Ab Mittwoch wird die Lkw-Maut auf einige Bundesstraßen ausgeweitet. Damit sollen „Mautflüchtlinge“ eingefangen werden. Kommunen und Verkehrsexperten reicht das nicht.von Miriam Hauft

LKWs: die Melkkühe der Nation. Bild: dpa
BERLIN taz | Die Lkw-Maut gilt ab Mittwoch auch auf einigen Bundesstraßen. Bisher wurden die 17 Cent pro Kilometer nur für die Nutzung der Autobahn fällig, jetzt zahlen Spediteure auch auf vierspurigen Bundesstraßen.
Ist Ihnen dieser Artikel etwas wert?
Allerdings sind von den knapp 40.000 Kilometern Bundesstraße in Deutschland nur 1.135 von der Mautausweitung betroffen. Es sind besonders gut ausgebaute Strecken, die Lkws gern als Umfahrung der Autobahnen nutzen. Damit will das Bundesverkehrsministerium so genannte „Mautflüchtlinge“ abfangen. Die Behörde rechnet mit Mehreinnahmen von jährlich 100 Millionen Euro, die für Straßenausbau und -sanierung verwendet werden sollen.
Damit ist jedoch vorerst nur der Ausbau von Bundesfernstraßen gemeint. Denn für alle anderen Straßen – ein Netz von 460.000 Kilometern Strecke – sind die Städte und Kommunen zuständig. Gerd Landsberg, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, sprach deshalb nur von einem „Schritt in die richtige Richtung“. Mittelfristig müsse die Maut für alle Straßen gelten – unter der Voraussetzung, dass die Kommunen an den Einnahmen beteiligt werden.
Auch der alternative Verkehrsclub Deutschland (VCD) kritisiert, die Einnahmen aus der Lkw-Maut würden zu einseitig verwendet. Die Mittel müssten auch dem Ausbau von Schienen- und Wasserwegen zugutekommen, um Straßen zu entlasten und den Schadstoffausstoß zu verringern.
Der VCD fordert, die Mautpflicht auf alle Straßen auszuweiten und auch kleinere Lkws ab 3,5 Tonnen einzubeziehen. Vor allem aber müsse die Maut von derzeit 17 auf 45 Cent pro Kilometer angehoben werden. „Die Einnahmen aus der Maut reichen bisher nicht einmal, um die Kosten für die Instandhaltung der Bundesfernstraßen zu decken“, sagte VCD-Sprecherin Anja Smetanin der taz.
Vor der Hauptversammlung der Deutschen Bank gibt es Kritik an den Vorständen Jain und Fitschen. Aktionäre und Umweltverbände sind unzufrieden. von Hermannus Pfeiffer

Bond-Schurkin, Stil-Ikone, Musikerin: Das Gesamtkunstwerk Grace Jones hat Geburtstag.

David Beckham beendet seine Fußballer-Karriere. Wird er jetzt etwa Vollzeitpapa, Model oder Frührentner? Ach, uns fallen da noch ein paar andere Sachen ein...

Ein echt fieser Augapfel, ein Harley-Davidson-Skelett, Buddha hat Geburtstag und jede Menge Quallen. Unsere Bilder der Woche.

14 Jahre war Thomas Schaaf Trainer bei Werder Bremen – genug Zeit, seinen trockenen Humor in vielen Interviewantworten unter Beweis zu stellen.


Leserkommentare
01.08.2012 09:46 | felix
Es ist doch schwachsinnig, wenn man die Mauteinnahmen zur Unterstützung der Bahn verwendet. Die Bahn muss aus anderen Mitte ...