KOMMENTAR VON BERND PICKERT
Wenn bei den diesjährigen Nominierungsparteitagen jemand für "change" steht, für eine Veränderung der Gepflogenheiten, dann sind es die konservativen Republikaner. Die Mobilisierungsshow der Demokraten in Denver lief, wie man es von vergangenen Conventions gewohnt war. Hochemotional und professionell bis ins Detail inszeniert wurden Gräben überwunden und Vaterlands- und Familienliebe zelebriert. Nicht so die Republikaner. Wegen Wirbelsturm "Gustav" verschoben sie zunächst den Beginn des fernsehfähigen Teils des Parteitages, und mit der Nominierung Sarah Palins als Vizepräsidentschaftskandidatin geht John McCain genau das ein, was Barack Obama mit Joe Biden tunlichst vermied: ein Wagnis, über das man spricht. McCain/Palin - hier tobt das echte Leben.

Bernd Pickert ist Redakteur im taz-Auslandsressort und zuständig für die beiden Amerikas. Foto: taz
Ob die offenbar doch hastige Nominierung Palins ein besonders schlauer Schritt oder eine komplette Idiotie war, darüber wird der Wahlausgang Aufschluss geben. Gerade einem der ältesten Präsidentschaftskandidaten der US-Geschichte eine der bundespolitisch unerfahrensten "Running Mates" überhaupt an die Seite zu stellen, birgt schon ein besonderes Risiko - wer mit seiner Führungsfähigkeit und Erfahrung wirbt, muss sich schon die Frage gefallen lassen, warum Sarah Palin an der Spitze eine gute Idee sein sollte, falls dem 72-Jährigen im Amt etwas zustößt. Jung, konservativ, weiblich - es ist schon klar, warum McCain für den Wahlkampf so jemanden gesucht hat. Ob er aber die Richtige gefunden hat, daran zweifeln wenigstens insgeheim auch viele Republikaner.
Eines aber dürfte dem McCain-Wahlkampf mit Sarah Palin nun sicher sein: anhaltende Medienaufmerksamkeit, wie sie bislang Obama vorbehalten war. Wenn Sarah Palin sich am Mittwochabend mit einer guten Rede als engagierte Politikerin, Mutter und unfanatische, mitten im Leben stehende Lebensschützerin vorgestellt haben sollte, könnte sie das Etikett "Oh mein Gott!" abstreifen und zur "Hej wow!"-Kandidatin aufsteigen. Spätestens das wäre dann wirklich geeignet, dem Politkometen Barack Obama in den letzten zwei Monaten die Schau zu stehlen.
Am Münchner Hauptbahnhof gibt es eine Schule, die keine Schule ist, die kein Geld vom Land bekommt – und die mit Jugendlichen lernt, die kein Recht auf Bildung haben.von FELIX MÜLLER

... nicht mehr Hartz IV, so will es Ministerin von der Leyen. Der neue Name soll "von unten" kommen. taz.de macht schon mal ein paar Vorschläge.

Wie jetzt, mit 17 schon alles erreicht? Milliarden gemacht, Romane geschrieben und die Charts geknackt? Auf wen wir wirklich neidisch sind.

Ein Jahr Obama: Nicht nur die Weltpolitik ist seine Bühne. Jetzt gibt es tatsächlich ein Obama-Musical.

Wär doch schade, wir hätten sie nicht notiert...


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