Das Gestern im Heute

Seit fast einem Jahr ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen die Jenaer Ärztin Rosemarie Albrecht. Anfangsverdacht: Mord. Die heute 85-Jährige soll in der NS-Zeit an „Euthanasie“-Verbrechen beteiligt gewesen sein. In der DDR konnte Albrecht unbehelligt Karriere machen. Ein Kapitel Geschichtsbewältigungin Thüringen und ein Besuch bei einer alten Frau

In einem der besseren Wohnviertel Jenas sitzt eine Frau auf der Wohnzimmercouch ihres Einfamilienhauses. Ihre Wohnung, sagt sie, verlässt sie kaum noch. Sie fühle sich „stigmatisiert“, die Leute tuschelten hinter ihrem Rücken. Die Frau heißt Rosemarie Albrecht. Sie ist 85 Jahre alt. Seit dem Frühjahr vergangenen Jahres ermittelt die Staatsanwaltschaft Gera gegen die pensionierte Ärztin wegen Mordverdachts und holt damit nach, wozu die DDR-Behörden nicht den Mut aufbrachten. Albrecht soll in der Nazizeit in die organisierte Krankentötung in der psychiatrischen Klink Stadtroda verwickelt gewesen sein. Kurz zuvor war bereits die Beteiligung des Jenaer Kinderarztes Jussuf Ibrahim an der NS-„Euthanasie“ bekannt geworden. Der 1953 verstorbene Ibrahim, der von der DDR als „Verdienter Arzt des Volkes“ ausgezeichnet worden war, hat erwiesenermaßen behinderte Kinder zur Tötung überwiesen. Bis vergangene Woche war eine Straße in Jena nach ihm benannt. Ende 2000 entschlossen sich die Stadtväter nach langem Zaudern, die Ibrahimstraße umzubenennen. Es ist die Straße, in der Rosemarie Albrecht lebt. Die Straße heißt nun „Forstweg“.

Ein unauffälliges Mietshaus in der thüringischen Kleinstadt Apolda. Hier beginnt am 13. Januar 1934 der Leidensweg der Reichstagsabgeordneten Helene Fleischer. Die Textilarbeiterin aus Gera, die 1932 für die KPD in den letzten Reichstag der Weimarer Republik einzog, geht der Gestapo in einer illegalen Wohnung in die Falle. Drei Jahre Gefängnis folgen, anschließend KZ, das sie schwer krank übersteht. Ihre zweite Verhaftung im Frühjahr 1941 überlebt Helene Fleischer nicht. Sie stirbt wenige Wochen später. Über die Umstände ihres Todes schreibt der DDR-Historiker Manfred Weißbecker in seiner Promotionsarbeit 1962 an der Universität Jena lapidar, Helene Fleischer sei „ermordet“ worden. Kein Wort davon, dass die 42-Jährige in einer psychiatrischen Klinik zu Tode gekommen war. Für die „Euthanasie“, das Programm der Nazis zur Ermordung geistig Behinderter und psychisch Kranker, interessiert sich die offizielle DDR nicht.

Mit dem Massenmord, der von 1939 bis 1941 zunächst unter dem Tarnnamen „Aktion T 4“ lief, „probten“ die Nazis den späteren Holocaust an den Juden. Die Behinderten wurden systematisch erfasst, Gutachter selektierten die Todeskandidaten. In sechs Vergasungsanstalten wurden die Kranken ermordet. Drei davon standen auf späterem DDR-Gebiet: Bernburg, Pirna-Sonnenstein und Brandenburg. Wegen Protesten aus dem Ausland und aus katholischen Kreisen stellten die Nazis die Gasmorde 1941 ein – aber nur, um verschleiert weiterzumorden. Nunmehr wurden die Patienten direkt in den psychiatrischen Kliniken mit überdosierten Beruhigungsmitteln getötet, die Ärzte ließen sie verhungern oder behandelten akute körperliche Erkrankungen nicht. Die angegebenen Todesursachen klangen unverfänglich: Herz- und Kreislaufschwäche, Lungenentzündung, Embolie, Herzschlag. „Die Krankenakten lieferten normalerweise nicht den geringsten Hinweis auf das, was mit den Patienten passierte. Das hatte System – so wurden die Spuren verwischt“, erläutert Ernst Klee, renommierter „Euthanasie“-Forscher aus Frankfurt am Main.

Zu den Kliniken, die das verschleierte Töten nahezu perfekt betrieben, gehörten die damaligen Thüringischen Landesheilanstalten Stadtroda, deren Chefarzt Gerhard Kloos war. Mehrere hundert Patienten kamen hier um. Traurige Berühmtheit erlangte das Krankenhaus vor den Toren Jenas, weil hier eine von dreißig so genannten Kinderfachabteilungen in Deutschland stand. In dieser Spezialabteilung zum Töten behinderter Mädchen und Jungen fanden ab 1942 mindestens hundertfünfzig Kinder den Tod.

In diese Klinik wird Helene Fleischer am 19. Mai 1941 direkt aus dem Gefängnis Gera wegen „psychogener Erregungszustände“ gebracht. Nach brutalen Verhören durch die Gestapo hatte sich Fleischer die Pulsadern geöffnet. Ein Journalist, dessen Frau mit ihr inhaftiert war, berichtet später, Helene Fleischer sei „durch barbarische Vernehmungsmethoden zum Wahnsinn getrieben“ worden. „Das abscheuliche Ergebnis schaffte man sich durch Mord vom Halse.“ Die behandelnde Stadtrodaer Ärztin stellt gleich zwei Diagnosen: schwere Schizophrenie und Lungentuberkulose. Zwei Tuberkulosetests ergeben allerdings einen negativen Befund. Am 26. Juni 1941 stirbt die KPD-Funktionärin an „Herz- und Kreislaufschwäche“. Fünf Tage zuvor schickt die Klinik einen Brief an den Generalstaatsanwalt in Jena, der die Kommunistin der Vorbereitung zum Hochverrat anklagen will: „Der körperliche Allgemeinzustand ist schlecht, so dass mit der Möglichkeit des Ablebens gerechnet werden muss.“ Briefe wie diese schreiben Stadtrodaer Ärzte öfter. Und tatsächlich sterben die Patienten zumeist kurze Zeit danach.

Das macht über zwanzig Jahre später auch die DDR-Behörden stutzig. 1964 beginnt die Stasi, die Vorgänge in Stadtroda zu untersuchen. Hintergrund sind Ermittlungen in der Bundesrepublik gegen Gerhard Kloos. Der leitet mittlerweile eine Nervenklinik in Göttingen. Das passt ins gängige DDR-Klischee von Westdeutschland als Sammelbecken der Kriegsverbrecher. Das Ziel der Stasi ist denn auch eindeutig. „Stellung eines Strafantrages gegen Kloos wegen Ermordung“, heißt es in den nach der Wende zugänglich gewordenen Akten. Die Nachforschungen münden in einen so genannten Operativen Vorgang (OV) „Ausmerzer“.

So dringlich, wie die Ermittlungen begonnen haben, so plötzlich werden sie im April 1966 eingestellt. Interne Aktenvermerke, aufbewahrt in der Gauck-Behörde, legen den Grund nahe: Die DDR befürchtet einen Boomerangeffekt. „Da sich [. . .] Dr. Kloos bereits in Westdeutschland gerichtlichen Untersuchungen aussetzen musste, andererseits Beschuldigte aus der DDR in höheren Positionen des Gesundheitswesens [. . .] stehen, könnte bei Auswertung ein unseren gesellschaftlichen Verhältnissen widersprechendes Ergebnis erreicht werden.“

Sehr bald stellt sich bei den Ermittlungen nämlich heraus, dass der in den Westen geflüchtete Gerhard Kloos kein Alleintäter ist. Seine Komplizen leben in der DDR. Margarete Hielscher etwa, die Leiterin der berüchtigten „Kinderfachabteilung“, oder Johannes Schenk, Kloos’ Stellvertreter. Beide arbeiten nach wie vor in Stadtroda: Hielscher als Chefin der Kinderpsychiatrie, Schenk als stellvertretender Klinikchef.

Besonders beunruhigt die Stasi jedoch ein Name, der just im Zusammenhang mit dem Tod Helene Fleischers auftaucht: Rosemarie Albrecht. Sie ist jene Ärztin, die die Kommunistin behandelte, ihre Krankenakte führte, die angebliche schwere Schizophrenie diagnostizierte und jenen Brief an den Generalstaatsanwalt entwarf, der Helene Fleischers Tod faktisch ankündigte. „Die Aufdeckung der vermutlichen Euthanasieverbrechen in Stadtroda bedeutet, dass [. . .] die national und international bekannte Dr. Albrecht in das Untersuchungsverfahren einbezogen werden muss [. . .].“ Wie unangenehm den Ermittlern dies gewesen sein muss, lässt sich leicht erahnen: Rosemarie Albrecht gehört längst zu den Topmedizinern der DDR. Ihre medizinische Karriere jedoch begann in Stadtroda.

Rosemarie Albrecht kommt im Mai 1940 unmittelbar nach ihrem Medizin-Staatsexamen nach Stadtroda. Die junge Frau gilt bald als überdurchschnittlich tüchtig, zuverlässig und selbstständig, ihr Vorgesetzter Kloos lobt sie in den höchsten Tönen. In kriegsbedingt ärzteknappen Zeiten überträgt er ihr rasch Verantwortung – als Abteilungsärztin auf der psychiatrischen Frauenstation mit zweihundert Betten. Zwei Jahre bleibt Albrecht in Stadtroda. Während dieser Zeit, so findet die Stasi heraus, ereignen sich auf ihrer Station 159 rätselhafte Todesfälle, so viel wie auf keiner anderen in Stadtroda. Häufigste Todesursache: „Herz- und Kreislaufschwäche“.

Albrecht wechselt 1942 nach Jena. An der Hals-Nasen-Ohren-Klinik der Universität absolviert sie ihre Facharztausbildung. Nach Kriegsende beginnt ihr Aufstieg: Chefärztin an der späteren Medizinischen Akademie Erfurt, Dozentin an der Jenaer Universität, als erste Frau im deutschsprachigen Raum ein HNO-Ordinariat, Medizinprofessorin, Chefärztin an der HNO-Klinik Jena, Dekanin der dortigen Medizinischen Fakultät – all das binnen kürzester Zeit. Für eine das Gehör verbessernde Operationsmethode spendiert die DDR ihr den Titel „Verdiente Ärztin des Volkes“. Für ihre Bilderbuchkarriere benötigt die Medizinerin kein Parteibuch, in die SED tritt sie nie ein. Den ersten Mann im SED-Apparat stört das nicht: Walter Ulbricht lässt sich von ihr behandeln.

Fragen nach Rosemarie Albrechts Vergangenheit stellt keiner – jedenfalls nicht öffentlich und schon gar keine kritischen. Im Gegenteil: Es gibt heute Hinweise darauf, dass die Vorzeigemedizinerin über einen Arztkollegen von den Ermittlungen der Stasi Wind – und Rückendeckung – bekommt. Sie selbst spricht nie über ihre Stadtrodaer Jahre. Jenaer Medizinstudenten kommen nicht auf die Idee, ihre Ausbilderin, immerhin Zeitzeugin, über Medizin im NS-Staat zu befragen. In Vorlesungen oder Seminaren hätten sie das auch nicht tun können. „Ich kann mich nicht erinnern, dass ‚Euthanasie‘ und NS-Medizin überhaupt zum Studienplan gehört hätten“, sagt der langjährige Erste Vorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Thüringen, Wolf-Rüdiger Rudat.

Er studierte ab 1967 in Jena Medizin, bei Rosemarie Albrecht hörte er Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde. „Eine absolute Autorität, fachlich top, mit Charisma“, erinnert er sich. Ihre Klinik habe sie straff geführt. Dass da etwas gewesen sein könnte, was nicht zu diesem Bild passte? „Für uns damals undenkbar.“ Ein ehemaliger Albrecht-Assistent, der Apoldaer HNO-Arzt Ulrich Friebel, vermag sich noch heute nicht vorzustellen, dass die Frau, die er als „hervorragende Ärztin und knochenharte Ausbilderin“ kennt, in „Euthanasie“-Verbrechen verstrickt gewesen sein könnte. „Wenn da etwas gewesen wäre, hätte sie sich doch bestimmt in den Westen abgesetzt.“ So ähnlich hatte sich das in den Sechzigerjahren wohl auch die offizielle DDR gedacht.

Die Täter von Stadtroda kommen ungeschoren davon. Auch weil der Jenaer Psychiater Erich Drechsler seinem Kollegen Kloos unmittelbar nach Kriegsende bescheinigt, es habe in Stadtroda keine „Euthanasie“-Verbrechen gegeben. Das reicht, um die Ermittlungen gegen Kloos in Westdeutschland ins Leere laufen zu lassen. Drechsler ist Kloos’ Nachfolger als Klinikchef in Stadtroda, eingesetzt 1947. Der Staatssicherheit erzählt er, er habe „aktiv gegen die faschistische Diktatur gekämpft“. Tatsächlich war er Beisitzer am Erbgesundheitsgericht und entschied dort mit über Zwangssterilisationen „erbkranker“ Menschen.

Über drei Jahrzehnte nachdem das MfS Stadtroda zu den Akten gelegt hat, kommt der Fall wieder ins Rollen. Im März 2000 – Jena streitet sich gerade wegen der „Euthanasie“-Beteiligung des bekannten Kinderarztes Jussuf Ibrahim (1877–1953) – erklärt der Thüringer Beauftragte für die Stasi-Unterlagen, Jürgen Haschke, in einer öffentlichen Historikerdiskussion, er habe soeben Anzeige wegen „Euthanasie“-Verbrechen gegen Rosemarie Albrecht erstattet. Die Nachricht schlägt hohe Wellen, noch am selben Abend konfrontiert eine Jenaer Lokalzeitung die Ärztin mit dem Vorwurf. Die berichtet dem Blatt über ihre Erinnerung an den kurzen Aufenthalt einer Gruppe behinderter Kinder in Stadtroda und lässt sich zitieren: „Als ich die Kinder sah, war ich zutiefst erschüttert. Sie waren völlig kontaktunfähig, ohne jede Sprachentwicklung, extrem debil.“ Plötzlich erinnert sie sich auch an Verlegungen Stadtrodaer Patienten und daran, einen von SS-Leuten eskortiertenTransport in eine sächsische Anstalt selbst begleitet zu haben. Kurz darauf nimmt die Staatsanwaltschaft Gera Ermittlungen gegen Rosemarie Albrecht auf – Anfangsverdacht: Mord.

Die Staatsanwälte wühlen sich nicht nur durch die Akten der Gauck-Behörde, sondern vor allem durch Krankenakten. Medizinexperten und Historiker werden hinzugezogen. In der Nähe von Dresden stöbern die Juristen eine ehemalige Patientin von Rosemarie Albrecht auf – sie gehörte als Kind zu einer Gruppe behinderter Mädchen und Jungen, die aus dem Anna-Luisen-Stift Bad Blankenburg in Thüringen im September 1940 nach Stadtroda transportiert worden waren. Elf Mädchen verstarben binnen kürzester Zeit auf der dortigen Frauenstation. Insgesamt konzentrieren sich die Ermittlungen, die noch immer andauern, auf etwa fünfzig Todesfälle. Darunter auch der Tod Helene Fleischers.

Ihr einziges offizielles Statement hat Rosemarie Albrecht seitdem im Thüringer Ärzteblatt abgegeben. Mit Mord, erklärt sie dort, habe sie ihres Wissens nie zu tun gehabt. Und sie dankt für die kollegiale Solidarität, die ihr nicht wenige Mediziner in der Hauspostille der Thüringer Ärzteschaft erwiesen haben.

Solidarität muss Rosemarie Albrecht wichtig sein in diesen Tagen. Zurückgezogen lebt sie mit Schwiegertochter, Enkel und einem betagten Dackel in ihrem Haus in der ehemaligen Ibrahimstraße, die jetzt Forstweg heißt. Eine der besseren Adressen von Jena, kein Plattensilo, statt dessen viele Einfamilienhäuser mit Garten und trotz der Nähe zum Zentrum Grün vor der Nase.

Bevor die Staatsanwaltschaft ihre Ermittlungen aufnahm, hatte Rosemarie Albrecht keine Hemmungen, in der Öffentlichkeit aufzutreten. Anfang 1999 beispielsweise besuchte sie das Jenaer „Erzählcafé“, um dort über ihre DDR-Vergangenheit zu plaudern. Weitaus weniger auskunftsfreudig ist sie, wenn es um ihre Vergangenheit vor 1945 geht. Aus einem fast zweistündigen Gespräch will sie sich mit lediglich zwei Sätzen zitieren lassen.

Ihre Gesprächspartnerin empfängt Rosemarie Albrecht im Wohnzimmer. Der Raum mit dem Damenkränzchencharme wirkt beinahe düster. Der Dackel, der den Besuch schwanzwedelnd empfängt und Streicheleinheiten begehrt, kuschelt sich auf die Bank zu seiner Herrin und döst. Rosemarie Albrechts Gesicht ist hellwach, die zierliche alte Dame wirkt rüstig trotz des Stocks. Die gegen sie vorgebrachten Anschuldigungen, davon ist sie überzeugt, hat sie keinesfalls verdient – bei all dem, was sie medizinisch geleistet hat nach dem Krieg. Das erste HNO-Ordinariat für eine Frau im gesamten deutschsprachigen Raum – das war niemand anders, das war sie. Und die seinerzeit so bahnbrechende OP-Methode zur Gehörverbesserung – bei Zeiss Jena haben sie extra ein Mikroskop dafür gebaut, für sie, für Rosemarie Albrecht! Soll das alles nichts sein?

Mit 85 schaut man nicht mehr weit nach vorn. Und wie ihre persönliche Rückblende im Schatten der Ermittlungen ausfällt, das bleibt Albrechts Geheimnis. Im Gespräch hantiert sie mit Lebensdaten, chronologisch aufgereiht, mit medizinischen Begriffen, spult all das sehr bestimmt herunter. Aber was ist mit Stadtroda, Frau Albrecht?

Ihr Blick macht am Notizbuch ihres Gegenübers fest, wandert dann auf Augenhöhe. Nein, Verantwortung für eine Station habe sie dort nie besessen, sagt sie. Die Macht in Stadtroda, das war Kloos. Und die erdrückenden Vorwürfe, die belastenden Originalunterlagen, ihre Handschrift in den Krankenakten? „Damit soll mein Lebenswerk zunichte gemacht werden.“ Das klingt noch immer nach jener „knochenharten“ Souveränität, die in Jena so viele an ihr kennen. Doch diese Souveränität hat Risse bekommen. Immer wieder bohrt ein Gedanke: „Als Massenmörderin von Jena möchte ich nicht zu Grabe getragen werden.“