Gelsenwasser kritisiert Fracking-Gutachten

Folgen derzeit nicht abschätzbar

Der Wasserversorger Gelsenwasser kritisiert das von einer Expertengruppe vorgelegte Fracking-Gutachten: Eine Risikoeinschätzung sei aufgrund fehlender Daten nicht möglich.

Protest gegen ExxonsMobils Erdgasprobebohrung im Emsland.   Bild: dpa

GELSENKIRCHEN dpa | Der Wasserversorger Gelsenwasser hat das Fracking-Gutachten einer Expertenrunde des Energiekonzerns Exxon Mobil als unzureichend kritisiert. Die Studie befasse sich nur mit den Gegebenheiten auf den geplanten Frack-Feldern des Konzerns, erklärte Gelsenwasser am Montag in Gelsenkirchen. „Sie ist daher in ihren Aussagen in keinem Fall als allgemeingültig anzusehen.“

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Der Energieanbieter setze deshalb auf die Ergebnisse von Gutachten der nordrhein-westfälischen Landesregierung und des Bundesumweltministeriums. Das NRW-Gutachten soll im Sommer vorliegen.

Aus der Exxon Mobil-Studie gehe hervor, dass noch nicht genug Daten vorhanden seien, um Fracking-Risiken „wissenschaftlich fundiert“ abschätzen zu können, betonte der Wasserversorger.

Unklar sei etwa, wie mit Chemikalien belastete Frack-Abwässer sicher entsorgt werden sollten. Der Dienstleister Gelsenwasser ist neben dem Trinkwasser- auch im Erdgasgeschäft tätig.

Mit der umstrittenen Fracking-Methode wollen Energiekonzerne Erdgas aus tiefen Gesteinsschichten fördern. Um dem Gestein das Gas zu entlocken, wird ein Wasser-Sand-Gemisch in den Boden gepresst, das auch Chemikalien enthält.

 
30. 04. 2012

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