Gleichberechtigung in den USA

Oklahoma legalisiert Homo-Ehe

Ein US-Bundesrichter hat das Verbot der Homosexuellen-Ehe in Oklahoma gekippt. Damit folgt der Bundesstaat einem Trend.

Die Homo-Ehe: In Oklahoma jetzt erlaubt, in Russland weiterhin verboten. Homosexuelle Paare demonstrieren in St. Petersburg.   Bild: dpa

WASHINGTON afp | Der Verfassungszusatz, der die Ehe in Oklahoma auf Beziehungen zwischen Mann und Frau beschränke, verstoße gegen die US-Verfassung, urteilte Richter Terence Kern am Dienstag. Es handele sich um einen "willkürlichen, irrationalen Ausschluss einer Gruppe von Bürgern von einer behördlichen Leistung", kritisierte der Richter.

taz paywall

Ist Ihnen dieser Artikel etwas wert?

Mehr Infos

taz.de

Erst vor wenigen Wochen hatte ein Bundesrichter in Utah ebenfalls ein Verbot der Homo-Ehe für verfassungswidrig erklärt. Hunderte schwul-lesbische Paare hatten sich daraufhin trauen lassen. Nach einem Eilantrag der Regierung von Utah blockierte der Oberste Gerichtshof allerdings inzwischen vorerst weitere Homo-Trauungen in dem Bundesstaat.

Das Eherecht ist in den USA Sache der Bundesstaaten. Fast 30 Staaten haben ihre Verfassungen geändert, um Ehen zwischen Menschen gleichen Geschlechts zu verbieten. In den vergangenen Jahren stieg jedoch der Druck, Homosexuellen die gleichen Rechte wie Heterosexuellen zu geben.

Im vergangenen Juni gelang ein Durchbruch, als das Oberste Gericht ein Gesetz kippte, das die Ehe als Bündnis zwischen Mann und Frau festschrieb. Mitte Dezember legalisierte zudem New Mexico als 17. Bundesstaat die Homo-Ehe.

 

Um einen Kommentar zu schreiben, registrieren Sie sich bitte.

Bitte halten Sie sich an unsere Netiquette.

Sie finden Ihren Kommentar nicht?

Ihren Kommentar hier eingeben