IS-Lastwagenattentat in Stockholm

Angeklagter bekennt sich schuldig

Im April 2017 tötete ein Attentäter in Stockholm fünf Menschen und verletzte 14. Beim Prozessauftakt gestand der Angeklagte die Tat im Namen des IS.

Ein Mann in Uniform vor einer Menschengruppe

Großes Interesse: ein Sicherheitsmitarbeiter vor Journalisten im Gericht Foto: ap

STOCKHOLM ap | Unter strengen Sicherheitsvorkehrungen hat in Schweden der Prozess gegen den Attentäter von Stockholm begonnen. Der Usbeke Rachmat Akilow erschien am Dienstag vor einem Gericht in der schwedischen Hauptstadt, wo er sich wegen des Lastwagenanschlags vom vergangenen April verantworten muss. Damals hatte er in der Stockholmer Innenstadt fünf Menschen getötet und 14 weitere verletzt.

Akilow hat die Tat gestanden und erklärt, er habe Schweden für die Beteiligung an der internationalen Militärkoalition im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat im Irak und in Syrien bestrafen wollen. Er ist wegen mit Terrorismus verbundenen Mordes und versuchten Mordes angeklagt worden. Die Staatsanwaltschaft hat eine lebenslange Haftstrafe und seine Auslieferung gefordert.

„Ja, es ist Akilow gewesen, der den Lastwagen an dem Tag gefahren hat“, sagte sein Verteidiger Johan Eriksson vor Gericht. In einem Nebenraum hörten Angehörige der Opfer leise zu. Manche lagen sich einander in den Armen.

Stunden nach dem Anschlag war Akilow am 7. April festgenommen worden. Der damals 39 Jahre alte Bauarbeiter sollte vor dem Angriff aus Schweden abgeschoben werden, weil sein Asylantrag abgelehnt worden war. Er hätte das Land eigentlich im Dezember 2016 verlassen müssen. Stattdessen tauchte er unter. Bei dem Anschlag wurden ein Brite, eine Belgierin und drei Schweden getötet, darunter ein elfjähriges Mädchen.

Der Prozess soll am 9. Mai enden. Mit einem Urteil wird vor dem Sommer gerechnet.

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