Leichte Sprache

Für mehr See-Not-Rettung

In vielen deutschen Städten gibt es Demonstrationen. Die Menschen fordern mehr See-Not-Rettungen. See-Not-Retter retten Flüchtlinge vor dem Ertrinken.

Ein Seenotrettungsboot der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger

Ein See-Not-Rettungs-Schiff auf dem Mittelmeer Foto: dpa

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Dieser Text ist ein Kommentar.

Ein Kommentar ist ein kritischer Text

mit einer persönlichen Meinung.

Viele Menschen flüchten nach Europa.

Sie flüchten oft vor Verfolgung, Krieg und Hunger.

Sie kommen oft aus Nord-Afrika.

Sie flüchten oft mit Booten über das Mittelmeer nach Europa.

Aber diese Boote sind nicht sicher.

Oft sind es Schlauch-Boote,

in denen viel zu viele Menschen sitzen.

Viele Boote kommen bei ihrer Fahrt in See-Not.

Dann sinken diese Boote und dabei sterben viele Menschen.

Die Politiker von der EU tun zu wenig

gegen die sinkenden Boote und sterbenden Menschen.

Deshalb gibt es private See-Not-Retter.

See-Not-Retter sind Menschen,

die ohne staatliche Hilfe handeln.

Sie fahren auf das Mittelmeer und retten Menschen.

Sie finanzieren sich zum Beispiel durch Spenden.

Aber diese privaten See-Not-Retter haben es oft schwer.

Denn viele EU-Länder am Mittelmeer lassen

die See-Not-Retter nicht im Hafen anlegen.

Warum lassen die EU-Länder sie nicht anlegen?

EU-Länder wie Malta oder Italien sagen:

Wir nehmen schon viele Flüchtlinge auf.

Wir wollen nicht noch mehr Flüchtlinge aufnehmen.

Diese EU-Länder sagen über die See-Not-Retter:

Private See-Not-Retter darf es gar nicht geben.

Die Politik muss sich um die See-Not-Rettung kümmern.

Dagegen gibt es jetzt Demonstrationen.

Diese Demonstrationen heißen: Aktion Seebrücke.

Zuletzt gab es Demonstrationen in diesen Städten:

Hannover, Kassel, Paderborn, Lörrach, Dinslaken und Trier.

Viele Menschen fordern auf den Demonstrationen:

Menschen in See-Not müssen gerettet werden!

Wir brauchen eine menschliche Flüchtlings-Politik!

Die Forderungen von den Demonstranten
werden zu selten gehört

Schon seit mehreren Wochen demonstrieren Menschen

für eine menschliche Flüchtlings-Politik.

Schade ist:

Ihre Forderungen werden zu selten gehört.

Oft wird nur über die Forderungen von der AfD

oder die Forderungen von der CSU berichtet.

Aber das ist sehr einseitig.

Es gibt auch ganz andere Meinungen.

Viele Menschen helfen seit Jahren in der Flüchtlings-Hilfe.

Und 3 von 4 Deutschen finden die private See-Not-Rettung richtig.

Immerhin:

Die SPD im Bundesland Bayern hat gerade einen Preis vergeben.

Der Preis ging an den Kapitän von dem Schiff Lifeline.

Das Schiff wird so ausgesprochen: Leif-lein.

Das Schiff rettet Flüchtlinge in See-Not.

Der Preis ist ein gutes Zeichen.

Original-Text: Malene Gürgen

Text in Leichter Sprache: Christine Stöckel, Belinda Grasnick

Prüfung: capito Berlin, Büro für barrierefreie Information

Ein Text vom: 3. August 2018

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