Medientraining für NGO's 2/2015

Die TeilnehmerInnen

Zum zweiten Mal in diesem Jahr hat die taz Panter Stiftung 20 NGO-Aktive zum Medientraining in die taz eingeladen.

Ehrenamtliche Aktive beim NGO-Medientraining. Bild: Anja Weber

Wie NGOs ihre Öffentlichkeitsarbeit verbessern können und ihre Anliegen in die Medien bekommen, lernen die TeilnehmerInnen im Medientraining der taz Panter Stiftung. Der Workshop findet zweimal jährlich statt und richtete sich an Personen, die sich ehrenamtlich in gemeinnützigen Initiativen, Vereinen oder Bewegungen engagieren. Dieses mal dabei sind:

Lisa Lehmann für „Pinkstinks“. Bild: privat

Lisa Lehmann, Pinkstinks ist eine Protestorganisation, die gegen Produkte, Werbe- und Medieninhalte agiert, die Mädchen eine limitierende Geschlechterrolle zuweisen. Die „Pinkifizierung“ trifft Mädchen und Jungen gleichermaßen – wir wirken diesem Trend entgegen. Mit Theaterarbeit an Schulen, Vorträgen, Kampagnen gegen „Germany's Next Topmodel“ und sexistischer Werbung sowie durch Gespräche mit der Politik. www.pinkstinks.de

Sven Bremer für NoBärgida Bild: privat

Sven Bremer, das Aktionsbündnis NoBärgida organisiert den Gegenprotest zu Bärgida in Berlin und fasst Initiativen gegen rechts zusammen. Der Informationsdienst für kritische Medienpraxis ist ein linkes Journalistenbüro für alternative Nachrichten. www.nobaergida.blogspot.de

Jens Hasekamp für monsun e.V. Bild: privat

Jens Hasekamp, monsun e.V. ist die deutsch-peruanische Initiative zur Förderung von Kindern in Südperu. Der Verein konzentriert seine Arbeit derzeit auf ein Schulzentrum im Altiplano, wo illegale Minen erhebliche Umweltschäden und soziale Probleme hervorrufen. Neben der Versorgung einer Schulküche werden Fortbildungen für Lehrer, Eltern und Schüler zum Thema Umwelt und Ernährung durchgeführt. www.monsun-ev.org

Pascal Flieger für Weitblick e.V. Bild: privat

Pascal Flieger, Die Studenteninitiative Weitblick e.V. setzt sich für gerechte Bildungschancen weltweit ein. Wir sind politisch, konfessionell und ideologisch unabhängig und richten uns an Studierende aller Fachrichtungen. Es gibt uns in 15 Städten deutschlandweit. Jeder der Standorte betreut und unterstützt eigenständig Bildungsprojekte vor Ort und international. www.weitblicker.org

Helga Maasdorf für ASNAI Bild: privat

Helga Maasdorf, ASNAI unterstützt die indigenen Völker in den USA und Kanada bei der Durchsetzung und Anerkennung ihrer Rechte, vor allem der Verfassungs- und der Menschenrechte. www.asnai.de

Quoc Dung Vu, VETO! Human Rights Defenders' NetworkDeutsche Sektion e. V. will sich wirksam für die Förderung und den Schutz der Menschenrechte durch Zusammenarbeit und Vernetzung mit anderen Menschenrechtsverteidigern einsetzen. www.veto-network.org

Julia Tecklenborg für Kinderbunt e. V. Bild: privat

Julia Tecklenborg, der Kinderbunt e. V. ist Träger der Kinderstadt Elberado. Hier können Kinder ihre eigene Gesellschaft (er)leben. Sie werden mit Demokratie vertraut gemacht, erfahren berufliche Frühorientierung und gestalten ihre eigene Lebenskultur. Sie entdecken eigene Potenziale, gewinnen Selbstbewusstsein und werden sensibilisiert, Verantwortung für sich wahrzunehmen. www.elberado.de

Rainer Mickan für Horizonte Bild: privat

Rainer Mickan, Horizonte gemeinnützige Schul- und Gruppenfahrten organisiert Jugendgruppenreisen für Schulen, Kirchen, Vereine und sonstiger Jugendträger ins europäische Ausland. Abseits von Partyreisen und stupiden Hotelunterkünften wird hier Wert auf ein authentisches Erleben vor Ort gelegt. Die Gruppen werden z. B. in umgebauten Bauernhäusern untergebracht und können damit die Region und die Menschen, die dort leben und arbeiten, sowie die Sprache kennenlernen. Vor Ort werden verschiedenste Programme mit Einheimischen und lokalen Anbietern durchgeführt. www.horizonte-reisen.de

Lisa Groß, nach einem Praktikum bei borderline-europe im Sommer 2014 auf Sizilien und Lampedusa hat sich mein vorerst hauptächlich akademisches Interesse am Thema Flucht und Migration nach Europa in politischen Aktivismus gewandelt. Seitdem und über 2000 km vom Mittelmeer entfernt, lässt mich die Situation, mit der Menschen auf der Flucht nach Europa dort konfrontiert werden, nicht mehr los. Zusammen mit einer Gruppe von Aktivist_innen und zivilen Akteur_innen riefen wir im Oktober 2014 das Watch the Med Alarm Phone ins Leben. Das Projekt leitet eine selbst organisierte Notruftelefonnummer, die 24/7 von Menschen, die auf ihrer Flucht über das Mittelmeer in Seenot geraten, angerufen werden kann. Kurzfristig zielt das Alarm Phone darauf ab, Rettungsaktionen zu initiieren, um Menschenleben zu retten und Menschenrechtsverletzungen wie z. B. Pushbacks zu verhindern. Langfristig setzt sich das Projekt für uneingeschränkte Bewegungsfreiheit und sichere Wege nach Europa ein, um das Sterben auf dem Mittelmeer endlich zu beenden.

Wencke Loesener für MIRIAM Bild: privat

Wencke Loesener, MIRIAM setzt sich für die Menschenrechte von Frauen und Mädchen in Nicaragua ein. Im Mittelpunkt des Engagements stehen der Zugang zu Bildung und ein Leben frei von Gewalt. Die Frauen und Mädchen werden darin unterstützt, sich persönlich und beruflich weiterzuentwickeln, ihre Rechte zu vertreten sowie an gesellschaftlichen Veränderungen mitzuwirken. frauenprojekte.wordpress.com

Günter Steinke für das Whistleblower Netzwerk e. V. Bild: Petrov Ahner

Günter Steinke, das Whistleblower Netzwerk e. V. hat ca. 100 Mitglieder und informiert mit seiner Website www.whistleblower-netz.de über aktuelle und historische Whistleblowerfälle und gibt potenziellen Hinweisgebern Tipps, was diese beachten sollten. Bei Arbeitsgerichtsprozessen unterstützen WB-aktive Arbeitnehmer, die nach ihrem Whistleblowing in der Regel den Arbeitsplatz verlieren, durch Präsenz und fachliche Unterstützung bei den Prozessterminen. Meine Aufgabe ist es, für die Ausstellung „Licht ins Dunkel bringen“ bundesweit Ausstellungsorte und -termine zu koordinieren.

Jochen-Wolf Strauß für die GPTG Bild: privat

Jochen-Wolf Strauß, die GPTG (Gesellschaft für Psychotraumatologie, Trauma- und Gewaltforschung) hat das Ziel, eine Plattform für alle mit Traumata konfrontierten Berufsgruppen zu sein und sich den gesellschaftlichen Mechanismen von Traumatisierungen zu stellen, weil wir wissen, dass das Fortdauern von Gewaltverhältnissen und deren Ausblendung letztlich nur zu wiederkehrenden Spiralen ohne Chance für Prävention oder sogar „Heilung“ bedeutet. Momentan sind viele Mitglieder_innen in der psychosozialen Unterstützung im Bereich der Versorgung von Flüchtlingen engagiert. www.gptg.eu

Elke Schilling für Silbernetz Bild: privat

Elke Schilling, Silbernetz wird ein Hilfetelefon für ältere vereinsamte und isolierte Menschen mit gebührenfreiem, vertraulichem Gespräch rund um die Uhr, ehrenamtlichen Silbernetzfreund_innen jeden Alters für persönliches, ermutigendes Gespräch und dem Lückenschluss zwischen Vereinsamten und den vorhandenen Angeboten der Altenhilfe im Kiez. www.silbernetz.org

Ernst Meyer für Haukari e. V. Bild: privat

Ernst Meyer, Haukari ist Kurdisch und bedeutet Solidarität. Seit 1995 arbeitet Haukari e. V. in Kurdistan/Irak. Wir unterstützen vor allem soziale Basisprojekte im Bereich Frauenförderung und Gesundheitswesen. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Arbeit mit Opfern politischer Gewalt. Aktuell haben wir zwei Projekte. Das Beratungs- und Bildungszentrum Khanzad, das Frauen in Gewalt- und Krisensituationen betreut, und das Erinnerungsforum Anfal. Hier unterstützen wir Frauen, die die Anfal-Operationen des irakischen Regimes überlebt haben, bei der Errichtung einer selbst gestalteten Gedenk- und Begegnungsstätte. www.haukari.de

Amanda Groschke für den Verein Climateparade Bild: Peter Jelinek

Amanda Groschke, der Verein rund um die Silent Climate Parade hat zum Ziel, gleichgesinnten Organisationen und jungen Menschen als Plattform zu dienen, um auf das Problem des Klimawandels aufmerksam zu machen. Klimaschutz soll Spaß machen und bedeutet keinen Verzicht. Demonstriert wird jährlich auf bunte und leise Art und Weise, um dem Klimaschutz laut Gehör zu verschaffen. www.climateparade.org

Eleonore Heffner für Kultur Rhein Neckar Bild: privat

Eleonore Hefner, Kultur Rhein Neckar organisiert soziokulturelle Projekte, die grenz- und gernreübergreifend Dialoge zwischen KünstlerInnen und KunstfreundInnen, zwischen verschiedenen Gruppen und zwischen verschiedenen Genres möglich machen. Transkulturelle Projekte setzen auf eine Zukunft, in der aus verschiedenen kulturellen Traditionen Neues und Gemeinsames entsteht. www.kulturrheinneckar.de