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CDU und FaschismusDurch die Mitte gegen die Wand

Die geistige Leere und die Habgier im Zentrum der Gesellschaft sind Zeichen der Sehnsucht nach autoritärer Herrschaft. Ein Vorbild steht bereit.

M ir geht es gut. Mir geht es jedenfalls so gut wie selten in meinem Leben, materiell gesehen. Der EC-Automat spuckt Scheine aus, wenn ich welche will. Und wenn mich nicht die Vergangenheit in Form einer posttraumatischen Störung einholt, lege ich meine Kreditkarte bedenkenlos auf das Lesegerät im Supermarkt.

Vielleicht ist es diese momentane Sicherheit, die es mit sich bringt, dass ich mich mehr um die Zukunft sorge als um die Gegenwart. Eher nicht meine persönliche Zukunft, und auch nicht um die Zukunft der Menschheit. Die Zukunft der Menschheit ist mir zu abstrakt.

Aber wenn mich meine Kinder fragten – was sie außer dem Jüngsten seltsamerweise gar nicht tun –, wie ich mir so die nähere Zukunft vorstelle, dann käme ich mit der Antwort ins Schwimmen. Ich würde wahrscheinlich sagen, was mich persönlich am meisten ängstigt. Das ist ein Sieg des mafiös-faschistischen Putinregimes im Krieg gegen die Ukraine; und das ist der mit diesem Regime verbündete Faschismus in Deutschland – ob er sich nun BSW oder AfD abkürzt –, in Europa und in den USA.

Vermutlich, weil es mir seit einiger Zeit gut geht, also von einem Klassenstandpunkt her, liegt für mich die Antwort auf die faschistische Bedrohung in der Mitte. Wenn ich in einer anderen historischen und persönlichen Situation dafür war, die reale Spaltung der Gesellschaft voranzutreiben, so habe ich jetzt eine Sehnsucht nach Sammlung, nach Bündelung der Kräfte.

Kein Hauch eines positiven Gegenentwurfs

Wenn ich mir nun zum Beispiel ansehe, was der CDU-Landeschef und Spitzenkandidat seiner Partei bei der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus, Stefan Evers, zum rot-grün-roten Sondierungspapier zu sagen hatte, dann wird mir ein bisschen schlecht.

Da ist kein Hauch eines positiven Gegenentwurfs zum ja durchaus mit guten Argumenten kritisierbaren Papier und Projekt, da ist nur dummer Trotz und dumpfe Angstmacherei. Dass sich diese CDU aus einer potentiellen Mitte abgemeldet hat, verstört mich genauso, wie die Radikalisierung der FDP, deren daraus folgendes Verschwinden mich früher natürlich sehr gefreut hätte.

Wenn man keine Antworten auf die Fragen der Zeit hat, nichts ändern will, keine Selbstkritik üben, wenn man Opfer immer nur von anderen erwartet, wenn man nicht bereit ist, auch nur das Geringste beizutragen, wenn man sich selbst ständig lügenhaft arm rechnet, dann will man, dass die Gesellschaft gegen die Wand fährt.

Die Idee ist dann vielleicht, die Trümmer aufzusammeln und sich sein eigenes Türmchen daraus zu bauen. Das natürlich jemand beschützen muss. Dann sind wir beim Faschismus angekommen, den, soweit ich das verstehe, auch die Big-Tech-Bros anstreben.

Und es ist klar, dass ein Bündnis von Supermännern und braunen Gartenzwergen keine Mitte mehr braucht. Dieses Bündnis braucht auch keine kritische Kultur, keine Empathie. Es ist die Diktatur der Starken mit den ewigen Halbstarken, in der diejenigen, die sich noch auf Kategorien wie Gewissen, Moral, religiös-humanistische Werte und nicht zuletzt Schönheit berufen, als „selbsternannte Oberlehrer und Elite, die uns jeglichen Spaß verderben wollen“, gelten, wie das der Psychologe Klaus Ottomeyer mal in der taz formuliert hat. Und sollte es doch mal eine offene ethische Frage geben, liefert die KI herrschaftsgerechte Antworten.

Meinen vierjährigen Sohn beschäftigt gerade das Sterben. Und ich kann ihm guten Gewissens die Antwort geben, dass das Sterben zum Leben dazugehört, aber ihn noch nicht übermäßig beschäftigen muss. Schwierig wird es werden, wenn er mich nach dem Leben fragt.

Ambros Waibel

Ambros Waibel taz2-Redakteur

Geboren 1968 in München, seit 2008 Redakteur der taz. Er arbeitet im Ressort taz2: Gesellschaft&Medien und schreibt insbesondere über Italien, Bayern, Antike, Organisierte Kriminalität und Schöne Literatur.
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27 Kommentare

  • JeanK

    Erscheint mir nicht durchdacht. Wieso soll Die geistige Leere und die Habgier im Zentrum der Gesellschaft "Zeichen der Sehnsucht nach autoritärer Herrschaft" sein?



    Ist es nicht eher so, dass die geistige Leere (die zweifelsohne z B. in der CDU vorherrscht) links- und Rechtsautoritären Kräften die Möglichkeit gibt, attraktiv und damit wirksam zu werden?

  • Il_Leopardo

    In der Überschrift fehlt noch der Begriff "Neid": Also Leere, Habgier und Neid. Ich komme darauf, weil doch viele Wähler bei den Wahlen im kleinen Sachsen-Anhalt immer wieder ihrem Neid auf Migranten, denen man angeblich "Alles in den Hintern stecke" zum Ausdruck verhalten. Ach so: Und glaubt man unserem Kanzler, dann nehmen uns "die" ja auch unsere Plätze bei den Fachärzten weg.

  • Auweiowei

    Dass hierzulande der Karren durch seine Möchte-gern-Lenker*innen - wieder einmal - droht, an die Wand gefahren zu werden, wer wollte das ernsthaft bestreiten?



    Zufällig passend zur Schlussreflexion hier im Text und auch zu meiner eigenen



    altersgemäßen Verfasstheit quäle ich mich derzeit durch Edward Youngs 'Night Thoughts' (1797). Dort habe ich einen Vers gefunden, der mir irgendwie passend zu sein scheint für die Phase, durch die wir/ich gerade durchmüssen:

    Rude thought runs wild in contemplation's field

    Nur 'Rude' würde ich vielleicht durch das geläufigere 'Crude' ersetzen. Interessant scheint mir noch, dass Young seinen Titel durch (or) 'The Complaint and the Consolation' erläutert hat - Klage und Trost.

  • Philipp Lobinger

    CDU und Faschismus?



    Ambros Waibels Kolumne „Durch die Mitte gegen die Wand“ ist das Protokoll einer bürgerlichen Illusion. Aus der eigenen Wohlstandssicherheit speist sich seine Sehnsucht nach „Sammlung“ und einer stabilen politischen Mitte. Doch diese Mitte existiert nicht mehr – sie implodiert vor unseren Augen, und das ausgerechnet durch ihre vermeintlichen Hüter.



    Die Überschrift führt nicht in die Irre, sie benennt das Paradoxon: Wer heute stur Kurs auf das Zentrum hält, steuert direkt in den Abgrund. Wenn der Berliner CDU-Chef Stefan Evers auf Krisen nur mit „dummem Trotz“ reagiert, ist das kein Ausreißer, sondern System. Die Union betreibt keine Politik der Mitte mehr; sie verwaltet ein Vakuum aus geistiger Leere und Besitzstandswahrung.



    Die Mitte bremst den Faschismus nicht, sie moderiert mangels Visionen seinen Einzug. Sie ist nicht mehr das Zentrum der Gesellschaft, sondern an den moralischen Rand gerückt. Wer nach rechts blinkt, liefert den Beton für die Wand, gegen die wir alle zu fahren drohen.

  • Klabauta

    Ich besuche zur Zeit eine Vorlesung zum Nationalsozialismus und stelle fest, dass ich gerade bei der Frühphase ab 1918 bei jedem zweiten Satz denke: Das kommt mir doch bekannt vor.



    Vor ein paar Jahren hätte ich die gleiche Vorlesung noch als rein historisch interessant bewertet und gedacht, dass so etwas nie wieder passieren kann. Jetzt bin ich mir da nicht mehr so sicher.



    Gerade die Rolle der sogenannten "bürgerlichen Mitte" ist nicht zu unterschätzen.



    Bei Merz' Rede auf dem Parteitag der CSU fiel mehrmals das Wort "normal", "normale Bürger" usw.



    Erinnert sich noch jemand, mit welchem Slogan die AfD in den letzten Bundestagswahlkampf zog? Eben.



    taz.de/Die-AfD-und...sbegriff/!5771233/

    Wir sollten hellhörig sein.

    • Budzylein

      @Klabauta:

      Ich kann mich noch erinnern, dass die heutige stellvertretende Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD), in ihrer Amtszeit als Drogenbeauftragte der Bundesregierung (2005 bis 2009) mehrmals öffentlich äußerte, dass Nichtrauchen zum "Normalfall" werden solle. Das hat damals merkwürdigerweise nicht zu nennenswertem öffentlichen Gegenwind geführt; vielleicht deswegen nicht, weil es von einer Sozialdemokratin kam. Aber diese Wortwahl dürfte dazu beigetragen haben, dass die Verwendung des Begriffs "normal" in den letzten Jahren immer mehr "normalisiert" wird.

    • passthedutchie

      @Klabauta:

      Oh, sehr Viele sind schon seit vielen Jahren sehr hellhörig. Die Parallelen des Präludiums mit der Zentrumspartei als Steigbügelhalter sind für alle, die in Geschichte nicht total gepennt haben, unübersehbar.



      Erstaunlich ist ja auch, daß die CDU erst diesen Begriff von der "Brandmauer" überstrapaziert, um dann genau in dem Augenblick, wo das Nachbarhaus Feuer fängt, diese einzureißen.



      Viele, so wie ich, haben die CDU nie wirklich als demokratische Partei anerkannt, sondern ahnten längst, wie das ausgehen wird. Man muß kein studierter Politikwissenschaftler sein, um zu antizipieren, worauf es hinausläuft, wenn über viele Jahrzehnte nur ein strikter Rechtskurs gefahren wird, und alles, was auch nur im Entferntesten als "links" erscheint, bekämpft wird.

      Deutschland hat sich die Demokratie nicht selbst verdient. Nach siebzig Jahren Entnazifizierungsvermeidung, konsequentem Rechtskurs und systematischen Unterminierens ist die "auferlegte" Demokratie schrottreif. Und nun übernehmen wieder die Simpel, die Führung und Gehorsam brauchen.



      Nach 1918 und 1945 werden die Franzosen sich nicht noch mal breitschlagen lassen. Noch ein mal wird Deutschland nicht wieder auferstehen. Das ist sicher.

    • Sam Spade

      @Klabauta:

      " dass ich gerade bei der Frühphase ab 1918 bei jedem zweiten Satz denke: Das kommt mir doch bekannt vor."

      Imagination nennt sich das.

      Ereignisse innerhalb einer Epoche sind immer in ihrer jeweiligen Zeit verankert und stehen für sich. Daher das Sprichwort "Geschichte wiederholt sich nicht".

      Gilt auch für die gesellschaftlichen Parallelen die sie erkannt haben wollen. Die bürgerliche Mitte 1918 war anders sozialisiert, hatte andere Moralvorstellungen und damit auch ein grundverschiedenes Bewusstsein auch in Bezug auf die Vorgänge in jener Zeit. Lässt sich in keinster Weise auf die heutige Gesellschaft anwenden. Gleiches gilt für die politische Klasse.

      Wenn sie einen Abgleich von Geschichte vornehmen, dann lassen sich daraus bestimmte Muster erkennen, die kann man dann auf heutige Entwicklungen umlegen, wenn sie den Ist-Zuständen angepasst werden. Das ist aber etwas grundsätzlich anderes als Parallelen zu ziehen.

  • Christian Lange

    Volle Zustimmung!



    Ich hätte nur nicht so moderate Worte dafür gefunden.



    Aber ich habe auch keine Kinder, soweit ich weiß ...

  • passthedutchie

    Sehr gut auf den Punkt gebracht!



    Genau in solchen Artikeln liegt das Potential, wie wir unsere Demokratie doch noch retten können. Denn es wird ja bereits die Hoffung skizziert, daß jeder glaubt, aus den Trümmern des Zusammenbruchs einen besseren Neustart für sich schaffen zu können, um insgesamt einer besseren Zukunft entgegenzugehen. Dabei wird übersehen, daß genau dies die subtile Lüge ist, auf der die ganze Welle aufbaut, denn:



    - So gut, wie es uns heute geht oder vor vierzig Jahren ging, wird es uns nie mehr gehen.



    - Die Schäden des Zusammenbruchs werden um Größenordnungen schlimmer sein, als der Aufwand, den es bräuchte, doch noch die Kurve zu kriegen. Gerade wir Deutschen sollten dies sehr gut wissen (Streichen Sie das "Wirtschaftswunder" aus dieser Gleichung! Das ist auch so ein Fehlglaube. Das hatte seine Ursachen weder in "konservativer Wirtschaftspolitik", noch ist es reproduzierbar.)



    - Die Superreichen haben bereits längst dafür gesorgt, wer aus den Trümmern heraus die besten Startchancen haben wird und dann die neue Weltordnung gestalten wird. Sicher ist, niemand wird in den Adelstand erhoben werden, der da nicht bereits schon ist.



    Reden Sie sich also bloß nichts ein!

  • shitstormcowboy

    Tja mein Lieber, uns hatte schon die zerfallende Sponti-Szene in den Arsch getreten und uns völlig desillusioniert zurück gelassen, während so einige ihr Glück bei den Grünen suchten, an der Uni, oder Sponti-Projekt sich aneigneten und ein Geschäft draus machten. Wenn's plötzlich eng wird, abwärts geht oder Absturz droht, dann brechen aus den Menschen ihre Urinstinkte hervor und jeder kämpft nur noch für sich. Wohl dem, der noch kämpfen kann. Wem soll man da die Schuld geben? Auch jetzt? Den Linken, der Sponti-Szene, den Konservativen, den Rechten? Den Reichen? Wenn die Not ausbricht ist sich jeder nur noch selbst der Nächste. Warum ist das so? Weil wir im Grunde mörderische Schimpansen sind? Im alten Rom war das wohl so. Aber dann gab es Leute wie Jesus. Auch Buddha, Krishna ... Diesen Menschen war daran gelegen, dass der Horror aufhört. Fangt bei euch selbst an, jetzt, war die Devise. Schiebt es nicht auf andere, macht es selbst anders. Teilt und nehmt euer Gegenüber in den Arm. Tun wir auch nur annähernd sowas? Nein! Und so wir eben alles immer weiter schlimmer und schlimmer.

  • Goldi

    Danke. Geistige Leere und Habgier als Zeichen einer Sehnsucht nach autoritärer Herrschaft zu sehen. Wouh!

    Diese Verbindungen sind mir noch nie ins/zu Bewußtsein gekommen.

    Chapeau! Hut/Mütze ab! Tolle Kolumne! Daumen hoch! :-)

  • Vigoleis

    Mit der Umsetzung polit. "Entwürfe" hat Ditschl historisch keine guten Erfahrungen gemacht.



    Einer der Hauptkritiken an Fr. Merkel (CDU) ist, dass sie 16 Jahre lang ohne "Entwurf" regierte, sondern Entscheidungen nach Machtkalkül traf. Einzige Ausnahme war die zur Grenzöffnung in 2015, die ihrer eigenen Aussage zufolge gemäß der "Kategorien Gewissen, Moral, religiös-humanistische Werte" durch sie fiel. Trotz anfänglicher Begeisterung waren sich doch zunehmend mehr Menschen darüber im Klaren, dass uns die Folgen Jahre später auf die Füße fallen würden.



    Und da stehen wir jetzt (natürlich nicht nur deswegen).



    Die politischen "Ränder" verbreitern sich zusehends. Links wie rechts lockt man den Wähler mit "Entwürfen". Bei jenen Hass und Neid auf "die Reichen", bei diesen Hass und Neid auf "die Anderen".



    Beide Entwürfe wollen (und müssen) stark emotionalisieren, weil das Große, Ganze (wie der Autor schreibt) zu "abstrakt" ist, kühlen Kopf verlangt.



    Den Menschen der Mitte zeichnet(e) eher ein "Leben und leben lassen" aus, den Staat der Mitte das "Jeder soll nach seiner Facon selig werden, Hauptsache, er zahlt seine Steuern."



    Und über Schönheit (als Kategorie o.ä.) lässt sich nicht streiten

    • Altbayer

      @Vigoleis:

      2015 ist übrigens einer der Gründe warum locker 33% der Bundesbeamtenschaft von der CDU weg wanderten.

      Erst wurden wir großkotzig gefragt (Ende 2014), dann wurde sowieso auf unsere Antwort gepfiffen. Frau Stillstand hat mich zu diesem Zeitpunkt schon nicht sonderlich interessiert.

      In Bayern könnte ich die CSU wählen, wenn ich mir ins eigene Bein schneiden will. Außer der Sicherheit ist sie recht selten ein Entwurf für mein persönliches Leben.

  • Sam Spade

    Der Mensch kommt halt nur selten über seinen Mikrokosmos hinaus. Die Fragen der Zeit versperren den Blick auf Zustände die uns wirklich beunruhigen sollten.

    Die jüngere Generation ist da weiter, zumindest hier in Norwegen. Meine Töchter fragen mich zum Beispiel, ob es zu verantworten ist in zehn Jahren noch Kinder in die Welt zu setzen und ob angesichts des Klimawandels und seiner globalen Auswirkungen in zwanzig Jahren noch eine Lebensführung nach heutigen Maßstäben möglich ist oder es sich nur noch die Wohlhabenden werden leisten können den Standard zu halten.

    Ich habe hier noch von keinen Jugendlichen vernommen, das er Angst vor einem Wiederaufkommen des Faschismus in Europa hat, geschweige davor das die Russen einen Krieg mit dem Westen anfangen.

    Sie fragen sich stattdessen welche langfristigen Auswirkungen die immer extremeren Wetterphänomene auf ihre Zukunft haben können, wie die Welt in 50 Jahren aussieht, wenn nicht nur dem globalen Süden immer mehr Lebensgrundlagen entzogen werden und welche Auswirkungen das auf die eigene Gesellschaft hat.

    Da sind die Prioritäten richtig gesetzt, auch wenn natürlich im Mikrokosmos der Jugend materielle Sicherheit weit oben steht.

  • Anjo

    Der Extremismus der Mitte: Wohlstandschauvinismus (nach Butterwegge)

  • Don Geraldo

    Das Problem der CDU ist doch eher, daß diese Partei inhaltlich für gar nichts mehr steht.



    Eine Partei, die den eigenen Inhalten nicht mehr zustimmt, wenn die entsprechenden Anträge von den Falschen kommt, braucht kein Mensch.



    Und noch nicht mal die Fans von rotgrün brauchen die CDU als Mehrheitsbeschaffer. Die wählen gleich SPD und Grüne.

    Wir sehen gerade der ehemaligen wichtigsten Partei Deutschland beim Sterben zu. Und deren Funktionäre merken das noch nicht mal.

    • mwanamke

      @Don Geraldo:

      Leider haben sie (CDU) aber (lt. Umfragen) grade wieder 2 Prozentpünktchen dazu gewonnen, SPD und Grüne dagegen je 1 verloren. Das macht mir noch viel mehr Sorgen, es zeigt mal wieder, dass die Mehrheit der Wählenden offensichtlich auf immer die gleiche populistische Masche reinfallen.

  • Andreas Flaig

    Schöne Montagmorgen Gedanken!

    Lasst uns treiben, völlig ohne Widerstand, in unserer Zuckerwelt.



    Bis wir -huch- erschrocken, die Heimsuchung andocken.

    Wären wir doch früher aufgewacht.

  • Perkele

    Lieber Ambros! Das sind exakt die gleichen Gedanken, die mich umtreiben und ich glaube, es gibt noch viele mehr die auch auf dieser Schiene sind....

  • Flix

    Die Union war schon immer anfällig für rechtsextremes, faschistisches Gedankengut. Ruf man sich Aussagen von Merz und anderen prominenten Protagonisten zu Homosexuellen, Migranten, Bürgergeldbeziehern oder anderen marginalisierten Gruppen ins Gedächtnis, so kommen dort tradierte, ausgrenzende Nazi-Sterotype zum Vorschein.

  • A.S.

    Desto wichtiger ist es, dass wir in Berlin eine linke, mitte Regierung bekommen. Auch wenn cdsu vor angst kotzt.

    • Jens Köster

      @A.S.:

      Gute Idee, aber sollte diese stellen?

  • Stefan Schmitt

    Ein sehr guter Kommentar, der auch selbstkritische Töne anschlägt und dadurch zu mehr Selbstreflexion ermutigt. Der nächste Schritt wäre wohl, weniger zu polarisieren und zu fragen, warum sich braune Halbstarke so verhalten, wie sie es tun. Das wäre die menschliche Seite. Die gesellschaftliche Frage lautet: Wie muss eine Demokratie gestaltet sein, damit sie selbstzerstörerische Kräfte in Schach hält und den Begriff der Freiheit neu bestimmt? Damit Entscheidungen künftig von allen getroffen und gemeinsam getragen werden – statt von Einzelnen. Politisch als auch wirtschaftlich.

  • Sikasuu

    ... dass ein Bündnis von Supermännern und braunen Gartenzwergen keine Mitte mehr braucht. Dieses Bündnis braucht auch keine kritische Kultur, keine Empathie. Es ist die Diktatur der Starken mit den ewigen Halbstarken, in der diejenigen, die sich noch auf Kategorien wie Gewissen, Moral, religiös-humanistische Werte und nicht zuletzt Schönheit berufen, ...



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    Nachdenk! ..... Mal wieder ZEIT alte Texte aus dem Gedächtnis oder der Versenkung zu holen. Ich hätte da einen von Umberto Eco! Titel "Urfaschis(s)mus"!



    Darin beschreibt er seine Erfahrungen auch Kind & Jugendlicher im Italien der 1930-40ger Jahre und kommt zum Schluss auf 14 Messpunkte, die wir mMn. auch heute noch an nicht nur politische "Wirklichkeit & Alltag" anlegen können. (1)



    Mal lesen, auch wenn "sinnverstehendes lesen längerer Texte" nicht mehr selbstverständlich zu sein scheint! :-(



    Einmal die Kurzform



    (1)www.dr-walser.ch/1...ch_umberto_eco.pdf



    und hier der Text von 1995 in Englisch,



    ia600601.us.archiv...-ur-fascism.lt.pdf



    der in der Zeit mal frei zugänglich war! :-(



    www.zeit.de/1995/28/Urfaschismus

  • Jaja Genau

    Das Wort zum Montag. Traurig, aber wahr. Und frei von allen falschen Hoffnungen.



    Für die rechte Mitte war Demokratie immer Mimikri.