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Zum Scheitern muss man sich erst mal ins Ungewisse wagen

Vielleicht so, als Experiment (man darf die ersten beiden Sätze aber auch überspringen): „Dick Raaijmakers (Maastricht, 1 september 1930) is een Nederlands componist, theatermaker en theoreticus. Hij staat bekend als een pionier op het gebied van elektronische muziek en tapemuziek, maar heeft daarnaast ook talrijke muziektheaterstukken en theoretische publicaties gerealiseerd.“ So liest sich der niederländische Wikipedia-Eintrag zu Dick Raaijmakers. Was allerdings nur als sprachliches Bruchwerk vor einem liegt, wenn man nicht Niederländisch spricht. Man scheitert. Und genau darum geht es eben dem Künstler und Komponisten in seiner Arbeit. Sich faszinieren lassen von unabsehbaren Resultaten aus eigentlich unlösbaren Aufgabenstellungen. Scheitern, das auch Spaß machen soll. Kann man nun in einer dreitägigen Versuchsanordnung ab morgigen Donnerstag im Tesla: „Scheitern lernen“ (hübscher noch auf Niederländisch: „het leren mislukken“). Hier präsentieren sich Künstlerkollegen, Freunde und Schüler von Raaijmakers mit seltsamen Produktionen wie zum Beispiel einem Sirenenorchester, sechs Methoden, Pianistinnen das Leben schwer zu machen, oder der Frage, was bleibt, wenn der Musik Stück für Stück der Strom abgeschaltet wird. TM

„Scheitern lernen“: Tesla im Podewil’schen Palais, Klosterstraße 68 Donnerstag, 1., bis Samstag, 3. November, jeweils 19 Uhr. 10/5 Euro. www.tesla-berlin.de