Liveticker Kolumbien – England

„Elf Meter sollt ihr sein“

England gewinnt im Elfmeterschießen. Zuvor trafen Englands Mittelstürmer Harry Kane und Kolumbiens Verteidiger Yerry Mina. Das war unser Liveticker.

Jordan Pickford hält einen Ball

Englands Torwart Jordan Pickford kann Elfmeter Foto: AP

England-Hool Kretschmar: „Ehrlich gewonnen, ich freue mich für Gareth Sothgate.“ – „Ospina weint. Ich fühle mit Ospina“, Ferdinand Muggenthaler. „Ich freu mich sehr auf England – Schweden“ – Fred Valin. Patrick Loewenstein: „Elf Meter sollt ihr sein. So wird man Weltmeister!“

5:4 Dier. England GEWINNT ein Elfmeterschießen. Die Welt ist eine Scheibe.

4:4 Bacca schießt. Pickfort HÄLT!

4:4 Trippier.

4:3 Uribe trifft nur die Latte.

4:3 Henderson schießt platziert – aber Ospina hält. Oh, oh.

4:3 Muriel.

3:3 Rashford.

3:2 Cuadrado.

2:2 Kane.

2:1 Kolumbien, Falcao.

Foto: ap

Gareth Southgate erklärt seiner Mannschaft, wie Elfmeterschießen geht. Lustig.

120. Es ist angerichtet.

119. Überraschende Wende in der Kolonialismusdebatte: Der Schiedsrichter ist nicht Holländer, sondern US-Amerikaner.

116. „Wer dieses Spiel sieht, fühlt die Leere“, konstatiert Valin erschüttert.

113. Trotz der beschriebenen Handicaps dreht England plötzlich auf. Amazing.

110. Young ist alt und Walker läuft nicht. Bitter.

107. Kollektiv wird in der taz-Redaktion entschieden: Es MUSS Elfmeterschießen geben.

105.+1 England will ins Elfmeterschießen. Warum nur?

105. Während Kolumbien drängt, entspinnt sich in der taz eine Debatte über die Farben der Klippen von Dover. Es werden Fotos gezeigt, Bildschirme fliegen tief.

101. England wirkt müder, „die haben halt nicht elf Strophen“, mutmaßt Muggenthaler über den Zusammenhang von Kondition und Nationalhymnen.

97. Kolumbien dreht auf. „England nach wie vor weltmeisterlich darin, Siege zu verschenken“, meint Kopp. Das golden Goal wird gefordert, Oliver Bierhoff möge eingewechselt werden. Kretschmar ist außer sich.

94. „Die gute Mi(e)ne eines bösen Spiels“, kalauert Muggenthaler. Endlich ist er mit der taz warmgeworden.

90+3. Tor für Kolumbien. Yerry Mina wieder, sein drittes Tor per Kopf. „Jetzt hat England die Chance, ehrlich zu gewinnen“, freut sich Kretschmar. Verlängerung.

90. Johannes Kopp meldet sich per Mail: „Selten so ein giftiges Spiel gesehen. Und Werbung für das amerikanische Schiedsrichterwesen war das auch nicht. Mark Geiger darf jetzt bestimmt auch nach Hause fahren.“

89. „Ist halt schwierig ohne Mitte“, fasst Valin das kolumbianische Dilemma zusammen. „Jetzt wir die Zeit knapp für Kolumbien“, sagt Muggenthaler, „die elf Strophen sind schon fast gesungen.“

84. taz: Was sagt denn die kolumbianische Hymne zum Thema Hoffnung?

Muggenthaler: Gute Frage. Die ist ja so lang. Aber hier: „Und doch ist der Ruhm durch den Sieg der Schlacht nicht vollständig. (…) Wenn die Sonne allen leuchtet, ist Gerechtigkeit die Freiheit.“ Das ist wohl die Strophe für den Schiedsrichter.

80. Es plätschert wieder vor sich hin. Irgendwas Spannendes anderswo? Kann Seehofer nicht nochmal kurz zurücktreten? Und siehe da: Chance für Kolumbien.

75. Unser England-Hool fordert ein Tor für Kolumbien. Unverdient, aber unvermeidbar sei der englische Sieg, orakelt Kretschmar. Der größte Langweiler aus England sei Gary Lineker, kein guter Tweet bisher.

71. Es passiert wenig bis nichts. Zeit für Wissenswertes: „Das erste Fußballspiel in Kolumbien fand zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts zwischen englischen und deutschen Einwanderern statt“, weiß Muggenthaler.

67. Young sieht alt aus. Scheint verletzt. Kann aber weiterspielen.

64. Es regnet gelbe Karten.

57. „Sugar Kane“ verwandelt. Sein sechster Treffer bei dieser WM.

54. Kane und Sanchez: Ringen griechisch-römisch im Strafraum. Kane kriegt den Elfmeter.

50. Passend zu Loddar: „Zum Glück ist Denken nicht ansteckend, jedenfalls nicht in England.“ Oscar Wilde

49. „Lothar Matthäus ist im Stadion. Da werde Erinnerungen wach“, schreibt Kopp aus Moskau. „Bei seinem Gastspiel in New York sagte er einst: ‚Die Kolumbianer in unserer Mannschaft verstehen kein Englisch. Auch ich spreche nicht gut Englisch. Wenn man sagt, geh‘ rechts, dann laufen sie nach links.'“

46. Eine Rote Karte würde dem Spiel guttun.

45+3. Pause. Hier auch.

40. Barrios sieht Gelb für eine Tätlichkeit. Gelb für Tätigkeit, korrigieren unsere taz-Experten. Langeweile macht sich breit. England bolzt drüber. „Später im Spiel würde man sagen: Verzweiflungsschuss!“ Muggenthaler bleibt Empire-skeptisch.

38. „Beide Teams hatten das Glück, dass vor ihnen Schweden gegen Schweiz spielte. So sieht es wenigstens ein wenig nach Fußball aus“, erinnert Valin ans Nachmittagsspiel.

33. „Die spielen sehr schön zusammen – die Engländer mit den Kolumbianern und umgekehrt“, sagt Barbara Oertel. „Cuadrado heißt auf Spanisch ja auch Dickschädel“, übersetzt Muggenthaler.

30. „Das ist das, was ihr immer guckt?“ Kretschmar möchte lieber im ZDF Rosamunde Pilcher gucken. Nicht mit uns!

28. Ende der Achtziger wurden in Kolumbien reihenweise Schiedsrichter umgebracht, blickt Muggenthaler auf die Dialektik von Drogenbaronen und Fußball in Kolumbien zurück. „Die Liga musste sogar unterbrochen werden.“

24. „In den Furchen des Schmerzes keimt bald das Gute “, zitiert Muggenthaler den Refrain der kolumbianischen Hymne. Und ergänzt: „Auf Spanisch klingt natürlich noch viel besser.“

20. Kolumbien spielt mit drei Sechsern. Und ohne James. Schwierig.

16. Kopfball Harry Kane. Drüber.

15. „Coach Southgate kaut gelassen auf seiner Krawatte“, stellt Kretschmar erfreut fest.

13. Der Kolumbianer ist der neue Russe.

9. Es gibt erneut Ecke für England, obwohl der Ball nicht im Toraus war. „Schiebung für die Kolonialmacht! Der Schiedsrichter ist Holländer. Die halten zusammen“, analysiert Muggenthaler.

6. Ecke für England. Young führt aus. Die Ecke ist mau. Aber Young ist der älteste Spieler im englischen Team. Schön.

20:00 Anpfiff

19:55 „Die Kolumbianer auf den Tribünen singen ihre Nationalhymne nicht – sie wird gebrüllt“, freut sich Johannes Kopp live im Spartak-Stadion.

19:53 „Die kolumbianische Hymne hat elf Strophen“, weiß Muggenthaler. Wie passend.

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19.50 Zeit zum Tippen. Fred Valin: „2:0 England“; Daniél Kretschmar: „4:3 nach Elfmeterschießen – aber ich weiß nicht für wen…“; Ferdinand Muggenthaler: „Ich muss ja beruflichlich für Kolumbien sein, also 2:1“; taz-Team: „2:1 in der Verlängerung, weil England mit allen mitteln ein Elfmeterschießen vermeiden wird.“

19.30 Uhr Willkommen zum letzten Achtelfinale der WM 2018. Und willkommen zum Liveticker Kolumbien – England. England hat sich als Zweiter der Gruppe E qualifiziert, Kolumbien als Sieger der Gruppe H.

England ist mit Siegen gegen Tunesien und Panama hervorragend ins Turnier gestartet, bevor es im letzten Gruppenspiel eine Niederlage gegen Belgien setzte. Kolumbien verlor das Auftaktspiel gegen Japan und gewann danach gegen Polen und den Senegal.

Harry Kane, Mittelstürmer Englands, führt derzeit die Torschützenliste der WM mit fünf Treffern an. Die meisten Tore für Kolumbien schoss bislang Yerry Mina – ein Innenverteidiger. Bei den Wettanbietern liegt England klar vorne: Wer einen Euro auf England setzt, bekommt bei einem Sieg 2,10-2,20 Euro raus, bei einem kolumbianischen Sieg sind es zwischen 3,60 und 4,20 Euro.

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Spannendste Frage: Verlängerung? Elfmeterschießen? Die Bilanz englischer Teams im Elfmeterschießen bei Welt- und Europameisterschaften ist, nun ja, bescheiden. Das weiß insbesondere Gareth Southgate, Trainer des englischen Teams, der im Halbfinale der EM 1996 ein für den deutschen Torwart Andreas Köpke leicht haltbares Schüsschen abgab. England schied aus.

Auf den Sieger der Partie wartet im Viertelfinale Schweden, das sich am Dienstagnachmittag mit 1:0 knapp gegen die Schweiz durchgesetzt hat.

Mit dabei: Ferdinand Muggenthaler, in der Rosa-Luxemburg-Stiftung für Lateinamerika zuständig. Daniél Kretschmar, Bewegungsredakteur bei taz-Berlin, der während der EM 1996 für die FA, den englischen Fußballverband, gearbeitet hat. Live im Spartak-Stadion in Moskau: taz-Sportreporter Johannes Kopp. Und für die taz in Berlin im Dienst: Frederic Valin, Barbara Oertel, Patrick Loewenstein, Maik Söhler.

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64 Spiele, ein Weltmeister. 12 Stadien, ein Putin. Vier Wochen Fußball und mehr. Alles zur WM in Russland.

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