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Ökonom Fratzscher warnt vor AfD-Sieg„Viele werden sich keinen Urlaub mehr leisten können“

In Sachsen-Anhalt droht ein Wahlsieg der AfD. Deren Politik dürften vor allem deren Wäh­le­r*in­nen spüren, warnt der Ökonom Marcel Fratzscher.

Simon Poelchau

Interview von

Simon Poelchau

taz: Herr Fratzscher, am 6. September wird in Sachsen-Anhalt gewählt. Die AfD ist dort laut Umfragen bei Weitem die stärkste Kraft. Auch in bundesweiten Befragungen ist sie deutlich vor der Union. Wie ist Ihnen da zumute?

Fratzscher: Mich besorgt der Erfolg der AfD sehr. Ein Wahlsieg dieser gesichert rechtsextremen Partei in Sachsen-Anhalt würde nicht nur die Demokratie empfindlich schwächen. Auch wirtschaftlich wäre der Schaden extrem hoch.

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taz: Sie sprechen bezüglich der wirtschaftlichen Schäden von einem AfD-Paradoxon. Was bedeutet das?

Fratzscher: Unter einer AfD-Politik würden vor allem jene Regionen wirtschaftlich leiden, in denen die AfD besonderes stark ist. Das trifft besonders für Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern zu. Es lässt sich aber schon länger auch für das gesamte Bundesgebiet beobachten.

Im Interview: Marcel Fratzscher

ist Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung. Der Ökonom lehrt zudem Makroökonomie an der Humboldt-Universität in Berlin.

taz: Warum ist das so?

Fratzscher: Die AfD ist vor allem in strukturschwachen Regionen stark. Diese Regionen haben bereits mit einer stark schrumpfenden und alternden Bevölkerung zu kämpfen. Diese Gegenden haben eine verletzliche Wirtschaftsstruktur ohne große Konzerne. In dieser Situation jagt die AfD den Menschen dort Angst ein, dass alles nur noch schlimmer werde, wenn sie die AfD nicht wählen würden. Doch das Perfide ist, das ausgerechnet die von der AfD geforderte Abschottung alles nur noch schlimmer machen würde.

taz: Inwiefern ist eine Abschottung schlecht für die deutsche Wirtschaft?

Fratzscher: Die AfD will keine Zuwanderung mehr und massenhaft Menschen abschieben. Dabei braucht das Land nicht weniger, sondern mehr Migrant*innen, wenn sich der Arbeitskräftemangel und die Überalterung der Gesellschaft nicht verschärfen sollen. Gleichzeitig sind deutsche Unternehmen auf offene Grenzen angewiesen. Fast die Hälfte der Wirtschaftsleistung hängt am Export, vor allem ins europäische Ausland. Das wäre bei einem Euro-Aus, wie ihn AfD-Chefin Alice Weidel fordert, massiv gefährdet. Hinzu kommt die rückwärtsgewandte AfD-Klima- und Energiepolitik der AfD.

taz: Wie schadet die AfD-Klimapolitik der Wirtschaft?

Fratzscher: Die AfD ist gegen die Antriebs- und Energiewende. Doch wenn nicht in neue, klimafreundliche Technologien investiert wird, dann gehen Arbeitsplätze verloren, weil andere Länder Deutschland technologisch überholen. Bei der Elektromobilität kann man das derzeit gut sehen. Außerdem sind erneuerbare Energien bereits jetzt günstiger als fossile Energieträger und Atomkraft. Ein Rollback in der Energiepolitik würde der energieintensiven Industrie, etwa der Chemieindustrie in Sachsen-Anhalt, sehr schaden.

taz: Sie haben in einer Studie berechnet, dass eine AfD-Politik in Sachsen-Anhalt zu Einkommensverlusten in Höhe von durchschnittlich 1.600 Euro pro Person und Jahr führen würde …

Fratzscher: Der Schaden wäre damit in Sachsen-Anhalt ungefähr anderthalbmal so hoch wie im gesamten Bundesgebiet. Meine Schätzungen ergaben für das Bundesland einen Verlust bei den verfügbaren Einkommen von im Schnitt rund 6,2 Prozent. In Mansfeld-Südharz, Burgenlandkreis, Salzlandkreis, also den Landkreisen Sachsen-Anhalts mit den höchsten AfD-Anteilen, liegen die Einkommensverluste sogar bei 7 bis 8 Prozent. Das werden die Menschen dort empfindlich spüren. Viele werden sich bei einem AfD-Sieg keinen Urlaub mehr leisten können.

taz: Warum verfängt dann die Wahlwerbung der AfD?

Fratzscher: Die Partei schürt Angst vor der Zukunft und verklärt die Vergangenheit. Als ob in den 1990ern mit der Deutschen Mark alles besser war! Damals herrschte in Sachsen-Anhalt und anderswo in Ostdeutschland Massenarbeitslosigkeit. Die Menschen sind montags früh in den Westen gefahren und freitags erst spät nach Hause gekommen, weil im Westen die Arbeit war.

taz: Auch 36 Jahre nach der Wende sind die Vermögen in den Bundesländern der ehemaligen DDR noch immer um 50 Prozent niedriger als in den westlichen Bundesländern. Die Einkommen sind um 30 Prozent niedriger. Spielt die Ungleichheit nicht auch eine Rolle?

Fratzscher: Die wirtschaftlichen Faktoren spielen eine vergleichsweise geringe Rolle. Den AfD-Wähler*innen geht es wirtschaftlich oft sehr gut. Berücksichtigt man staatliche Leistungen wie die Rente, dann sind die Einkommensunterschiede auch deutlich geringer. Und vor allem gibt es auch in Ostdeutschland Erfolgsgeschichten. In Städten wie Leipzig, Jena, Dresden oder Magdeburg wird mehr verdient als in vielen Städten in Westdeutschland.

taz: Was ist dann das Problem?

Fratzscher: Das Problem ist die Perspektivlosigkeit. Wenn junge Menschen wegziehen, dann geht auch wichtige soziale Infrastruktur verloren. Dann machen Kneipen und Gaststätten zu, der öffentliche Nahverkehr funktioniert nicht mehr, Sportvereine haben keine Mannschaften mehr, Schulen werden zusammengelegt, Krankenhäuser geschlossen. Das ist der Teufelskreis, in dem strukturschwache Regionen stecken. Und AfD-Wahlerfolge verschärfen ihn nur. Nicht nur Mi­gran­t*in­nen wollen nicht in Gegenden ziehen, wo sie nicht willkommen sind. Auch viele gut gebildete Einheimische ziehen weg. Und Unternehmen siedeln sich nirgendwo an, wo Fachkräfte fehlen.

taz: Wie kann dieser Teufelskreis aufgebrochen werden?

Fratzscher: Es braucht gezielte wirtschaftliche Impulse in strukturschwachen Regionen. Zum Beispiel war der Versuch richtig, bei Magdeburg eine Chip-Fabrik anzusiedeln. Das hat zwar nicht geklappt, aber der Plan war gut. Ein weiteres positives Beispiel ist Cottbus. Dort entsteht ein neuer Wissenschaftsstandort, um dem Strukturwandel in der Lausitz zu begegnen. Solche Initiativen sind wichtig, um strukturschwache Regionen wieder attraktiv für jungen Menschen zu machen. Denn es ist vor allem eine demografische Trendwende notwendig. Und dafür braucht es Zuwanderung. Dafür muss sich das Land wieder attraktiver machen. Insbesondere für Menschen aus den europäischen Nachbarländern.

taz: Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hat stattdessen die Grenzkontrollen bis März kommenden Jahres verlängert.

Fratzscher: Es braucht eine neue Willkommenskultur. Ganz Deutschland profitiert von Zuwanderung. Es geht nicht nur um Fachkräfte. Die Bundesregierung muss wieder mehr für Integration und Zuwanderung machen. Jeder Mensch, der hier arbeitet, ist ein Gewinn für die Gesellschaft.

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen

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19 Kommentare

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  • Nansen

    Wenn das zutreffen sollte, was die AfD verzapfen kann, wird sich das nicht groß auswirken. Die Ausrede wird ganz klar sein: Die Altparteien haben die versprochenen AfD-Erfolge auf dem Rücken der Bürger verhindert.

    • Heideblüte

      @Nansen:

      Leider haben Sie Recht! Die “Gläubigen“ der AfD können und werden jede Realität entweder leugnen, oder die Verantwortung für die Nichteinhaltung von AfD-Versprechen anderen Parteien, Immigranten und dunklen Mächten zuschieben.



      Darin ähneln sich deutsche AfD und amerikanische MAGA-Bewegung sehr. Es sind weniger politische Bewegungen, sondern eher Sekten bzw. Glaubenskongregationen. Das macht Aufklärung durch Gespräche und Diskussionen quasi unmöglich.

    • Flix

      @Nansen:

      Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche. „Schuld sind immer die Anderen,“ darauf beruht doch das Konzept der AfD zu einhundert Prozent.

  • Aurego

    Man kann nur hoffen, dass auch die AfD-Verblendeten in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern diese Aspekte mitbekommen, aber wahrscheinlich lesen zu wenige davon die taz.

  • Šarru-kīnu

    Die abgehängten Regionen in Ost und West gleichermaßen müssten Sonderwirtschaftszonen werden. Es müssten Dinge möglich sein rechtlich und steuerlich die anderswo nicht gehen. Wir bräuchten einen echten harten Standortvorteil aus Solidarität. Danach müssten wir die Jugend zurückbekommen. Eine Verlegung mittelfristig aller Universitäten in die AfD-Hochburgen wäre zum Beispiel ein Gamechanger. Das würde hier gleich so viele Probleme auf einmal lösen und in den Ballungsräumen gibt es wieder mehr freie Wohnungen.

  • shitstormcowboy

    Seh ich ganz genau so, nur - viele sehen in einem völkischen Leben ihr Heil. Die Moderne gruselt sie und sie wollen zurück in die völkische Gemeinschaft, wo die Frauen den Männern ergeben sind, Kinder vollständig entmündigt sind und Schwache kein Lebensrecht haben. Na, dann viel Spaß damit.

  • realnessuno

    Schöne Argumente :-)



    Doch diejenigen, welches ihre Gegend wieder ins Tal der Ahnungslosen katapultieren wollen, achten nicht auf Argumente.



    Das stand vor einigen Wochen hier in der taz...

  • Martin Sauer

    Firmen gehen da hin wo es die besten Möglichkeiten gibt.

    Stahlkonzerne oder Teile von BASF haben sich nach China oder Indien verabschiedet. Da ist Energie billig. Strom wird in China aus 60 % Kohle erzeugt. Stahlbaufirmen gehen nach Indien, da wird Strom zu 72 % aus Kohle produziert. Wir haben die zweithöchsten Strompreise in Europa. In China habenZwangsarbeiter VW PKW gebaut. VW ist immer noch in China. Es gibt deutsche Firmen die liefern über Drittländer waffenfähiges Material nach Iran

    Obwohl in Sachsen 42 % AfD wählen wollen hat Infenion jetzt in Dresden eine 5 Miliarden teure Chip Fabrik eröffnet. Dafür gab es fast eine Miliarde Subventionen. Für eine Miliarde € vergisst man schon mal das 43 % der Sachsen "Nazis" sind.

    Deutsche kaufen Zb. billig Kleidung aus Bangladesh, aus China kommen täglich 400000 Pakete nach Deutschland. Aber die AfD vernichtet Arbeitsplätze. Genau mein Humor. In Deutschland gibt es nur noch eine Firma die Bekleidung herstellt. Elektoartikel so gut wie keine. Bei E Bay und Amazon kann man bei Händlern in Polen Möbel made in China bestelllen. Und alles was ich geschildet habe obwohl die AfD hie nie regiert hat.

    • 2Cents more

      @Martin Sauer:

      Schön wie sie die Folgen des angeblichen Sieges des Kapitalismus nach 1989 beschreiben. Sozialdemokratische Parteien in Europa schafften sich selbst ab, indem sie in die vermeintliche Mitte abdrifteten.



      Die bräsige Mehrheit der Bevölkerung hatte und hat kein Problem damit in Diktaturen Urlaub zu machen und Kreuzfahrten zu buchen, bei dem Menschen zu bei uns unakzeptablen Bedingungen arbeiten, Hauptsache billig.



      Geiz fanden viele Geil, denn sie wollten ja nicht "Blöd" sein und so wählten sie auch, in Ost wie West.



      Wirkliche Änderungen, also Veränderung und Weiterentwicklung waren bei der Mehrheit auch nicht gefragt.



      Vermisse Politiker wie Herrn Habeck, der Ziele und Wege erklärt statt Basta und Alternativlos.



      Als ein von überbordender und disfunktionaler Politik und Bürokratie genervter Boomer in Rente erklärt sich mir trotzdem nicht, welch guten Grund ich haben sollte eine noch rückwärtsgewandtere Partei zu wählen.



      Nebenbei frage ich mich wer oder was nach der Abschiebung von 200000 - 20000000 Menschen ("Ausländern°), dem Austritt aus NATO, Schengen und EURO, dem Verbot von Gendern, der Ausgrenzung von LGBTxxx der, die oder das nächste Objekt der Ausgrenzung wird.

  • Karl Heinz

    „Jeder Mensch, der hier arbeitet, ist ein Gewinn für die Gesellschaft.“



    Ich glaube, dass diese These auch vom marktliberalen und konservativen politischen Spektrum unterstützt wird.

  • Kabelbrand Höllenfeuer

    "Es braucht eine neue Willkommenskultur. Ganz Deutschland profitiert von Zuwanderung. Es geht nicht nur um Fachkräfte."

    Ich kann diesen unrealistischen und ignoranten Unsinn einfach nicht mehr ertragen. Die Skandinavier sind trotz restriktiver Migrationspolitik deutlich besser für die Zukunft aufgestellt als wir.



    Man hätte übrigens die ostsdeutschen Wähler mal darauf aufmerksam machen können, was ein Gewinn der AFD z.B. für die Mieten bedeuten wird: Abschaffung des Milieuschutzes, Änderung der Bauordnung hin zu weniger Umweltschutz und niedrigeren Wohnstandards und Verweigerung des Vorkaufsrechts.



    Aber inhaltlich wollen die Altparteien die AFD gar nicht stellen, weil insbesondere deren rechte Flügel ganz ähnliche Ideen haben.

  • Forist Grump

    »Die wirtschaftlichen Faktoren spielen eine vergleichsweise geringe Rolle. Den AfD-Wähler*innen geht es wirtschaftlich oft sehr gut.«

    Das ist auch genau die Fehlanalyse vieler Linker, dass es sich beim kometenhaften Aufstieg der AfD um soziale Probleme als Ursache handele. Es geht vielmehr um einen „Kulturkampf“ Kulturloser, so wie der Ausländerhass in den Regionen am größten ist, wo es davon die wenigsten gibt. Bezeichnend war, dass Tino Chrupalla auf entsprechende Nachfrage kein einziges deutsches Gedicht rezitieren konnte. Dabei hat Deutschland aufgrund seiner zentralen geografischen Lage in Europa ganz besonders von „fremdländischen“ Einflüssen in Kunst und Wissenschaft profitiert.

  • vieldenker

    Fakten sind ein schwieriges Feld, wenn die Betroffenen nur noch den Fakenews der VerFührer glauben. Insofern habe ich wenig Hoffnung, dass die Berechnungen des Ökonomen noch etwas am Wahlverhalten ändern. Statt schlechter Zahlen würden wohltut noch gute Vorbilder etwas bewegen können. Aber echte engagierte Hoffnungsträger mit gewinnendem Charisma sind in der fortschrittlichen Effizienzdemokratie ja leider eher selten zu finden. Sonst könnten die kompetenzbefreiten Alternativkandidaten nicht so leicht mit ihrem rückwörtsverbrannten Nationalgedröhne Wahlen gewinnen.

  • Martin Rees

    Der Kanzler besteht für die Bundesrepublik auf einer Neuordnung der Finanzen in Brüssel und ich verstehe es so, dass dabei u.a. auch ggfs Budgetkürzungen oder Umverteilungen in Regionalfonds auf der Liste der (schmerzhaften) Einschnitte stehen können, neben einer Reduzierung der überbordenden Subventionen, z.B. in der Landwirtschaft.



    europa.sachsen-anh...folgsprojekte-efre



    Vielleicht sollte das Bundesland Sachsen-Anhalt auch selbst durch seine Bürger:innen an seine gewachsene und vielleicht zukunftsweisende Attraktivität in Forschung und Entwicklung denken, schließlich tun sie das als Mitarbeitende bei Fraunhofer in Magdeburg auch mit Erfolg:



    "Komm in die Zukunft



    In der Elbfabrik verschmelzen die Grenzen zwischen virtueller Produktentwicklung und realen Produktionsprozessen. Ausgestattet mit modernster Technologie, dient die Elbfabrik nicht nur als Forschungs- und Experimentierstätte, sondern auch als Kooperationsplattform für Partner und Unternehmen."



    Bei elbfabrik-magdeburg.de



    Die besten Böden mit den höchsten Bodenbewertungen braucht man im Zusammenhang mit Magdeburg gar nicht zu erwähnen.

  • FtznFrtz

    Herr Fratzscher hat zu 100% recht, nur will ihm leider in der vergifteten Diskussion kaum jemand mehr zuhören.



    Dass sich die AfD-Wähler selbst schaden wissen wohl viele selbst, irrerweise ändert das aber ihre Wahlintention nicht. Es hat etwas von Lust an der Destruktivität, die auch sich selbst nicht schont.



    Wir Menschen sind schon manchmal extrem schräg drauf.

  • gyakusou

    Ich bin skeptisch, was diese Horrorszenarien angeht.

    Die Wirtschaft kann auch unter rechtsextremen Regierungen florieren. USA, Polen, Ungarn. Von autokratisch regierten Ländern wie China, Singapur, vielen Staaten im Nahen Osten usw. gar nicht erst zu reden.

    Genauso zweifle ich an der Aussage von Unternehmen und wirtschaftsnahen Ökonomen, dass Deutschland immer mehr Migration benötigt. Bereits jetzt gibt es Millionen Arbeitslose, die man als erstes aktivieren sollte. Die Folgen der KI-Revolution auf den Arbeitsmarkt sind vollkommen unklar. Und nicht jede Form von Migration hilft, einen möglichen Fachkräftemangel schnell auszugleichen. Dazu müsste man wirklich zielgerichtet ausschließlich gut ausgebildete Menschen anwerben.

  • Il_Leopardo

    Na, was soll's! Dann machen die halt in der Sächsischen Schweiz ein paar Tage Urlaub - ist doch eh eine Hochburg der Völkisch-nationalen Partei. Und im Ausland sind doch nur Fremde - die mögen die doch sowieso nicht.

  • Suryo

    Sollen sie es ruhig zu spüren bekommen. Wer rechtsextrem wählt, hat nichts Gutes verdient. Gerade WENN man den AfD-Wähler und seine freie Wahl ernstnimmt, kann man Konsequenzen nur gutheißen.

    • Waldreamer

      @Suryo:

      Hatte ich bzgl. Trump bei den USA anfangs auch gesagt. Bis mir jemand entgegengehalten hat, dass es bedauerlich ist für die, die ihn nicht gewählt haben. Und das waren sowohl 2016 als auch 2024 immer noch viele, trotz Wahlsieg für Trump.

      Gleiches gilt für die hier gezeigten Statistiken für Sachsen-Anhalt.