unterm strich

Mit begeistertem Beifall hat das Publikum am Freitagabend die Uraufführung von Pina Bauschs neuem Tanzstück im Wuppertaler Schauspielhaus bedacht. Einen Namen trug die Inszenierung noch nicht – ein Zeichen dafür, dass Bauschs Arbeit mit der Premiere nicht abgeschlossen, sondern ein work in progress ist. Weitere Aufführungen finden vom 19. bis zum 24. April statt.

Dass das heftige Begehren nach Werten, nach Klassik und nach Tradition am Schiller-Jahr seine helle Freude haben würde, war vorauszusehen. Und so lag es nahe, dass Bundespräsident Horst Köhler bei einer Matinee am Sonntag im Berliner Ensemble die Bedeutung der Kultur für die Menschen in Deutschland hervorgehoben hat. Man dürfe stolz darauf sein, im „Land der Dichter und Denker“ zu leben. Zugleich, so meldete dpa, forderte Köhler werkgetreuere Schiller-Inszenierungen an den Bühnen. In den Schulen sollten auch wieder mehr Balladen Friedrich Schillers auswendig gelernt werden. Na, dann geben Sie mal mehr Gedankenfreiheit.

Der erstmals verliehene internationale Regiepreis des Frauenfilmfestivals „femme totale“ in Dortmund ist der Israelin Keren Yedaya zugesprochen worden. Die Regisseurin erhielt die mit 25.000 Euro dotierte Auszeichnung am Samstagabend für ihren Spielfilm „Or – Mon Trésor“. Die israelisch-französische Produktion erzählt die Geschichte der 17-jährigen Or, die zusammen mit ihrer Mutter, einer Prostituierten, in Tel Aviv lebt. Den mit 5.000 Euro dotierten Kamerapreis – die einzige Auszeichnung für junge Bildgestalterinnen in Deutschland – bekam Bernadette Paassen für den Dokumentarfilm „In den Schubladen“. Bis Sonntag wurden auf dem sechstägigen Festival rund 100 Filme von Filmemacherinnen aus 20 Ländern gezeigt; das Thema war Geld.

Noch mehr Filmpreise: Auf dem 17. Filmfest Dresden wurden am Samstag zehn Goldene Reiter für die besten Kurz- und Animationsfilme vergeben. Der mit 20.000 Euro höchstdotierte Preis ging an den in Berlin lebenden Marc Meyer für „Sonntag, im August“. Der Förderpreis des sächsischen Kunstministeriums soll in die Realisierung eines neuen Filmprojekts fließen.