tazūüźĺsachen

taz gazete
wird zwei

Am Samstag hat die taz gazete Geburtstag, die seit zwei Jahren mit alternativen Stimmen aus der T√ľrkei berichtet. taz gazete ist ein zweisprachiges Projekt, initiiert von Panter Stiftung und taz, um die Pressefreiheit in der T√ľrkei zu unterst√ľtzen. Was als kurzfristiges Solidarit√§tsprojekt in kleinem Ma√üstab begann, wurde zu einer Adresse f√ľr viele arbeitslose oder verfolgte Journalist*innen. Unsere Autor*innen haben mit nie endenden Prozessen zu k√§mpfen, einige k√∂nnen das Land nicht verlassen, ein Reporter sitzt im Gef√§ngnis. Trotzdem schreiben sie.

Aus der T√ľrkei f√ľr ein deutsches Medium zu ¬≠schreiben, ist komplizierter, als es sich anh√∂rt. Innere Bez√ľge, die auf T√ľrkisch keiner Erkl√§rung bed√ľrfen, m√ľssen im Deutschen in einen Kontext gesetzt werden. Das t√ľrkische und das deutsche Publikum haben verschiedene Lesegewohnheiten. Das braucht Zeit, Liebe und Nerven.

Die Idee, den Entwurf und das t√ľrkische Redigat sprechen wir eng mit unseren Reporter*innen in der T√ľrkei ab. Danach geht der Text in die √úbersetzung. Und dann: deutsches Redigat, Pingpong von Nachfragen und zus√§tzlichen Notizen, Feilen an der deutschen √úbersetzung. Bei machen Artikeln dauert das eine Woche. Viele Reporter*innen, die es gewohnt sind, t√§glich eine Geschichte zu ver√∂ffentlichen, sind verbl√ľfft, wie langsam wir arbeiten. Auch wir haben in diesen zwei Jahren viel dazugelernt: n√§mlich, dass deutscher Journalismus anders funktioniert als t√ľrkischer und dass man Sprichw√∂rter nie √ľbersetzen, nur √ľbertragen kann. Mehr dazu lesen Sie in der taz.am Wochenende. taz.gazete