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Die Schüler-UNO ist so arm wie die echte UNO

Beim Geld hört der Spaß auf. Dem „Schüler-Planspiel United Nations“ (Spun) geht es wie dem Vorbild in New York. Das Projekt von Schülern für Schüler ist dieses Jahr knapp an der Pleite vorbeigeschrammt. Eine Sitzungswoche der Schüler-UN kostet 75.000 Euro, nur ein Bruchteil davon kommt über die Teilnehmerbeiträge wieder herein.

Ende 2000 zog sich die Friedrich-Ebert-Stiftung aus dem Projekt zurück. Im vergangenen Jahr sprang kurzfristig die Bundeszentrale für politische Bildung ein. Seither sucht das Projekt nach neuen Geldgebern, bisher aber vergeblich. Und das, obwohl Spun seit 1998 von den Vereinten Nationen offiziell als UN- Planspiel anerkannt ist.

Die finanziell stets klamme UNO selbst kann ebenfalls mit Geld nicht helfen, bedauert Arne Molfenter, geschäftsführender Leiter des United Nations Information Center (UNIC) in Bonn. Wenigstens unterstützt Molfenter die Schüler bei der Suche nach Kooperationspartnern. „Spun ist eine wichtige Werbung für uns.“ Da will auch Bonn als UN-Stadt nicht nachstehen und hilft mit Sonderbussen bei der Unterbringung der Schüler.