springer gegen barth

Arschloch

Für alle, die es noch nicht wussten: Mario Barth ist ein Schuft (dass er nicht lustig ist, damit aber sehr erfolgreich, hat sich mittlerweile ja wohl rumgesprochen). Zumindest wollen die Springer-Boulevardblätter Bild und BZ ihre Leser derzeit glauben machen, dass Barth ein neureiches Arschloch ist, das seinen 1. armen, 2. alten und 3. kranken Vater hängenlässt. „Mario, bitte hilf mir!“, lautete die Schlagzeile der BZ-Dienstagsausgabe, nachdem die Zeitung am Montag über die tiefen Augenfalten von Wolfgang Barth (64) berichtet hatte, „keine, die vom Lachen kommen“. Die genauen Umstände der Entzweiung von Vater und Sohn bleiben dabei ebenso im Dunkeln wie die Frage nach dessen Unterhaltspflicht. Mario Barth ist eines von sechs Kindern, erfahren wir aus Bild und fragen uns, was das für ein seltsamer Zufall ist, dass Wolfgang Barth ein halbes Dutzend herz- und/oder mittellose Monster gezeugt hat. Klar ist: Die Geschichte hinkt; unklar ist hingegen, warum die Springer-Blätter den bei ihrer Klientel so beliebten Comedian plötzlich runterschreiben: Wollte er nicht bei der aktuellen Bild-Kampagne mitmachen? Hat er Witze über Friede Springer gerissen? Das sind die wirklich interessanten Fragen, über deren baldige Beantwortung in Bild und BZ wir uns sehr freuen würden.