„Zwei-Säulen-Modell“ auch in Bremen

Zwischenschritt ohne Verfallsdatum

Eigentlich will die SPD die Gymnasien nicht. „Solange es auf dem Weg zur gemeinsame Schule noch durchgehende Gymnasien gibt“, so beginnt ein Kernsatz in dem Positionspapier, dass die Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokraten im Bildungswesen (AfB) verabschiedet hat.

Kommentar von KLAUS WOLSCHNER

Als „Zwischenschritt“ müsse man das „Zwei-Säulen-Modell“ verstehen, warb auch Bildungssenatorin Renate Jürgens-Pieper gestern bei der GEW. Vor über 30 Jahren hat die Bremer SPD die Gesamtschulen als Ziel ins Schulgesetz geschrieben, die „horizontal“ gegliederten Stufen-Schulzentren eingeführt, um die Integration zu erleichtern. Jürgens-Pieper ist dabei, diese Struktur, die sich als nicht attraktiv erwiesen hat und kein „Zwischenschritt“ auf dem Weg zur Gesamtschule war, zu beseitigen.

Eltern wollen „das Beste“ für ihre Kinder. Eigentlich wäre das eine gute Basis für ein Schulsystem, das auch „das Beste“ will. Solange Eltern das Gefühl haben, dass die leistungsstarken Schüler auf Gymnasien mehr gefördert werden als auf anderen Schulen, wird es Gymnasien geben. Erstaunlich, wie wenig sich die in der GEW organisierten Lehrer darum einen Kopf machen, wie sie die von ihnen favorisierten Schultypen für leistungsstarke Schüler attraktiver machen könnten.