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Die Gude-Leude-Liste

Zugegeben, wenn die ohnehin nicht eben uneitle Medienbranche sich abfeiert, wirkt das ziemlich selbstreferentiell. Und ja, so verh√§lt es sich auch bei der Liste der ‚ÄěJournalistinnen und Journalisten des Jahres 2018‚Äú, die das Medium Magazin aus dem Oberauer-Verlag allj√§hrlich ver√∂ffentlicht. Am Dienstag w√§re Twitter fast geplatzt, so viele Gl√ľckw√ľnsche zwitscherten durchs Netz hin und her.

Aber sorry, ab und zu muss das sein. Der JournalistInnen-Job ist im Grunde ziemlich unglamourös. Allermeistens besteht er hier bei der taz aus diskutieren, nachdenken, telefonieren, produzieren. So eine Gude-Leude-Liste ist der Beweis, dass irgendjemand da draußen tatsächlich gelesen, gehört, gesehen hat, woran wir arbeiten.

Um so froher sind wir hier in der taz, dass 2018 so viele KollegInnen in gleich vier Kategorien als JournalistInnen des Jahres gelistet sind. Da ist Georg L√∂wisch auf Rang 2 als gl√§nzender Chefredakteur. Jost Maurin auf Rang 9 in der Kategorie Wirtschaft f√ľr seine tolle Glyphosat-Berichterstattung. Und Daniel Schulz hat es mit dem sensiblen Essay √ľber seine Nachwende-Jugend auf Platz 5 in der Kulturberichterstattung geschafft (www.taz.de/!5536453/). F√ľr seine vielf√§ltigen, gedruckt und im Netz laufenden Reportagen ist der gesch√§tzte Kollege Martin Kaul auf Rang 3 eingelaufen. Zusammen mit Christina Schmidt und Daniel Schulz ist Kaul ebenfalls als Team auf Rang 3 gelandet, diesmal f√ľr die Reportage √ľber das rechte ‚ÄěKommando Heimatschutz‚Äú (www.taz.de/!5468003/).

Herzlichen Gl√ľckwunsch! (am)