Vatikan kritisiert irische Ehe-Abstimmung

Homophober Kardinal ist traurig

Kardinal Pietro Parolin hält die irische Zustimmung zur Ehe für alle für eine „Niederlage für die Menschheit“. Der Vatikan will im Herbst über Homosexuelle reden.

Kardinal Pietro Parolin hält eine Bibel hoch

Ob so eine Bibel vor dem Untergang schützt? Pietro Parolin. Foto: dpa

ROM dpa | | Der Vatikan hat das irische Ja zur Homo-Ehe als „Niederlage für die Menschheit“ bezeichnet. „Ich bin sehr traurig über dieses Ergebnis, die Kirche muss diese Realität berücksichtigen, aber in dem Sinne, ihre Verpflichtung zur Evangelisierung zu stärken“, sagte Kardinal-Staatssekretär Pietro Parolin am Dienstag bei einer Veranstaltung in Rom.

„Ich glaube, man kann nicht nur von einer Niederlage der christlichen Prinzipien sondern von einer Niederlage für die Menschheit sprechen“, zitierte ihn Radio Vatikan weiter.

Das katholische Irland hatte in einem Referendum am Wochenende für die Ehe für homosexuelle Paare gestimmt. Man müsse alles dafür tun, die Familie zu verteidigen, so Parolin, weil sie die Zukunft der Menschheit und der Kirche bleibe.

Der Vatikan will auf einer Familiensynode diesen Oktober auch über in der katholischen Kirche heikle Themen wie den Umgang mit Homosexuellen diskutieren. Viele Gläubige erhoffen sich von Papst Franziskus eine Öffnung in diesen Fragen.

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LGBTQIA gibt es auf der ganzen Welt. Feminismus ist längst nicht mehr nur Frauensache. Trotzdem leben nicht alle Menschen unter den gleichen Bedingungen.

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