Die "ehrgeizigste Finanzreform seit der Weltwirtschaftskrise" in den USA entwickelt sich zu einem gigantischen Papierkrieg. Das freut die Banken, sie zocken weiter.von Ulrike Herrmann
Solange es nie zu einem Rückzahltag kommt, solange funktioniert unser gescholtenes Finanzsystem bestens.
Solange wir immer weiter neue Schuldverschreibungen und neue Vermögensumschichtungen aufbauen, aber eben nie von einem bestimmten Schuldner bestehen unser Geld wieder zu bekommen, haben wir keine Probleme. Wir müssen nur immer wieder neue Scheinwertpapiere akzeptieren und dann funktioniert alles reibungslos. Nur eine Wahrheit muß man berücksichtigen auf den Kapitalismus heutiger Prägung: Zahle kleine Dinge mit Deinen Haben und stelle damit Vertrauen zum Geschäftspartner her. Bezahle große Dinge über Scheinwertpapiere und refinanziere sie über Scheinwertpapiere; akzeptiere Scheinwertpapiere und tausche Sie gegen Realgüter; zwinge alle die Scheinwertpapiere für Realgüter zu akzeptieren und diese Welt funktioniert tatsächlich. Es ist wie mit der Heisenbergschen Unschärfekorrelation. Du kannst entweder den Ort oder den Impuls eines Elektrons bestimmen, niemals beides zugleich. In einen funktionierenden amoralischen Finanzsystem kannst Du entweder den Renditewert des Scheinwertpapiers durch Umschichtungsprozesse ganz kurzfristig oder langfristig garantieren und bidirektionale oder multilaterale Handelseffizienz feststellen, oder du kannst Scheinwertpapierstabilität durch die Vergabe von Sonderrechtlizensen und Rohstoffen oder Industriebeteiligungen bekommen. Der Effekt ist das beides letzlich ein und dasselbe ist und letzlich kürzbar ist. Und nur die Sonderrechte den Pfändungs-Unterschied machen. Deshalb waren in Wirklichkeit der Kommunismus und Kapitalismus zwei Seiten derselben Medaille. Der Kommunismus hatte als Zwangsverfügungsmacht nur noch die menschliche Arbeitskraft und die wirtschaftliche Konkurrenzselbstausschaltung als Verpfändungsgut für den internationalen Devisenverkehr und den hat es im Weltfinanzsystem mehr schlecht als recht verscherbelt, indem der Kommunismus die Bürger, wie ein Zuhälter hielt. Letzlich ist der wahre Wert einer Währung oder hier eines Scheinwertpapiers von dem in der Gemeinschaft verabredeten ideellen unverbrüchlichen Rechte und Pflichten innerhalb der Marktteilnehmergesellschaft abhängig. Solange Unsinkbarkeit des Dollarkurses und die Unsinkbarkeit zweier Ersatzscheinpapiere per Weltgesetz festgeschrieben wäre, könnte demnach die Welt turbulenzfrei in wirtschaftlicher Hinsicht weiterlaufen. Ähnlich wie Licht immer eine feste Ausbreitungs- geschwindigkeit als Raum-Zeit-Normungskonstante hat. Allerdings gäbe es dann auch kein politisches Korrektiv der Weltmärkte mehr. Wobei meines Erachtens die Bürger eines Landes und nicht der Weltmarkt demokratische Partizipations- rechte haben sollten. Oder Kapitalismus funktioniert: Zwischen amorphen dynamisch entstehenden Märkteclustern, deren Wert durch die Beständigkeit des jeweiligen Marktclusters oder durch die gleichwertige Transformierbarkeit in ein neues Marktcluster gewährleistet bleibt. Das heißt der Markt ist selbst der Garant der Wertstabilität der Scheinwertpapiere. Deshalb sind für unseren Kapitalismus der Transferstau und die Abtötung der Marktclustergenerierungsprozesse der wirkliche Ruin und die bidirektionale Wirtschaftsbeziehung zweier fester Marktteilnehmer im "Kleinen" eine Marktkonsolidierung, aber im "Großen" eine Marktwirtschaftshemmnis/-risiko. Weil das die Finanzwelt systemimmanent weiß, strebt es eben auch die Auflösung der Finanzkontrolle der Einzelstaaten an, um das Geldfluidum nur noch für das Individuum bilanzierfähig zu machen. Deshalb die gravierende systemimmanente Korruption. Der Kapitalismus heutiger Prägung braucht die Löschung der Länderaußenhandelsbilanzen. Würde all das Geld der Reichen binnen selbst 10 Jahre eines Jahres in den jetzigen Markt gepumpt werden ohne neue Branchenbildung, käme es zum Platzen des Systems. Der Markt der Scheinwertpapiere beruht auf der Investionszurückhaltung der Reichen und Superreichen. Deswegen kann es keine Gleichverteilung von Kapital geben und darf es keine umfassende Geldausschüttung der Reichen in konzentrierte Kapitalmärkte geben. Die Lösung der Wirtschaftsprobleme der USA wäre sehr schlicht:
Ökologischer Abbau der nicht mehr konkurrenzfähigen Industrieanlagen UND DANN LEITZINS BEI 0% und dann ABBAU DES SCHLECHTEN WOHNEIGENTUMS und dann HOHE STEUERN FÜR REICHE und dann NEUBAU MIT OPTIMALEN KONZEPTEN BEI HÖHSTEN RECHTESTANDARDS DER BÜRGER UND QUALITÄTSSTANDARDS DER INDUSTRIE UND WOHNUNGEN kurz die Amerikaner haben ihren Schrott nicht selbst kaputt gemacht und zu reformierende INSTITUTIONEN nicht verändert, sondern wollten die zusätzliche Schaffung der gleichen Dinge parallel zu dem was jetzt existiert. Der Kapitalismus duldet langfristig keine Verdopplung des Angebots ohne Verüberdopplung der Nachfrage. Deshalb waren all diese Anläufe vergebens. Fortschritt in der Betriebswirtschaft heißt NICHT: Immer mehr Menschen wegzurationalisieren, Fortschritt heißt das Marktteilnehmerumfeld bestmöglich auszulasten. Jede Organisation basiert auf Leben und alles Leben basiert auf optimaler Auslastung all seiner Lebensteilkomponenten.
24.03.2012 13:41 Uhr
von guntherkummerlande:
Das amerikanische Volk lässt sich zuviel gefallen. Es kann keinen öffentlichen Druck erzeugen, trotz der Demonstrationen vor der Wallstreet. Es kann keine einfache, einsehbare, klare Finanzgesetzgebung erzwingen mit klarer dahinter erkennbarer Moral- und Gerechtigkeitsphilosophie.
Ich glaube es ist auch nicht leicht den Gesetzestext im Orginal im Internet zu bekommen.
Gesetze dieser Umfänge sind unpraktikabel und entmündigen die Allgemeinheit, weil Sie keine reale Chance hat Schritt zu halten. Genug Gerechtigkeitsschlupflöcher wird es da wohl auch geben.
Lobbymitwirkungsrechte über Geldeinfluss müßten verboten werden! Die Frage ist ob hier das gesamte Finanzwesen neu geregelt wird und somit eine neue Art des Kapitalismus entsteht.
Das die Banken letzlich genau wissen wollen, was da beschlossen wurde, ist nur richtig. Das aber die Politiker den unterstellten Behörden eine riesige Auslegungsmacht bereitsstellen und sie dadurch letzlich einflussreicher als die Politiker werden, ist gefährlich, denn es fördert die Korruption der Behörden durch die Banken. Das schlimme ist, dass keiner letzlich solche Gesetzesmonster noch einmal wirklich reformieren kann oder will. Deshalb wäre eine Vernichtung der Blätterwaldes und eine 50 Seiten Gesetzgebung zum Thema Finanzmarktregulierung das Beste. Gesetze, die keiner kennt, an die sich keiner hält untergraben die Glaubwürdigkeit eines Staates.
24.03.2012 13:41 Uhr
von Generator:
P.S.: Und die Spekulanten haben uns die Krise(n) nicht eingebrockt. Dass war schon die Politik. Es war seit Jahren bekannt, dass die Amis auf Pump leben(=Handelsbilanzdefizit). Die ganzen schönen Dinge die wir ihnen verkaufen, können sie sich eben nicht leisten. Will natürlich keiner hören, denn wohin denn sonst mit dem Zeug? Aber irgendwann kommt eben heraus, dass all die Bausparkredite (=kA wie dass in den USA geheißen hat) nicht mehr bedient werden. Und dann bricht die Bank zusammen (FannyMai, FannyMac oder wie die Bausparkassen geheißen haben) und nehmen die anderen mit. Die Politik hat diese Kredite jahrelang gefördert! Und in Spanien, Irland und Griechenland lief genau das gleiche. Und jetzt wo uns das ganze um die Ohren geflogen ist sind plötzlich die Spekulanten und Ratingagentur die Bösen. Das ist IMHO das eigentlich traurige an der Finanzkrise.
24.03.2012 13:41 Uhr
von Generator:
Derivate sind auch nichts anderes (oder irgendwie gefährlicher) als der andere Finanzhandel. Das gleiche mit den Leerverkäufen. Wenn ich ganz normal Aktien kaufe(=auf steigende Kurse setze) und der Kurs fällt bin ich mein Geld los. Und wenn ich auf fallende Kurse setze (=Leerverkäufe) und der Kurs steigt bin ich genauso mein Geld los. "Massenvernichtungsmittel" der Börse. Das ist Unsinn für den Stammtisch aber sonst gar nichts.
24.03.2012 13:41 Uhr
von Andreas F.:
Mir ist überhaupt nicht klar, warum hier und auch in anderen Medien immer von einer "zweiten Finanzkrise" die Rede ist - faktisch handelt es sich doch seit 2008 um nur eine einzige Krise, deren Ursachen nicht behoben wurden und die nur zwischendurch von anderen Katastrophen (Fukushima) und der Gabe von Placebos (Rettungspakete) verdeckt wurde. Was wir hier tatsächlich sehen, ist der Versuch, die kapitalistische Zins- und Bereicherungswette auf die nächsthöhere Ebene zu transferieren, mit zunehmender Bereitschaft, dieses um jeden verdammten Preis zu tun (Maximierung der Ausbeutung, Beschränkung bürgerlicher Freiheiten, Zerstörung der Natur). Den Menschen ist anscheinend noch nicht ganz klar geworden, dass sie hier bei einer Kernschmelz desFinanzsystems schon im nächsten Monat vor leere Regalen im Supermarkt stehen können.
Das muss verhindert werden: http://www.facebook.com/profile.php?id=1035422373#!/event.php?eid=205404022844196
Das soll das Starter-Treffen für eine internationale Gruppe von besorgten Menschen sein, die hier in Berlin hier ihre kräfte für lokale Aktionen bündeln wollen und die fest daran glauben, dass ein umfassender Wandel nötig und möglich ist. es wäre schön. wenn du kommen könntest (und möglichst viele Freunde mitbringen)!
24.03.2012 13:41 Uhr
von alcibiades:
"während sich die EU noch nicht auf eine umfassende Bankenregulierung einigen konnte"
Glauben Sie im Ernst, dass darüber überhaupt noch verhandelt wird?
24.03.2012 13:40 Uhr
von Alfons Alias:
Wenn man diesen Artikel liest bekommt man den Eindruck, an den Schaltstellen der Finanzbranche sitzen verhaltensgestörte Leute deren hervorstechendes Merkmal die Gier und die Skrupellosigkeit ist. Was durch schwarze Anzüge und Krawatten verdeckt wird. Ich glaube die Wirklichkeit sieht noch schlimmer aus, als hier beschrieben. Wie soll da noch Vernunft zum Zuge kommen.
20.07.2011 03:37 Uhr
von guntherkummerlande:
Solange es nie zu einem Rückzahltag kommt, solange funktioniert unser gescholtenes Finanzsystem bestens.
Solange wir immer weiter neue Schuldverschreibungen und neue Vermögensumschichtungen aufbauen, aber eben nie von einem bestimmten Schuldner bestehen unser Geld wieder zu bekommen, haben wir keine Probleme. Wir müssen nur immer wieder neue Scheinwertpapiere akzeptieren und dann funktioniert alles reibungslos. Nur eine Wahrheit muß man berücksichtigen auf den Kapitalismus heutiger Prägung: Zahle kleine Dinge mit Deinen Haben und stelle damit Vertrauen zum Geschäftspartner her. Bezahle große Dinge über Scheinwertpapiere und refinanziere sie über Scheinwertpapiere; akzeptiere Scheinwertpapiere und tausche Sie gegen Realgüter; zwinge alle die Scheinwertpapiere für Realgüter zu akzeptieren und diese Welt funktioniert tatsächlich. Es ist wie mit der Heisenbergschen Unschärfekorrelation. Du kannst entweder den Ort oder den Impuls eines Elektrons bestimmen, niemals beides zugleich. In einen funktionierenden amoralischen Finanzsystem kannst Du entweder den Renditewert des Scheinwertpapiers durch Umschichtungsprozesse ganz kurzfristig oder langfristig garantieren und bidirektionale oder multilaterale Handelseffizienz feststellen, oder du kannst Scheinwertpapierstabilität durch die Vergabe von Sonderrechtlizensen und Rohstoffen oder Industriebeteiligungen bekommen. Der Effekt ist das beides letzlich ein und dasselbe ist und letzlich kürzbar ist. Und nur die Sonderrechte den Pfändungs-Unterschied machen. Deshalb waren in Wirklichkeit der Kommunismus und Kapitalismus zwei Seiten derselben Medaille. Der Kommunismus hatte als Zwangsverfügungsmacht nur noch die menschliche Arbeitskraft und die wirtschaftliche Konkurrenzselbstausschaltung als Verpfändungsgut für den internationalen Devisenverkehr und den hat es im Weltfinanzsystem mehr schlecht als recht verscherbelt, indem der Kommunismus die Bürger, wie ein Zuhälter hielt. Letzlich ist der wahre Wert einer Währung oder hier eines Scheinwertpapiers von dem in der Gemeinschaft verabredeten ideellen unverbrüchlichen Rechte und Pflichten innerhalb der Marktteilnehmergesellschaft abhängig. Solange Unsinkbarkeit des Dollarkurses und die Unsinkbarkeit zweier Ersatzscheinpapiere per Weltgesetz festgeschrieben wäre, könnte demnach die Welt turbulenzfrei in wirtschaftlicher Hinsicht weiterlaufen. Ähnlich wie Licht immer eine feste Ausbreitungs- geschwindigkeit als Raum-Zeit-Normungskonstante hat. Allerdings gäbe es dann auch kein politisches Korrektiv der Weltmärkte mehr. Wobei meines Erachtens die Bürger eines Landes und nicht der Weltmarkt demokratische Partizipations- rechte haben sollten. Oder Kapitalismus funktioniert: Zwischen amorphen dynamisch entstehenden Märkteclustern, deren Wert durch die Beständigkeit des jeweiligen Marktclusters oder durch die gleichwertige Transformierbarkeit in ein neues Marktcluster gewährleistet bleibt. Das heißt der Markt ist selbst der Garant der Wertstabilität der Scheinwertpapiere. Deshalb sind für unseren Kapitalismus der Transferstau und die Abtötung der Marktclustergenerierungsprozesse der wirkliche Ruin und die bidirektionale Wirtschaftsbeziehung zweier fester Marktteilnehmer im "Kleinen" eine Marktkonsolidierung, aber im "Großen" eine Marktwirtschaftshemmnis/-risiko. Weil das die Finanzwelt systemimmanent weiß, strebt es eben auch die Auflösung der Finanzkontrolle der Einzelstaaten an, um das Geldfluidum nur noch für das Individuum bilanzierfähig zu machen. Deshalb die gravierende systemimmanente Korruption. Der Kapitalismus heutiger Prägung braucht die Löschung der Länderaußenhandelsbilanzen. Würde all das Geld der Reichen binnen selbst 10 Jahre eines Jahres in den jetzigen Markt gepumpt werden ohne neue Branchenbildung, käme es zum Platzen des Systems. Der Markt der Scheinwertpapiere beruht auf der Investionszurückhaltung der Reichen und Superreichen. Deswegen kann es keine Gleichverteilung von Kapital geben und darf es keine umfassende Geldausschüttung der Reichen in konzentrierte Kapitalmärkte geben. Die Lösung der Wirtschaftsprobleme der USA wäre sehr schlicht:
Ökologischer Abbau der nicht mehr konkurrenzfähigen Industrieanlagen UND DANN LEITZINS BEI 0% und dann ABBAU DES SCHLECHTEN WOHNEIGENTUMS und dann HOHE STEUERN FÜR REICHE und dann NEUBAU MIT OPTIMALEN KONZEPTEN BEI HÖHSTEN RECHTESTANDARDS DER BÜRGER UND QUALITÄTSSTANDARDS DER INDUSTRIE UND WOHNUNGEN kurz die Amerikaner haben ihren Schrott nicht selbst kaputt gemacht und zu reformierende INSTITUTIONEN nicht verändert, sondern wollten die zusätzliche Schaffung der gleichen Dinge parallel zu dem was jetzt existiert. Der Kapitalismus duldet langfristig keine Verdopplung des Angebots ohne Verüberdopplung der Nachfrage. Deshalb waren all diese Anläufe vergebens. Fortschritt in der Betriebswirtschaft heißt NICHT: Immer mehr Menschen wegzurationalisieren, Fortschritt heißt das Marktteilnehmerumfeld bestmöglich auszulasten. Jede Organisation basiert auf Leben und alles Leben basiert auf optimaler Auslastung all seiner Lebensteilkomponenten.
20.07.2011 01:53 Uhr
von guntherkummerlande:
Das amerikanische Volk lässt sich zuviel gefallen. Es kann keinen öffentlichen Druck erzeugen, trotz der Demonstrationen vor der Wallstreet. Es kann keine einfache, einsehbare, klare Finanzgesetzgebung erzwingen mit klarer dahinter erkennbarer Moral- und Gerechtigkeitsphilosophie.
Ich glaube es ist auch nicht leicht den Gesetzestext im Orginal im Internet zu bekommen.
Gesetze dieser Umfänge sind unpraktikabel und entmündigen die Allgemeinheit, weil Sie keine reale Chance hat Schritt zu halten. Genug Gerechtigkeitsschlupflöcher wird es da wohl auch geben.
Lobbymitwirkungsrechte über Geldeinfluss müßten verboten werden! Die Frage ist ob hier das gesamte Finanzwesen neu geregelt wird und somit eine neue Art des Kapitalismus entsteht.
Das die Banken letzlich genau wissen wollen, was da beschlossen wurde, ist nur richtig. Das aber die Politiker den unterstellten Behörden eine riesige Auslegungsmacht bereitsstellen und sie dadurch letzlich einflussreicher als die Politiker werden, ist gefährlich, denn es fördert die Korruption der Behörden durch die Banken. Das schlimme ist, dass keiner letzlich solche Gesetzesmonster noch einmal wirklich reformieren kann oder will. Deshalb wäre eine Vernichtung der Blätterwaldes und eine 50 Seiten Gesetzgebung zum Thema Finanzmarktregulierung das Beste. Gesetze, die keiner kennt, an die sich keiner hält untergraben die Glaubwürdigkeit eines Staates.
19.07.2011 17:37 Uhr
von Generator:
P.S.: Und die Spekulanten haben uns die Krise(n) nicht eingebrockt. Dass war schon die Politik. Es war seit Jahren bekannt, dass die Amis auf Pump leben(=Handelsbilanzdefizit). Die ganzen schönen Dinge die wir ihnen verkaufen, können sie sich eben nicht leisten. Will natürlich keiner hören, denn wohin denn sonst mit dem Zeug? Aber irgendwann kommt eben heraus, dass all die Bausparkredite (=kA wie dass in den USA geheißen hat) nicht mehr bedient werden. Und dann bricht die Bank zusammen (FannyMai, FannyMac oder wie die Bausparkassen geheißen haben) und nehmen die anderen mit. Die Politik hat diese Kredite jahrelang gefördert! Und in Spanien, Irland und Griechenland lief genau das gleiche. Und jetzt wo uns das ganze um die Ohren geflogen ist sind plötzlich die Spekulanten und Ratingagentur die Bösen. Das ist IMHO das eigentlich traurige an der Finanzkrise.
19.07.2011 17:24 Uhr
von Generator:
Derivate sind auch nichts anderes (oder irgendwie gefährlicher) als der andere Finanzhandel. Das gleiche mit den Leerverkäufen. Wenn ich ganz normal Aktien kaufe(=auf steigende Kurse setze) und der Kurs fällt bin ich mein Geld los. Und wenn ich auf fallende Kurse setze (=Leerverkäufe) und der Kurs steigt bin ich genauso mein Geld los. "Massenvernichtungsmittel" der Börse. Das ist Unsinn für den Stammtisch aber sonst gar nichts.
19.07.2011 12:43 Uhr
von Andreas F.:
Mir ist überhaupt nicht klar, warum hier und auch in anderen Medien immer von einer "zweiten Finanzkrise" die Rede ist - faktisch handelt es sich doch seit 2008 um nur eine einzige Krise, deren Ursachen nicht behoben wurden und die nur zwischendurch von anderen Katastrophen (Fukushima) und der Gabe von Placebos (Rettungspakete) verdeckt wurde. Was wir hier tatsächlich sehen, ist der Versuch, die kapitalistische Zins- und Bereicherungswette auf die nächsthöhere Ebene zu transferieren, mit zunehmender Bereitschaft, dieses um jeden verdammten Preis zu tun (Maximierung der Ausbeutung, Beschränkung bürgerlicher Freiheiten, Zerstörung der Natur). Den Menschen ist anscheinend noch nicht ganz klar geworden, dass sie hier bei einer Kernschmelz desFinanzsystems schon im nächsten Monat vor leere Regalen im Supermarkt stehen können.
Das muss verhindert werden: http://www.facebook.com/profile.php?id=1035422373#!/event.php?eid=205404022844196
Das soll das Starter-Treffen für eine internationale Gruppe von besorgten Menschen sein, die hier in Berlin hier ihre kräfte für lokale Aktionen bündeln wollen und die fest daran glauben, dass ein umfassender Wandel nötig und möglich ist. es wäre schön. wenn du kommen könntest (und möglichst viele Freunde mitbringen)!
19.07.2011 10:52 Uhr
von alcibiades:
"während sich die EU noch nicht auf eine umfassende Bankenregulierung einigen konnte"
Glauben Sie im Ernst, dass darüber überhaupt noch verhandelt wird?
19.07.2011 08:40 Uhr
von Alfons Alias:
Wenn man diesen Artikel liest bekommt man den Eindruck, an den Schaltstellen der Finanzbranche sitzen verhaltensgestörte Leute deren hervorstechendes Merkmal die Gier und die Skrupellosigkeit ist. Was durch schwarze Anzüge und Krawatten verdeckt wird. Ich glaube die Wirklichkeit sieht noch schlimmer aus, als hier beschrieben. Wie soll da noch Vernunft zum Zuge kommen.
Leserkommentare
24.03.2012 13:41 Uhr
von guntherkummerlande:
Solange es nie zu einem Rückzahltag kommt,
solange funktioniert unser gescholtenes
Finanzsystem bestens.
Solange wir immer weiter neue Schuldverschreibungen
und neue Vermögensumschichtungen aufbauen,
aber eben nie von einem bestimmten Schuldner
bestehen unser Geld wieder zu bekommen, haben wir
keine Probleme. Wir müssen nur immer wieder
neue Scheinwertpapiere akzeptieren und
dann funktioniert alles reibungslos.
Nur eine Wahrheit muß man berücksichtigen auf
den Kapitalismus heutiger Prägung:
Zahle kleine Dinge mit Deinen Haben und
stelle damit Vertrauen zum Geschäftspartner her.
Bezahle große Dinge über Scheinwertpapiere
und refinanziere sie über Scheinwertpapiere;
akzeptiere Scheinwertpapiere und tausche Sie
gegen Realgüter;
zwinge alle die Scheinwertpapiere für Realgüter zu
akzeptieren und diese Welt funktioniert tatsächlich.
Es ist wie mit der Heisenbergschen Unschärfekorrelation.
Du kannst entweder den Ort oder den Impuls eines
Elektrons bestimmen, niemals beides zugleich.
In einen funktionierenden amoralischen
Finanzsystem kannst Du entweder den Renditewert
des Scheinwertpapiers durch Umschichtungsprozesse
ganz kurzfristig oder langfristig garantieren und
bidirektionale oder multilaterale Handelseffizienz feststellen,
oder du kannst Scheinwertpapierstabilität durch
die Vergabe von Sonderrechtlizensen und
Rohstoffen oder Industriebeteiligungen bekommen.
Der Effekt ist das beides letzlich ein und dasselbe
ist und letzlich kürzbar ist. Und nur die Sonderrechte den Pfändungs-Unterschied machen.
Deshalb waren in Wirklichkeit der Kommunismus
und Kapitalismus zwei Seiten derselben Medaille.
Der Kommunismus hatte als Zwangsverfügungsmacht
nur noch die menschliche Arbeitskraft
und die wirtschaftliche Konkurrenzselbstausschaltung als
Verpfändungsgut für den internationalen Devisenverkehr und den hat es im Weltfinanzsystem
mehr schlecht als recht verscherbelt, indem
der Kommunismus die Bürger, wie ein Zuhälter hielt.
Letzlich ist der wahre Wert einer
Währung oder hier eines Scheinwertpapiers
von dem in der Gemeinschaft verabredeten
ideellen unverbrüchlichen Rechte und Pflichten
innerhalb der Marktteilnehmergesellschaft abhängig.
Solange Unsinkbarkeit des Dollarkurses und
die Unsinkbarkeit zweier Ersatzscheinpapiere
per Weltgesetz festgeschrieben wäre, könnte
demnach die Welt turbulenzfrei in wirtschaftlicher
Hinsicht weiterlaufen.
Ähnlich wie Licht immer eine feste Ausbreitungs-
geschwindigkeit als Raum-Zeit-Normungskonstante hat.
Allerdings gäbe es dann
auch kein politisches Korrektiv der Weltmärkte mehr.
Wobei meines Erachtens die Bürger eines Landes
und nicht der Weltmarkt demokratische Partizipations-
rechte haben sollten.
Oder Kapitalismus funktioniert:
Zwischen amorphen dynamisch entstehenden
Märkteclustern, deren Wert durch die Beständigkeit
des jeweiligen Marktclusters oder durch
die gleichwertige Transformierbarkeit in ein
neues Marktcluster gewährleistet bleibt.
Das heißt der Markt ist selbst der Garant
der Wertstabilität der Scheinwertpapiere.
Deshalb sind für unseren Kapitalismus
der Transferstau und die
Abtötung der Marktclustergenerierungsprozesse
der wirkliche Ruin und die bidirektionale
Wirtschaftsbeziehung zweier fester Marktteilnehmer
im "Kleinen" eine Marktkonsolidierung, aber
im "Großen" eine Marktwirtschaftshemmnis/-risiko.
Weil das die Finanzwelt systemimmanent weiß, strebt
es eben auch die Auflösung der Finanzkontrolle
der Einzelstaaten an, um das Geldfluidum nur noch
für das Individuum bilanzierfähig zu machen. Deshalb die gravierende
systemimmanente Korruption.
Der Kapitalismus heutiger Prägung braucht
die Löschung der Länderaußenhandelsbilanzen.
Würde all das Geld der Reichen binnen selbst 10 Jahre
eines Jahres in den jetzigen Markt gepumpt werden
ohne neue Branchenbildung, käme es zum Platzen
des Systems. Der Markt der Scheinwertpapiere
beruht auf der Investionszurückhaltung der
Reichen und Superreichen. Deswegen kann es keine
Gleichverteilung von Kapital geben und darf
es keine umfassende Geldausschüttung der Reichen in
konzentrierte Kapitalmärkte geben.
Die Lösung der Wirtschaftsprobleme der USA wäre sehr
schlicht:
Ökologischer Abbau der nicht mehr konkurrenzfähigen
Industrieanlagen UND DANN LEITZINS BEI 0%
und dann ABBAU DES SCHLECHTEN WOHNEIGENTUMS
und dann HOHE STEUERN FÜR REICHE
und dann NEUBAU MIT OPTIMALEN KONZEPTEN BEI
HÖHSTEN RECHTESTANDARDS DER BÜRGER
UND QUALITÄTSSTANDARDS DER INDUSTRIE UND
WOHNUNGEN
kurz die Amerikaner haben ihren Schrott nicht
selbst kaputt gemacht und zu reformierende
INSTITUTIONEN nicht verändert, sondern wollten
die zusätzliche Schaffung der gleichen Dinge
parallel zu dem was jetzt existiert.
Der Kapitalismus duldet langfristig keine
Verdopplung des Angebots ohne Verüberdopplung
der Nachfrage. Deshalb waren all diese
Anläufe vergebens.
Fortschritt in der Betriebswirtschaft heißt NICHT: Immer mehr Menschen
wegzurationalisieren, Fortschritt heißt das
Marktteilnehmerumfeld bestmöglich auszulasten.
Jede Organisation basiert auf Leben und
alles Leben basiert auf optimaler Auslastung
all seiner Lebensteilkomponenten.
24.03.2012 13:41 Uhr
von guntherkummerlande:
Das amerikanische Volk lässt sich zuviel gefallen.
Es kann keinen öffentlichen Druck erzeugen,
trotz der Demonstrationen vor der Wallstreet.
Es kann keine einfache, einsehbare, klare
Finanzgesetzgebung erzwingen mit klarer
dahinter erkennbarer Moral- und Gerechtigkeitsphilosophie.
Ich glaube es ist auch nicht leicht
den Gesetzestext im Orginal im Internet
zu bekommen.
Gesetze dieser Umfänge sind unpraktikabel
und entmündigen die Allgemeinheit, weil
Sie keine reale Chance hat Schritt zu halten.
Genug Gerechtigkeitsschlupflöcher wird es
da wohl auch geben.
Lobbymitwirkungsrechte über Geldeinfluss müßten verboten werden!
Die Frage ist ob hier das gesamte Finanzwesen
neu geregelt wird und somit eine neue
Art des Kapitalismus entsteht.
Das die Banken letzlich genau wissen wollen,
was da beschlossen wurde, ist nur richtig.
Das aber die Politiker den unterstellten
Behörden eine riesige Auslegungsmacht
bereitsstellen und sie dadurch letzlich
einflussreicher als die Politiker werden, ist
gefährlich, denn es fördert die Korruption
der Behörden durch die Banken.
Das schlimme ist, dass keiner letzlich
solche Gesetzesmonster noch einmal wirklich
reformieren kann oder will.
Deshalb wäre eine Vernichtung der Blätterwaldes und eine 50 Seiten
Gesetzgebung zum Thema Finanzmarktregulierung das Beste.
Gesetze, die keiner kennt, an die sich keiner hält
untergraben die Glaubwürdigkeit eines Staates.
24.03.2012 13:41 Uhr
von Generator:
P.S.: Und die Spekulanten haben uns die Krise(n) nicht eingebrockt. Dass war schon die Politik. Es war seit Jahren bekannt, dass die Amis auf Pump leben(=Handelsbilanzdefizit). Die ganzen schönen Dinge die wir ihnen verkaufen, können sie sich eben nicht leisten. Will natürlich keiner hören, denn wohin denn sonst mit dem Zeug? Aber irgendwann kommt eben heraus, dass all die Bausparkredite (=kA wie dass in den USA geheißen hat) nicht mehr bedient werden. Und dann bricht die Bank zusammen (FannyMai, FannyMac oder wie die Bausparkassen geheißen haben) und nehmen die anderen mit. Die Politik hat diese Kredite jahrelang gefördert! Und in Spanien, Irland und Griechenland lief genau das gleiche. Und jetzt wo uns das ganze um die Ohren geflogen ist sind plötzlich die Spekulanten und Ratingagentur die Bösen. Das ist IMHO das eigentlich traurige an der Finanzkrise.
24.03.2012 13:41 Uhr
von Generator:
Derivate sind auch nichts anderes (oder irgendwie gefährlicher) als der andere Finanzhandel. Das gleiche mit den Leerverkäufen. Wenn ich ganz normal Aktien kaufe(=auf steigende Kurse setze) und der Kurs fällt bin ich mein Geld los. Und wenn ich auf fallende Kurse setze (=Leerverkäufe) und der Kurs steigt bin ich genauso mein Geld los. "Massenvernichtungsmittel" der Börse. Das ist Unsinn für den Stammtisch aber sonst gar nichts.
24.03.2012 13:41 Uhr
von Andreas F.:
Mir ist überhaupt nicht klar, warum hier und auch in anderen Medien immer von einer "zweiten Finanzkrise" die Rede ist - faktisch handelt es sich doch seit 2008 um nur eine einzige Krise, deren Ursachen nicht behoben wurden und die nur zwischendurch von anderen Katastrophen (Fukushima) und der Gabe von Placebos (Rettungspakete) verdeckt wurde.
Was wir hier tatsächlich sehen, ist der Versuch, die kapitalistische Zins- und Bereicherungswette auf die nächsthöhere Ebene zu transferieren, mit zunehmender Bereitschaft, dieses um jeden verdammten Preis zu tun (Maximierung der Ausbeutung, Beschränkung bürgerlicher Freiheiten, Zerstörung der Natur). Den Menschen ist anscheinend noch nicht ganz klar geworden, dass sie hier bei einer Kernschmelz desFinanzsystems schon im nächsten Monat vor leere Regalen im Supermarkt stehen können.
Das muss verhindert werden:
http://www.facebook.com/profile.php?id=1035422373#!/event.php?eid=205404022844196
Das soll das Starter-Treffen für eine internationale Gruppe von besorgten Menschen sein, die hier in Berlin hier ihre kräfte für lokale Aktionen bündeln wollen und die fest daran glauben, dass ein umfassender Wandel nötig und möglich ist. es wäre schön. wenn du kommen könntest (und möglichst viele Freunde mitbringen)!
24.03.2012 13:41 Uhr
von alcibiades:
"während sich die EU noch nicht auf eine umfassende Bankenregulierung einigen konnte"
Glauben Sie im Ernst, dass darüber überhaupt noch verhandelt wird?
24.03.2012 13:40 Uhr
von Alfons Alias:
Wenn man diesen Artikel liest bekommt man den Eindruck, an den Schaltstellen der Finanzbranche sitzen verhaltensgestörte Leute deren hervorstechendes Merkmal die Gier und die Skrupellosigkeit ist. Was durch schwarze Anzüge und Krawatten verdeckt wird.
Ich glaube die Wirklichkeit sieht noch schlimmer aus, als hier beschrieben. Wie soll da noch Vernunft zum Zuge kommen.
20.07.2011 03:37 Uhr
von guntherkummerlande:
Solange es nie zu einem Rückzahltag kommt,
solange funktioniert unser gescholtenes
Finanzsystem bestens.
Solange wir immer weiter neue Schuldverschreibungen
und neue Vermögensumschichtungen aufbauen,
aber eben nie von einem bestimmten Schuldner
bestehen unser Geld wieder zu bekommen, haben wir
keine Probleme. Wir müssen nur immer wieder
neue Scheinwertpapiere akzeptieren und
dann funktioniert alles reibungslos.
Nur eine Wahrheit muß man berücksichtigen auf
den Kapitalismus heutiger Prägung:
Zahle kleine Dinge mit Deinen Haben und
stelle damit Vertrauen zum Geschäftspartner her.
Bezahle große Dinge über Scheinwertpapiere
und refinanziere sie über Scheinwertpapiere;
akzeptiere Scheinwertpapiere und tausche Sie
gegen Realgüter;
zwinge alle die Scheinwertpapiere für Realgüter zu
akzeptieren und diese Welt funktioniert tatsächlich.
Es ist wie mit der Heisenbergschen Unschärfekorrelation.
Du kannst entweder den Ort oder den Impuls eines
Elektrons bestimmen, niemals beides zugleich.
In einen funktionierenden amoralischen
Finanzsystem kannst Du entweder den Renditewert
des Scheinwertpapiers durch Umschichtungsprozesse
ganz kurzfristig oder langfristig garantieren und
bidirektionale oder multilaterale Handelseffizienz feststellen,
oder du kannst Scheinwertpapierstabilität durch
die Vergabe von Sonderrechtlizensen und
Rohstoffen oder Industriebeteiligungen bekommen.
Der Effekt ist das beides letzlich ein und dasselbe
ist und letzlich kürzbar ist. Und nur die Sonderrechte den Pfändungs-Unterschied machen.
Deshalb waren in Wirklichkeit der Kommunismus
und Kapitalismus zwei Seiten derselben Medaille.
Der Kommunismus hatte als Zwangsverfügungsmacht
nur noch die menschliche Arbeitskraft
und die wirtschaftliche Konkurrenzselbstausschaltung als
Verpfändungsgut für den internationalen Devisenverkehr und den hat es im Weltfinanzsystem
mehr schlecht als recht verscherbelt, indem
der Kommunismus die Bürger, wie ein Zuhälter hielt.
Letzlich ist der wahre Wert einer
Währung oder hier eines Scheinwertpapiers
von dem in der Gemeinschaft verabredeten
ideellen unverbrüchlichen Rechte und Pflichten
innerhalb der Marktteilnehmergesellschaft abhängig.
Solange Unsinkbarkeit des Dollarkurses und
die Unsinkbarkeit zweier Ersatzscheinpapiere
per Weltgesetz festgeschrieben wäre, könnte
demnach die Welt turbulenzfrei in wirtschaftlicher
Hinsicht weiterlaufen.
Ähnlich wie Licht immer eine feste Ausbreitungs-
geschwindigkeit als Raum-Zeit-Normungskonstante hat.
Allerdings gäbe es dann
auch kein politisches Korrektiv der Weltmärkte mehr.
Wobei meines Erachtens die Bürger eines Landes
und nicht der Weltmarkt demokratische Partizipations-
rechte haben sollten.
Oder Kapitalismus funktioniert:
Zwischen amorphen dynamisch entstehenden
Märkteclustern, deren Wert durch die Beständigkeit
des jeweiligen Marktclusters oder durch
die gleichwertige Transformierbarkeit in ein
neues Marktcluster gewährleistet bleibt.
Das heißt der Markt ist selbst der Garant
der Wertstabilität der Scheinwertpapiere.
Deshalb sind für unseren Kapitalismus
der Transferstau und die
Abtötung der Marktclustergenerierungsprozesse
der wirkliche Ruin und die bidirektionale
Wirtschaftsbeziehung zweier fester Marktteilnehmer
im "Kleinen" eine Marktkonsolidierung, aber
im "Großen" eine Marktwirtschaftshemmnis/-risiko.
Weil das die Finanzwelt systemimmanent weiß, strebt
es eben auch die Auflösung der Finanzkontrolle
der Einzelstaaten an, um das Geldfluidum nur noch
für das Individuum bilanzierfähig zu machen. Deshalb die gravierende
systemimmanente Korruption.
Der Kapitalismus heutiger Prägung braucht
die Löschung der Länderaußenhandelsbilanzen.
Würde all das Geld der Reichen binnen selbst 10 Jahre
eines Jahres in den jetzigen Markt gepumpt werden
ohne neue Branchenbildung, käme es zum Platzen
des Systems. Der Markt der Scheinwertpapiere
beruht auf der Investionszurückhaltung der
Reichen und Superreichen. Deswegen kann es keine
Gleichverteilung von Kapital geben und darf
es keine umfassende Geldausschüttung der Reichen in
konzentrierte Kapitalmärkte geben.
Die Lösung der Wirtschaftsprobleme der USA wäre sehr
schlicht:
Ökologischer Abbau der nicht mehr konkurrenzfähigen
Industrieanlagen UND DANN LEITZINS BEI 0%
und dann ABBAU DES SCHLECHTEN WOHNEIGENTUMS
und dann HOHE STEUERN FÜR REICHE
und dann NEUBAU MIT OPTIMALEN KONZEPTEN BEI
HÖHSTEN RECHTESTANDARDS DER BÜRGER
UND QUALITÄTSSTANDARDS DER INDUSTRIE UND
WOHNUNGEN
kurz die Amerikaner haben ihren Schrott nicht
selbst kaputt gemacht und zu reformierende
INSTITUTIONEN nicht verändert, sondern wollten
die zusätzliche Schaffung der gleichen Dinge
parallel zu dem was jetzt existiert.
Der Kapitalismus duldet langfristig keine
Verdopplung des Angebots ohne Verüberdopplung
der Nachfrage. Deshalb waren all diese
Anläufe vergebens.
Fortschritt in der Betriebswirtschaft heißt NICHT: Immer mehr Menschen
wegzurationalisieren, Fortschritt heißt das
Marktteilnehmerumfeld bestmöglich auszulasten.
Jede Organisation basiert auf Leben und
alles Leben basiert auf optimaler Auslastung
all seiner Lebensteilkomponenten.
20.07.2011 01:53 Uhr
von guntherkummerlande:
Das amerikanische Volk lässt sich zuviel gefallen.
Es kann keinen öffentlichen Druck erzeugen,
trotz der Demonstrationen vor der Wallstreet.
Es kann keine einfache, einsehbare, klare
Finanzgesetzgebung erzwingen mit klarer
dahinter erkennbarer Moral- und Gerechtigkeitsphilosophie.
Ich glaube es ist auch nicht leicht
den Gesetzestext im Orginal im Internet
zu bekommen.
Gesetze dieser Umfänge sind unpraktikabel
und entmündigen die Allgemeinheit, weil
Sie keine reale Chance hat Schritt zu halten.
Genug Gerechtigkeitsschlupflöcher wird es
da wohl auch geben.
Lobbymitwirkungsrechte über Geldeinfluss müßten verboten werden!
Die Frage ist ob hier das gesamte Finanzwesen
neu geregelt wird und somit eine neue
Art des Kapitalismus entsteht.
Das die Banken letzlich genau wissen wollen,
was da beschlossen wurde, ist nur richtig.
Das aber die Politiker den unterstellten
Behörden eine riesige Auslegungsmacht
bereitsstellen und sie dadurch letzlich
einflussreicher als die Politiker werden, ist
gefährlich, denn es fördert die Korruption
der Behörden durch die Banken.
Das schlimme ist, dass keiner letzlich
solche Gesetzesmonster noch einmal wirklich
reformieren kann oder will.
Deshalb wäre eine Vernichtung der Blätterwaldes und eine 50 Seiten
Gesetzgebung zum Thema Finanzmarktregulierung das Beste.
Gesetze, die keiner kennt, an die sich keiner hält
untergraben die Glaubwürdigkeit eines Staates.
19.07.2011 17:37 Uhr
von Generator:
P.S.: Und die Spekulanten haben uns die Krise(n) nicht eingebrockt. Dass war schon die Politik. Es war seit Jahren bekannt, dass die Amis auf Pump leben(=Handelsbilanzdefizit). Die ganzen schönen Dinge die wir ihnen verkaufen, können sie sich eben nicht leisten. Will natürlich keiner hören, denn wohin denn sonst mit dem Zeug? Aber irgendwann kommt eben heraus, dass all die Bausparkredite (=kA wie dass in den USA geheißen hat) nicht mehr bedient werden. Und dann bricht die Bank zusammen (FannyMai, FannyMac oder wie die Bausparkassen geheißen haben) und nehmen die anderen mit. Die Politik hat diese Kredite jahrelang gefördert! Und in Spanien, Irland und Griechenland lief genau das gleiche. Und jetzt wo uns das ganze um die Ohren geflogen ist sind plötzlich die Spekulanten und Ratingagentur die Bösen. Das ist IMHO das eigentlich traurige an der Finanzkrise.
19.07.2011 17:24 Uhr
von Generator:
Derivate sind auch nichts anderes (oder irgendwie gefährlicher) als der andere Finanzhandel. Das gleiche mit den Leerverkäufen. Wenn ich ganz normal Aktien kaufe(=auf steigende Kurse setze) und der Kurs fällt bin ich mein Geld los. Und wenn ich auf fallende Kurse setze (=Leerverkäufe) und der Kurs steigt bin ich genauso mein Geld los. "Massenvernichtungsmittel" der Börse. Das ist Unsinn für den Stammtisch aber sonst gar nichts.
19.07.2011 12:43 Uhr
von Andreas F.:
Mir ist überhaupt nicht klar, warum hier und auch in anderen Medien immer von einer "zweiten Finanzkrise" die Rede ist - faktisch handelt es sich doch seit 2008 um nur eine einzige Krise, deren Ursachen nicht behoben wurden und die nur zwischendurch von anderen Katastrophen (Fukushima) und der Gabe von Placebos (Rettungspakete) verdeckt wurde.
Was wir hier tatsächlich sehen, ist der Versuch, die kapitalistische Zins- und Bereicherungswette auf die nächsthöhere Ebene zu transferieren, mit zunehmender Bereitschaft, dieses um jeden verdammten Preis zu tun (Maximierung der Ausbeutung, Beschränkung bürgerlicher Freiheiten, Zerstörung der Natur). Den Menschen ist anscheinend noch nicht ganz klar geworden, dass sie hier bei einer Kernschmelz desFinanzsystems schon im nächsten Monat vor leere Regalen im Supermarkt stehen können.
Das muss verhindert werden:
http://www.facebook.com/profile.php?id=1035422373#!/event.php?eid=205404022844196
Das soll das Starter-Treffen für eine internationale Gruppe von besorgten Menschen sein, die hier in Berlin hier ihre kräfte für lokale Aktionen bündeln wollen und die fest daran glauben, dass ein umfassender Wandel nötig und möglich ist. es wäre schön. wenn du kommen könntest (und möglichst viele Freunde mitbringen)!
19.07.2011 10:52 Uhr
von alcibiades:
"während sich die EU noch nicht auf eine umfassende Bankenregulierung einigen konnte"
Glauben Sie im Ernst, dass darüber überhaupt noch verhandelt wird?
19.07.2011 08:40 Uhr
von Alfons Alias:
Wenn man diesen Artikel liest bekommt man den Eindruck, an den Schaltstellen der Finanzbranche sitzen verhaltensgestörte Leute deren hervorstechendes Merkmal die Gier und die Skrupellosigkeit ist. Was durch schwarze Anzüge und Krawatten verdeckt wird.
Ich glaube die Wirklichkeit sieht noch schlimmer aus, als hier beschrieben. Wie soll da noch Vernunft zum Zuge kommen.