Wer an die Decke blickt, entdeckt manchmal Löcher und manchmal Sterne: Heimkindergarten in der Motardstraße

Am Grenzübergang in Spandau

Flüchtlinge Das Erstaufnahmelager in der Motardstraße ist ein Ort des Übergangs: Menschen, die gerade noch auf der Flucht waren, erleben hier erstmals, wie es ist, in Berlin zu leben. Aber sind die alten Container ein neues Zuhause? Ein Projekt mit Schülern mit und ohne Fluchterfahrung macht sich auf die Suche

„Es ist relativ laut wegen der Baustelle. Die Flure sind relativ eng. Die Kinderwagen sind schmutzig. Es gibt keine Zeit. Die Zäune sind entweder kaputt oder hoch und spitz. Es gibt viele Bänke. Es ist hier sehr komisch, ja“: Betrachtungen aus der Motardstraße

Von Antonia Isabelle Weisz
(Text) und Lia Darjes (Fotos)

Kurz vor 9 Uhr morgens fahren wir durch das Industriegebiet in Spandau. Werbeplakate weisen auf Supermärkte hin, auf Schuh- und Burgerläden. Hier gibt es weder Cafés noch Kino, auch keinen Spielplatz.

U-Bahnhof Paulsternstraße. Links ragen 30 Meter lange, rüsselartige Verbindungsanlagen unwirklich von einem eingezäunten Gelände zum anderen. Sie gehören zum Kraftwerk Reuter, man erkennt die Kohlehalden. Dazu ein paar eingezäunte Wiesengrundstücke, ein bisschen verwildert, aber ohne jede Romantik.

Dann erst sieht man die Flüchtlingsunterkunft: fünf Wohncontainerblöcke hinter einem Zaun. Die Motardstraße 101a, eine zentrale Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge. Nachbarn gibt es hier nicht. Immerhin ausreichend Parkplätze vor dem Eingang.

Kaum sind wir ausgestiegen, kommt uns die Sozialarbeiterin entgegen, die in der Unterkunft für den Kinder- und Jugendbereich zuständig ist. Sie ist unsere Ansprechpartnerin. Wir gehen das Tor, winken dem Pförtner zu; es hat alles seine Ordnung. In der nächsten Woche werden wir an diesem Ort ein Kunstprojekt durchführen, inspiriert von ­Erich Kästners Kinderbuch „Die Konferenz der Tiere“ mit Jugendlichen aus einer Willkommens- und einer Regelklasse aus zwei Spandauer Schulen.

In dem Buch stellen die Tiere fest, dass die Menschen nicht in der Lage sind, die von ihnen selbst verursachten Probleme wie Kriege, Hungersnöte und Umweltzerstörung in den Griff zu bekommen. Sie sehen, dass die Erwachsenen mit ihrem Verhalten die Zukunft der Welt und damit auch die der Kinder aufs Spiel setzen. Also berufen sie eine Konferenz aller Tiere ein, um Besserung zu schaffen.

Unser Projekt möchte sich von der Geschichte inspirieren lassen. Die Schüler*innen arbeiten in Teams: einige mit und einige ohne Fluchtgeschichte. Sie können forschen, bauen, erzählen, schreiben, diskutieren, malen, filmen. Welche Wege gibt es, die Probleme der Welt zu lösen und Konflikte zu schlichten?

Unterstützt werden sie dabei von sechs Künstler*innen, ich bin eine von ihnen. Entstehen sollen Filme, Texte und ein Paravent als kreativer Schutzraum und mobiler Ort für Begegnung, Perspektive, lustvolles Lernen. Er kann ab und wieder aufgebaut werden.

Früher war die Motardstraße die einzige Erstaufnahmestelle in Berlin, heute gibt es mehrere, erzählt die Sozialarbeiterin. Es gibt Platz für 625 Menschen. Gerade wohnen hier 600 Menschen, darunter etwa 200 Kinder. Das Heim wird von der Arbeiterwohlfahrt geführt.

Wir sind keine Besucher, keine freundlichen Menschen, die Kleider oder Spielzeug­spenden abgeben wollen, keine Journalisten, keine Politiker. Wir werden hier arbeiten, wenn auch nur kurz. Orte an denen man arbeitet gleichen Orten, an denen man zu Hause ist, weil man sich in ihnen einrichten muss. Zunächst sind sie einem – wie alles Neue – fremd. Aber schon nach sehr kurzer Zeit beginnt man sich in ihnen auszukennen. Sich in ihnen wie selbstverständlich zu bewegen. Man kennt Bedingungen, Regeln, Ecken, Nischen, Hinterzimmer, muss mit ihnen umgehen, sich den Bedingungen anpassen, im besten Fall kann man aus ihnen schöpfen. Sich in sie einbringen, mit Körper und Geist.

Wir sind an einem Übergangsort, etwas Befristetem. Das gilt für die Flüchtlinge, die hier gerade leben. Das gilt auch für uns, die wir nur eine kurze Weile hier arbeiten. Der Container Haus 5 ist mit PVC ausgelegt. Die Farbe an den Wänden blättert ab. In den Ecken klebt Dreck. Hier gibt es keinen größeren Gruppenraum. Übereinander gestapelte Container bleiben übereinander gestapelte Container. Der größte Raum misst vielleicht drei mal drei Meter.

Wir laufen die Flure entlang, auch am helllichten Tag werden sie von Neonröhren beleuchtet. Die Sozialarbeiterin führt uns in die sogenannte Kinderschule. Dieser Raum erscheint mir am freundlichsten. An einer Wand steht ein Regal mit Büchern und Spielen. Gegenüber hängt eine Kreidetafel. Die Decke sieht marode aus: Mehrere Löcher sind in die Resopalplatten gebrochen, durch sie führt der Blick in ein schwarzes Nichts.

Ich denke an unsere Aufgabe und die Geschichte von Kästner. Wir können nächste Woche nicht so tun, als wäre es irgendein Ort, an dem wir sind. Es gibt Kinder, die diesen Ort kennen, und andere, für die er fremd ist. Keiner der einheimischen Spandauer Schüler war schon mal in einem Asylbewerberheim.

Als ich in der Willkommensklasse für Flüchtlinge in der Spandauer B.-Traven-Schule erzähle, dass wir unser Projekt in der Motardstraße machen, freuen sie sich. Einer der Jungen sagt in gebrochenem Deutsch: „Da wohnen wir.“ – „Ja, ich weiß“, antworte ich. „Wir kommen mit den anderen Schüler*innen zu euch“ – und dann zögere ich – „nach Hause.“

Das Projekt beginnt am Montagmorgen. Die Jugendlichen verteilen sich auf drei Gruppen. Wir, die Textgruppe, besteht aus 13 Leuten: Acht- und Neuntklässler aus der Willkommensklasse sowie der Spandauer Carl-Friedrich-von-Siemens-Schule – sie stammen aus Afghanistan, Syrien, Serbien, der Türkei, Deutschland, Rumänien, Albanien. Dazu kommt Fatima: Die 16-Jährige lebt auf dem Gelände, geht aber nicht zur Schule.

Um uns besser kennenzulernen, ziehen wir uns in ein Zimmer zurück. Ein kaputter Home­trainer aus den 80ern, abgestellt in einer Ecke; Neonröhren an der Decke; eine Spiegelkachel an der Wand voll mit alten Hanuta-Aufklebern; Herzchensticker über dem Waschbecken.

Hier stehen drei Tische, die schieben wir zusammen. Jetzt haben wir drei Tage Zeit zum Arbeiten. Am vierten findet die Präsentation statt, zu der auch Publikum eingeladen ist. Dann öffnet sich dieser Ort für Außenstehende, wird ein Veranstaltungsort in unserer Stadt. Bis dahin allerdings müssen wir uns ihm stellen. Ihm seinen Platz in unseren Gedanken, Gesprächen, unseren Texten einräumen, den er so unausweichlich einfordert.

Die Jugendlichen sind ruhig. Niemand stört. Ist das schon eine Reaktion auf den Ort, dass die Schüler*innen so brav sind? Wir wollen ihn erkunden. Wie riecht er? Klingt er? Fühlt er sich an? Wie viel Raum und Freiheit besitze ich in ihm, mich und meine Gedanken über ihn auszubreiten? Wir ziehen mit Stift und Papier los. Jeder für sich.

Am Boden um die Containerhäuser liegen Betonsteine mit großen Löchern. Dazwischen immer wieder unbepflanzte Waschbetonblumentöpfe und Wärterhäuschen, allerdings ohne Fenster. Sie erinnern mich an Grenzübergänge. Die Straßenlaternen mit Aufsatzleuchten wie an einer Autobahn sind sehr hoch und über das ganze Gelände verteilt. Ihr Licht muss nachts sehr grell sein. Die Zäune sind hoch und spitz. Ich frage mich, ob sie jene drinnen schützen vor denen draußen oder die draußen vor denen, die hier leben. Wahrscheinlich beides.

Schöne Ecken? Fehlanzeige

Ich beginne nach Plätzen zu fahnden, die schön sind. Es gelingt mir nicht.

Nach anderthalb Stunden treffen wir uns wieder in unserem Raum und lesen die ersten Texte vor. Dominic, einer der deutschen Jungs, schreibt: „Seit fünf Minuten laufen wir durch diesen Stadtteil. Ich erwarte eigentlich eine schöne Kunstzweigstelle, mit viel Inspiration, und bekomme ein riesiges Gelände mit viel Häusern. Sieht aus wie ein Kinderheim, denke ich. Kinder gibt es, aber keiner spricht Deutsch. Moment mal, gibt’s in Spandau, oder wo immer ich auch bin, ein Flüchtlingslager? Wenn ja, bin ich wohl in einem gelandet. Was hat dieser Ort mit kreativer künstlerischer Begabung zu tun? Da is’n Zaun aus Stahl mit Spitzen und irgendwelchen anderen merkwürdigen Dingen, ein megaböser hardcore Zaun. O.k., jetzt geht’s raus, und wir gehen diese hochgefährliche Einöde erkunden. Es geht schon drinnen los mit’nem Blick an die Decke. Ich hoffe, dass die trotz Löchern stabil ist. Wie lässt es sich hier wohnen? Alles sieht aus wie im Knast. Man kann niemanden besuchen, ohne diese Schranke zu durchqueren. Totale Security. Alles in allem, Fazit: SCHEISSE!“

Ein anderer Schüler gibt seinem Text die Überschrift „Spurensuche“: „Ich habe verschieden Dinge gefunden, z. B. einen Garten, der kein Garten ist. Das Gelände ist in verschiedene Häuser eingeteilt. In Haus 5 gibt es Kleiderspenden und man kriegt einmal im Monat Shampoo. (Meine Flasche zu Hause ist schon nach zwei Wochen leer.) Draußen stehen Straßenlampen. Im Haus 4 gibt es Essen: Frühstück 7–10 Uhr, 12–14 Uhr Mittagessen, Abendessen 15–15.45 Uhr. Das ist unlogisch. Ein paar hier gehen nicht zur Schule. In Haus 6 wohnt der Leiter! Es ist relativ laut, wegen der Baustelle. Die Flure sind relativ eng. Die Kinderwagen sind schmutzig. Es gibt keine Zeit. Die Waschmaschinen stehen in einem extra Raum. Sie hängen die Wäsche draußen auf, mit Seil am Fenster. Es gibt viele Sicherheitsleute, die herumlaufen. Die Zäune sind entweder kaputt oder hoch und spitz. Es gibt viele Bänke. Es ist hier sehr komisch, ja.“

Philipp, ein anderer deutscher Junge, der HipHop-Outfit trägt und, egal wie warm es ist, eine Wollmütze. Seine Haltung nach außen ist lässig und cool. Ich freue mich darüber, wie er in seiner Beschreibung nicht nur Sichtbares einfängt: „Als ich hierhergekommen bin, sah ich einen steinigen Hof mit alten Bänken, worauf manche Leute saßen und nichts gemacht haben, oder vielleicht haben sie über ihr Leben nachgedacht. Und hinter dem alten Zaun ist ein großer Sandplatz, wo große Bagger schaufeln. Ein Mann stellte sich vor den Zaun und starrte wie eingefroren auf den Bagger. Vielleicht dachte er nach, über die Familie oder das Zuhause. Ich fühle mich alleine, obwohl ich hier mit meinen Mitschülern bin.“

In der deutschen Sprache gibt es den Ausdruck „angekommen sein“, wenn man sich in seinem Leben eingerichtet hat, sich verorten kann und keinen Drang mehr empfindet, irgendetwas fundamental zu ändern. Schnell sind wir beim Begriff Heimat. Ort, Land, Stadt, Umgebung, Straße, Haus, Zimmer, Stuhl, Kopf. Was ist der Unterschied zu: zu Hause?

Gedanken festhalten

Eine kleine Diskussion beginnt, die ich unterbreche. Lasst es uns aufschreiben, unsere Gedanken festhalten. Nach fünf Minuten lesen alle der Reihe nach vor: „Heimat bedeutet für mich, wo ich geboren wurde und aufgewachsen bin. Zuhause heißt, wo ich zurzeit wohne. Ich wohne in Spandau. In meiner Straße. Es hört an der Kreuzung auf“, schreibt Dominic.

Mojtaba kommt aus Afghanistan. Er unterscheidet die Begriffe Heimat und zu Hause nicht. Er notiert: „Heimat ist für mich Afghanistan, also da, wo ich geboren wurde, man gewachsen wurde, aber jetzt ist meine Heimat Deutschland, weil ich hier groß werde und lebe.“

Philipp schreibt: „Für mich ist die Heimat, wo ich lebe und wohne. Weil ich mich zu Hause wohlfühle. Weil ich mit meiner Familie hier bin und hier meine ganzen Sachen sind: Skateboard, Longboard, Basketball, Xbox, Fernseher, Handy, Kopfhörer.“

Hossain schreibt: „Ich bin in Afghanistan geboren, und da bin ich groß geworden. Ich fühl mich gut, wenn ich in meine Heimat gehe. Es ist immer noch Krieg in Afghanistan, darum bin ich mit meiner Familie nach Deutschland gekommen, um in Ruhe zu leben, und ich fühle mich immer noch allein, obwohl ich mit Familie hier bin.“

Die Schüler sind außergewöhnlich wach, ihre Wahrnehmung bleibt nicht in Stereotypen hängen. Immer wieder wird abgewogen, die Perspektive gewechselt. Ist es schlimm, hier zu sein, oder gut?

Das Thema „Konferenz der Tiere“ ist in weite Ferne gerückt, zusammen mit all den anderen Fragen, die wie uns vor dem Projekt theoretisch überlegt hatten. Zum Beispiel, ob Staaten überhaupt noch eine zeitgemäße Form sind, Gemeinschaften zu organisieren, zu verwalten, zu definieren.

Am zweiten Tag schreibt Dominic, der deutsche Junge, der tags zuvor noch alles „Scheiße“ fand: „Wir verstehen langsam, was die Leute hier suchen und machen wollen. Sie wollen arbeiten und aus ihren Ländern flüchten. In ihrem eigenen Land können sie es nicht mehr aushalten. Sie flüchten aus ihren Ländern, weil sie in Deutschland ein neues Leben beginnen wollen. Die Kinder wollen zur Schule, aber sie können nicht. Deswegen flüchten sie.“

Und Anita, die aus dem ehemaligen Jugoslawien stammt und schon lange in Berlin lebt, schreibt: „Als ich hier heute herumgelaufen bin, habe ich mir die Gegend angeschaut und sah, dass es in den Häusern etwas eng ist. Und draußen die Häuser sind angemalt, mit Graffiti. Sie haben auch sehr viel Freiraum draußen und Bänke; Mülltonnen liegen auch draußen. Dann sind wir mal in ein paar Häuser reingegangen. Ich finde es ein bisschen eng hier, aber trotzdem gefällt mir auch nur die Vorstellung, dass die immer alle hier zusammen sind. Sie kennen sich alle. Das finde ich voll schön, und was ich noch gut finde, ist, dass sie rausgehen können, wann sie wollen. Aber was ich nicht schön finde, ist, dass die Gegend mit hohen Zäunen voll ist, die auch gefährlich sind. Vielleicht fühlen sich die Leute hier so auch wohler, wenn es überall Zäune gibt. In Sicherheit! Weil es in ihren Ländern unsicher war.“

Am letzten Tag findet die Präsentation statt. Um 12 Uhr, ungünstig für Menschen, die arbeiten müssen. Es kommen kaum Eltern, dafür Mitschüler von Parallelklassen, viele Bewohner und sogar ein Fernsehteam vom rbb. Nach vier Tagen steht unser Ort plötzlich im Rampenlicht – und nicht wegen negativer Schlagzeilen! Das Rondell strahlt in bunten Farben. Tiere sind darauf zu sehen und Worte von uns, auf Stoff gedruckt, an der Außenseite des Rondells angetackert: Verheimatungen. Gedankenbrot. Wasserglück. Die von der Filmgruppe produzierten Filme werden gezeigt. Anschließend präsentieren die Jugendlichen unserer Gruppe ihre Texte.

Philipp liest: „Wie man die Welt positiv verändern kann, weiß ich nicht, und ich glaube, dass es keiner so richtig weiß. Nur wenn wir zusammenhalten, können wir die Welt verändern, denn einer allein kann nicht die ganze Welt und den ganzen Terror verändern. Ich denke, dass die Welt so negativ ist oder negativer wird, weil immer mehr Menschen nur an sich denken und nicht an die anderen. Nicht jeder kann einer Meinung sein. Aber man muss sich einigen können. Ich denke, dann wäre die Welt positiver.“

Schließlich die Abschlussrunde: Was ist in den vier Tagen anders geworden?

Wir sind an diesen Ort gekommen, offen aufeinander zugegangen. Wie haben uns ihm vorsichtig, manchmal unsicher, fragend genähert, sind ihm begegnet und seinen Menschen dort. Es ist wichtig, nicht nur über, sondern auch mit Flüchtlingen zu sprechen. Dabei gilt es, nicht auf der Ebene emotionaler Ablehnung oder Betroffenheit zu verharren. Es geht um Verantwortung. In diesem Wort liegt die Sehnsucht nach einer Antwort auf die drängenden Fragen unseres Zusammenlebens. Wie soll es aussehen? Wie können wir es positiv gestalten? Gerecht, menschenwürdig.

Unser Projekt war kurz. Dennoch haben intensive Begegnungen stattgefunden und kulturelle Kontrasterfahrungen. Sie haben das Lernen hier ausgemacht.

Ich lasse mich dazu hinreißen, an die Jugendlichen zu appellieren: Macht es besser als wir Erwachsenen und vergesst nicht. Sie freuen sich.

Wir sollen – das wird uns von der Sozialarbeiterin gesagt – aufpassen, dass die Kinder zum Abschied keine Facebookfreundschaften austauschen. Manche ignorieren diesen Hinweis. Wir fragen nicht weiter nach, denken uns unseren Teil. Das hier ist ein schwieriger Ort.

Gekürzte Fassung aus dem Text „Gedankenbrot“. Antonia Isabelle Weisz ist freie Autorin, Ethnologin und poetische Spielraumeröffnerin und lebt in Berlin. Lesung am 7. 9., Anmeldung unter www.aiweisz.de