Kommentar von Sven-Michael Veit
Das wurde aber auch Zeit. Nach jahrelangen Diskussionen soll nun auch in Hamburg das Zeitalter der halbwegs umweltfreundlichen Energieversorgung von Schiffen im Hafen beginnen. Zwar erst frühestens in zwei Jahren, zwar erst mit einer Steckdose an einem Terminal – aber immerhin.
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Nur hilft das eher wenig, wenn beim Hafengeburtstag oder wie in zwei Wochen bei den Cruise Days ein ganzes Dutzend Kreuzfahrer den Hafen heimsucht. Und eine wirklich klimapolitisch akzeptable Energiebilanz kann im Hafen aber nur erreicht werden, wenn auch Containerschiffe und andere Frachter nicht mehr hochgiftiges Schweröl aus den Schornsteinen pusten.
Investoren und Unternehmen verlangen nicht ganz zu Unrecht nach verlässlichen Rahmenbedingungen. Wenn es denn rentabel kalkulierbar ist, machen sie alles. Solche klaren Vorgaben können sie auch bei der Energieversorgung haben.
Wenn ein ganzes Land von Atom- und Kohlekraft auf Ökostrom umsteigt, sollte es ein paar Reedereien auch möglich sein, eine saubere Energiebilanz vorzulegen. Eine weiße Ferienflotte unter schwarzen Rußfahnen kann nicht die Zukunft sein. Als erstes muss deshalb die Hamburger Politik ihre Hausaufgaben machen.
Das Problem ist bekannt, die saubere Lösung liegt schon auf dem Tisch. Einfach tun.
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