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US-Iran-KriegMehrere Staaten in Nahost melden Drohnenbeschuss

Jordanien, Saudi-Arabien und Israel fangen Drohnen ab. Proiranische Milizen in Irak und die Huthi-Miliz im Jemen stehen im Verdacht, sie abgefeuert zu haben.

dpa/afp | Die jordanische Armee hat eigenen Angaben zufolge eine Drohne über seinem Staatsgebiet abgefangen. Die Luftwaffe habe die Drohne am frühen Dienstagmorgen „neutralisiert“, erklärte ein Sprecher der Armee, ohne die Herkunft des Fluggeräts zu präzisieren. Das Fluggerät wurde demnach über der Wüste im Osten des Landes abgeschossen.

Die israelische Armee teilte derweil mit, sie habe eine Drohne nahe der Grenze zu Jordanien abgefangen, bevor diese in den israelischen Luftraum eindringen konnte. Bereits am Montag hatte sie zwei ähnliche Vorfälle mit Drohnen gemeldet.

Jordanien war seit der Wiederaufnahme der Kämpfe zwischen den USA und Iran Anfang Juli wiederholt Ziel von Angriffen. Das Königreich grenzt unter anderem an Israel, Syrien, den Irak und Saudi-Arabien und liegt damit zwischen mehreren Schauplätzen des regionalen Konflikts.

Angriffe auch in Saudi-Arabien gemeldet

Auch Saudi-Arabien hat nach eigenen Angaben jüngst mehrere Drohnen abgefangen und zerstört, die auf Ölanlagen in der Ostprovinz des Landes sowie in der Hauptstadt Riad gezielt haben sollen. Die Angriffe seien von „iranisch unterstützten terroristischen Milizen“ vom irakischen Staatsgebiet aus verübt worden, erklärte der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Turki al-Maliki.

Al-Maliki betonte, Saudi-Arabien habe das Recht, sich und seine Einrichtungen zu verteidigen. Das Königreich behalte sich zudem vor, „zum geeigneten Zeitpunkt und am geeigneten Ort“ zu reagieren. Weitere Angaben zu möglichen Schäden oder Verletzten machte das Ministerium zunächst nicht. Bisher reklamierte keine Gruppe aus dem Irak den Angriff für sich. Auch die Regierung in Bagdad äußerte sich zunächst nicht.

Das Außenministerium in Riad verurteilte den Angriff und forderte die irakische Regierung auf, alle notwendigen Schritte zu unternehmen, um zu verhindern, dass irakisches Staatsgebiet als Ausgangspunkt für Angriffe genutzt werde.

Huthis im Jemen: „Sensible Punkte“ attackiert

Wenig später reklamierte allerdings die Huthi-Miliz im Jemen Drohnenangriffe auf mehrere Ziele der Öl-Infrastruktur in Saudi-Arabien. Ziel seien „sensible Punkte“ für die Versorgung und den Transport von Rohöl aus dem Osten des Landes in die Hafenstadt Janbu am Roten Meer gewesen, teilte die Miliz mit.

Der Angriff sei eine Reaktion auf das Eindringen saudischer Drohnen in den jemenitischen Luftraum gewesen, hieß es weiter. Die Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.

Erst am Samstag hatte die Huthi-Miliz nach saudischen Angriffen auf ihre Stellungen einen Angriff auf Saudi-Arabien für sich reklamiert. Mit Dutzenden Raketen und Drohnen seien Anlagen des staatlichen Ölkonzerns Saudi Aramco attackiert worden.

Saudi-Arabien stand bereits in den ersten Wochen des Irankriegs wiederholt unter Beschuss. Die Angriffe stammten sowohl von proiranischen Gruppen im Irak als auch aus Iran selbst.

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