. Die Bild berichtete, eine Person mit einem Messer habe das Fahrzeug verlassen, die B.Z. schrieb von einer Machete.
Nach Polizeiangaben gibt es unterschiedliche Aussagen dazu, ob es einen oder mehrere Täter gebe. „Deshalb haben wir uns sehr breit aufgestellt“, sagte der Polizeisprecher. Details wollte er nicht nennen – auch mit Blick auf den oder die flüchtigen Täter.
Es seien seit Samstag mehr als 2.200 Polizisten in Berlin im Einsatz. Sie seien teils schwer bewaffnet. Auch verdeckte Kräfte seien dabei. Hinzu kämen mehrere Hundert Beamte im gesamten Stadtgebiet.
Keine Festnahme nach Polizei-Einsatz in Schöneberg
Die Polizei hat eine Wohnung in Schöneberg durchsucht. Eine Festnahme gab es nicht, weil niemand angetroffen wurde, sagte Polizeisprecher Nath der dpa.
Der Zugriff, an dem Spezialkräfte der Polizei (SEK) beteiligt waren, erfolgte nach Informationen der Welt gegen 1.10 Uhr. Demnach war in dem Mietshaus ein sehr lauter, explosionsartiger Knall zu hören. Vorher hatten Polizisten das Gebäude betreten. Nach dem Welt-Bericht rückte die Polizei gegen 1.25 Uhr wieder ab.
Polizei bittet um Mithilfe per Hinweisportal
Unterstützt wurden die Einsatzkräfte auch durch die psychosoziale Notfallversorgung, die nach Angaben der Feuerwehr etwa 30 Personen betreuten. Es habe zuvor keine Hinweise auf einen solchen Vorfall gegeben, sagte ein Polizeisprecher. „Die Ermittlungen zum Tathergang dauern an.“ Über ein Hinweisportal sollen Angaben und Zeugenberichte zur Tat gesammelt werden.
Für Angehörige wurde eine Personenauskunftsstelle unter der Telefonnummer (030) 84854460 eingerichtet.
Merz verurteilt Todesfahrt als „abscheuliche Tat“
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat die Todesfahrt am Rande des Christopher Street Day (CSD) in Berlin als „abscheuliche Tat“ verurteilt. Merz stehe mit Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) „in engstem Kontakt“ und werde von den Sicherheitsbehörden „fortlaufend unterrichtet“, erklärte ein Regierungssprecher in der Nacht zum Sonntag. Merz und Dobrindt „danken den Einsatzkräften und werden sich mit besonderem Nachdruck für Aufklärung und Ahndung der abscheulichen Tat einsetzen“.
Innensenatorin Spranger: „Entsetzt über die furchtbare Tat“
Berlins Innensenatorin Iris Spranger (SPD) hat nach dem Vorfall am Rande des Christopher Street Days in Berlin betroffen reagiert. „Ich bin entsetzt über die furchtbare Tat während des CSD in Berlin, den Tausende von Teilnehmenden friedlich gefeiert haben“, erklärte sie. Auch sie stehe mit den Sicherheitsbehörden in engem Kontakt. „Die Sicherheit der Berlinerinnen und Berliner und der Gäste der Stadt hat höchste Priorität.“
Berliner Stadtentwicklungssenator Christian Gaebler warnte vor Spekulationen über den Hintergrund. Danach gefragt, ob es irgendwelche Hinweise auf einen politischen oder kriminellen Hintergrund gebe, antwortete der SPD-Politiker, dazu könne man im Moment noch nichts sagen. „Es hat sich ja auch nicht in der Veranstaltung selber abgespielt, sondern tatsächlich im Tiergarten.“ Deshalb sei die Lage auch so unübersichtlich.
Berlins Bürgermeister verurteilt Angriff
In einer ersten Stellungnahme hat Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) kurz nach Mitternacht von einem „Angriff auf unsere freie und weltoffene Gesellschaft“ gesprochen. Nach einem friedlichen CSD sei die Versammlung „auf brutalste Art attackiert“ worden. „Berlin ist die Stadt der Freiheit – und unsere Freiheit ist heute aufs Schrecklichste angegriffen worden.“ Seine Gedanken seien bei den Opfern, ihren Familien und Freunden, teilte der CDU-Politiker mit. Zugleich dankte er allen Einsatzkräften.
Für den Sonntagnachmittag kündigte Wegner eine Sondersitzung des Senats und einen Trauergottesdienst in der Marienkirche an. Wegner sprach von einem Anschlag auf „die Art und Weise unseres Zusammenlebens“. „Damit muss Schluss sein“, sagte er.
Evers: „Es trifft unsere Stadt mitten ins Herz“
Auch CDU-Spitzenkandidat Stefan Evers hat sein Entsetzen ausgedrückt. „Es trifft unsere Stadt mitten ins Herz“, schrieb er auf der Plattform X. Er dankte allen helfenden Händen und der Berliner Polizei für ihren Einsatz zum Schutz der Menschen. „Ich hoffe für die Verletzten, ich trauere mit Angehörigen und Freunden. Es gibt einiges aufzuklären. Dann ist die Zeit für Konsequenzen!“
Die jährlich organisierten CSD-Kundgebungen erinnern an den 28. Juni 1969, als die Polizei die Schwulenbar „Stonewall Inn“ in New York stürmte. Es folgten tagelange Zusammenstöße mit Aktivsten, die als Geburtsstunde der modernen Schwulen- und Lesbenbewegung gelten.
Foto: Fabian Sommer/dpa
Bundesanwaltschaft in Kontakt mit Berliner Behörden
Die Bundesanwaltschaft steht mit den Ermittlungsbehörden vor Ort in Kontakt. Das sagte eine Sprecherin der Karlsruher Behörde der Deutschen Presse-Agentur. Der Generalbundesanwalt hat die Ermittlungen in diesem Fall aber bislang nicht übernommen.
Die Bundesanwaltschaft ist die oberste Anklagebehörde in Deutschland. Sie kann unter anderem Fälle von islamistisch motiviertem Terrorismus übernehmen. Zudem kann sie solche mit besonderer Bedeutung an sich ziehen.
Berliner Erzbischof trauert um Opfer
Der Berliner katholische Erzbischof Heiner Koch hat mit Entsetzen auf den mutmaßlichen Anschlag auf den Christopher Street Day (CSD) in Berlin am Samstagabend reagiert. „Wie schrecklich! Ein so frohes und bewegendes Fest brutal zu zerstören“, erklärte Koch auf Anfrage.
In den Sonntagsgottesdiensten werde Fürbitte für die Betroffenen und ein friedliches Miteinander in der Gesellschaft gehalten, kündigte Koch an. „Der Hass darf nicht gewinnen.“
Rapperin Ikkimel fordert mehr Zusammenhalt
Die Rapperin Ikkimel hat nach dem tödlichen Vorfall am Rande des Berliner Christopher Street Days (CSD) zu Zusammenhalt aufgerufen. „Liebe ist NIEMALS der Fehler, ANGST UND HASS niemals eine Antwort“, schrieb die 29-Jährige bei Instagram. Sie hoffe, dass viele Menschen jetzt realisierten, wie wichtig es sei, zusammenzuhalten – „jetzt noch mehr als sonst“.
„Ich hoffe, ihr seid in Ordnung – ich kann es nicht fassen“, schrieb Ikkimel in ihrer Story in Social-Media-typischem Schreibstil. Wenigstens Berlin solle ein sicherer Ort sein, so die Künstlerin, die am Freitag beim „Demokratieabend“ des Berliner CSD am Brandenburger Tor aufgetreten war. „Bitte, bitte bleibt stark. Ich werde immer für uns einstehen.“
Solinger Initiative versichert Opfern Solidarität
Der Initiativkreis Solingen hat nach dem mutmaßlichen Anschlag auf den Christopher Street Day in Berlin seine Solidarität mit den Opfern und ihren Angehörigen erklärt. Als Organisatoren des Solinger Stadtfestes wisse man um die Gefühle der Angehörigen, die einen Menschen verloren hätten, so wie um das Trauma all jener, die das mit ansehen mussten, erklärte der Initiativkreis am Sonntag in Solingen. „Der Initiativkreis steht fest an der Seite all dieser Menschen.“
Die Tat wecke Erinnerungen an das Attentat auf das Solinger Stadtfest am 23. August 2024, hieß es weiter. Dabei hatte ein mutmaßlicher syrischer Islamist eine Frau und zwei Männer mit einem Messer getötet und acht Besucher teilweise schwer verletzt. Das Oberlandesgericht Düsseldorf verurteilte ihn im vergangenen September zu einer lebenslangen Haft, dagegen legte er Revision ein.
Trauermarsch in Richtung Brandenburger Tor geplant
Nach der Attacke am Rande des Berliner CSD hat das schwule Anti-Gewalt-Projekt „Maneo“ zu einem Trauermarsch aufgerufen. Man wolle ab 17.30 Uhr von der St.-Marien-Kirche in Richtung Brandenburger Tor laufen, hieß es von den Veranstaltern auf Instagram. „Wir trauern um die getötete Frau“, hieß es in dem Beitrag. Der Anschlag habe einer „offenen, vielfältigen Gesellschaft“ gegolten.
Man wolle gemeinsam schweigend zum Brandenburger Tor gehen. „Ein Weg der Trauer, des Gedenkens und der Solidarität“, schrieben die Veranstalter. Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollten Blumen und Kerzen mitbringen. „Im Mittelpunkt stehen die Opfer“, betonten die Organisatoren.
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