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Organisierte Kriminalität und Politik Ungebetene Gäste

Daniel Bax

Kommentar von

Daniel Bax

Mafia-Bosse und Großkriminelle suchen gerne die Nähe zu Politikern. Darüber könnte der Berliner Linken-Politiker Ferat Koçak jetzt straucheln.

D as Foto wirft Fragen auf. Es zeigt den Berliner CDU-Politiker Kai Wegner kurz nach seinem Wahlsieg bei den Abgeordnetenhauswahlen im Februar 2023 in einem Grill-Lokal in Berlin-Kreuzberg. Neben ihm: Mehmet Kaplankıran, ein mehrfach verurteilter und vorbestrafter Mafiaboss. „Warum sitzen Sie mit diesem Verbrecher zusammen, Herr Wegner?“, fragte die Bild-Zeitung deshalb im April 2023 – eine Woche, bevor Wegner zum Regierenden Bürgermeister Berlins gewählt wurde.

Mehmet Kaplankıran, in Berlin als „Kürt Mehmet“ oder „Kurden-Mehmet“ bekannt, war eine der bekanntesten Größen der Berliner Unter- und Halbwelt. Er soll als eine Art „Pate“ im Hintergrund Streitigkeiten geschlichtet, in Berlin mehrere Spielhallen besessen haben und Sponsor mehrerer Sportteams gewesen sein. Im Januar 2026 starb er im Alter von 62 Jahren an den Folgen einer schweren Krebserkrankung. Zu seiner Beerdigung kamen zwischen 1.000 und 2.000 Menschen. Die Berliner Polizei begleitete die Trauerfeier mit einem Großeinsatz und sprach von einem „Schaulaufen der organisierten Kriminalität“, bei dem führende Mitglieder bekannter arabischer Großfamilien vor Ort gewesen sein sollen.

Aber zurück zu seinem Foto mit Kai Wegner drei Jahre zuvor: An jenem Tag soll das traditionelle Fastenbrechen der Berliner CDU-Fraktion stattgefunden haben, erklärte die Berliner CDU auf Anfrage und betonte: „Herr Wegner war an der Organisation dieser Veranstaltung nicht beteiligt“, sondern sei dort „von Tisch zu Tisch gegangen“ – dabei sei das Foto mit dem Berliner Mafiaboss entstanden. „Er war nicht eingeladen, stand auch auf keiner Gästeliste“, sagte die CDU über den Berliner Mafiaboss. In den Medien schlug die Begegnung damals keine großen Wellen.

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Die taz ist eine unabhängige, linke und meinungsstarke Tageszeitung. In unseren Kommentaren, Essays und Debattentexten streiten wir seit der Gründung der taz im Jahr 1979. Oft können und wollen wir uns nicht auf eine Meinung einigen. Deshalb finden sich hier teils komplett gegenläufige Positionen – allesamt Teil des sehr breiten linken Meinungsspektrums.

Seit Issa Remmo, das Oberhaupt einer als „Remmo-Clan“ bekannten Berliner Großfamilie kurdisch-arabischer Herkunft, überraschend bei der Wahlparty der Linken in Berlin-Neukölln auftauchte, sorgt das Thema für Schlagzeilen und wirft die Frage auf: Was verbindet die Linke mit ihm? Dass sein Sohn Firas Remmo noch in derselben Nacht auf Instagram einen Chat-Verlauf veröffentlichte, in dem er sich mit dem Linken-Abgeordneten Ferat Koçak austauschte und der ihn mit „Bruder“ ansprach, heizt die Empörung weiter an.

Was sich Kriminelle von der Politik erhoffen

Mafia-Bosse und andere Großkriminelle suchen immer wieder die Nähe zur Politik und zu Prominenten, in der Hoffnung auf gesellschaftliche Anerkennung und Einflussnahme. Sie möchten als normale Geschäftsmänner erscheinen, indem sie sich auf legale Geschäftszweige verlegen, gern im Immobilienbereich, um aus dem Visier der Sicherheitsbehörden herauszurücken. Von Politikern erhoffen sie sich, ihnen dabei zu helfen. Im Gegenzug haben sie etwas anzubieten: Geld, in Form von Parteispenden. Oder Unterstützung im Wahlkampf – etwa indem sie versprechen, ihre Anhänger für einen Politiker zu mobilisieren.

Auch wenn der 58-jährige Issa Remmo selbst bisher noch nie verurteilt wurde: Seine Familie wird mit schweren Straftaten in Verbindung gebracht. Zwei seiner Neffen wurden im Jahr 2020 für den Diebstahl einer Goldmünze mit Millionenwert aus dem Berliner Bode-Museum zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt, fünf weitere seiner Neffen 2023 für ihren Einbruch in das „Grüne Gewölbe“ in Dresden. Hinzu kommen Gewalttaten und andere Verbrechen.

Firas Remmos Instagram-Aktivitäten

Auch Issa Remmos Sohn Firas ist kein unbeschriebenes Blatt: Im Januar 2026 soll er mit drei weiteren Mitgliedern seiner Familie von der Polizei bei dem Versuch ertappt worden sein, beim Stromausfall im Berliner Südwesten einen Geldautomaten aufzubrechen. Das Verfahren wurde laut Berliner Morgenpost eingestellt, für andere Straftaten wurde er schon als Jugendlicher verurteilt. Der 30-Jährige ist auf Instagram sehr aktiv: In der Vergangenheit postete er mal Selfies mit einem SEK-Beamten, mal mit Michael Müller, Berlins ehemaligem SPD-Bürgermeister, und brachte beide damit jeweils in Erklärungsnot.

Nun rätselt alle Welt: Was verleitete Issa Remmo dazu, am Wahlabend die Feiern der Linken aufzusuchen?

Im Januar 2025 postete er außerdem Aufnahmen von seinem Vater, wie dieser fröhlich durch das Berliner Abgeordnetenhaus spazierte, und brachte damit den Berliner CDU-Politiker Christian Zander in Verlegenheit. Der hatte Issa Remmo nämlich als Teil einer Besuchergruppe zu Gast. „Hätte ich von der Teilnahme eines Mitgliedes des Remmo-Clans gewusst, dann wäre diese Gruppe von mir ausgeladen worden“, verteidigte sich Zander damals.

Nun rätselt alle Welt: Was verleitete Issa Remmo dazu, am Wahlabend die Feiern der Linken in Neukölln und Kreuzberg aufzusuchen? Freute er sich einfach über den Wahlerfolg von Elif Eralp und suchte er deshalb die Nähe zur möglichen nächsten Regierungspartei? Und was trieb seinen Sohn dazu, am nächsten Tag Ferat Koçak mit einem Instagram-Post öffentlich bloßzustellen? Wollte sich der Sohn dafür rächen, dass sein Vater bei der Wahlfeier abgewiesen wurde? Wollten beide der Linken absichtlich schaden? Oder wollten sie damit eine Botschaft senden – und wenn ja, welche?

Wie geht es mit Ferat Koçak weiter?

Die Linke distanzierte sich jedenfalls umgehend vom ungebetenen Gast. Und Ferat Koçak entschuldigte sich dafür, sich mit dessen Sohn ausgetauscht zu haben, zog sich aus der Öffentlichkeit zurück und legte seine Arbeit im Innenausschuss vorübergehend nieder. Nun muss die Linke aufklären, ob es noch weitere Verfehlungen gibt – eine dubiose Parteispende etwa oder weitergehende Kontakte.

Der vertrauliche Austausch auf Social Media wiegt schwerer als Schnappschüsse mit Größen der Unterwelt. Bisher gibt es aber keine Belege dafür, dass die Verbindung zwischen Ferat Koçak und dem Remmo-Sohn über die bekannt gewordenen Zeilen in einem Social-Media-Chat hinausgeht. Und noch steht die Parteispitze der Linken hinter ihm. Dennoch ist der politische Druck auf ihn so groß, dass Ferat Koçak darüber straucheln könnte. Er könnte ein Bauernopfer im Koalitionspoker zwischen Berliner SPD, Grünen und Linken werden.

Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen

Daniel Bax

Daniel Bax Redakteur

Daniel Bax ist Journalist und Autor und schreibt über Politik, Kultur und Gesellschaft in Deutschland. Er arbeitet als Themenchef im Regieressort der taz und hat mehrere Bücher veröffentlicht: “Angst ums Abendland” (2015) über antimuslimischen Rassismus und “Die Volksverführer“ (2018) über den grassierenden Rechtspopulismus. Sein aktuelles Buch "Die neue Lust auf Links" über das Comeback der Linkspartei ist Ende 2025 im Goldmann Verlag erschienen. Impressum: Daniel Bax c/o taz, die tageszeitung. taz Verlags- und Vertriebs GmbH, Friedrichstr. 21, 10969 Berlin
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48 Kommentare

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  • ja wirklich?

    Hoffentlich "strauchelt" der Abgeordnete (!) Ferenc Koçak darüber. Dann hat er Zeit zum nachdenken und zur Weiterbildung. Gibt es für Abgeordnete eigentlich Compliance- und Ethik-Kurse? Die Linke muss sich von ihm trennen. Sonst verliert sie ihre Glaubwürdigkeit in Bezug darauf, eine unkorrupte Politik machen zu wollen.

  • Il_Leopardo

    "Im Gegenzug haben sie etwas anzubieten: Geld, in Form von Parteispenden. "



    Ist das nur eine Andeutung? Würde mich brennend interessieren, ob tatsächlich schon Gelder dieser Leute an Parteien geflossen sind.



    Falls ja, wird man sicher erneut behaupten, nicht gewusst zu haben, wer diese Leute sind.

    • rero

      @Il_Leopardo:

      Das halte ich ja auch für der spannendsten Teil an dieser Geschichte.

    • Budzylein

      @Il_Leopardo:

      Kocak hat behauptet, nicht gewusst zu haben, wer Firas Remmo ist, mit dem er auf Instagram gechattet hat. In dem von diesem veröffentlichten Chat, dessen Echtheit Kocak nicht bestreitet, hat Kocak aber Firas Remmo gefragt, wann dieser im Büro sei; er wolle da vorbeikommen. Das bedeutet, dass Kocak gewusst haben muss, dass der - ihm angeblich unbekannte - F. Remmo ein Büro hat. Und da Kocak nicht gefragt hat, wo sich das Büro der ihm angeblich unbekannten Person befindet, wird er auch gewusst haben, wo das Büro ist. Es wird also vor dem Chat schon Kontakte gegeben haben.

      Und Kocak bezieht weiter seine Diäten als Bundestagsabgeordneter und ist weiter Mitglied der Bundestagsfraktion der Linkspartei. Die glaubt ihm oder behauptet zumindest, ihm zu glauben, und auf dem Parteitag der Linkspartei in Berlin wurden auch keine Konsequenzen beschlossen, auch nicht in Bezug auf seine Verbindung zum PFLP-Unterstützer Ibrahim Ibrahim. Die Berliner Linkspartei zieht das jetzt offenbar durch.

  • Strolch

    Werden die Artikel, die die taz schreibt, eigentlich noch gelesen oder wird direkt munter kommentiert? Es steht doch oben im Text, dass damals die böse, böse Bildzeitung es war, die Wegener anging. Gleichwohl ist hier wieder die Rede, dass die Bildzeitung ganz anders berichtet hätte. Nein, hätte sie nicht. Und es widert mich persönlich an, die Bildzeitung zu verteidigen. Aber nein, die kackt jeden an, den sie ankacken kann.

    • Deep South

      @Strolch:

      Man muss die Bild gar nicht verteidigen, weils halt nur Ablenkung vom Thema ist. Es geht schlicht darum, sich nicht mit den Vorfällen auseinandersetzen zu müsen. Man könnte ja auch auf innerlinke Kritik, wie z.Bsp. die von Pau, Schwerdtner, Korte, Ehling oder Ramelow eingehen. Nein, man sucht sich die erwartbaren Reaktionen der üblichen Pappenheimer und rechts/konservativen Lautsprecher heraus und zeigt mit dem Finger auf Verfehlungen Anderer, um sich dem Thema nicht stellen zu müssen. Aber, aber, aber.....



      Für mich ist dieser Umgang mit den Vorfällen mehr als schwierig. Und ehrlich gesagt bringt mich das mehr auf die Palme, als die Vorfälle selbst. Schon allein, weil es eben nach außen den Anschein erwecken kann, dass es eben doch mehr als nur ein Randthema einzelner sein könnte.

  • Karla Columna

    Ja, es spricht vieles dafür, dass Remmo und sein Sohn durch solche Aktionen geschickt Politiker vor sich hertreiben. Allerdings kann man jetzt nicht sagen, dass der CDU-Mann nicht auch pressemäßig sein Fett weg bekam.

    Bei Ferat Kocak sind neben dem Foto auch Nachrichten aufgetaucht. Ob er da auch naiv war, ist ebenso unklar, wie die Frage, ob er immer die Väter derjenigen grüßen lässt.

    Kocak hat sich halt schon lange dafür eingesetzt, dass man politisch und polizeilich nicht mehr von "Clan-Kriminalität" sprechen möge. Das ist seine Agenda und deshalb wiegt der SMS- Kontakt zum Remmo-Sohn dann schon schwer.

    Vor allem, weil die Linke die Polizei zumindest partiell defunden will und den Verfassungsschutz abschaffen möchte. (Letzteres erscheint mir im Hinblick auf die verfassungsrechtliche Prüfung der AfD auch schwierig; wie will man das vermitteln?)

    Zusätzlich hat Ferat Kocak sich mit einem Typen von der PFLP fotografieren lassen, und das, wo das Thema Antisemitismus von links in der Linken ohnehin lieber geleugnet als aufgearbeitet wird.

    Man fragt sich natürlich, wieviele Leichen im Keller da noch warten.

    • Gerald Müller

      @Karla Columna:

      In der Tat. eine weitere Frage wäre z.B. ob es noch mehr screenshots von Unterhaltungen der Resso´s oder Ibrahims mit Politikern der Linken gibt die dadurch natürlich erpressbar wären.

  • Jalella

    Das wahre Thema ist doch: warum geht jetzt ein Aufschrei durch die Presse wegen eines uneingeladenen Typen auf einer Linken-Party, der sofort wieder rausgeworfen wurde? Und warum ging keiner durch die Presse als genau der offiziell von der cdU ins Parlament eingeladen wurde?



    www.tagesspiegel.d...-ein-13074775.html

    Das wahre Thema ist: wer steckt hinter der neuerlichen rechten Hetzkampagne gegen die Linken. Dass Antisemitismus rechts ist und nicht links, ist ja sowieso bekannt. Geschickt von den Rechten, auch in diesem Punkt wieder mal Schwarz durch Weiß zu ersetzen.

    Das wäre eine echt interessante Rechercher, von wem das wieder ausgeht. Reines Bauchgefühl: Kanäle um NIUS, AfD, cdU/csU.

    Schreibt da doch mal einen Artikel drüber!

    • Sonderzeichen

      @Jalella:

      Der Besuch auf der Wahlparty ist natürlich nur Schall und Rauch.



      Die Antisemitismus-Debatte ist auch mehr Nebelkerze als substanziell, obwohl es nicht gänzlich vom Tisch gewischt werden sollte. Die Strömungen innerhalb der Partei sind zum Teil schon da, nur findet man die letztlich in jeder Partei, da steht die Linke sicher nicht allein und auch nicht an erster Stelle.



      Aber was der Herr Koçak da gemacht hat geht garnicht. Das muss man als verantwortungsbewusster Politiker wissen.



      DASS ein Gespräch geführt wurde ist ja noch nicht mal das Problem, aber WIE es geführt würde... das sollte nicht ohne Konsequenzen bleiben.

    • Taugenichts

      @Jalella:

      "Dass Antisemitismus rechts ist und nicht links, ist ja sowieso bekannt."

      Wahnsinn. Das treibt den leider inzwischen in der Linken um sich greifenden Manichäismus auf die Spitze. Und die Möglichkeit eines linken Antisemitismus ist damit quasi begrifflich ausgeschlossen. Lohnt es sich überhaupt noch auf die Forschung zu dem Thema zu verweisen, wenn die Abwehr so offensichtlich ist?

      Und die hier im Forum (und leider auch in vielen taz-Artikeln) immer wieder anzutreffende Tendenz, auf die gleichen Verfehlungen bei Rechten zu deuten, ist lächerlich. Wer sich damit tröstet, dass Kai Wegner oder die Bandido-Kumpanen bei der AfD halt genau das gleiche machen, sollte vielleicht seine Ansprüche an die moralischen Maßstäbe der Linken ein klein wenig nach oben schrauben.

    • Katharina Reichenhall

      @Jalella:

      Es schadet der Linken und den Linken grundsätzlich, wenn man versucht, die Augen vor den Machenschaften Einzelner zu verschließen bzw. diese zu verharmlosen. Von einer Hetzkampagne zu sprechen, ist nicht souverän und unsachlich, genau wie zu meinen, das "wahre Thema" erkannt zu haben.

      • Perkele

        @Katharina Reichenhall:

        Das wahre Thema hat Jalella sehr wohl erkannt. Das zu sehen verhindert Vorwürfe wie die, dass die Aussagen Einzelner in diesem Zusammenhang verharmlost wurden. Natürlich ist es Hetze, wenn man eine blinde Gesamtverurteilung betreibt, statt sachlicher Betrachtung.

    • Strolch

      @Jalella:

      "Dass Antisemitismus rechts ist und nicht links, ist ja sowieso bekannt."

      Na dann ist ja alles erklärt.

      Und zur CDU doch: Es ging durch die Presse, sie bringen doch selbst einen Presseartikel.

    • Mr. Hello

      @Jalella:

      Es ging kein „Aufschrei“ durch die Presse? Sie können aber einen Link vom tagesspiegel posten? Und könnten dies auch bei Welt, BILD, etc.? Davon abgesehen gibt es eben einen krassen Unterschied zw. jmd wird über einen Verein eingeladen und jmd wird über social media kontaktiert und gebeten, dass er und „seine Leute“ helfen.

      Das und das gebetsmühlenartige Reden von einer Hetzkampagne verwundert allerdings nicht, wenn man meint, Antisemitismus sei rechts und nicht links

  • Perkele

    Was dem Einen eine Eule ist, ist dem Anderen die Nachtigall....

  • Suryo

    Nun hat gerade Kocak im Plenum des Bundestages schon öfter gegen den Begriff Clankriminalität gewettert und behauptet, dies stigmatisiere seine "Nachbarn in Neukölln."

    Eine Tabuisierung der Thematisierung des Problems der entlang von Großfamilienstrukturen organisierten Kriminalität ist natürlich im Interesse dieser Verbrecherbanden. Noch viel mehr natürlich die von der Linken angekündigte Reduzierung der Polizei und vor allem auch der Zahl der Razzien in einschlägigen Lokalen. Schließlich ist das aus Sicht von Kocak und Co alles nur Rassismus und irgendwie - so die Suggestion - ist so ein bißchen Mafia ja auch Neuköllner Lokalkolorit. Ein Sieg der Linken ist aus "unternehmerischer" Sicht dieser Leute also ganz objektiv vorteilhaft.

    Das ist nicht anders, als freue sich die Ölindustrie über den Wahlsieg einer Partei, die den Klimawandel leugnet.

    • Yes

      @Suryo:

      Es wäre ja auch schade, wenn man durch so ein dämliches Tabu die Straftäter nicht mehr allein anhand ihrer Abstammungslinien erkennen könnte. Jedenfalls bei so fremder Herkunft muss der Nachname für einen Verdacht, den man getrost mal als Gewissheit betrachten darf, genügen. So erleichtern verbotene Familienmitgliedschaften die Aufklärung auch ungemein. Erscheint ein Verbotener bei Politikern, kontaminiert er dann eben deren Partei. Dämonisierung ist einfach etwas Feines.

      • Suryo

        @Yes:

        Da Issa Remmo frei herumläuft, ist es so einfach ja nun auch wieder nicht.

        Aber dass Dutzende Remmos wegen insgesamt hunderter Straftaten verurteilt wurden, das ist einfach so. Nehmen Sie diese Tatsache einfach mal hin.

        • Yes

          @Suryo:

          Ja, Koçak tabuisiert aber gerade nicht die Thematisierung von Clankriminalität, sondern thematisiert diese vielmehr selbst, wenn er den Umgang mit ihr kritisiert. Ihn stört die pauschale Verdächtigung aufgrund von Familien- oder Clanzugehörigkeit, wie sie in Politik und Berichterstattung sehr populär ist. Nicht von jedem Clanangehörigen geht automatisch eine Gefahr aus und ein Remmo zu sein ist nicht strafbar. Selbst dann nicht, wenn andere Familienmitglieder vermehrt Straftaten begehen und die Öffentlichkeit sich dadurch von ihm bedroht fühlt. Gefahr und Strafbarkeit richten sich allein nach seinem persönlichen Verhalten. Bei der Strafbarkeit folgt dies (auch) aus dem verfassungsrechtlich garantierten Schuldprinzip.

    • Katharina Reichenhall

      @Suryo:

      Ich meine zu wissen, worauf Sie hinaus möchten, aber selbst unter Berücksichtigung von gewissen Machenschaften der Ölindustrie ist diese nicht grundsätzlich kriminell. Das sieht bei der organisierten Kriminalität offensichtlich anders aus. Daher ist der Vergleich in Ihrem letzten Absatz unglücklich, auch wenn, wie gesagt, schon klar wird, was die Intention ist.

      • marilyn.hanson

        @Katharina Reichenhall:

        Die Ölindustrie ist - aber vor allem: war - ja aber mal sowas von kriminell! Ich erinnere mal abseits von "Schadensbegrenzung" im Sinne von PR (nichternsthaft in der Sache) bei strukturell bedingten und in Kauf genommenen (Eventualvorsatz) Riesen-Unfällen wie bei BP oder der Exxon Valdez sachte auch an so Dinge wie den Sturz demokratisch gewählter Regierungen wie im Iran - die Konsequenzen bsi heute für die Weltwirtschaft sind wohl hinlänglich bekannt und mit etwas mehr zu veranschlagen als irgendwelche Social-Media-Verläufe von Bezirkskandidaten in Berlin ...

        • Katharina Reichenhall

          @marilyn.hanson:

          Da haben Sie sich aber auf den letzten Metern verhaspelt.



          Es ging nicht um den Chat-Verlauf des Herrn Kocak, sondern um die organisierte Kriminalität, deren durchaus aus Suryos Beispiel herausinterpretierbare Vergleichbarkeit mit der Ölindustrie ich schwierig finde.

  • Offebacher

    Hier sollte man nicht zwei Dinge vermengen. Dass Herr Remmo und Herr Ibrahim auf der Wahlparty auftauchten, dafür kann die Linke erstmal nichts. Hier bleibt nur die Frage, wie lange es gedauert hat, bis diese Personen von der öffentlichen Party verwiesen wurden.



    Bei Herrn Koçak sieht die Sache anders aus. Hier ging der Kontakt von ihm aus, und wenn ein Politiker Kontakte zur Mafia (denn das sind diese Clans) aufnimmt, sollte der Politiker hochkant aus seiner Partei rausgeworfen werden. Und die Erklärung, er wüsste nicht, wer sein Chatpartner war, ist hanebüchen.

    • Yes

      @Offebacher:

      Woher wissen Sie, dass der Kontakt von Koçak ausging? Dieser behauptet das Gegenteil. Und warum sollten „diese Clans“ eine Mafia sein. Diese Zuschreibungen unterscheiden sich dadurch, dass Mafiosi sich möglichst unauffällig verhalten sollen, im Idealfall sogar unbemerkt bleibt, dass überhaupt Straftaten begangen werden, sie müssen auch keine Immigranten sein. Dagegen sollen sog. Clans schon durch ihr abweichendes Verhalten geradewegs auffallen und ihr (vermeintliches) Fremdsein ebenfalls von zentraler Bedeutung sein. Oder haben Sie schon mal gehört, dass man jetzt mit noch entschlossenerer Härte endlich gegen deutsche Familien durchgreifen wolle? In der Familienpolitik erklingen doch bislang noch deutlich mildere Töne.

      • Josef 123

        @Yes:

        Bei organisierter Schwerstkriminalität ist mir die Herkunft oder Nationalität vollkommen wurst. Wen oder was wollen Sie hier verteidigen? Und warum? Hier gibt es nichts zu relativieren.

    • Jalella

      @Offebacher:

      Nicht lange, wurde sehr schnell rausgeworfen.

      Spannendere Frage: warum werden hier die Linken angekackt, aber nicht die cdU als sie genau den offiziell ins Parlament eingeladen hat?



      www.tagesspiegel.d...-ein-13074775.html



      Also nicht ein unerwünschter Gate Crasher, sondern ein eingeladener Gast. Und zwar nicht zu einer Party, sondern ins Parlament? Komisch, oder?

  • Sisone

    Schwierige Lage, in die sich die Linke gebracht hat bzw. in die sie gebracht wurde.











    Wäre das ganze der CDU passiert, sähe die Bild-/BZ-Berichterstattung vielleicht so aus:







    Firas Remmo ist deutscher Staatsbürger, der nie für eine Straftat verurteilt wurde. Er ist der Sohn eines angeblichen Clan-Chefs, der aber auch nie für eine Straftat verurteilt wurde. Es gilt die Unschuldsvermutung. Und selbstverständlich ist es die Aufgabe der CDU als Volkspartei, mit allen Teilen der Gesellschaft ins Gespräch zu kommen.







    Ja, natürlich wissen wir alle, wer der Remmo-Clan ist. Aber der nur kurze Recherche-Zeitraum zwischen Wahl und heute hat schon gezeigt, dass sich diese Leute gerne unter die Politiker auch zum Beispiel der CDU gemogelt haben, ohne dass überall Schnappatmung einsetzte.







    Es wäre wirklich traurig, wenn sich jetzt alle auf das Fehlverhalten eines einzelnen stürzen, statt sich konstruktiv ans Werk zu machen.







    Ich habe die Linke nicht gewählt, bin gegen die Enteignungsphantasien, bin als Grünen-Wähler fein raus (Kenia ginge auch). Aber auch wenn ich nicht alles mittrage, was die Linke so absondert, ist die Richtung doch die richtige für Berliner nicht-reiche Normalos.

    • Karla Columna

      @Sisone:

      Sie haben aber ausgelassen, dass Ferat Kocak auch Nachrichten mit Firas Remmo ausgetauscht hat, in denen er ihn u.a. gebeten hat, ein Video von einer Rede, in der er den Begriff "Clan-Kriminalität" als diskriminierend framte, zu verbreiten. Die Grüße an Papa Remmo inklusive. Das brächte jeden Politiker in gewaltige Erklärungsnot und die Linke würde ganz bestimmte den Rücktritt eines CDU-Politikers fordern, wäre so etwas publik geworden.

      • Sisone

        @Karla Columna:

        "...Das brächte jeden Politiker in gewaltige Erklärungsnot und die Linke würde ganz bestimmt den Rücktritt eines CDU-Politikers fordern..."







        Ganz klare Zustimmung, damit wir uns nicht falsch verstehen. Und auch dieser Kocak sollte zurücktreten und aus der Partei ausgeschlossen werden.







        Ich bleibe aber dabei, dass bei all dem Getümmel um die Wahlparty der Linken das große Ganze nicht aus den Augen gelassen werden darf und sich die 3 Parteien jetzt gefälligst zusammenraufen sollen, bevor aus dem Thema eine echter Streit und ein Bruch wird und am Ende wieder mit der CDU verhandelt werden muss.

  • Zippism

    „Bauernopfer“? Welch dramatische Wortwahl. Als hätte man Ferat Koçak völlig unschuldig vom Spielfeld geschoben, nur weil die böse Konkurrenz gerade einen Schuldigen braucht.

    Dabei ist der Rücktritt längst überfällig – und zwar nicht wegen irgendeines nebulösen „Koalitionspokers“, sondern wegen seines eigenen Verhaltens. Wer sich mit Personen aus dem Umfeld organisierter Kriminalität austauscht, sie respektvoll grüßt, um Unterstützung für die eigene politische Arbeit bittet und anschließend erklären muss, warum das alles angeblich nur ein großes Missverständnis war, sollte vielleicht nicht die taz brauchen, um sich zum Opfer stilisieren zu lassen.

    Besonders köstlich ist, dass ausgerechnet der Autor selbst einräumt, dass der Chat „schwerer wiegt“ als irgendwelche Schnappschüsse. Aber statt daraus die naheliegende Konsequenz zu ziehen, wird lieber die große Bauernopfer-Erzählung bemüht.

    Nein, hier wird kein unschuldiger Bauer geopfert. Hier stolpert ein Politiker über die Konsequenzen seines eigenen Verhaltens. Das ist kein Koalitionspoker – das nennt man politische Verantwortung.

    • Sonderzeichen

      @Zippism:

      Ja.



      Herr Koçak steht nach der Aktion als Parteimitglied zur Disposition. Hier sollte man als Linke klare Kante machen. Oder er selbst, noch besser.



      Der Rest der aktuell verbreiteten Horrorgeschichten ist halt heiß gekocht, aber jetzt wird sich eh erst mal an den Tisch gesetzt und geredet. Und später wird gegessen.

  • DiMa

    Wäre Herr Kocak wirklich nur "ein Bauernopfer" oder wäre es nicht vielmehr die Gelegenheit, sich von einer recht lauten, kantigen und öffentlich unliebsamen Figur zu trennen?

    Das Problem in der Sache Kocak ist ja auch, dass es eine langjährige inhaltliche politische Nähe gibt.

  • Paul Meier

    Das "Baueropfer" hat im Innenausschuss des Berliner Senats ständig Anfragen zu Polizeitaktiken, Bewaffnung, Anzahl und beteiligten Beamten bei Razzien im Milieu rund im sogenannte Clans gestellt. Sein Interesse war wohl wirklich auffällig und es wirkt im Nachhinein so, als habe er Informationen weitergegeben.

    Der wird vollkommen zurecht rausgeworfen und ich hoffe, dass das nicht nur deshalb passiert, weil die Linke gerne regieren will.

  • Karl Heinz

    Das „Bauernopfer“ würde ggf. den Weg zu RRG ermöglichen.



    Das eigentliche Problem der Clankriminalität und der Parallelgesellschaften, in denen eine private Personalunion aus Judikative und Exekutive herrscht, wird damit nicht adressiert.

  • warum_denkt_keiner_nach?

    Was ich mich seit fast einer Woche fragen muss. Wenn Herr Issa Remmo all das getan hat, was man ihm vorwirft, warum spaziert er dann frei in der Stadt herum? Was tun unsere Strafverfolgungsbehörden? Däumchen drehen?

    • DerLurch

      @warum_denkt_keiner_nach?:

      Offenbar haben sie nicht die notwendigen Mittel. Aber mit weniger Polizei und mehr Sozialarbeitern wird das jetzt besser werden hier in Berlin. Da können sich die anderen Länder mal ne Scheibe von abschneiden dann.

    • Josef 123

      @warum_denkt_keiner_nach?:

      KI zur Strafverfolgung:

      "Herausforderungen für die Justiz / Einschüchterung von Zeugen: Verfahren stehen immer wieder vor Problemen, weil Opfer oder Zeugen kurzfristig ihre Aussagen zurückziehen. Dies führte in der Vergangenheit, wie etwa bei Prozessen vor dem Landgericht Frankfurt, zu milderen Bewährungsstrafen für Clan-Mitglieder. / Komplexe Besitzstrukturen: Der Nachweis, dass Immobilien oder Luxusgüter mit Geldern aus Straftaten finanziert wurden, erfordert langwierige Finanzermittlungen über Strohmänner und Scheinfirmen."

      Nur zwei der vielen Probleme.

    • gyakusou

      @warum_denkt_keiner_nach?:

      Der Nachweis ist schwierig/unmöglich. Er selbst macht sich die Finger nicht schmutzig, dass erledigen Familienangehörige.

      • warum_denkt_keiner_nach?

        @gyakusou:

        Vor Schwierigkeiten sollte man aber nicht zurückschrecken...

  • Rufus

    Grüße an Herrn Koçak ohne Respekt!



    Bitte räumen sie ihr Abgeordneten Büro - ihr/e NachfolgerIn wird schon gesucht.

  • vieldenker

    Nun ja, ob er wirklich nur „ein Bauernopfer“ wäre, weiß man Janosch nicht. Aber natürlich suchen die Clans nicht nur die Nähe bei den Linken. Auffällig ist allerdings die Häufigkeit der kurdisch-arabischen Komponente im Berliner “Organisierten Verbrechen“. Da hätte ein politisch engagierter Mensch aus dem Milieu vielleicht doch schon früher auf größeren Abstand achten sollen. So bleibt das ungute Gefühl, da kommt noch was nach.

  • Sam Spade

    "Der vertrauliche Austausch auf Social Media wiegt schwerer als Schnappschüsse mit Größen der Unterwelt."

    Und genau deshalb ist es irrelevant ob der Kontakt über die Zeilen des Chats hinausging oder was der Inhalt des Chats war.

    Es handelte sich um eine bewußte Kontaktaufnahme und einen gewollten Austausch per Chat. Das ist der Punkt.

    Im Abgeordnetengesetz sind für derartige Situationen zwar keine offiziellen Verhaltensregeln festgelegt, Mandatsträger sollten aber schon einen gewissen Verhaltenskodex berücksichtigen.

    Wer als Abgeordneter Kontakte zur organisierten Kriminalität pflegt ist seines Mandats nicht würdig und sollte es niederlegen. Und zwar ohne wenn und aber.

  • gyakusou

    Ich finde es schwach, die aktuellen Vorgänge bei der Linken mit vermeintlich vergleichbaren Fällen bei der CDU zu vergleichen.

    Man kann der CDU vieles vorwerfen, aber Verständnis und Rücksichtnahme für (kriminelle) arabische Familien-Clans gehören sicher nicht dazu.

    Dagegen gibt es bei der Linken durchaus politische Forderungen, von denen diese Gruppierungen profitieren könnten. Allein der Begriff "Clan-Kriminalität" wird als diskriminierend abgelehnt. Die Linke kritisierte ebenso groß wiederholte Kontrollen und Razzien in Shisha-Bars usw. im Milieu der Clankriminalität als stigmatisierend. Ressourcen bei der Polizei sollen gekürzt werden. Usw.

    • Deep South

      @gyakusou:

      Es ist immer schwach, wenn man bei Kritik an eigenenem Fehlverhalten auf andere zeigt. Es zeigt immer den Mangel an Kritikfähigkeit, an Problembewußtsein und damit generell an Integrität auf. Für mich ist das am Ende sogar erschreckender, als die einzelnen Fälle, die da im Raum stehen.

    • Suryo

      @gyakusou:

      Richtig. Am politischen Willen der CDU, das Problem Clankriminalität zu bekämpen, besteht nun wirklich kein Zweifel.

      Bei Kocak und in Teilen der Berliner Linken ist schon der Begriff Clankriminalität "rassistisch" und tabu. Darüber freut sich die OK.

      • marilyn.hanson

        @Suryo:

        Die CDU/CSU ist die Partei, die sich am stärksten gegen Transparenz in der Parteienfinanzierung einsetzt und die maßgeblich dafür verantwortlich ist, wie lax die Geldwäsche-Gesetze in Deutschland und auch in der EU sind.



        Geld stinkt für die Christsozialen noch weniger als für alle anderen (die AfD läuft da technisch bisher außer Konkurrenz, weil noch keine außerkommunale Regierungsverantwortung gehabt; und die FDP ist historisch natürlich auch nicht viel besser).



        Sobald der Clan Əliyev heißt oder aus den USA oder Saudi-Arabien kommt, ist alle Saubermann- und Law-and-Order-Rhetorik vergessen.

  • BoLuz

    Dieser Artikel ist erfreulich unaufgeregt.

    In diesen Tagen, in denen fast nur noch hyperventiliert wird, sollten wir wohl alle einen Gang herunter schalten.