Aufständische greifen in Pakistan einen strategisch wichtigen Luftwaffenstützpunkt an. Neun Menschen sterben. Die Armee gewinnt nach stundenlangen Gefechten die Kontrolle zurück.

Bei dem Anschlag auf den Luftwaffenstützpunkt in Pakistan kamen neun Menschen ums Leben. Bild: reuters
ISLAMABAD dpa | Bei einem Überfall auf eine Luftwaffenbasis in der nordpakistanischen Provinz Punjab sind am Donnerstag mindestens acht Aufständische und ein Soldat getötet worden. Der Kommandeur des Stützpunkts in Kamra habe eine Schussverletzung erlitten, schwebe aber nicht in Lebensgefahr, teilte die Luftwaffe mit. Ein weiterer Soldat sei bei den mehr als zweistündigen Gefechten verwundet worden.
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Die Luftwaffe teilte mit, die Angreifer hätten Sprengstoffwesten getragen und seien mit Sturmgewehren und Panzerfäusten bewaffnet gewesen. Verbündete hätten von außerhalb der Basis mit Panzerfaust-Granaten ein Flugzeug beschädigt. Die Zeitung "Dawn" berichtete im Internet unter Berufung auf einen Augenzeugen, einige der Angreifer hätten Armeeuniformen getragen.
Der Überfall hatte vor dem Morgengrauen begonnen. Nach dem Ende der Gefechte suchten Soldaten am Donnerstag die Umgebung ab. Die Basis liegt rund 80 Kilometer westlich der Hauptstadt Islamabad. Dort sind insgesamt 30 Kampfjets des Typs JF-7 Thunder aus chinesischer Herstellung und des französischen Typs Mirage stationiert.
Aufständische wie die Taliban greifen in Pakistan immer wieder Armeestützpunkte an. Im vergangenen Jahr waren bei einem Überfall auf eine Basis der Marineflieger in der südpakistanischen Hafenmetropole Karachi mehrere moderne Flugzeuge zerstört worden. Bei einem Selbstmordanschlag am Eingang der Luftwaffenbasis in Kamra waren 2009 zwei Offiziere und sechs Zivilisten getötet worden.
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