Der fürs kommende Wochenende angesetzte DVU-Parteitag wurde kurzfristig abgesagt. Es gab Unregelmäßigkeiten bei der Einladung, Fusionsgegner hätten leichtes Spiel gehabt.von Andreas Speit

DVU-Plakate, fotografiert im Jahr 2004 in Brandenburg. Bild: ap
Im thüringischen Kirchheim findet am kommenden Sonntag kein DVU-Bundesparteitag statt. Kurzfristig entschied die DVU-Bundesführung, den Termin zu verlegen. Damit scheint die Bundesführung, die unbedingt eine Fusion will, die Notbremse zu ziehen. Kritiker der Vereinigung, wie der Berliner Landesvorsitzende Torsten Meyer und der Niedersächsische Landeschef Hans-Gerd Wiechmann, hatten im Vorfeld signalisiert alle juristischen Mittel nutzen zu wollen, um gegebenenfalls Entscheidungen des Parteitags anfechten zu können.
Ist Ihnen dieser Artikel etwas wert?
Formale Fehler dürften da willkommen sein. Zum Beispiel die Fehler bei der Parteitagseinladung. "Bei den Einladungen ist etwas schief gelaufen", so Björn Neumann von der DVU-Hamburg gegenüber der taz. Einige Mitglieder sollen die Einladung zum "außerordentlichen Parteitag" doppelt, andere noch gar nicht erhalten haben. Schuld soll "der Dienstleister" sein, sagen die einen. Die Fusionskritiker hingegen sprechen von "Mängeln in der Adressenverwaltung".
So oder so: Es soll kein Anlass geboten werden, den Parteitag anfechten zu können. Die Tagesordnung, die der taz vorliegt, macht deutlich: Nur Beschlüsse und Abstimmungen zur Verschmelzung sind vorgesehen. Anträge aus den Landesverbänden wurden nicht berücksichtigt. Ein Rechenschaftsbericht über die Finanzen ist nicht vorgesehen, genausowenig die Entlastung des Vorstands.
Der Parteitag zur Fusion mit der NPD soll nun voraussichtlich im Dezember stattfinden.
Das Bundeskriminalamt ermittelt wird gegen neun mutmaßliche Mitglieder der Revolutionären Aktionszellen. Am Mittwoch wurden deshalb Wohnungen durchsucht.

Bond-Schurkin, Stil-Ikone, Musikerin: Das Gesamtkunstwerk Grace Jones hat Geburtstag.

David Beckham beendet seine Fußballer-Karriere. Wird er jetzt etwa Vollzeitpapa, Model oder Frührentner? Ach, uns fallen da noch ein paar andere Sachen ein...

Ein echt fieser Augapfel, ein Harley-Davidson-Skelett, Buddha hat Geburtstag und jede Menge Quallen. Unsere Bilder der Woche.

14 Jahre war Thomas Schaaf Trainer bei Werder Bremen – genug Zeit, seinen trockenen Humor in vielen Interviewantworten unter Beweis zu stellen.


Für alle, die mitreden wollen
Der lange Abschied vom Wachstum, Kriminalität ohne Grenzen, der Kampf um die richtige Landwirtschaft, Sozialpolitik gegen den sozialen Fortschritt, die überfällige Reform der UN: Der neue Atlas der Globalisierung von Le Monde diplomatique veranschaulicht auf 176 Seiten und in über 150 neuen Karten und Infografiken in welchem Tempo die Globalisierung voranschreitet und die Welt verändert.