Nach dem Tod eines Demonstranten am Freitag ist es in Bahrain auch am Samstag zu Krawallen gekommen. Die Demonstranten skandierten Anti-Regierungs-Parolen.

Greifen hart durch: Polizisten in Bahrain. Bild: reuters
MANAMA dapd | Nach dem Tod eines 17-jährigen Jungen bei Krawallen im Golfkönigreich Bahrain haben sich Demonstranten und Polizisten am Samstag erneut Straßenschlachten geliefert. Tausende Menschen hatten zuvor am Trauermarsch für den Jugendlichen teilgenommen.
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Die Demonstranten skandierten Anti-Regierungs-Parolen und schwenkten bahrainische Flaggen. Anschließend lösten sich mehrere hundert Menschen von der Gruppe und schleuderten Steine auf die Polizisten, die mit Tränengas und Blendgranaten gegen die Menge vorgingen.
Der Tod des Jugendlichen könnte die Spannungen in Bahrain noch weiter verschärfen. In dem Land kommt es seit fast 20 Monaten immer wieder zu Protesten der schiitischen Mehrheit gegen das sunnitische Königshaus. Mehr als 50 Menschen sind seit Februar 201 getötet worden.
Der 17-Jährige war am Freitagabend bei Zusammenstößen mit Sicherheitskräften in der Ortschaft Sadad, südwestlich der Hauptstadt Manama, getötet worden. Nach Angaben des schiitischen Parteienbündnisses Al Wefak kam der Jugendliche durch Vogelschrot ums Leben, mit dem die Polizei in Bahrain häufig gegen Demonstranten vorgeht.
Das Innenministerium bestätigte ein Todesopfer, sprach allerdings von einem Terroranschlag, bei dem Brandbomben auf Polizisten geworfen worden seien.
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