Dreierlei von der Steckrübe

FRÜHER Die Rübe war das Gemüse der Not. Das ist vorbei

■ 200 g mehlig kochende Erdäpfel

■ 200 g Steckrübe

■ 200 g Karotte

■ etwas Butter

■ unbehandeltes Salz, schwarzer Pfeffer aus der Mühle

■ frisch geriebene Muskatnuss

Das Gemüse schälen, in etwa haselnussgroße Würfel schneiden, in einem Topf mit Wasser bedecken und zum Kochen bringen. Ist das Gemüse weich, mit einem Erdäpfelstampfer stückig verarbeiten. Butter dazugeben und mit Salz, Muskatnuss und viel Pfeffer abschmecken.

VON SARAH WIENER

Wer versucht, im Einklang mit den Jahreszeiten zu kochen, hat die klassischen Wintergemüse Anfang Februar bestimmt schon satt. Für etwas mehr Abwechslung habe ich ein tolles, fast vergessenes Gemüse aus Großmutters Küche wiederentdeckt: die Steckrübe. An die trauen sich viele nicht mehr ran, weil sie immer nur Ersatzgemüse war in Zeiten der Not, als Steckrübenmarmelade, Steckrübenkaffee, Steckrübensauerkraut. Obwohl sie köstlich schmeckt, gesund und günstig ist.

Vermutlich ist sie eine Kreuzung der Herbstrübe mit dem Kohlrabi. Sie hat einen süßlichen, leicht erdigen Geschmack. Beim Einkauf sollte man lieber die kleineren Rüben nehmen, sie schmecken intensiver.

Alle drei Rezepte sind einfach nachzukochen. Der Steckrübensalat liefert Vitamine in der Erkältungszeit. Das Steckrübenmalheur ist eine köstliche Beilage, die Körper und Seele wärmt. Wer Lust hat, ein wenig zu experimentieren, sollte unbedingt die Steckrübe mit der Kräuter-Kürbiskern-Kruste ausprobieren. Ein Gericht, mit dem Sie Ihre Freunde bei einem Abendessen verwöhnen können.

Im Wechsel: Sarah Wiener komponiert hier jeden Monat aus einer Zutat drei Gerichte. Philipp Maußhardt schreibt über vergessene Rezepte, Jörn Kabisch spricht mit Praktikern der Küche, und unsere Korrespondenten berichten, was in ihren Ländern auf der Straße gegessen wird