• 19.07.2011

Banken spekulieren in der Krise

Papiertiger US-Finanzreform

Die "ehrgeizigste Finanzreform seit der Weltwirtschaftskrise" in den USA entwickelt sich zu einem gigantischen Papierkrieg. Das freut die Banken, sie zocken weiter.von Ulrike Herrmann

  • 24.03.2012 13:41 Uhr

    von guntherkummerlande:

    Solange es nie zu einem Rückzahltag kommt,
    solange funktioniert unser gescholtenes
    Finanzsystem bestens.

    Solange wir immer weiter neue Schuldverschreibungen
    und neue Vermögensumschichtungen aufbauen,
    aber eben nie von einem bestimmten Schuldner
    bestehen unser Geld wieder zu bekommen, haben wir
    keine Probleme. Wir müssen nur immer wieder
    neue Scheinwertpapiere akzeptieren und
    dann funktioniert alles reibungslos.
    Nur eine Wahrheit muß man berücksichtigen auf
    den Kapitalismus heutiger Prägung:
    Zahle kleine Dinge mit Deinen Haben und
    stelle damit Vertrauen zum Geschäftspartner her.
    Bezahle große Dinge über Scheinwertpapiere
    und refinanziere sie über Scheinwertpapiere;
    akzeptiere Scheinwertpapiere und tausche Sie
    gegen Realgüter;
    zwinge alle die Scheinwertpapiere für Realgüter zu
    akzeptieren und diese Welt funktioniert tatsächlich.
    Es ist wie mit der Heisenbergschen Unschärfekorrelation.
    Du kannst entweder den Ort oder den Impuls eines
    Elektrons bestimmen, niemals beides zugleich.
    In einen funktionierenden amoralischen
    Finanzsystem kannst Du entweder den Renditewert
    des Scheinwertpapiers durch Umschichtungsprozesse
    ganz kurzfristig oder langfristig garantieren und
    bidirektionale oder multilaterale Handelseffizienz feststellen,
    oder du kannst Scheinwertpapierstabilität durch
    die Vergabe von Sonderrechtlizensen und
    Rohstoffen oder Industriebeteiligungen bekommen.
    Der Effekt ist das beides letzlich ein und dasselbe
    ist und letzlich kürzbar ist. Und nur die Sonderrechte den Pfändungs-Unterschied machen.
    Deshalb waren in Wirklichkeit der Kommunismus
    und Kapitalismus zwei Seiten derselben Medaille.
    Der Kommunismus hatte als Zwangsverfügungsmacht
    nur noch die menschliche Arbeitskraft
    und die wirtschaftliche Konkurrenzselbstausschaltung als
    Verpfändungsgut für den internationalen Devisenverkehr und den hat es im Weltfinanzsystem
    mehr schlecht als recht verscherbelt, indem
    der Kommunismus die Bürger, wie ein Zuhälter hielt.
    Letzlich ist der wahre Wert einer
    Währung oder hier eines Scheinwertpapiers
    von dem in der Gemeinschaft verabredeten
    ideellen unverbrüchlichen Rechte und Pflichten
    innerhalb der Marktteilnehmergesellschaft abhängig.
    Solange Unsinkbarkeit des Dollarkurses und
    die Unsinkbarkeit zweier Ersatzscheinpapiere
    per Weltgesetz festgeschrieben wäre, könnte
    demnach die Welt turbulenzfrei in wirtschaftlicher
    Hinsicht weiterlaufen.
    Ähnlich wie Licht immer eine feste Ausbreitungs-
    geschwindigkeit als Raum-Zeit-Normungskonstante hat.
    Allerdings gäbe es dann
    auch kein politisches Korrektiv der Weltmärkte mehr.
    Wobei meines Erachtens die Bürger eines Landes
    und nicht der Weltmarkt demokratische Partizipations-
    rechte haben sollten.
    Oder Kapitalismus funktioniert:
    Zwischen amorphen dynamisch entstehenden
    Märkteclustern, deren Wert durch die Beständigkeit
    des jeweiligen Marktclusters oder durch
    die gleichwertige Transformierbarkeit in ein
    neues Marktcluster gewährleistet bleibt.
    Das heißt der Markt ist selbst der Garant
    der Wertstabilität der Scheinwertpapiere.
    Deshalb sind für unseren Kapitalismus
    der Transferstau und die
    Abtötung der Marktclustergenerierungsprozesse
    der wirkliche Ruin und die bidirektionale
    Wirtschaftsbeziehung zweier fester Marktteilnehmer
    im "Kleinen" eine Marktkonsolidierung, aber
    im "Großen" eine Marktwirtschaftshemmnis/-risiko.
    Weil das die Finanzwelt systemimmanent weiß, strebt
    es eben auch die Auflösung der Finanzkontrolle
    der Einzelstaaten an, um das Geldfluidum nur noch
    für das Individuum bilanzierfähig zu machen. Deshalb die gravierende
    systemimmanente Korruption.
    Der Kapitalismus heutiger Prägung braucht
    die Löschung der Länderaußenhandelsbilanzen.
    Würde all das Geld der Reichen binnen selbst 10 Jahre
    eines Jahres in den jetzigen Markt gepumpt werden
    ohne neue Branchenbildung, käme es zum Platzen
    des Systems. Der Markt der Scheinwertpapiere
    beruht auf der Investionszurückhaltung der
    Reichen und Superreichen. Deswegen kann es keine
    Gleichverteilung von Kapital geben und darf
    es keine umfassende Geldausschüttung der Reichen in
    konzentrierte Kapitalmärkte geben.
    Die Lösung der Wirtschaftsprobleme der USA wäre sehr
    schlicht:

    Ökologischer Abbau der nicht mehr konkurrenzfähigen
    Industrieanlagen UND DANN LEITZINS BEI 0%
    und dann ABBAU DES SCHLECHTEN WOHNEIGENTUMS
    und dann HOHE STEUERN FÜR REICHE
    und dann NEUBAU MIT OPTIMALEN KONZEPTEN BEI
    HÖHSTEN RECHTESTANDARDS DER BÜRGER
    UND QUALITÄTSSTANDARDS DER INDUSTRIE UND
    WOHNUNGEN
    kurz die Amerikaner haben ihren Schrott nicht
    selbst kaputt gemacht und zu reformierende
    INSTITUTIONEN nicht verändert, sondern wollten
    die zusätzliche Schaffung der gleichen Dinge
    parallel zu dem was jetzt existiert.
    Der Kapitalismus duldet langfristig keine
    Verdopplung des Angebots ohne Verüberdopplung
    der Nachfrage. Deshalb waren all diese
    Anläufe vergebens.
    Fortschritt in der Betriebswirtschaft heißt NICHT: Immer mehr Menschen
    wegzurationalisieren, Fortschritt heißt das
    Marktteilnehmerumfeld bestmöglich auszulasten.
    Jede Organisation basiert auf Leben und
    alles Leben basiert auf optimaler Auslastung
    all seiner Lebensteilkomponenten.

  • 24.03.2012 13:41 Uhr

    von guntherkummerlande:

    Das amerikanische Volk lässt sich zuviel gefallen.
    Es kann keinen öffentlichen Druck erzeugen,
    trotz der Demonstrationen vor der Wallstreet.
    Es kann keine einfache, einsehbare, klare
    Finanzgesetzgebung erzwingen mit klarer
    dahinter erkennbarer Moral- und Gerechtigkeitsphilosophie.

    Ich glaube es ist auch nicht leicht
    den Gesetzestext im Orginal im Internet
    zu bekommen.

    Gesetze dieser Umfänge sind unpraktikabel
    und entmündigen die Allgemeinheit, weil
    Sie keine reale Chance hat Schritt zu halten.
    Genug Gerechtigkeitsschlupflöcher wird es
    da wohl auch geben.

    Lobbymitwirkungsrechte über Geldeinfluss müßten verboten werden!
    Die Frage ist ob hier das gesamte Finanzwesen
    neu geregelt wird und somit eine neue
    Art des Kapitalismus entsteht.

    Das die Banken letzlich genau wissen wollen,
    was da beschlossen wurde, ist nur richtig.
    Das aber die Politiker den unterstellten
    Behörden eine riesige Auslegungsmacht
    bereitsstellen und sie dadurch letzlich
    einflussreicher als die Politiker werden, ist
    gefährlich, denn es fördert die Korruption
    der Behörden durch die Banken.
    Das schlimme ist, dass keiner letzlich
    solche Gesetzesmonster noch einmal wirklich
    reformieren kann oder will.
    Deshalb wäre eine Vernichtung der Blätterwaldes und eine 50 Seiten
    Gesetzgebung zum Thema Finanzmarktregulierung das Beste.
    Gesetze, die keiner kennt, an die sich keiner hält
    untergraben die Glaubwürdigkeit eines Staates.

  • 24.03.2012 13:41 Uhr

    von Generator:

    P.S.: Und die Spekulanten haben uns die Krise(n) nicht eingebrockt. Dass war schon die Politik. Es war seit Jahren bekannt, dass die Amis auf Pump leben(=Handelsbilanzdefizit). Die ganzen schönen Dinge die wir ihnen verkaufen, können sie sich eben nicht leisten. Will natürlich keiner hören, denn wohin denn sonst mit dem Zeug? Aber irgendwann kommt eben heraus, dass all die Bausparkredite (=kA wie dass in den USA geheißen hat) nicht mehr bedient werden. Und dann bricht die Bank zusammen (FannyMai, FannyMac oder wie die Bausparkassen geheißen haben) und nehmen die anderen mit. Die Politik hat diese Kredite jahrelang gefördert! Und in Spanien, Irland und Griechenland lief genau das gleiche. Und jetzt wo uns das ganze um die Ohren geflogen ist sind plötzlich die Spekulanten und Ratingagentur die Bösen. Das ist IMHO das eigentlich traurige an der Finanzkrise.

  • 24.03.2012 13:41 Uhr

    von Generator:

    Derivate sind auch nichts anderes (oder irgendwie gefährlicher) als der andere Finanzhandel. Das gleiche mit den Leerverkäufen. Wenn ich ganz normal Aktien kaufe(=auf steigende Kurse setze) und der Kurs fällt bin ich mein Geld los. Und wenn ich auf fallende Kurse setze (=Leerverkäufe) und der Kurs steigt bin ich genauso mein Geld los. "Massenvernichtungsmittel" der Börse. Das ist Unsinn für den Stammtisch aber sonst gar nichts.

  • 24.03.2012 13:41 Uhr

    von Andreas F.:

    Mir ist überhaupt nicht klar, warum hier und auch in anderen Medien immer von einer "zweiten Finanzkrise" die Rede ist - faktisch handelt es sich doch seit 2008 um nur eine einzige Krise, deren Ursachen nicht behoben wurden und die nur zwischendurch von anderen Katastrophen (Fukushima) und der Gabe von Placebos (Rettungspakete) verdeckt wurde.
    Was wir hier tatsächlich sehen, ist der Versuch, die kapitalistische Zins- und Bereicherungswette auf die nächsthöhere Ebene zu transferieren, mit zunehmender Bereitschaft, dieses um jeden verdammten Preis zu tun (Maximierung der Ausbeutung, Beschränkung bürgerlicher Freiheiten, Zerstörung der Natur). Den Menschen ist anscheinend noch nicht ganz klar geworden, dass sie hier bei einer Kernschmelz desFinanzsystems schon im nächsten Monat vor leere Regalen im Supermarkt stehen können.

    Das muss verhindert werden:
    http://www.facebook.com/profile.php?id=1035422373#!/event.php?eid=205404022844196

    Das soll das Starter-Treffen für eine internationale Gruppe von besorgten Menschen sein, die hier in Berlin hier ihre kräfte für lokale Aktionen bündeln wollen und die fest daran glauben, dass ein umfassender Wandel nötig und möglich ist. es wäre schön. wenn du kommen könntest (und möglichst viele Freunde mitbringen)!

  • 24.03.2012 13:41 Uhr

    von alcibiades:

    "während sich die EU noch nicht auf eine umfassende Bankenregulierung einigen konnte"

    Glauben Sie im Ernst, dass darüber überhaupt noch verhandelt wird?

  • 24.03.2012 13:40 Uhr

    von Alfons Alias:

    Wenn man diesen Artikel liest bekommt man den Eindruck, an den Schaltstellen der Finanzbranche sitzen verhaltensgestörte Leute deren hervorstechendes Merkmal die Gier und die Skrupellosigkeit ist. Was durch schwarze Anzüge und Krawatten verdeckt wird.
    Ich glaube die Wirklichkeit sieht noch schlimmer aus, als hier beschrieben. Wie soll da noch Vernunft zum Zuge kommen.

  • 20.07.2011 03:37 Uhr

    von guntherkummerlande:

    Solange es nie zu einem Rückzahltag kommt,
    solange funktioniert unser gescholtenes
    Finanzsystem bestens.

    Solange wir immer weiter neue Schuldverschreibungen
    und neue Vermögensumschichtungen aufbauen,
    aber eben nie von einem bestimmten Schuldner
    bestehen unser Geld wieder zu bekommen, haben wir
    keine Probleme. Wir müssen nur immer wieder
    neue Scheinwertpapiere akzeptieren und
    dann funktioniert alles reibungslos.
    Nur eine Wahrheit muß man berücksichtigen auf
    den Kapitalismus heutiger Prägung:
    Zahle kleine Dinge mit Deinen Haben und
    stelle damit Vertrauen zum Geschäftspartner her.
    Bezahle große Dinge über Scheinwertpapiere
    und refinanziere sie über Scheinwertpapiere;
    akzeptiere Scheinwertpapiere und tausche Sie
    gegen Realgüter;
    zwinge alle die Scheinwertpapiere für Realgüter zu
    akzeptieren und diese Welt funktioniert tatsächlich.
    Es ist wie mit der Heisenbergschen Unschärfekorrelation.
    Du kannst entweder den Ort oder den Impuls eines
    Elektrons bestimmen, niemals beides zugleich.
    In einen funktionierenden amoralischen
    Finanzsystem kannst Du entweder den Renditewert
    des Scheinwertpapiers durch Umschichtungsprozesse
    ganz kurzfristig oder langfristig garantieren und
    bidirektionale oder multilaterale Handelseffizienz feststellen,
    oder du kannst Scheinwertpapierstabilität durch
    die Vergabe von Sonderrechtlizensen und
    Rohstoffen oder Industriebeteiligungen bekommen.
    Der Effekt ist das beides letzlich ein und dasselbe
    ist und letzlich kürzbar ist. Und nur die Sonderrechte den Pfändungs-Unterschied machen.
    Deshalb waren in Wirklichkeit der Kommunismus
    und Kapitalismus zwei Seiten derselben Medaille.
    Der Kommunismus hatte als Zwangsverfügungsmacht
    nur noch die menschliche Arbeitskraft
    und die wirtschaftliche Konkurrenzselbstausschaltung als
    Verpfändungsgut für den internationalen Devisenverkehr und den hat es im Weltfinanzsystem
    mehr schlecht als recht verscherbelt, indem
    der Kommunismus die Bürger, wie ein Zuhälter hielt.
    Letzlich ist der wahre Wert einer
    Währung oder hier eines Scheinwertpapiers
    von dem in der Gemeinschaft verabredeten
    ideellen unverbrüchlichen Rechte und Pflichten
    innerhalb der Marktteilnehmergesellschaft abhängig.
    Solange Unsinkbarkeit des Dollarkurses und
    die Unsinkbarkeit zweier Ersatzscheinpapiere
    per Weltgesetz festgeschrieben wäre, könnte
    demnach die Welt turbulenzfrei in wirtschaftlicher
    Hinsicht weiterlaufen.
    Ähnlich wie Licht immer eine feste Ausbreitungs-
    geschwindigkeit als Raum-Zeit-Normungskonstante hat.
    Allerdings gäbe es dann
    auch kein politisches Korrektiv der Weltmärkte mehr.
    Wobei meines Erachtens die Bürger eines Landes
    und nicht der Weltmarkt demokratische Partizipations-
    rechte haben sollten.
    Oder Kapitalismus funktioniert:
    Zwischen amorphen dynamisch entstehenden
    Märkteclustern, deren Wert durch die Beständigkeit
    des jeweiligen Marktclusters oder durch
    die gleichwertige Transformierbarkeit in ein
    neues Marktcluster gewährleistet bleibt.
    Das heißt der Markt ist selbst der Garant
    der Wertstabilität der Scheinwertpapiere.
    Deshalb sind für unseren Kapitalismus
    der Transferstau und die
    Abtötung der Marktclustergenerierungsprozesse
    der wirkliche Ruin und die bidirektionale
    Wirtschaftsbeziehung zweier fester Marktteilnehmer
    im "Kleinen" eine Marktkonsolidierung, aber
    im "Großen" eine Marktwirtschaftshemmnis/-risiko.
    Weil das die Finanzwelt systemimmanent weiß, strebt
    es eben auch die Auflösung der Finanzkontrolle
    der Einzelstaaten an, um das Geldfluidum nur noch
    für das Individuum bilanzierfähig zu machen. Deshalb die gravierende
    systemimmanente Korruption.
    Der Kapitalismus heutiger Prägung braucht
    die Löschung der Länderaußenhandelsbilanzen.
    Würde all das Geld der Reichen binnen selbst 10 Jahre
    eines Jahres in den jetzigen Markt gepumpt werden
    ohne neue Branchenbildung, käme es zum Platzen
    des Systems. Der Markt der Scheinwertpapiere
    beruht auf der Investionszurückhaltung der
    Reichen und Superreichen. Deswegen kann es keine
    Gleichverteilung von Kapital geben und darf
    es keine umfassende Geldausschüttung der Reichen in
    konzentrierte Kapitalmärkte geben.
    Die Lösung der Wirtschaftsprobleme der USA wäre sehr
    schlicht:

    Ökologischer Abbau der nicht mehr konkurrenzfähigen
    Industrieanlagen UND DANN LEITZINS BEI 0%
    und dann ABBAU DES SCHLECHTEN WOHNEIGENTUMS
    und dann HOHE STEUERN FÜR REICHE
    und dann NEUBAU MIT OPTIMALEN KONZEPTEN BEI
    HÖHSTEN RECHTESTANDARDS DER BÜRGER
    UND QUALITÄTSSTANDARDS DER INDUSTRIE UND
    WOHNUNGEN
    kurz die Amerikaner haben ihren Schrott nicht
    selbst kaputt gemacht und zu reformierende
    INSTITUTIONEN nicht verändert, sondern wollten
    die zusätzliche Schaffung der gleichen Dinge
    parallel zu dem was jetzt existiert.
    Der Kapitalismus duldet langfristig keine
    Verdopplung des Angebots ohne Verüberdopplung
    der Nachfrage. Deshalb waren all diese
    Anläufe vergebens.
    Fortschritt in der Betriebswirtschaft heißt NICHT: Immer mehr Menschen
    wegzurationalisieren, Fortschritt heißt das
    Marktteilnehmerumfeld bestmöglich auszulasten.
    Jede Organisation basiert auf Leben und
    alles Leben basiert auf optimaler Auslastung
    all seiner Lebensteilkomponenten.

  • 20.07.2011 01:53 Uhr

    von guntherkummerlande:

    Das amerikanische Volk lässt sich zuviel gefallen.
    Es kann keinen öffentlichen Druck erzeugen,
    trotz der Demonstrationen vor der Wallstreet.
    Es kann keine einfache, einsehbare, klare
    Finanzgesetzgebung erzwingen mit klarer
    dahinter erkennbarer Moral- und Gerechtigkeitsphilosophie.

    Ich glaube es ist auch nicht leicht
    den Gesetzestext im Orginal im Internet
    zu bekommen.

    Gesetze dieser Umfänge sind unpraktikabel
    und entmündigen die Allgemeinheit, weil
    Sie keine reale Chance hat Schritt zu halten.
    Genug Gerechtigkeitsschlupflöcher wird es
    da wohl auch geben.

    Lobbymitwirkungsrechte über Geldeinfluss müßten verboten werden!
    Die Frage ist ob hier das gesamte Finanzwesen
    neu geregelt wird und somit eine neue
    Art des Kapitalismus entsteht.

    Das die Banken letzlich genau wissen wollen,
    was da beschlossen wurde, ist nur richtig.
    Das aber die Politiker den unterstellten
    Behörden eine riesige Auslegungsmacht
    bereitsstellen und sie dadurch letzlich
    einflussreicher als die Politiker werden, ist
    gefährlich, denn es fördert die Korruption
    der Behörden durch die Banken.
    Das schlimme ist, dass keiner letzlich
    solche Gesetzesmonster noch einmal wirklich
    reformieren kann oder will.
    Deshalb wäre eine Vernichtung der Blätterwaldes und eine 50 Seiten
    Gesetzgebung zum Thema Finanzmarktregulierung das Beste.
    Gesetze, die keiner kennt, an die sich keiner hält
    untergraben die Glaubwürdigkeit eines Staates.

  • 19.07.2011 17:37 Uhr

    von Generator:

    P.S.: Und die Spekulanten haben uns die Krise(n) nicht eingebrockt. Dass war schon die Politik. Es war seit Jahren bekannt, dass die Amis auf Pump leben(=Handelsbilanzdefizit). Die ganzen schönen Dinge die wir ihnen verkaufen, können sie sich eben nicht leisten. Will natürlich keiner hören, denn wohin denn sonst mit dem Zeug? Aber irgendwann kommt eben heraus, dass all die Bausparkredite (=kA wie dass in den USA geheißen hat) nicht mehr bedient werden. Und dann bricht die Bank zusammen (FannyMai, FannyMac oder wie die Bausparkassen geheißen haben) und nehmen die anderen mit. Die Politik hat diese Kredite jahrelang gefördert! Und in Spanien, Irland und Griechenland lief genau das gleiche. Und jetzt wo uns das ganze um die Ohren geflogen ist sind plötzlich die Spekulanten und Ratingagentur die Bösen. Das ist IMHO das eigentlich traurige an der Finanzkrise.

  • 19.07.2011 17:24 Uhr

    von Generator:

    Derivate sind auch nichts anderes (oder irgendwie gefährlicher) als der andere Finanzhandel. Das gleiche mit den Leerverkäufen. Wenn ich ganz normal Aktien kaufe(=auf steigende Kurse setze) und der Kurs fällt bin ich mein Geld los. Und wenn ich auf fallende Kurse setze (=Leerverkäufe) und der Kurs steigt bin ich genauso mein Geld los. "Massenvernichtungsmittel" der Börse. Das ist Unsinn für den Stammtisch aber sonst gar nichts.

  • 19.07.2011 12:43 Uhr

    von Andreas F.:

    Mir ist überhaupt nicht klar, warum hier und auch in anderen Medien immer von einer "zweiten Finanzkrise" die Rede ist - faktisch handelt es sich doch seit 2008 um nur eine einzige Krise, deren Ursachen nicht behoben wurden und die nur zwischendurch von anderen Katastrophen (Fukushima) und der Gabe von Placebos (Rettungspakete) verdeckt wurde.
    Was wir hier tatsächlich sehen, ist der Versuch, die kapitalistische Zins- und Bereicherungswette auf die nächsthöhere Ebene zu transferieren, mit zunehmender Bereitschaft, dieses um jeden verdammten Preis zu tun (Maximierung der Ausbeutung, Beschränkung bürgerlicher Freiheiten, Zerstörung der Natur). Den Menschen ist anscheinend noch nicht ganz klar geworden, dass sie hier bei einer Kernschmelz desFinanzsystems schon im nächsten Monat vor leere Regalen im Supermarkt stehen können.

    Das muss verhindert werden:
    http://www.facebook.com/profile.php?id=1035422373#!/event.php?eid=205404022844196

    Das soll das Starter-Treffen für eine internationale Gruppe von besorgten Menschen sein, die hier in Berlin hier ihre kräfte für lokale Aktionen bündeln wollen und die fest daran glauben, dass ein umfassender Wandel nötig und möglich ist. es wäre schön. wenn du kommen könntest (und möglichst viele Freunde mitbringen)!

  • 19.07.2011 10:52 Uhr

    von alcibiades:

    "während sich die EU noch nicht auf eine umfassende Bankenregulierung einigen konnte"

    Glauben Sie im Ernst, dass darüber überhaupt noch verhandelt wird?

  • 19.07.2011 08:40 Uhr

    von Alfons Alias:

    Wenn man diesen Artikel liest bekommt man den Eindruck, an den Schaltstellen der Finanzbranche sitzen verhaltensgestörte Leute deren hervorstechendes Merkmal die Gier und die Skrupellosigkeit ist. Was durch schwarze Anzüge und Krawatten verdeckt wird.
    Ich glaube die Wirklichkeit sieht noch schlimmer aus, als hier beschrieben. Wie soll da noch Vernunft zum Zuge kommen.

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