Kommentar von Alke Wierth
Ja, Berliner Schulen haben eine Menge Probleme. Und so platt es auch klingt: Viele davon wären mit mehr Geld lösbar. Denn an guten Ideen für bessere Bildung mangelt es der Stadt ebenso wenig wie an guten Lehrkräften und guten SchülerInnen. Doch in der praktischen Umsetzung verhungern die SchülerInnen mangels ausreichender finanzieller Unterfütterung gerne mal am ausgetreckten Arm.
Ist Ihnen dieser Artikel etwas wert?
Haha, Wortwitz: Denn das mit dem Verhungern passt leider genau zum Dauerproblem „Essen an Schulen“. Alle, die Ganztagsschulen wollen, wissen sehr genau, dass Mittagessen unbedingt dazugehört. Und dass, damit es Kindern und Jugendlichen schmeckt, sowohl appetitliche Darreichung als auch ein freundliches Ambiente nötig wären. Stattdessen bekommen viele Kinder eine bereits stundenlang warmgehaltene Pampe – teils in zu Mensen umfunktionierten Klassenzimmern. Die müssen sie dann in Schichten von 25 Minuten verschlingen.
Erwachsene mäkeln gerne über Modelcastingshows, die Jugendliche in Magersucht und Bulimie treiben. Sie meckern über die wachsende Zahl von Kindern, die mit Chips und Fastfood schon als GrundschülerInnen übergewichtsbedingte Krankheiten haben und keinerlei Sport treiben. Klar, da versagen auch Eltern. Aber wo, wenn nicht in der Schule könnte man andere Vorbilder und Anregungen ins Spiel bringen?
Ernährung ist uns wichtig. Doch so richtig Konsequenzen daraus ziehen will keiner. Denn das kostet – und Geld haben wir hier in Berlin ja nicht. Jedenfalls nicht für Schulen.
Taxifahrer protestieren gegen geplante Tariferhöhung der Senatsverwaltung – stattdessen fordern sie für mehr Geld in ihren Kassen die Abschaffung der Warteminute. von S. Memarnia & C. Ott

Bond-Schurkin, Stil-Ikone, Musikerin: Das Gesamtkunstwerk Grace Jones hat Geburtstag.

David Beckham beendet seine Fußballer-Karriere. Wird er jetzt etwa Vollzeitpapa, Model oder Frührentner? Ach, uns fallen da noch ein paar andere Sachen ein...

Ein echt fieser Augapfel, ein Harley-Davidson-Skelett, Buddha hat Geburtstag und jede Menge Quallen. Unsere Bilder der Woche.

14 Jahre war Thomas Schaaf Trainer bei Werder Bremen – genug Zeit, seinen trockenen Humor in vielen Interviewantworten unter Beweis zu stellen.


Leserkommentare
07.08.2012 16:16 | mensing
Ich habe den Kommentar so verstanden, dass die mangelnde Qualität des an Ganztagsschulen obligatorischen Mittagessens angep ...
07.08.2012 13:48 | Gerd
Ist der Kommentar ein Plädoyer dafür, dass Essen - so wie es die Überschrift suggeriert - generell an Schulen gehört? ...