unterm strich

Auf der Frankfurter Buchmesse, die am 9. Oktober beginnt, wird in diesem Jahr erstmals ein Comic-Publikumspreis verliehen: Der „Sondermann“, benannt nach der gleichnamigen Figur des kürzlich verstorbenen Frankfurter Karikaturisten Bernd Pfarr. Ab Mitte August kann jeder online unter www.buchmesse.de in fünf Kategorien Stimmen für seine Favoriten abgeben. Ob der Preis auch plastisch der Figur des gleichnamigen Buchhalters nachgebildet ist? Seit fünf Jahren gibt es bei der Buchmesse nun schon den Schwerpunkt „Faszination Comic“: Von japanischen Manga-Comics bis hin zu französischen Graphic Novels präsentiert sich im „Comic-Zentrum“ das gesamte Spektrum der gezeichneten Literatur. Der neue, gemeinsam mit dem Fachblatt Comixene vergebene Buchmessen-Preis ist als Gegenpol zu bestehenden Kritiker-Auszeichnungen gedacht, erklärte der Programmchef des Comic-Zentrums, Wolfgang Strzyz. Einen Schwerpunkt des Comic-Zentrums auf der Buchmesse wird in diesem Jahr der afrikanische Comic bilden.

Gestorben ist der österreichische Schauspieler Curth Anatol Tichy. Wie das Wiener Burgtheater erst am Montag mitteilte, starb Tichy bereits am 28. Juli im Alter von 80 Jahren in Salzburg. Der gebürtige Wiener, der unter anderem an Bühnen in Kaiserslautern, Bielefeld, Lübeck und Hamburg spielte, war ab den Sechzigerjahren am Burgtheater in Wien engagiert, das er 1986 verließ. Tichy, der durch zahlreiche Rollen im Fernsehen bekannt wurde, studierte von 1944 bis 1946 am Max-Reinhardt-Seminar. Bekannt wurde er auch in Deutschland durch seine Rolle in der TV-Serie „Kottan ermittelt“.

In Ägypten sind Archäologen mal wieder fündig geworden. So sind sie bei Ausgrabungen in Oberägypten auf eine zwölf Meter hohe Statue von Pharao Ramses II. gestoßen. Nach Angaben der Altertümerverwaltung des Landes vom Sonntag handelt es sich um das größte bislang gefundene Standbild des altägyptischen Herrschers, der von 1290 bis 1224 vor Christus regierte. In dem Ort Akhmim, knapp 500 Kilometer südlich von Kairo, sind Archäologen bereits seit drei Jahren mit Ausgrabungen beschäftigt. Von der jetzt gefundenen Statue seien Kopf, Brust und Rumpf bereits freigelegt worden.

Unterdessen haben Arbeiter bei Bauarbeiten für eine Moschee in Kairo eher zufällig ein Grab aus der 26. Pharaonen-Dynastie (bis 525 v. Chr.) entdeckt. In der Gruft soll nach Angaben von ägyptischen Wissenschaftlern der Aufseher einer Silbermine bestattet worden sein. Zahlreiche Beigaben wie Schmuck, Statuen und Amulette wurden in der Grabstätte gefunden.