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Sollen Büchereien sonntags öffnen?

Büchereien sind Orte für Begegnungen. Am Sonntag sind Büchereien aber zu. Muss sich das ändern?

Zwei Menschen sitzen in einer Bücherei und lesen, neben ihnen steht ein Bücherregal

Das geht in der Bücherei: lesen und dabei andere Menschen treffen Foto: imago/Sven Lamberg

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Die taz hat mit der Psychologin Kirsten Kappert-Gonther

über Öffnungs-Zeiten von Büchereien gesprochen.

Was macht Frau Kappert-Gonther als Psychologin?

Sie beschäftigt sich mit seelischen Erkrankungen.

Und dem Einfluss von Büchereien auf seelische Erkrankungen.

Frau Kappert-Gonther sagt:

Büchereien sollen auch am Sonntag öffnen.

Warum?

Büchereien sind wichtige Orte für Begegnungen.

Frau Kappert-Gonther sagt:

Viele Menschen sind einsam.

Sie sind vor allem am Wochenende einsam.

In ihrem Beruf als Psychologin erzählen ihr Menschen,

warum sie gerne in Büchereien gehen:

Sie können hier den ganzen Tag sitzen.

Und sie sind unter Menschen.

Frau Kappert-Gonther hat deshalb gemeinsam

mit einer Bremer Bücherei einen Test gemacht.

Sie haben die Bremer Bücherei auch am Sonntag geöffnet.

Das Problem war aber:

Bücherei-Mitarbeiter dürfen nicht am Sonntag arbeiten.

Ein Gesetz in Deutschland verbietet das.

Frau Kappert-Gonther sucht deshalb nach einer Lösung.

Sie ist nicht nur Psychologin.

Sie ist auch Politikerin.

Sie ist Mitglied im Bundestag für die Partei „Die Grünen“.

Hier setzt sie sich auch für

eine Änderung vom Arbeitszeiten-Gesetz ein.

Sie findet:

Das Gesetz soll erlauben,

dass Bücherei-Mitarbeiter sonntags arbeiten.

Und dass Büchereien am Sonntag öffnen dürfen.

Original-Text: Dirk Knipphals

Übersetzung: Christine Stöckel und Juliane Fiegler

Prüfung: capito Berlin, Büro für barrierefreie Information

Ein Text vom: 18. Mai 2018

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