Serena Williams zieht Maria Scharapowa locker ab. Nun hat sie so ziemlich alles gewonnen, was zu gewinnen war und ist der Star des derzeitigen Frauentennis. von Jens Uthoff

Zugelegt hat die Olympiasiegerin Serena Williams nur an Kraft. Spielen konnte sie schon vorher. Bild: reuters
Die Startbedingungen: Serena, keine andere. Die kleine Williams-Sister geht hoch favorisiert ins Match und gewann an gleicher Stelle vor wenigen Wochen das prestigeträchtige Grand Slam-Turnier. Wind in Wimbledon – selbst die hochgebundene Lockenmähne weht der Williams um den Kopf herum. Hat Serena nochmal ein, zwei Kilo zugelegt? Wenn, dann nur an Kraft. Mal sehen, ob Scharapowa gegen das variabelere Spiel der 30-jährigen US-Amerikanerin bestehen kann.
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Die Entscheidung: Holla. Wenig bis keine Gnade bei Frau Williams. Im ersten Satz bürstet sie Scharapowa mit einer Leichtigkeit weg, dass einem die Russin leidtun kann. Williams' Blick nach dem 2-0 in Satz eins rüber zu ihrer Kontrahentin scheint zu sagen: Du wirst hier so gar nichts holen, Kleine. Naja, ein Spiel wird es dann doch noch im zweiten Satz, das Serena der Russin gönnt. Vor allem Williams Topspin-Vorhand ist ganze zwei Nummern zu gut für Scharapowa. Nach etwa einer Stunde war das Match schon beendet – mit einem Ass. Gold für Williams, Silber geht an Scharapowa, Bronze holt Victoria Azarenka.
Das Drama: Naja, eine „Brille“, ein Doppel-Nuller ist's nicht geworden. Es war weniger Drama denn Demontage. Sirene Scharapowa kann bei ihren Schlägen noch so laut aufheulen, gegen das präzise Spiel der US-Amerikanerin ist sie machtlos.
Die Schlussfolgerung: Einfach goldig, diese Familie. Nach Venus 2000 hat nun auch Serena ihren Olympiasieg. Serena hat in ihrer Karriere nun alle Grand Slam-Turniere und Olympia gewonnen. Was wäre das Frauentennis ohne Euch, Williams-Sisters? Bitte bleibt noch ein bisschen. Nur ein paar Jahre noch.
Und sonst? Also, britischer Humor war das nicht im Publikum. Lachen schon, wenn ein Ball mal vom Rahmen in die Höhe springt oder wenn die Röcke hochfliegen. Ts.
Für Kaiserslautern wird's eng. Die Turn- und Sportgemeinschaft 1899 Hoffenheim e.V. hat das Relegationshinspiel gegen den FCK deutlich gewonnen.

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