Der Onlineshop für Handgearbeitetes, "dawanda.de", wächst rasant. Schon kritisieren Nutzer, er werde zu kommerziell.
Gestrickt, genäht, gepunktet: Individualisten-Onlineshop Davanda.de Foto: screenshot dawanda.de
BERLIN taz | Seit Dawanda, der Onlinemarktplatz für Selbstgemachtes, in den vergangenen zwei Jahren stark gewachsen ist, tummeln sich dort vermehrt Anbieter von Massenwaren. Der ursprüngliche Gedanke, eine Plattform für Kreative zu bieten, werde so aufgeweicht, kritisieren Nutzer. "Es wird immer mehr Massenware angeboten. Das zerstört den Dawanda-Gedanken", sagte Mandy Christoph, die als "kleidzeit" Selbstgeschneidertes verkauft, der sonntaz.

Den kompletten Text lesen Sie in der neuen sonntaz - ab Samstag zusammen mit der taz am Kiosk. Foto: taz
Auch "Stine", die eigentlich Christine Kebel heißt und neben ihrem Job als Dokumentarin Taschen näht, ist frustriert. Dawanda reagiere nur selten, wenn verdächtige Anbieter gemeldet werden. "Klar, die verdienen ja gut an denen." Kritik im Forum werde zudem immer wieder ignoriert oder gar gelöscht.
Das Prinzip auf dawanda.de ist einfach: Verkäufer und Verkäuferinnen stellen ihre selbstgemachten Unikate – Kleidung, Schmuck, Einrichtungsgegenstände oder auch Nahrungsmittel wie Honig oder Senf – online, beschreiben ihre Ware, fügen Bilder dazu und legen einen Preis fest. Dawanda erhält fünf Prozent vom Verkaufspreis. Seit Januar werden zudem Einstellgebühren von bis zu 30 Cent für jedes Produkt erhoben.
Claudia Helming hat Dawanda Ende 2006 mit ihrem ehemaligen Kollegen Michael Pütz gegründet. Sie ist Romanistin und Tourismusexpertin, er Informatiker. Beide sind Internetpioniere. Zuvor waren sie mehrere Jahre bei Onlinefirmen angestellt, wollten dann aber ihr eigenes Start-up-Unternehmen gründen. Egal was. Mit Kunsthandwerk und Handarbeit hatten sie bis dahin nichts zu tun. "Wir sind komplett talentfrei, was Selbstgemachtes anbelangt", sagt Helming. Die Idee für Dawanda ist geklaut. Vorbild war das amerikanische etsy.com.
Dawanda wuchs schnell. Heute gibt es zwanzig Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Der Firma geht es gut. Umsatzzahlen lassen sich die Chefs nicht entlocken. "Nur so viel: Wir sind profitabel", sagt Helming. Vor einer Woche ist Dawanda in ein neues Büro in Berlin-Mitte gezogen. Es ist doppelt so groß wie das alte.
Dawanda hat allerdings einige Konkurrenten. vondir.de hat 2.500 Mitglieder und 28.000 Produkte. Das Angebot hat sich seit Februar dieses Jahres verdoppelt. Verkäufer müssen
nichts zahlen, können aber für 2,50 Euro im Monat Premiummitglieder werden. Bei kunstvonuns.de gibt es 5.000 Produkte. Die Seite livemaster.de hat 6.500 Unikate. International führend ist etsy.com mit zwei Millionen Mitgliedern und einem
Jahresumsatz von 90 Millionen Dollar.
... nicht mehr Hartz IV, so will es Ministerin von der Leyen. Der neue Name soll "von unten" kommen. taz.de macht schon mal ein paar Vorschläge.

Wie jetzt, mit 17 schon alles erreicht? Milliarden gemacht, Romane geschrieben und die Charts geknackt? Auf wen wir wirklich neidisch sind.

Ein Jahr Obama: Nicht nur die Weltpolitik ist seine Bühne. Jetzt gibt es tatsächlich ein Obama-Musical.

Wär doch schade, wir hätten sie nicht notiert...


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Leserkommentare (29)
30.05.2009, 11:29 | Melanie Petersen:
ich habe gerade meinen shop auf DaWanda vorgestellt. Mein Eindruck bisher: po...
07.05.2009, 10:31 | ich:
http://www.freundin.de/Artikel/das-netz-ist-weiblich-Schoener-Wohnen-mit-Web-Tip...
06.05.2009, 23:02 | Kathrin:
@Kiki Seltsam... So lange DaWanda noch in den Himmel und wieder zurück gelobt...
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