Ticker Anti-AKW-Demo in Berlin

"Politisch ist die Atomenergie tot"

Die Anti-AKW-Demo in Berlin ist beendet. Bewegungs-Veteran Wolfgang Ehmke ist begeistert: "Wir erleben nicht die Renaissance der Atomkraft, sondern die der Anti-Atom-Bewegung."

Mit viel Gesichtsfarbe gegen die Atomkraft. Bild: ap

17.20 Uhr

Zum Abschluss der Kundgebung hat Anti-Atom-Veteran Wolfgang Ehmke von der Bürgerinitiative Lüchow Dannenberg eine begeisterte Bilanz gezogen. "Statt der Renaissance der Atomkraft erleben wir die Renaissance der Anti-Atom-Bewegung", sagte er. "Wir demonstrieren, wir twittern, sitzen auf der Straße und der Schiene, schreiben Leserbriefe und wechseln den Stromanbieter - sofort."

Die Wahlversprechen der Parteien beurteilte Ehmke skeptisch: "Wir haben unsere Lektion gelernt: Traut der politischen Klasse nicht", sagte der langjährige Aktivist aus dem Wendland. "Wir bauen nicht auf Parteien, wir setzen auf die eigene Kraft." Nach der Wahl müssten die Proteste weitergehen, forderte Ehmke: "Verhandeln die Parteien übers Atom, sind wir wieder da. Kippt das Moratorium in Gorleben, machen wir's wie Hase und Igel, bis den Mächtigen die Puste ausgeht. Und rollt im November 2010 der nächste Castor nach Gorleben, dann stellen wir uns wieder quer." Insgesamt sei die Situation für die Bewegung gut, schloss Ehmke: "Wir haben eine Chance, und wir nutzen sie!"

Mit diesem Eintrag endet unser Liveticker von der Anti-AKW-Demo in Berlin.

17.10 Uhr

Für die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg erteilte Pröbstin Friederike von Kirchbach der Atomenergie eine Absage: "Der beschlossene Ausstieg ist dringend erforderlich", sagte sie. "Diese Art der Energiegewinnung ist mit dem biblischen Auftrag, die Erde zu bebauen und zu bewahren, nicht zu vereinbaren." Auch von Kirchbach forderte, die Atomfrage bei der Bundestagswahl zu bedenken: "Am 27. September sind Wahlen in diesem Land. Unsere Entscheidungen werden auch von der Position in dieser Frage abhängig sein. Wir werden in aller Klarheit von den politisch Verantwortlichen eine Aussage dazu verlangen."

Keine Sorge um den Nachwuchs bei den Atomgegnern. Bild: dpa

16.50 Uhr

Die Veranstalter des Anti-Atom-Trecks und der Berliner Demo "Einfach mal abschalten" ziehen ein positives Fazit: "Von dieser Demonstration geht ein klares Signal aus: Die Zeit des Wartens auf den Atomausstieg ist vorbei! Nach Asse II und Krümmel und dem Gerede von Laufzeitverlängerungen sind die Menschen es einfach leid.

Wir haben heute den Schulterschluss erlebt zwischen dem jahrzehntelangen Widerstand an den Standorten und aus den Bürgerinitiativen, der erstarkten Branche der Erneuerbaren Energien, den um nachhaltige, sozialverträgliche Arbeitsplätze streitenden Gewerkschaften und einer für die Bewahrung der Schöpfung eintretenden Kirche. Keine Regierung soll glauben, dass sie gegen diese deutliche Mehrheit der Bevölkerung an der Atomenergie festhalten kann! Dieser Widerstand hat in seiner gesellschaftlichen Breite eine völlig neue Qualität erreicht. Politisch ist die Atomenergie tot!"

16.40 Uhr

Am sowjetischen Ehrenmal in der Straße des 17. Juni hat die Polizei jetzt ein Kettenschloss organisiert und schließt damit die Gittertür des Aufgangs zu. Damit scheint die Situation im wahrsten Sinne des Wortes abgeschlossen zu sein.

16.30 Uhr

Um die Überparteilichkeit der Anti-Atom-Bewegung zu erhalten und die Veranstaltung nicht zu einer reinen Wahlkampfveranstaltung zu machen, sind unter den Rednern bei der Kundgebung am Brandenburger Tor keine Politiker. Doch Grüne, SPD und Linke waren mit eigenen Blöcken in der Demonstration vertreten, und Vertreter der Parteien meldeten sich am Rand der Veranstaltung zu Wort. Der frühere Umweltminister Jürgen Trittin (Grüne), der mit demonstriete, sagte, die Demo habe eine klare Botschaft: "Schwarz-gelb muss verhindert werden."Dass er als Politiker nicht auf der Kundgebung vor dem Brandenburger Tor reden durfte, störte Trittin nicht. "Das ist in Ordnung und passt auch zur Tradition der Veranstalter."

Kreativer Protest vor dem Reichstagsgebäude. Bild: sebastian heiser

Umweltminister Sigmar Gabriel (SPD), der wegen anderen Termine nicht an der Demonstration teilnahm, bezeichnete die Proteste als klares Signal an die Union und Kanzlerin Angela Merkel (CDU). "Die Botschaft der Zehntausenden an die Bundeskanzlerin und an die Union ist eindeutig: Hört endlich auf, den verlängerten Arm der Atomindustrie zu spielen", erklärte Gabriel am Samstag in Berlin. Den Atomkonzernen dürften "keine weiteren Milliardengeschenke durch Laufzeitverlängerungen" gemacht werden. "Das Problem der Endlagerung des Atommülls kann nicht gegen die Bevölkerung und nicht mit noch mehr Atomkraft gelöst werden."

Die Partei Die Linke, aus deren Bundestagsfraktion mehrere Abgeordnete an der Demonstration teilnehmen, kritisierte den unter Rot-Grün vereinbarten Atomkonsens als "Nonsens" und forderte "die unverzügliche und unumkehrbare Stilllegung aller Atomanlagen".

16.20 Uhr

Die Polizei lässt die Kletterer am sowjetischen Ehrenmal wieder frei, nachdem der Veranstalter die Demonstranten gebeten hat, zurückzugehen. Die folgen der Aufforderung um zehn Schritte. Die Polizei hält Wort und lässt die zwei jungen Männer gehen. Eine Gruppe Polizisten versperrt jetzt den Aufgang zum Denkmal.

16.15 Uhr

Die Polizei schreitet ein und holt auch die nächsten Besetzer des sowjetischen Ehrenmals herunter und nimmt sie fest. 100 umstehende Demonstranten skandieren "Lasst sie frei!" Die Polizei fordert Verstärkung an.

16.05 Uhr

Auf der Bühnen-Leinwand werden die Grußworte des IG-Metall-Chefs Huber aus Frankfurt eingespielt. Dort demonstrieren zeitgleich Zehntausende für bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen. "Es darf keinen Ausstieg aus den Atomausstieg geben", so Huber.

16.00 Uhr

Auf der Rednertribüne ruft Ingo Hummel von der IG Metall zum gemeinsamen Widerstand gegen die Atomkraft auf. Die Metaller kämpfen seit Jahren mit den örtlichen Anti-Atom-Initiativen gegen ein Endlager im Schacht Konrad.

Ein Demonstrant ist auf das sowjetische Ehrenmal im Tiergarten an der Straße des 17. Juni geklettert. Jetzt sitzt er in 20 Metern Höhe zu Füßen des Soldaten. Ein kleiner Polizeitrupp filmt ihn erst, merkt sich die besonderen Kennzeichen des Mannes mit schwarzer Kapuze und Sonnebrille: "gelbe Handschuhe". Dann beschließt sie, ihn herunterzuholen. Es werden mehr Beamte angefordert, das Denkmal abgesperrt. 50 Demonstranten sammeln sich und beäugen argwöhnisch das Verhalten der Polizisten. Die Beamten filmen erstmal alle.Der junge Mann wird unter lauten Protesten der umstehenden Demonstranten abgeführt und weggefahren. Einige Demonstranten folgen dem Wagen ein Stück. Angeblich soll er ein Transparent entrollt haben wollen, so die Polizei.

15.55 Uhr

Hubert Weiger, Vorsitzender vom Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) hält ebenfalls eine kämpferische Rede - mit einem klaren Wahlaufruf. Viele Politiker von CDU/CSU und FDP machten sich zum "Handlanger der Atomkonzerne, die beim Ausruhen auf dem Atomkonsens schon jetzt zusätzliche Milliardengewinne eingestrichen haben". Die Gefährlichkeit der Atomkraftwerke und das ungelöste Problem der Endlagerung machten den Weiterbetrieb unverantwortlich, sagte Weiger. Die Konsequenz sei klar: "Am 27. September keine Stimme für Kandidaten, die Atomstrom unterstützen."

15.50 Uhr

Auf der Bühne am Brandenburger Tor läuft die Kundgebung. Als erster Redner spricht Fritz Pothmer. Der 25-jährige Jungbauer ist Mitglied der "Bäuerlichen Notgemeinschaft" aus dem Wendland. Auf die Bühne begleitet wurde Fritz Pothmer von seinem Vater Heinrich. Dieser hatte vor 30 Jahren beim legendären Treck der Gorlebener Bauern nach Hannover gesprochen. "Eigentlich ist es nicht unser Job, hier zu reden. Wir sind Bauern", sagte Pothmer. "Eigentlich sind die Trecker, mit den wir heute hier sind, nicht zum Demonstrieren gabaut und werden auf den Höfen dringend gebraucht - gerade jetzt während der Kartoffelernte", sagte der junge Bauer. "Aber wir können nicht anders - der politische Irrsinn zwingt uns. Wir müssen auf die Straße."

Es gebe viele Familien wie seine, wo er bereits in der dritten Generation im Atom-Widerstand sei, sagte Pothmer. "Wenige hätten gedacht, dass der Kampf so lange dauern würde - und noch weniger, dass wir statt mit der Zeit zu resignieren, immer stärker werden." Für Politiker, die Atomkraft propagieren, hätte er kein Verständnis. "Das bringt einer Generation die Energie und den nächsten zehntausend Generation den giftigen, todbringenden Atommüll", so Pothmer. "Die Auffassung von Landwirten über den Generationenvertrag ist da etwas anders."

15.40 Uhr

Keine 200 Meter von der Rednertribüne entfernt können sich Demo-Teilnehmer in einem Bauwagen Kurzfilme zum Thema "Macht und Fantasie" anschauen. Jeweils zehn Menschen passen in den Mini-Kinosaal. Die Filme dokumentieren den mehr als 30-jährigen Widerstand gegen Atomkraft im Wendland.

15.30 Uhr

Mit einer halbstündigen Verspätung haben die Bauern Heinrich und Fritz Pothmer von der Bäuerlichen Notgemeinschaft Wendland vor dem Brandenburger Tor die Kundgebung eröffnet. Sie fordern die Abschaltung aller Atomanlagen: "Wir werden einen Ausstieg aus dem Ausstieg nicht hinnehmen." Der Demonstrationszug ist aber noch lange nicht komplett angekommen.

15.00 Uhr

Die Küchencrew des Hotel Maritims in der Friedrichstraße muss improvisieren. Durch den schier endlosen Zug der Demonstranten kann der Catering-Lkw nicht bis zur Laderampe fahren. Zwei Köche in weißer Montur schlängeln sich durch die Reihen der Atomkraftgegner und schieben fleißig an die 20 Wagen mit Essen von der einen Straßenseite zur anderen.

14.50 Uhr

Die Veranstalter geben eine erste Zahl durch: Nach ihren Zählungen sollen 50.000 Menschen aus der ganzen Bundesrepublik gegen die Atomkraft demonstrieren. Ein Schnäppchen können die Demonstranten vor dem Friedrichstadtpalast machen. Dort verteilt Greenpeace kostenlos sein Magazin. Auch die taz wird kräftig unter die Demonstranten gestreut - natürlich auch kostenlos.

An der Aktion unter dem Motto "Mal richtig abschalten!" nehmen auch Spitzenpolitiker wie Grünen-Parteichefin Claudia Roth und Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse (SPD) sowie Künstler wie Sängerin Nina Hagen teil. Auf Transparenten heißt es unter anderem "Biblis stilllegen, jetzt!", "Atomkraft, Nein danke" und "Schluss mit Atomkraft".

14.30 Uhr

Auch ein schwarzer Block hatte sich in die Reihen der Umweltschutzorganisationen und linken Parteien eingereiht. Sie forderten unter lauten "Revolution"-Rufen: "Social change - no climate change". Die Sympthisanten der Globalisierungskritiker von "Attac" passierten die FDP-Zentrale in Mitte mit einem gellenden Pfeifkonzert.

14.12 Uhr

Acht Neonazis, die sich wie Linke angezogen haben und nur durch den Button "Autonome Nationalisten" als Rechte zu identifizieren sind, entrollen ein Banner zu Ökostrom am Kapelle-Ufer. Wütende Atomkraftgegnern reißen es ihnen sofort weg. "Nazis raus"-Rufe werden angestimmt. Bevor die Polizei eingreift und die Nazis aus dem Demonstrationszug zerrt, stimmen sie noch schnell linke Sprüche an, um beweisen zu wollen, dass sie gar keine Nazis sind. Mit dieser Aktion setzen die Neonazis ihre Strategie fort, linke Bewegungen zu kapern. Nicht nur, dass sie sich wie Linke kleiden, sondern sie besetzen seit neuestem auch Häuser oder mischen sich wie heute unter die Anti-Atom-Bewegung.

14.05 Uhr

Endlich können auch die letzten Demonstranten eine Stunde nach Demo-Beginn vom Hauptbahnhof aus loslaufen.

14.00 Uhr

Der Demonstrationszug erreicht den Zielort, das Brandenburger Tor. Doch im und vor dem Hauptbahnhof ist kein vor und zurück möglich. Tausende Demonstranten warten noch immer darauf, sich in den Zug einzureihen.

Ein riesiges Banner der CDU mit dem Slogan "Klug aus der Krise - Wir haben die Kraft" muss in der Nähe des Bahnhofs daran glauben. Demonstranten schneiden ein großes Loch hinein und überkleben das CDU-Zeichen mit Unmengen an "Atomkraft? Nein Danke"-Aufklebern.

13.40 Uhr

Die Spitze des Demonstrationszugs erreicht die Friedrichstraße. Noch immer sind aber nicht alle Demonstranten am Hauptbahnhof losgelaufen. Weiterhin strömen neue Atomkraftgegner aus dem Bahnhof auf den Vorplatz.

13.30 Uhr

Obwohl der Demonstrationszug schon vor 20 Minuten gestartet ist, warten vor dem Hauptbahnhof noch immer Menschen darauf, überhaupt loslaufen zu können. Der Zug ist schon jetzt mehrere Kilometer lang.

13.20 Uhr

Die Polizei kontrolliert vor und im Hauptbahnhof stichprobenhaft Demonstranten, die Sonnenbrillen und Kapuzenshirts anhaben. Teilweise werden nicht nur die Personalien überprüft, sondern auch Rucksäcke und Taschen durchsucht. Die Demonstration verläuft bisher sehr friedlich.

13.10 Uhr

Die Anti-AKW-Demo ist vor dem Berliner Hauptbahnhof gestartet. Sie wird von den Radfahrern angeführt, die die Traktoren auf dem Treck vom Wendland nach Berlin begleitet haben. Ihnen folgen 50 Traktoren, die mobile StromxelXelstube und der Lautsprecherwagen der Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg. Dahinter laufen geschätzte 30.000 Menschen mit. Ganz vorne marschiert die Spitze der Grünen.

13.00 Uhr

Der Berliner Hauptbahnhof ist vollgestopft mit Demonstranten. Aus allen einfahrenden Zügen quellen Atomgegner mit Fahnen, Luftballons und Transparenten. Die Vorhalle des Bahnhofs ist so voll, dass es gerade kein Durchkommen gibt. Der Start der Demonstration wird sich etwas verschieben.

12.45 Uhr

50 Traktoren stehen am Kapellen-Ufer vor dem Hauptbahnhof. Sie werden in Kürze den Demonstrationszug anführen. Viele Menschen nutzen die Zeit, um sich die bunt geschmückten und mit Transparenten bestückten Traktoren aus der Nähe anzusehen. Einige Demonstranten agitieren als Merkel und Pinocchio verkleidet für die Atomkraft.

Derweilen stauen sich auf der Straße des 17. Juni, dem Ort der Abschlusskundgebung, zwischen dem Brandenburger Tor und der Siegessäule mehrere hundert Traktoren und Zugmaschinen dicht an dicht auf vier Spuren.

12.30 Uhr

Am Hauptbahnhof haben sich die ersten tausenden Demonstranten versammelt. Hunderte gelbe Luftballons mit der Anti-Atomkraft-Sonne und zig Fahnen wehen im Wind. Die Stimmung ist gut, die Sonne hat sich gegen die Regenwolken durchsetzen können. Sambagruppen trommeln lautstark.

11.30 Uhr

Auf dem Sammelplatz der Busse in Alt Moabit geht der Betrieb los. Die ersten Busse aus Hildesheim, Gütersloh und aus Frankreich sind nach Angaben einer Ordnerin eingetroffen. Auch ein erster Sonderzug ist am Hauptbahnhof angekommen.

11.15 Uhr

Pünktlich zur Demo veröffentlicht Greenpeace die Ergebnisse einer neuen Umfrage. Danach sind fast zwei Drittel der Bundesbürger dafür, am Atomausstieg festzuhalten. Vor allem die junge Generation befürwortet eine Wende in der Energiepolitik. 71 Prozent der befragten Schüler setzen sich für den Ausstieg aus der Atomenergie ein.

„Das Votum der Bevölkerung ist klar und jede künftige Bundesregierung wird daran zu messen sein, ob sie den Willen der Bundesbürger umsetzt oder sich zum Handlanger der Atomindustrie macht“, sagt Mathias Edler, Atom-Experte bei Greenpeace. „Die Entscheidung für oder gegen eine Laufzeitverlängerung ist richtungweisend für den weiteren Ausbau der Erneuerbaren Energien und die Chancen für Klimaschutz.“

Greenpeace begleitet die Demo mit einem sieben Meter hohen hölzernen Trojanischen Pferd und der Attrappe eines Castor-Transportbehälters in Originalgröße. Im Anti-Atom-Treck rollten auch zwei Trucks der Umweltorganisation mit.

11.05 Uhr

Die Grünen-Europaabgeordnete Rebecca Harms steuert einen Trecker im "Kleinen Konvoi" zum Hauptbahnhof. "Wir sind schon gleich da, viel zu früh", sagt sie. Der "große Konvoi" mit mehr als 300 Traktoren ist an der Siegessäule Richtung Brandenburger Tor abgebogen. Harms: "Die Stimmung ist bestens, viele Leute am Straßenrarand winken uns zu, das Wetter ist auch besser geworden."

9.30 Uhr

Der Treck der Traktoren ist unterwegs. Vom Camp in Berlin-Gatow sind am Morgen rund 350 Traktoren gestartet, die meisten gehören Bauern aus dem Wendland. Das Gros fährt direkt zum Brandenburger Tor, etwa 50 kleinere Trecker rollen zum Hauptbahnhof, um dort den Demo-Zug anzuführen. Auftakt der Demo am Hauptbahnhof ist 13 Uhr.

Reporter vor Ort waren: Felix Lee, Felix Werdermann, Sebastian Heiser, Malte Kreutzfeldt, Reimar Paul, Julia Seeliger, Matthias Urbach, Nachrichtenagentur dpa

.

Bitte registrieren Sie sich und halten Sie sich an unsere Netiquette.

Haben Sie Probleme beim Kommentieren oder Registrieren?

Dann mailen Sie uns bitte an kommune@taz.de

Ihren Kommentar hier eingeben