Der meistgesuchte Drogenboss Mexikos ist womöglich bei einer Schießerei getötet worden. Die Polizei prüft, ob es sich wirklich um Joaquín „El Chapo“ Guzmán handelt.

Einer der meistgesuchten Drogenbosse der Welt: Joaquín „El Chapo“ Guzmán. Bild: dpa
GUATELMALA-STADT/MEXIKO-STADT dpa | Die Polizei in Guatemala geht Hinweisen nach, wonach Mexikos mächtigster Drogenboss Joaquín „El Chapo“ Guzmán bei einer Schießerei getötet worden sein könnte.
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Wie der guatemaltekische Innenminister Mauricio López am späten Donnerstagabend (Ortszeit) mitteilte, war es in einem Dschungelgebiet im Norden des Landes zu einer Auseinandersetzung unter Drogenbanden gekommen. Dabei seien mehrere Menschen ums Leben gekommen. Einer der Toten ähnele Guzmán. „Wir können es nicht versichern, aber er könnte es sein“, sagte López. Mexikos Präsident Enrique Peña Nieto betonte, es liege bislang keine Bestätigung vor.
Mexikanische Ermittler sollen nun ins benachbarte Guatemala reisen, um DNA-Proben zu nehmen und die Identität des Toten zu klären, hieß es in Medienberichten. Zu dem Zusammenstoß soll es nahe der guatemaltekischen Ortschaft San Francisco im Departement Petén gekommen sein.
Guzmán ist einer der meistgesuchten Drogenbosse der Welt. Die USA bieten fünf Millionen Dollar (3,8 Millionen Euro) für seine Festnahme, Mexiko 30 Millionen Pesos (1,8 Millionen Euro). Ende der 1980er Jahre hatte Guzmán die Führung des Sinaloa-Kartells übernommen, das tonnenweise Kokain in die USA geschmuggelt haben soll. Das genaue Alter des „Capo“ steht nicht fest. Nach einigen Quellen ist Guzmán 55, nach anderen 58 Jahre alt. Er war 1993 in Guatemala festgenommen worden, doch 2001 gelang ihm die Flucht aus einem Hochsicherheitsgefängnis in Mexiko.
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