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NAIROBI taz | Äthiopiens Regierungschef Meles Zenawi, starker Mann des Landes seit 1991, ist tot. Wie das Staatsfernsehen am Dienstagmorgen bekannt gab, starb der 57-Jährige in einem ausländischen Krankenhaus "überraschend an einer plötzlichen Infektion". Regierungssprecher Bereket Simon versicherte, Äthiopien bleibe stabil. "Alles geht so weiter, wie es der Regierungschef festgelegt hat." Wie von der Verfassung vorgesehen, übernimmt der stellvertretende Premierminister Haile Mariam Desalegne die Amtsgeschäfte. Details über Meles' Bestattung würden im Laufe der Woche bekannt gegeben, hieß es.
Über Meles Zenawis Gesundheitszustand wurde schon seit Wochen spekuliert. Seit er dem letzten Staatengipfel der Afrikanischen Union in Äthiopien Anfang Juli ferngeblieben war, obwohl er der Gastgeber war, machten Gerüchte die Runde. Im Internet war sein Tod schon mehrfach gemeldet worden, vielleicht, weil es die Opposition gar nicht abwarten konnte. BER
Der Historiker Christian Gerlach hat extrem gewalttätige Gesellschaften untersucht. Sein Ergebnis: Auch die Zivilbevölkerung kann Auslöser von Massengewalt sein.

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