Schipanski raucht nicht

Präsidentin der Krebshilfe verlässt Körber-Stiftung

Nach Protesten von Tabakgegnern gibt die Präsidentin der Deutschen Krebshilfe, Dagmar Schipanski, ihren Sitz im Stiftungsrat der Hamburger Körber-Stiftung auf. Das teilte die Deutsche Krebshilfe gestern mit. Die Stiftung ist alleinige Aktionärin der Körber AG, die unter anderem Maschinen zur Zigarettenherstellung produziert, und befasst sich mit Projekten in Bereichen der internationalen Verständigung, Bildung und Wissenschaft, Bürgerengagement und Kultur.

Tabakgegner hatten Schipanski aufgefordert, von einem ihrer beiden Posten zurückzutreten. Der Sprecher des „Forum Rauchfrei“, Johannes Spatz, sprach von einer „prekären Doppelrolle“ Schipanskis. „Als Präsidentin der Deutschen Krebshilfe bekämpft sie den Krebs, den sie als Mitglied im Stiftungsrat der Körber-Stiftung fördert“, sagte Spatz.

Die CDU-Politikerin Schipanski ist seit 2004 Präsidentin des Thüringer Landtags. Als BundespräsidentInnen-Kandidatin der Union unterlag sie 1999 gegen Johannes Rau (SPD).