„Durchbrecht die Kriegslogik“

Ich fühle mich allein gelassen

Als Nachrichtenhörer und Zeitungsleser fühle ich mich dieser Tage mehr denn je allein gelassen. Unter der wahlweisen Balkenüberschrift „Krieg“ oder „Terror“ wird der Unterschied in der Gesetzmäßigkeit dieser Kategorien verwischt. Liegt das vielleicht daran, dass den USA bzw. der Nato für ihre Angriffe in Jugoslawien oder dem Irak ebenfalls nicht das Recht zur Seite steht? Des Weiteren finden sich Äußerungen des amerikanischen Präsidenten, der die Anschläge als „feige“ bezeichnet, obwohl die Täter für ihre Überzeugung ihr Leben ließen und weltweit Soldaten das Lied vom süßen Tod für das Vaterland vorgesungen wird, der sie zum Helden adele.

Interessant auch, dass die afghanischen Taliban, bei denen Bin Laden seit Jahren Zuflucht findet, sich genötigt sehen, jegliche Verbindung zu den Angriffen vorsorglich zu bestreiten, als fürchteten sie willkürliche Racheakte der freiesten und gerechtesten Macht der Welt.

MICHAEL DEIKE, Berlin

Mit dem Microsoft-Flugsimulator

In den Nachrichten wird immer wieder darauf hingewiesen, dass für die Führung der entführten und missbrauchten Flugzeuge ausgebildete Personen nötig gewesen seien. Das ist nicht richtig. Das Halten der Flugzeuge in der Luft und das Navigieren in einfachen Kurven ist im Wortsinne kinderleicht; es kann auch von Menschen mit einem IQ noch unter 100 beherrscht werden.

Die notwendigen Handgriffe können allein mit einem Flugsimulator für PCs erlernt werden. Interessanterweise bietet gerade Microsoft einen Flugsimulator an, der dafür hervorragend geeignet ist. Simulatorschemata für die beteiligten (häufigen) Flugzeugtypen sind verfügbar.

LEO SAI-THAM, Frankfurt

Es fehlt die Friedenserklärung

Hört auf, von Kriegserklärung zu reden! Welcher Krieg braucht schon erklärt zu werden. Er findet ohnehin statt, ob mit Recht oder Unrecht. Wo es um Macht geht, braucht es nur Gewalt, aber weder Begründung noch Verständigung. Daran fehlt es: dass erklärt wird, wie der Frieden bewahrt werden kann. Dass erklärt wird, was die Menschen vereint. Wir brauchen, nach diesem furchtbaren 11. September 2001, nicht noch eine Kriegserklärung. Denn die Gewalt hinterlässt nur zwei Arten von Menschen: Opfer und zukünftige Opfer.

GILLES MEBES, Freiburg

Apokalypse vor der Tür

Solange wir uns nicht ernsthaft daranmachen, die Lebensbedingungen aller auf der Welt erträglich zu gestalten und wir Reichen nicht erheblich verzichten, so lange wird die Apokalypse vor unserer Tür stehen. Wir bauen Wolkenkratzer und entwickeln immer monströsere Techniken, wir heben ab und denken an das Leben auf dem Mars, in der internationalen Raumstation, an den sündhaft teuren Transrapid und beachten nicht das Leid, das auf der Welt herrscht. Wir verbrauchen Ressourcen ohne Rücksicht auf die ausgebeuteten Länder und Völker. Die Stürme werden zunehmen, ob wir Panzer haben oder nicht. Und bald schon werden die armen Völker der Welt etwas von dem süßen Kuchen haben wollen, den wir verspeisen – auch dann helfen Bomben nicht, denn sie werden uns selber treffen. Kein Asylgesetz kann den Zustrom der Bedürftigen dann noch stoppen.

HAUKE ROY, Lienen

Ich verstehe euch nicht

Ich kann nicht begreifen, warum die taz wie alle anderen Zeitungen die Taliban und deren Verurteilung des Terrorismus erwähnen. Die Taliban selbst führt einen Krieg gegen die afghanische Bevölkerung. Mit ihrer Erklärung wollen sie sich doch nur bei den USA einschleimen, damit sie ihre unmenschliche Politik weiterführen können. Ich verstehe euch nicht.

JUDITH KOCH, Hamburg

Mit gleichem Wahnsinn geantwortet

Ich denke es geht jetzt nicht darum, wann und wo Vergeltungsschläge ausgeführt werden, sondern dieser Anschlag sollte der amerikanischen Regierung und auch deren Verbündeten endlich einmal zu denken geben, ihre ebenso menschenverachtende Politik zu korrigieren, die zu einem solchen Zerstörungsakt geführt hat. Eben diese Politik ist verantwortlich für den Hungertod von Millionen Menschen in der „3. Welt“. Das Missachten des Kioto-Protokolls aus rein ökonomischen Gründen kann langfristig das Leben von Milliarden Menschen gefährden. Das völkerrechtswidrige militärische Attackieren souveräner Staaten ohne UN-Beschluss führt zum Tod und zur Verelendung tausender von Menschen. Wen wundert es da, dass mit dem gleichen Wahnsinn zurückgeschlagen wird. PAUL SCHÄFER, Köln

Sie werden nicht aufhören

Vielleicht ist es zurzeit einfach falsch, Mutmaßungen über weitere Terrorakte anzustellen. Doch ich kann mir nicht vorstellen, dass eine Organisation, welche in der Lage ist, Anschläge von so gewaltigen Dimensionen durchzuführen, jetzt einfach damit aufhört. Es mag sich jetzt zynisch anhören, aber ein einzelner Anschlag mit nur einer Bombe ist übersichtlicher. Dahinter steckt eine viel geringere Logistik. Hinter den Taten muss eine Organisation stehen, die uns gestern ihre wahre und grausam brutale Stärke gezeigt hat.

GEORG STEINERT, Hooksiel

Von Krieg zu sprechen, ist falsch

Im Zusammenhang mit den Terroranschlägen in den USA von einem Krieg zu sprechen, ist politisch unverantwortlich und sachlich falsch. Auch wenn die Anschläge kriegerische Dimensionen erreichen, sind sie kein Krieg, sondern ein Verbrechen. Nicht militärische, sondern polizeiliche Mittel sind dagegen angesagt.

Verteidigungsbereitschaft gegenüber Terroristen zu proklamieren, die man nicht kennt und die ihr eigenes Leben nicht schonen, ist doch völlig unsinnig. Vielmehr sollten wir selbstkritisch über alle Anlagen noch einmal neu nachdenken, deren Zerstörung eine noch viel größere Katastrophe herbeiführen würde (Chemie-, Atom- oder Bio-Industrie).

Statt das allgemeine Säbelrasseln zu beginnen sollten unsere Politiker darüber nachdenken, ob die „zivilisierte Welt“ sich nicht mehr Gedanken machen sollte über die Reichtumsverteilung und die Gerechtigkeit in der ganzen Welt, um dem Hass den Boden zu entziehen und Terrorgruppen die Untersützung bestimmter Bevölkerungsteile zu entziehen.

SALKA GÄRTNER, Hamburg

Auf einmal gibt es Schweigeminuten

In der Schule sind auf einmal alle politisch interessiert – seltsam, seltsam, wo man doch schon ganz genau weiß, wer einigermaßen Ahnung hat und wer nicht. Und auf einmal gibt es sogar Schweigeminuten im Unterricht. Nur: Wo waren diese Schweigeminuten, als im Kosovo Unschuldige von Nato-Truppen ermordet wurden? Hingen da auch die Fahnen auf Halbmast? Nein, sie hingen oben. Ganz oben. Es kotzt mich so unheimlich an.

Alle tun auf einmal auf Mitleid. Aber wer hat Mitleid mit den von Amerika unterdrückten, angegriffenen Menschen? Niemand. Wer macht sich Sorgen um die hungernden Kinder? Die großen Wirtschaftsbosse der USA bestimmt nicht. Damit wir uns nicht falsch verstehen: Ich finde es grausam, dass so viele Menschen sterben mussten, aber das passiert regelmäßig, ohne dass jemand davon Notiz nimmt.

SEBASTIAN KORINTH,

Holzwickede

No Revenge! No War!

Solidarität und Mitgefühl mit allen Opfern der Terroranschläge von New York, Washington und Pittsburgh und ihren Familien, Freunden und Bekannten. Fassungslose Trauer über Hass, Fanatismus, Verzweiflung, Größenwahn und verbrecherische Energie bei den TäterInnen und ihren Hintermännern und -frauen.

Solidarität – vor diesem Hintergrund – mit einem Land, das selbst für terroristische Taten wie den Abwurf der Atombomben auf Hiroschima und Nagasaki, die Bombardierung Hanois oder die Ermordung des demokratisch gewählten Präsidenten von Chile mitverantwortlich gewesen ist.

Helft mit, das amerikanische Volk, die amerikanische Regierung zu bitten: Please: Remain Democrats! No Revenge! No War! For God’s Sake! For Humanity! For all Man- and Womankind!

INGER DETLEFSEN, Bremen

Wir müssen die Logik durchbrechen

Lieber Martin, du bist auf dem Weg des Hasses und der Ausgrenzung. Du schreibst: „Und trotz aller Abhärtung, die ich in mittlerweile 21 Jahren durch die Medien erfahren hatte, traten mir die Tränen in die Augen, und es schnürte mir die Kehle zu, wie hoffentlich jedem anderen zivilisierten Menschen.“ Wegen der Abhärtung und wegen der Medienerfahrung glaubst du, dass es zivilisierte und nicht zivilisierte Menschen gibt. Das Gute und das Böse.

„Schon ziemlich früh war mir relativ klar, dass es nur sehr Wenige gibt, die genügend Zynismus besitzen, um im Namen ihres Gottes den Tod Zehntausender in Kauf zu nehmen – sie sind vermeintliche Genies vom Kaliber eines Hitler, eines Stalin, eines Pol Pot, eines Saddam Hussein, eines Ussama Bin Laden.“ Du irrst dich, es gibt ganze Systeme, die sich aus Zynismus und Menschenlebenverachtung nähren, die auch heute noch zwischen wertem und unwertem und zwischen zivilisiertem und unzivilisiertem Leben unterscheiden.

„Selbst ich als Pazifist verlange, dass mit dem Problem in genau derselben kalten, berechnenden Art und Weise umgegangen, er mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln ausgeschaltet wird.“ Es gibt viele Wege, ungerechtes Handeln zu rechtfertigen, deine Argumentation ist leider eine nicht unübliche. Vom Pazifisten zum blindwütigen Bellizisten, vom Friedensengel zum Teufelsaustreiber.

Friedensarbeit ist anstrengend, aber sie lohnt sich! Freundschaft THOMAS undACHIM BRAUER, Pulheim

Auf der Stufe von Tieren

Die Täter und die Verantwortlichen der Terroranschläge in den USA haben sich außerhalb der menschlichen Gesellschaft gestellt und sich auf die Stufe von Tieren begeben. Die Beifallsbekundungen bei Palästinensern und anderen Arabern zeigen, ebenso wie die palästinensischen Selbstmordanschläge der letzten Zeit und dem Terrorismus früherer Jahre, welch primitiver Geisteszustand bei Tätern und ihren Sympathisanten herrscht.

Es ist nicht vorstellbar, dass die Tat dieses Abschaums der Menschheit den palästinensischen Arabern einen Vorteil bringt – im Gegenteil, Israels Maßnahmen gegen den Terrorismus werden in der Welt mehr Verständnis finden. Ist solchen Terroranschlägen, wenn man denn nun die Drahtzieher herausfinden sollte, überhaupt anders als mit Vergeltung zu begegnen? RÜDIGER BENNINGHAUS,

Köln

Es hat etwas Unwirkliches

Die Nachricht von den Anschlägen auf die Türme des World Trade Centers und das Pentagon haben ertwas Unwirkliches an sich. Weil es uns undenkbar erscheint. Es ist aber wahr, und es ist in der Tat ein grauenerregendes Ereignis.

Die vorschnelle Androhung der Vergeltung durch Herrn Bush weist in eine falsche, gefährliche Richtung: Eskalation der Gewalt und „Bestrafung der Schuldigen“, wo ruhiges Handeln und Deeskalation, und Bekämpfung der Ursachen gefordert sind. Zumal der Terrorismus per definitionem auf seinem eigenen Feld, dem der Gewalt, immer der Sieger sein wird. Daher muss man den Terroristen auf einem anderen Feld als dem ihrem begegnen: indem man sich ernsthaft mit den politischen Forderungen auseinander setzt, auf die sich terroristische Gruppen in verschiedenen Teilen der Welt beziehen und aus denen heraus sie sich versuchen zu legitimieren. Und indem man alles daransetzt, den Mitteln des Terrorismus – der Gewalt, des Mordes und der Zerstörung – ihre Legitimität zu entziehen. Das ist aber nur möglich, wenn die Staaten selbst sich im Inneren an die eigenen Regeln der Rechtsstaatlichkeit halten und auch nach außen Vertrauen und Sicherheit durch Institutionen schaffen, anstatt durch das Gesetz des Dschungels. Eine Lehre für Herrn Bush? SYLVIA ROHDE-LIEBENAU, Brüssel

Konflikte partnerschaftlich lösen

Wir verurteilten die terroristischen Anschläge in den USA, denen tausende von Menschen zum Opfer gefallen sind. Unser Mitgefühl gilt den betroffenen Menschen. Nach fünf Stunden ist völlig unklar, wer hinter den Gewalttaten steht.

Jetzt ist Besonnenheit nötig, um die Lage nicht weiter eskalieren zu lassen. In dieser Situation hilft es wenig, wenn Politiker mit starken Sprüchen Machtpolitik demonstrieren oder wie Bundeskanzler Schröder von „einer Kriegserklärung gegen die zivilisierte Welt“ sprechen. Die Trennung in eine „zivilisierte“ und eine „unzivilisierte Welt“ vertieft die Gräben.

Dem Terrorismus kann man nur den Boden entziehen, wenn die bestehenden Konflikte in der Welt partnerschaftlich und gewaltfrei angegangen werden. Das ist sicherlich nicht einfach, aber wir haben gesehen, dass weitere Hochrüstung und verstärkte Geheimdienstaktivitäten keinen Schutz bieten.

WOLFGANG WEWER,Friedensinitiative Oberberg

Chile, Nicaragua, Panama, Sudan

Jeder ist wohl entsetzt über die Anschläge gegen die USA. Aber unhaltbar finde ich die von Bundeskanzler Schröder verkündete „uneingeschränkte Solidarität“ mit den USA. Denn es soll nicht vergessen werden, dass die USA zu diesem Klima beigetragen haben: Grenada (1983) oder Panama (1989) wurden völkerrechtswidrig überfallen und Tausende von Toten in Kauf genommen. Als der Außenminister Kissinger den demokratischen General Schneider in Chile ermorden und die Diktatur Pinochets einrichten ließ, war die Bundesregierung nicht bereit, chilenische Flüchtlinge aufzunehmen. Wegen ihrer Militäraktionen gegen Nicaragua wurden die USA vom internationalen Gerichtshof in Den Haag 1987 verurteilt.

Die ebenso völkerrechtswidrigen Angriffe auf eine pharmazeutische Fabrik im Sudan (1998), die ständigen Bombardements auf den Irak und die israelischen Angriffe auf die autonomen Gebiete, Enteignungen, Häusersprengungen, Siedlungsbauten und Demütigungen der Palästinenser haben auch zum Klima beigetragen, dass es zu solch entsetzlichen Partisanenaktionen wie in New York und Washington kommen konnte.

Wir sollten erkennen: Der Fanatismus hat seine Wurzeln im Elend der Menschen in vielen Teilen der Welt. Im eigenen Interesse sollten wir uns in diesen Regionen für ein menschenwürdiges Dasein einsetzen. Denn unangreifbar sind auch wir nicht.

HARTMUT BERNECKER,Bietigheim

Gestern und heute

Drei große, voll besetzte Linienflugzeuge wurden entführt und als Bombardement für das World Trade Center in New York und das Pentagon in Washington benutzt. Alles, was ich denken und schreiben kann, erscheint mir so unendlich blass und flach und oberflächlich. Eine Kriegserklärung, wie ich sie noch nicht erlebt habe. Unfassbar.

Mittwochmorgen: „Noch bessere Sicherheitsvorkehrungen“, das macht mich traurig, auch ein bisschen wütend. Natürlich gab es das schon immer in der Geschichte. Nach empfindlich eingesteckten Treffern wurde die Stadtmauer um einen halben Meter erhöht. Oder noch eine weitere darumgezogen. Man zementiert die Ursache des Problems noch fester ein. Am Ende haben sich die USA verschanzt bis zum Geht-nicht-mehr, aber Europa ist ferner denn je.JUSTUS GARBE, Greifswald

Wir brauchen eine neue linke Politik

Gestern hat die Nato per Artikel 5 ihrer Satzung die Angriffe auf die USA als kriegerischen Angriff auf ein Bündnismitglied anerkannt. Die USA bereiten derzeit ein „Kriegserklärung gegen Unbekannt“ vor, ein wohl einmaliger Fall in der Weltgeschichte. Dies bedeutet, dass sich damit Deutschland de jure im Kriegszustand befindet!!!

Der Vergleich dieses Angriffes mit Pearl Harbour ist durchaus gerechtfertigt. Es ist kein üblicher Terrorakt zur Erreichung irgendwelcher politischer Ziele, sondern eine Aktion mit dem Ziel, möglichst viele Nichtkombattanten (Zivilisten) zu ermorden. Damit ist es eindeutig Kriegsverbrechen gleichzustellen, ethnischen Massakern etc. Die Attentäter haben in der Tat der freien und demokratischen Lebensform den Krieg erklärt und stellen damit eine Bedrohung für die uns wichtigsten Errungenschaften der Zivilgesellschaft dar.

Die deutsche Linke wird in den nächsten Wochen gefordert sein, wie sie mit dieser völlig neuen Situation fertig wird, da bislang gültige politisch-moralische Standpunkte durch die Veränderung des Friedens- in einen Kriegszustand bis zur Beendigung des Letzteren nicht mehr angemessen sind. Wir müssen eine eine neue linke Position im Kriegszustand finden.

MARTIN CHAN, Ulan-Bator

Besonnenheit ist gefordert

Kaum sind die ersten Schreckensmeldungen über den wohl schlimmsten Terroranschlag in der Weltgeschichte verhallt, da werden schon die ersten Stimmen laut, die Konsequenzen fordern. Noch trauern die USA und mit ihnen viele Menschen auf der ganzen Welt um die Opfer, wird versucht, das ganze Ausmaß dieser Tragödie zu fassen, da ist schon wieder das Spekulationskarussell am Laufen. Die Araber heißt es, Palästinenser, der Erzfeind Irak, die Taliban, oder die Kreise um Ussama Bin Laden, auf den sich die Hinweise zu verdichten scheinen. Eine militärische Herausforderung, eine Kriegserklärung braucht eine militärische Antwort, tönt es durch den Äther.

Keine Frage, diejenigen, die diesen Anschlag verübt haben, sind Kriminelle, Schwerverbrecher, Feinde der Demokratie und Humanität. Doch auch diese Situation erfordert ein Vorgehen mit rechtsstaatlichen Methoden, besonnene, keine unüberlegten, vorschnellen Reaktionen.

Vielleicht ist dies ein Zeichen, ein grausames und unmenschliches zwar, den „Vergessenen“ dieser Erde mehr Aufmerksamkeit zu schenken, sie an unserem Wohlstand und bisherigen Frieden teilhaben zu lassen und so viele weitere Terrorakte zu verhindern. FELIX KOLTERMANN,

Thalfang