„Wir halten zusammen“

LAMPEDUSA Die Gruppe kämpft weiter für ihre Rechte und wehrt sich gegen Spaltungsgerüchte

Die Gruppe „Lampedusa in Hamburg“ hat ihre Forderung nach einem kollektiven Bleiberecht nach Paragraf 23 des Aufenthaltsgesetzes bekräftigt. „Die Situation hat sich seit einem Jahr nicht verbessert“, sagte Sprecher Asuquo Okono Udo bei einer Pressekonferenz. „Wir sind hier, um für unsere Rechte zu kämpfen.“ Der SPD-Senat renne vor seiner Verantwortung weg.

„In jeder Familie gibt es Krisen, aber wir halten zusammen“

ASUQUO OKONO UDO, SPRECHER „LAMPEDUSA IN HAMBURG “

Die Sprecher kritisierten die Versuche, die Gruppe zu spalten. Viele Informationen, die über die Flüchtlinge verbreitet werden, seien falsch. So würden inzwischen viele Leute glauben, dass sich ein Großteil der Gruppe auf das Asylverfahren eingelassen habe und damit eigene Wege gehe. „In jeder Familie gibt es Krisen, wir sind aber keine gespaltene Gruppe, sondern halten weiterhin zusammen“, so Udo.

Laut Innenbehörde haben 64 Lampedusa-Flüchtlinge einen Antrag für eine Aufenthaltserlaubnis gestellt. Doch die Gruppe bestehe nach wie vor aus 300 Menschen, betonte deren Sprecher. Die Verlautbarungen der Innenbehörde nannte er „reine Propaganda“.

Ein Teil der Flüchtlinge ist derzeit in den Containern auf den Grundstücken dreier Kirchengemeinden untergebracht. Doch weitaus mehr kommen bei privaten Unterstützern in einem solidarischen Winternotprogramm unter. Die Sprecher seien nicht froh darüber, dass die St.-Pauli-Kirche so sehr im Zentrum des öffentlichen Interesses stehe. „Wir möchten nicht, dass andere in unserem Namen sprechen“, sagt einer der Sprecher. Die Kirche habe die Gruppe auch für ihre Interessen benutzt.

Am Samstag ruft die Gruppe um 13 Uhr zu einer Demonstration am Hauptbahnhof auf.  AMV