tazđŸŸsachen

taz-Reportage nominiert

Als die taz am wochenende im Mai 2017 eine lange Geschichte von Hannes Koch veröffentlichte, waren schon viele Texte ĂŒber FlĂŒchtlinge erschienen. Rekonstruk­tio­nen der Flucht, PortrĂ€ts, die uns nĂ€her brachten, was schnell und verkĂŒrzt „FlĂŒchtlingskrise“ genannt wurde, Geschichten des Ankommens, des Willkommens, des Schlangestehens. Es kamen dann Geschichten, die noch dichter heranfĂŒhrten: Wie leben FlĂŒchtlinge und die, die sie hier aufnehmen, miteinander; wĂ€chst da was zusammen?

Hannes Koch, der fĂŒr die taz vor allem ĂŒber Wirtschaftsthemen schreibt, schlug uns im FrĂŒhjahr 2017 vor, die Geschichte von Karim zu erzĂ€hlen, einem Syrer, den er bei sich aufgenommen hatte. Nicht unbedingt eine Geschichte des Gelingens, denn er hatte Karim nach knapp einem Jahr quasi rausgeworfen. Das zunĂ€chst gute GefĂŒhl des Helfers war einem bestĂ€ndigen Genervtsein gewichen. Hannes Koch schrieb diese Geschichte auf, subjektiv und darum stark. Weil sie all die Zweifel ausbreitet, die einer hat, der merkt, dass sein Gutmeinen Grenzen hat. Nun hat die Jury des renommierten Theodor-Wolff-Preises „Karim, ich muss dich abschieben“ von Hannes Koch in der Kategorie „Heimat und die Fremden“, dem Thema des Jahres, nominiert, zusammen mit Thorsten Schmitz und Verena Mayer (SĂŒddeutsche Zeitung) fĂŒr „Weil du Jude bist“ und Vanessa Vu (Zeit Online) fĂŒr „Meine Schrottcontainer­kindheit“. Wir freuen uns sehr! Die Preisverleihung ist am 20. Juni in Berlin. Nachzulesen ist Hannes Kochs Text hier: www.taz.de/karim.