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MADRID/ROM/ATHEN/BRÜSSEL/LISSABON taz Angesichts der Massenarbeitslosigkeit in Südeuropa und der staatlichen Sparmaßnahmen sind am Mittwoch Millionen Arbeiter und Angestellte in mehreren EU-Ländern in den Streik getreten. Gewerkschaften in Griechenland, Spanien, Portugal, Italien und Belgien hatten hierzu aufgerufen.
In Spanien und Portugal brachten 24-stündige Generalstreiks manche Wirtschaftsbereiche zum Erliegen. In Italien demonstrierten Gewerkschafter mit Arbeitsniederlegung gegen die rigide Sparpolitik Europas und der Regierung von Mario Monti. Auch in Griechenland waren die Beschäftigten zu einem Ausstand aufgerufen.
Der DGB-Vorsitzende Michael Sommer sagte, man müsse "das Grundübel dieser Zeit, die Herrschaft der Finanzmärkte und die Herrschaft des Spekulantentums", in den Griff bekommen. Die deutschen Gewerkschaften würden sich mit den Kollegen in anderen Ländern solidarisch zeigen. Im krisengeschüttelten Ausland kam die Zurückhaltung der deutschen Arbeiter jedoch schlecht an: "Die Kollegen erwarten deutliche Zeichen, symbolische Aktionen", so Claudia Menne vom Europäischen Gewerkschaftsbund.
Der Historiker Christian Gerlach hat extrem gewalttätige Gesellschaften untersucht. Sein Ergebnis: Auch die Zivilbevölkerung kann Auslöser von Massengewalt sein.

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