Die Staatsanwaltschaft Dortmund ermittelt gegen den Textildiscounter Kik: Die Firma soll sich bei einer Wirtschaftsauskunftei Informationen über die Bonität seiner Mitarbeiter eingeholt haben.
Verschuldete von der Kasse ferngehalten? Textildiscounter Kik. Foto: dpa
DORTMUND ap Der Textildiscounter Kik soll über längere Zeit regelmäßig die Finanzlage seiner Mitarbeitern überprüft haben. Die Staatsanwaltschaft Dortmund ermittelt gegen das Unternehmen wegen eines möglichen Verstoßes gegen das Bundesdatenschutzgesetz, wie eine Sprecherin der Anklagebehörde am Mittwoch auf Anfrage sagte.
Sie bestätigte damit einen Bericht des Westdeutschen Rundfunks. Auslöser der Ermittlungen sei eine Anzeige der nordrhein-westfälischen Datenschutzbeauftragten gewesen. Kik teilte mit, man wolle bis zur juristischen Klärung des Sachverhaltes keine weitere Stellungnahme abgeben.
Dem Bericht zufolge hatte Kik über längere Zeit bei der Wirtschaftsauskunftei Creditreform Auskünfte über die Bonität seiner Mitarbeiter eingeholt. Damit habe sichergestellt werden sollen, dass Mitarbeiter "mit negativen Einträgen nicht in sensiblen Arbeitsbereichen eingesetzt werden", zitierte der Sender das Unternehmen. Dazu gehöre etwa die Arbeit an der Kasse. Mittlerweile finde eine Abfrage aller Mitarbeiter "nicht mehr" statt.
Die Staatsanwaltschaft sieht sich derzeit noch "weit entfernt" von einer Bewertung der Vorgänge. Man wolle die Sache nun prüfen und die Argumente hören - unter anderem müsse geklärt werden, welche Daten genau erhoben worden seien und ob es dafür ein besonderes Interesse gegeben habe. Von einer "großen Geheimhaltung" könne bei dem Geschehen bei Kik jedenfalls nicht die Rede sein.
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Leserkommentare (6)
23.10.2009, 18:55 | Tina:
Hi Einhorn... Ich Arbeite auch bei KIK und ich bion weder arm noch egoistisch.....
03.06.2009, 07:36 | bob99:
ich war bei kik.... dies ist der größte humanausbeuter den es wohlmöglich in de...
25.05.2009, 14:13 | Bernd aus Ddorf:
Ich finde es reichlich unverschämt an wen die Firma CREDITREFORM all ihre Daten ...
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