Modell der Zukunft?

Arbeiten als Nachhausekommen

Wie viel Freude man bei der Arbeit haben kann und warum das „zweite Zuhause“ vielleicht doch nur eine Utopie ist.

Kindererziehung, Freizeitgestaltung, Arbeitsplatz: wird das Büro das zweite Zuhause? Bild: dpa

Von AMNA FRANZKE

So sieht der Albtraum aus: kostenloses Mittagessen, Tischkicker in der Pause, Fitnessraum über dem Büro. Nein, wirklich. Freuen Sie sich nicht auf die moderne Arbeitswelt der Zukunft, sagt die Stimme der Vernunft. Denn es gibt Arbeitgeber, die legen es darauf an, dass ihre Angestellten nicht merken, dass sie überhaupt noch arbeiten. Die Grenze zwischen Lohnarbeit und dem Rest des Lebens stetig aufzulösen ist das erklärte Ziel. Selbstausbeutung mit einem Grinsen im Gesicht.

Links steht Ihr Schreibtisch, rechts die Kaffeeecke mit Hantelbank. Kommen Sie doch rein. Fühlen Sie sich wie zu Hause. Das dystopische Kopfkino läuft schon. Trotzdem: Das Gegenteil ist genauso richtig. Für wen sich arbeiten wie nach Hause kommen anfühlt, lebt vielleicht die Utopie. Arbeit ist möglicherweise der Ort, wo man sich neu erfinden kann. Oder die Welt. Wo man mit Freund*innen zusammenarbeitet, einen Raum schafft, der anderen etwas bedeutet. Oder vielleicht auch nur einem selbst.

Wer ist glücklicher?

Stephan Porombka ist Professor für Texttheorie an der Berliner UdK. Er beschäftigt sich mit der Frage: Was bedeutet Lebenskunst? Und wie können künst­lerische Praxis und Lebenspraxis miteinander verbunden werden? Seine Sprechstunden hält er übrigens in der Mensa ab.

➡ Wann? Samstag, 21. April 2018

 

➡ Wo? Haus d. Kulturen d. Welt

John-Foster-Dulles-Allee 10

10557 Berlin

 

➡ Was? Der große taz-Kongress zum Thema Arbeit

 

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Sie war Betreiberin der legendären Ostberliner Flittchenbar: Christiane Rösinger ist Sängerin der Bands Lassie Singers und Britta. Außerdem schreibt sie Kolumnen und Bücher. Als jüngstes Werk erschien „Zukunft machen wir später“, in dem sie von ihrer ehrenamtlichen Arbeit als Deutschlehrerin erzählt.

Jan-Henrik M. Scheper-Stuke ist Inhaber einer Krawattenmanufaktur. Er hat eine Ausbildung zum Sparkassenkaufmann gemacht, Jura studiert und ist dann doch nicht in den Viehhandel seines Vaters eingestiegen, sondern in das Westberliner Krawattengeschäft des Patenonkels. Gemeinsam meldeten sie Konkurs an und gründeten danach eine neue Firma.

Sind die drei glücklicher oder unglücklicher als die anderen mit einem klassischen Bürojob? Sie werden es auf dem taz lab berichten.