Durchschnittlich 1.600 Euro brutto bekommt ein Leiharbeiter in der Pflegebranche. Ihre Anzahl ist seit 2005 um 400 Prozent gewachsen, so die Bundesagentur für Arbeit.
Alle Pflegefachkräfte ab in die Schweiz! Für Berufseinsteiger gibts 4000 € netto, für erfahrene Kräfte deutlich mehr. Die Arbeitsbedingungen sind deutlich besser, da wesentlich höhere Personaldichte und keine "Akkordpflege".
Wenn Deutschland einen Pflegefachkräftemangel will, dann kann es diesen haben!
05.07.2012 14:03 Uhr
von Jürgen Hollick:
Mit Ihrer Schilderung haben Sie, liebe TAZ-redaktion einen Teil des Problems erfasst. Ausgespart haben Sie, dass parallel zur Lohndrückerei in der Leiharbeit für Pflege, aber nicht unbedingt identisch in den Personen,auch ein rapider Abbau der Qualität stattfindet. Auf Druck der Arbeitgeber und mit Unterstützung durch die Gewerkschaft Ver.Di werden notwendige Anpassungen an die Bildung der Pflegepersonen unterbunden. Hier werden im Weiterbildungsbereich Kürzungen vorgenommen, die europaweit übliche allgemeine Akademisierung wird verhindert. Eine mögliche sachgerechte Regulierung der pflegerischen Qualität wird ebenfalls von der Allianz aus Arbeitgeber und Ver.Di behindert. Der Verzicht auf die Errichtung von Pflegekammern in den Bundesländern verhindert sowohl Informationen über die genauen Zahlen der aktiven Pflegenden und deren Qualifikation, als auch eine Fort- und Weiterbildung, die den Anforderungen angemessen ist. Eine Beteikligung der Pflegenden in den Selbstverwaltungsorganen des Gesundheitswesen wird dadurch ebenfalls verhindert. Ein Blick auf die Demographie und die Arbeitsmarkdaten der Pflege zeigt, wie abartig dieses Verhalten ist. In einer Zeit, in der zunehmend Pflegebedürftige auf Hilfe warten und immer weniger Menschen den Pflegeberuf erlernen wollen, glauben Juristen, Sozialpädagogen und andere Vertreter der Arbeitgeber, sie müssten den Pflegenden sagen, was gut für sie ist. Die Herablassung kennt kaum Grenzen und schaden im wesentlichen den Pflegebedürftige selbst, die für eine angemessene Pflege enorme Summen aufbringen müssen. Ausgenützt werden also sowohl Pflegende als auch Pflegebedürftige. Aber vergesst nie: Wir Pflegende kriegen Euch alle. Jürgen Hollick Krankenpfleger
05.07.2012 12:54 Uhr
von aurorua:
War doch schon immer so, wirkliche Berufsaltruisten werden aufs Übelste und Schamloseste ausgebeutet. Hauptsache die Vorstände und Bosse haben ihre 50.000 Euro und mehr im Monat.
Leserkommentare
20.09.2012 04:02 Uhr
von So ist das:
Alle Pflegefachkräfte ab in die Schweiz! Für Berufseinsteiger gibts 4000 € netto, für erfahrene Kräfte deutlich mehr. Die Arbeitsbedingungen sind deutlich besser, da wesentlich höhere Personaldichte und keine "Akkordpflege".
Wenn Deutschland einen Pflegefachkräftemangel will, dann kann es diesen haben!
05.07.2012 14:03 Uhr
von Jürgen Hollick:
Mit Ihrer Schilderung haben Sie, liebe TAZ-redaktion einen Teil des Problems erfasst.
Ausgespart haben Sie, dass parallel zur Lohndrückerei in der Leiharbeit für Pflege, aber nicht unbedingt identisch in den Personen,auch ein rapider Abbau der Qualität stattfindet.
Auf Druck der Arbeitgeber und mit Unterstützung durch die Gewerkschaft Ver.Di werden notwendige Anpassungen an die Bildung der Pflegepersonen unterbunden. Hier werden im Weiterbildungsbereich Kürzungen vorgenommen, die europaweit übliche allgemeine Akademisierung wird verhindert.
Eine mögliche sachgerechte Regulierung der pflegerischen Qualität wird ebenfalls von der Allianz aus Arbeitgeber und Ver.Di behindert. Der Verzicht auf die Errichtung von Pflegekammern in den Bundesländern verhindert sowohl Informationen über die genauen Zahlen der aktiven Pflegenden und deren Qualifikation, als auch eine Fort- und Weiterbildung, die den Anforderungen angemessen ist. Eine Beteikligung der Pflegenden in den Selbstverwaltungsorganen des Gesundheitswesen wird dadurch ebenfalls verhindert.
Ein Blick auf die Demographie und die Arbeitsmarkdaten der Pflege zeigt, wie abartig dieses Verhalten ist. In einer Zeit, in der zunehmend Pflegebedürftige auf Hilfe warten und immer weniger Menschen den Pflegeberuf erlernen wollen, glauben Juristen, Sozialpädagogen und andere Vertreter der Arbeitgeber, sie müssten den Pflegenden sagen, was gut für sie ist.
Die Herablassung kennt kaum Grenzen und schaden im wesentlichen den Pflegebedürftige selbst, die für eine angemessene Pflege enorme Summen aufbringen müssen.
Ausgenützt werden also sowohl Pflegende als auch Pflegebedürftige.
Aber vergesst nie: Wir Pflegende kriegen Euch alle.
Jürgen Hollick
Krankenpfleger
05.07.2012 12:54 Uhr
von aurorua:
War doch schon immer so, wirkliche Berufsaltruisten werden aufs Übelste und Schamloseste ausgebeutet. Hauptsache die Vorstände und Bosse haben ihre 50.000 Euro und mehr im Monat.
05.07.2012 12:51 Uhr
von Juergen K.:
Wer hats gemacht ?
Wir hams gemacht!