Monatelang stellten Islamisten Propagandaclips und Hetzschriften ins Netz und drohten auch der Kanzlerin. Jetzt drückte Webseiten-Betreiber „Wordpress“ die Löschtaste.

Unscharfes Bild, scharfe Drohung: Islamisten-Video, hier aber das von Abu Talha aus dem Jahr 2009. Bild: dpa
BERLIN afp | Eine deutschsprachige Website radikaler Islamisten ist nach einem Drohvideo gegen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gelöscht worden. „Dieser Blog wurde archiviert oder entfernt aufgrund der Verletzung unserer Allgemeinen Geschäftsbedingungen“, erklärte der Webseiten-Betreiber „Wordpress“ nach Angaben der Online-Ausgabe der Zeitung Die Welt vom Montag. Die Seite ist demnach seit Freitag nicht mehr erreichbar.
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Auf der Internetseite hatten radikale Islamisten den Angaben der Welt zufolge seit Monaten dschihadistische Propagandavideos und Hetzschriften veröffentlicht - darunter auch eine Morddrohung gegen Merkel.
Die Seite sei von dem österreichischen Islamisten Mohamed Mahmoud und dessen deutscher Ehefrau Miranda K. betrieben worden, hieß es weiter unter Berufung auf Erkenntnisse deutscher Sicherheitsbehörden. Das Paar hatte demnach im hessischen Erbach gelebt, bis es sich im April 2012 nach ihrer Ausweisung aus Deutschland durch Hessens Innenminister Boris Rhein (CDU) in Ägypten niederließ.
Mahmoud gilt laut Welt als Anführer der in Deutschland verbotenen islamistischen Gruppierung „Millatu-Ibrahim“. Von Ägypten aus betreibe er weiter aktiv Werbung für den Dschihad und rufe seine Anhängerschaft zum Kampf auf.
Unter der Marke „Globale Islamische Medienfront“ (GIMF) verbreitete Mahmoud demnach aus dem ägyptischen Exil heraus auf seiner Webseite in regelmäßigen Abständen islamistische Propagandavideos, Tonbandaufnahmen, Hetzschriften und Kampflieder. Deutsche Sicherheitsbehörden befürchten laut „Welt“, Islamisten in Deutschland könnten die Gewaltaufrufe zum Anlass für Terroranschläge nehmen.
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Leserkommentare
13.02.2013 13:07 | Antiautorität
@glotzerin: Naja, wenn man die Kriegsverbrecher auf ihren Drohvideos erkennt, kommen sie bestimmt nach DenHaag.
11.02.2013 14:28 | Glotzerin
Wenn man Kriegsverbrecher nach Den Haag schicken würde, gäbe es auch keine Drohvideos.
11.02.2013 12:13 | arribert
Erbarme, zu spät, die Hessen kommen!